Meine Erfahrung mit Kinderwunsch am LKH Graz

Liebe hoffentlich soon to be Mamis!

Ich möchte hier einen neuen Thread starten, da der alte zum Thema LKH Kinderwunschklinik Graz bereits sehr lang ist und ich euch auf Grund meiner persönlichen Erfahrung gerne folgendes mitgeben möchte:

Ich denke es kommt mal ganz grundsätzlich stark darauf an, wo man sich wohl und gut aufgehoben fühlt, denn das persönliche Bauchgefühl spielt eine große Rolle in dieser manchmal anstrengenden, zeitintensiv und für manche emotional belastenden Zeit.

Darüber hinaus sollte mMn die fachliche Qualifikation und Spezialisierung der Ärzte entscheidungsrelevant sein. Weshalb ich wirklich jedem Paar dazu rate ein wenig geduldig zu sein und sich so viele Erstgespräche wie möglich für ein Kennenlernen zu vereinbaren. Ihr hört dabei sehr schnell heraus, wie kompetent euch der Arzt erscheint etc.

Und nun zu meiner persönlichen Erfahrung mit der Kinderwunschklinik am LKH Graz:

Wir wurden von meiner Gynäkologin ans LKH Graz verwiesen und haben dort sofort mit einer Behandlung gestartet. Für gerade Mal ein Monat, weil wir das Vorgenannten eben leider nicht gemacht haben.
Geraten wurde uns zu einer IUI, wir hätten ja keinen Stress.
Gut, was ist dann konkret passiert: Es wurden falsche Befundwerte übernommen, die ich nicht habe, mir wurde Adenomyosis uteri diagnostiziert, die ich nicht habe und ohne mir das während des Termins mitzuteilen! Auf meine Nachfrage beim nächsten Termin wurde geantwortet: "Wenn Sie etwas wissen möchten fragen Sie zukünftig sofort [gedankliche Anmerkung:... und nicht erst nachdem Sie zu Hause gelesen haben, was ich Ihnen attestiert habe, ohne es Ihnen mitzuteilen 😂]. Ärztliche Aufklärung ist nach dieser Vorgehensweise dann wohl die Holschuld des Patienten...
Meine Patientenakte wurde im Warteraum vor den anderen Patienten besprochen. Mir wurden trotz Hinweis auf meine persönliche Gelbkörperhormonschwäche viel zu niedrig dosierte Medikamente verschrieben und ich wurde wirklich jedes Mal von einem anderen Arzt/Ärztin behandelt. Anmerkung: Zweit- und Dritt Meinung zu den Fehldiagnosen eingeholt, daher darf ich das guten Gewissens auch so bezeichnen.

Ich habe jede weitere Behandlung am LKH Graz nach diesem Monat abgebrochen.

Es war für mich persönlich die beste Entscheidung mich nicht mehr im LKH Graz behandeln zu lassen und das weiß ich, seit ich mir auch weitere Institute angesehen und nach vielen Gesprächen am Ende für vivaneo in Klagenfurt entschieden habe.

Die ärztliche Aufklärung, Terminvereinbarung und Umgangston sind nicht zu vergleichen. Ich werde gefragt, wann ich kommen möchte, kann die Termine frei vereinbaren, mir wird alles ins Detail erklärt, binnen 24 Stunden auf Fragen sogar per E-Mail geantwortet und der Umgang mit unserer Diagnose und Behandlungsvorschlag sind auf uns persönlich abgestimmt. Plötzlich gibt es nicht nur 3 sondern zig Gelkörperhormonpräparate aus denen das exakt für mich richtige ausgewählt wurde.

Lasst euch nicht entmutigen! Und nehmt euch die Zeit den für euch richtigen Arzt/Ärztin zu finden. Es ist mühsam, aber es lohnt sich. Ich glaube man erspart sich sehr viel, wenn man zu Beginn ein bisschen mehr investiert.

Kommentare

  • Hallo Cleophee,

    Bin auch am LKH in Behandlung. Mir wurde auch PCOS diagnostiziert, ohne das es mir jemals mitgeteilt wurde. Ich weiß bis heute nicht, ob ich wirklich an PCOS leide oder nicht.

    Mein Eindruck ist, dass am LKH nur geschaut wird, dass die Schwangerschaft herbeigeführt wird und alles andere steht im Hintergrund bzw. ist überflüssig.

    Hast du bei IUI stimuliert oder nicht? Wurde dir gesagt, dass man nicht unbedingt stimulieren muss? Bei mir war so, dass ich von Anfang an klar den Wunsch geäußert hatte, lieber keine Mehrlingsschwangerschaft zu riskieren worauf mir gesagt wurde, dass man das bei IUI im Gegensatz zur IVF nicht steuern kann. Ich bekam mehrmals die Spritze (Puregon) und bereits bei leichter Stimulation hatte ich immer mehrere Follikel. Irgendwann bin ich dann selber drauf gekommen, dass man die IUI ohne weiteres im natürlichen Zyklus machen kann und so probieren wir es jetzt noch immer. Die Chance ist klarerweise geringer, aber das ist für mich akzeptabel. Aber ich finde es irgendwie katastrophal, dass ich selber drauf kommen musste und keiner je was dazu gesagt hat.
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