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Frühzeitiger Mutterschutz - Präeklampsie

Liebe alle,

ich weiß, es ist ein heikles Thema und ich bin sogar froh, dass man es erschwert hat, das System "auszunutzen" (solche Leute gibt es wohl garantiert ja auch, aber andererseits denk ich mir, werden viele, die eh nie wirklich lang ins System eingezahlt haben, dann wohl eher den Krankenstand ausnutzen und das pauschale KBG beantragen).

Bei mir ist es so: Ich war nun die letzten 3 Monate schon ausreichend in Krankenstand und kratze an der 6-Wochen-Marke. Von letzter Woche bis diesen Dienstag war ich im Spital, da ich Infusionen gebraucht habe - habe nichts bei mir behalten, nicht einmal Wasser und bin dann leider beim Haushalt machen umgekippt.

Wenn es nach meinen Ärzten geht (sowohl Hausarzt, Gyn als auch Internist) möge ich nicht arbeiten gehen und alle würden mich weiterhin krank schreiben. Da ich aber das EAKBG benötige, um meine Rechnungen für 12 Monate bezahlen zu können, habe ich dieses Angebot leider ablehnen müssen und mich wieder arbeiten geschleppt (mal abgesehen davon, dass ich seit ich 17 bin einzahle, als Erwachsener durch sämtliche Beihilferaster gerasselt bin und es nicht einsehe, warum ich jetzt wegen den Schwangerschaftskrankenständen ein genauso hohes Karenzgeld kriegen soll wie andere, die niemals eingezahlt haben... ich hatte teilweise 3 Jobs parallel und habe diesbezüglich wirklich keine Schuldgefühle, zumal ich nach 12 Monaten wieder voll arbeiten gehen werde und wieder einzahle.)

Nun sieht der Büroalltag so aus, dass ich mich hetze und stresse und 6-8x auf die Toilette laufe und mich übergebe - ein paar Mal war diese besetzt, deswegen musste ein Mülleimer einer Kollegin herhalten oder das Waschbecken in der Küche...
Kreislaufmäßig ist mir häufig extrem schwindlig und meine Kollegen und Chefs sind alle sehr besorgt - ich hatte auch schon offene Gespräche mit Chef und HR, wo ich mein Problem bezüglich Krankenstand geschildert habe. Die unterstützen es, wenn ich nun bei meinen Ärzten um frühzeitigen Mutterschutz ansuche bzw. schaue, was man diesbezüglich machen kann.
Das Problem ist, dass sie mich nicht freistellen können - das Budget gibt es nicht her, mich ohne Arbeitsleistung zu bezahlen und zusätzlich für eine Nachbesetzung zu sorgen.

Da ich bei Fetomed und auch schon bei allen MuKi-Pass-Untersuchungen (bin 14. SSW) einen zu hohen Blutdruck hatte, muss ich jetzt "Blutdruck-Tagebuch" führen und Thrombo ASS 150 mg (da sonst Unterversorgung beim Putzi droht..) einnehmen. Ich messe Blutdruck auch untertags im Büro und komme fast immer über 140/90.

Meine Hausärztin hat schon angemerkt, dass man hier in Richtung Freistellung aufgrund von Präeklampsie gehen könnte. Wenn ich es aber richtig verstanden habe, ist Bluthochdruck nicht automatisch gleich Präeklampsie und mit dem Harn dürfte ja alles in Ordnung sein bislang.

Hat jemand Erfahrungen mit Freistellung aufgrund von Präeklampsie, oder Freistellung allgemein? Und dem Amtsarzt in Klosterneuburg? Außerdem freue ich mich auch, falls jemand von euch ebenso Thrombo ASS nehmen musste - da steht ja in der Verpackungsbeilage, dass man es ab dem 3. Trimester dann nicht mehr nehmen sollte... Und ob dies bei der ein oder anderen bei euch eine Indikation für einen Kaiserschnitt war.

Vielen lieben Dank für alle Erfahrungsberichte - ich weiß, hier sind viele allergisch auf Fragen in Hinsicht auf "frühzeitigem Mutterschutz", aber mir kann man wirklich nicht den Vorwurf des Ausnützens oder sonst was machen, da kann mein Gewissen in Anbetracht meiner bisherigen Arbeitsleistung wirklich rein sein.

Kommentare

  • Julie79Julie79

    645

    bearbeitet 24. Januar, 19:54
    Thrombo Ass 150mg habe ich letzte Woche abgesetzt, da war ich 35+0. Mit Kaiserschnitt hat es nichts zu tun. Nehmen musste ich sie weil ich ein erhöhtest Risiko zu Präeklampsie hatte, Freigestellt wurde ich deswegen nicht. War nur zu Dopplerkontrolle im Spital um abzuklären das die Versorgung des kleinen passt. Blutdruck ist bei mir auch immer eher höher 140/90
  • Ich habe ebenfalls Thrombo Ass genommen auch wegen erhöhtem Risiko zur Präeklampsie und habe auf Anweisung der Ärztin mit 32+0 aufgehört. Hatte eine komplikationslose Spontangeburt.
    SusiEV
  • Ich habe Blutdrucktabletten bekommen, habe auch öfters an der 200er Marke gekratzt. Geburt hatte ich spontan aber danach noch etwa 3 Wochen ganz schlimm mit dem Blutdruck zu kämpfen
  • @schneehase187
    Oje das klingt ja schrecklich ... also ich habe keine Erfahrung mit Präeklampsie aber ich wurde bereits in der 10. Woche freigestellt wegen Status Post Konisation. Zum Amtsarzt muss man seit 1. Jänner 2018 nicht mehr das System wurde meines Wissens umgestellt, der Frauenarzt muss dir ein Zeugnis (ich nenns mal so weiß jetzt grad den genauen Begriff nicht) mit diesem musste ich in Wien zur GKK und die Dame am Schalter hat es genehmigt weil ich einen der Günde erfüllt habe. Nichts anderes ist gültig, du musst auch nicht extra zum Amtsarzt ect. in der 15. Woche musste ich die Freistellung verlängern bis ET das war das selbe Prozedere. Also man kann wegen nichts anderem freigestellt werden außer man erfüllt eines dieser aufgelisteten Kriterien alles andere wäre eben Krankenstand. Der genaue Begriff muss oben stehen ... ich habe die Erfahrung gemacht die Herrschaften dort am Schalter kenn sich ja klarer Weise gar nicht aus mit der Materie und jedes andere Wort vom Arzt ist eines zuviel also quasi umsonst aufgschrieben 🙄😅Bzgl. Kindergebtreuungsgeld bentrage ich auch die einkommensabhängige Variante das ist bei Freistellung schon möglich.

    Alles Gute dir !
  • Hier kannst du die listengründe nachlesen
    https://www.wko.at/service/arbeitsrecht-sozialrecht/Beschaeftigungsverbot.html

    Es gibt aber die Möglichkeit mit einer Empfehlung vom Facharzt nochimmer den Amtsarzt aufzusuchen und wenn du Glück hast trotzdem freigestellt zu werden.(wird eher schwierig, aber versuchen könntest es wenn deine Fachärzte mitmachen)die Empfehlung lautet da aber Krankenstand 🤔 müsstest wie gesagt probieren.

    Wie es mit einkommensabhängigen Kbg ist weiss ich nicht. Ich habe das pauschale weil ich länger für meine Kinder Dasein möchte und nicht weil ich Schmarotze und nicht eingezahlt habe, sorry aber das hast ein bissl schräg formuliert. Das pauschale ist nicht nur für Leute die nie arbeiten waren.
    wölfinHase_89Stieglitz
  • Hallo,
    zum Thema Krankenstand und 6 Wochen, .... bei Unklarheiten (egal um was es geht) würde ich immer bei der entsprechenden Stelle nachfragen, in diesem Fall KK.
    Foto, zweite Seite!9f23dbe0-2192-11e9-8966-b527eda5d687.jpeg

    Welche Art von KBG und welche Karenzdauer man wählt, ist eine persönliche Entscheidung, je nach Hintergrund!
    Ich habe das EAKBG und trotzdem die längste Karenzdauer genommen, ist halt Einteilungssache.
    Also nix einreden lassen ;-)
  • bearbeitet 30. Januar, 16:08
    Ihr Lieben,

    danke für die ganzen Infos!

    Falls es jemanden interessiert, ich habe nun bei der (W)GKK nachgefragt: Man darf 42 Tage Krankenstand gehen, ehe man ins Krankengeld fällt - Wochenenden werden mitgezählt, aber keine Feiertage!

    Da sind bei mir jetzt natürlich einige Samstage auch mit reingefallen, weswegen ich jetzt sehr knapp an dieser Marke kratze.

    Den Anspruch auf das EAKBG würde man verlieren, wenn man länger als 2 Wochen Krankengeld bezogen hat. (und alles andere kommt für mich nicht in Frage, ich möchte ohnehin nur 12 Monate der Arbeit fern bleiben und das wäre für mich ein ENORMER finanzieller Verlust, wenn ich das pauschale Entgelt nehmen müsste).

    Bei mir ist es aktuell so, dass ich jetzt 2x im Büro umgekippt bin - zum Glück nicht auf den Treppen... (wir haben einen verwinkelten Altbau ohne Aufzug - da muss man schon öfters mal Treppen steigen...)

    Die Arbeitsmediziner bei uns sind sehr lieb und waren heute auch bei mir und haben sich natürlich sehr bemüht um mich und um die Regelungen rundherum. (Sie wollen jetzt ein Bett für mich irgendwo aufstellen^^ Lieb gemeint, und wenn einem wirklich schwindlig wird, sicher sinnvoll, aber bei mir geht die Übelkeit schubweise den ganzen Tag und oft so plötzlich, dass es mir wohl nicht viel bringen wird...)

    Mittlerweile behalte ich zumindest Wassermengen auch wieder bei mir, erbreche zwar immer noch 4-5x / Tag, aber ja...

    Was sich gerade wohl anbahnt, ist ein Blutdruck-Problem - das war bei Fetomed ja jetzt wieder ein großes Thema, das Thrombo ASS nehme ich brav (ab und an eben Nasenbluten, aber ok..) und morgen habe ich wieder einen Termin bei meiner Gyn.

    Ich muss halt echt sagen, dass ich es fast eine Frechheit finde, wie mühsam das ganze mit Mutterschutz geworden ist und dass man dann aufgrund von gesundheitlichen Umständen tatsächlich das EAKBG verlieren könnte. Kreislaufprobleme und Erbrechen begründen nur Krankenstand, keinen Mutterschutz - schön und gut, dass man Missbrauch vermeiden möchte, aber mich hat es jetzt 2x im Büro umgeworfen, dass ich nicht mal mehr sitzen konnte und sonderlich konzentriert / eine große Hilfe bin ich meinem Chef wohl aktuell auch keine!

    Und wenn es jetzt blöd hergeht, darf ich Blutdruckmedikamente, Blutverdünner, die Schilddrüsen-Medikamente, Paspertin-Tabletten (und ok und das Femibion meinetwegen ist das einzige, was ich GERNE nehme) nehmen und das alles, nur damit ich mich weiterhin ins Büro schleppen darf tagtäglich (und die Auto-Hin- und Rückfahrt find ich mitterlweile auch nimmer so lustig, wenn man ständig rechts ranfahren muss, wenn einem übel wird.....)

    Also ich finde, dass es in meinem Fall wirklich nicht im Sinne des Mutterschutzes steht.

    Präeklampsie steht zwar auf dieser berühmten MSchG-Liste, aber Bluthochdruck ist nun mal nicht gleich automatisch Präeklampsie und laut meiner Hausärztin muss ich mir jetzt von Gyn (und bestenfalls auch Internisten) eine Bestätigung mit Befunden holen und mitsam dem Zeug dann zum Amtsarzt - es ist halt sehr fraglich, ob der Amtsarzt einen aufgrund dieser Daten (zB kein Harnbefund/erhöhte Eiweißausschüttung...) tatsächlich freistellt und nicht einfach meint "Ja dann nehmens halt Blutdrucksenkende Medikamente").

    Ich frage mich, was passiert, wenn ich sage: NEIN, ich will ab diesem Zeitpunkt keine weiteren zusätzlichen Medikament einnehmen und dann einfach weiterhin im Büro umkippe oder über der Kloschüssel hänge.

    Mir ist also aktuell, wie man sich vorstellen kann, zum Heulen zumute ;-)
    (und ich bin mir mittlerweile recht sicher, dass ich mitsamt der mehrmaligen Krankenhaus-Aufenthalte mit Infusionstherapie und ständigen Arztterminen die Kasse mehr koste, als wenn sie mich einfach in Mutterschutz lässt, aber bitte.)
  • Das ist ja mal echt extrem mühsam, was du da durchmachst @schneehase187

    Was ich mich frage, warum manche Frauen in meiner Umgebung so einfach und ohne Diagnose in Frühkarenz gehen können. Da steht doch auch für den Arzt einiges am Spiel, wenn er da trickst. Vor allem wirds ja weiter erzählt und man weiß dann, welcher Arzt das ganze so locker sieht, das kann ja auch jemand erfahren, ders nicht wissen soll.
    Und 2 kenn ich fix, von denen ich weiß, dass sie ohne „echte“ Diagnose in Frühkarenz gingen.
    claudia86
  • @schneehase187 Kopf hoch. Gut, dass sich deine Firma den Umständen anpasst und bemüht. Vielleicht wird es schon in Kürze mit der Übelkeit besser.

    Versteh mich nicht falsch, ich möchte deine Beschwerden nicht runterspielen. Aber du bist nicht allein. Fast jede Schwangere hat Beschwerden, phasenweise auch sehr starke. Und man muss schon immer wieder in sich hineinhorchen und einen Gang zurückschalten. Ich würde meine Energie und innere Einstellung lieber darauf polen, dass es nur eine Tiefphase nun ist und sich dein Körper der Schwangerschaft anpasst.

    Sei bitte froh, wenn es nur Bluthochdruck und (hoffentlich) die vorübergehende Schwangerschaftsübelkeit ist und wünsch dir bitte keine Präklampsie herbei. Denn das mag zwar harmlos klingen, Bluthochdruck und Eiweiß im Urin - dahinter steckt aber eine wirklich heftige Krankheit, die für Mutter und Kind lebensbedrohlich ist. Solltest du gefährdet sein, soll dich dein Arzt besser darin begleiten, dass du du es nicht bekommst.

    Im Forum gibt es einige Mamas, die Blutdruckmedis, Blutverdünner usw., nehmen müssen. Auch Schildrüsen-Medikament ist ja schon fast Standard, das haben so viele. Und Schwangerschaftsübelkeit ist nunmal eine Begleiterscheinung in der 1. Hälfte, wenn man deshalb in dem MuSchu geschickt würde, dann könnte vermutlich jede 3. sofort gehen. Man geht davon aus, dass die Beschwerden nicht bis zum Ende anhalten h d deshalb, wird hier auch kein vorzeitiger MuSchu gewährt.

    Ich habe auch immer wieder Kreislaufprobleme und muss mich dann einfach hinlegen, ansonsten werde ich ohnmàchtig, aber da gibt einem der Körper auch Zeichen.

    Mit dem Ultimatum keine Medikamente mehr einnehmen zu wollen, damit du umkippst oder noch mehr über der Schüssel hàngst, schadet man wohl nur sich selbst und dem Kind. Du bist eine mündige Erwachsene, welchen Sinn macht das bitte?

    Schau mal im Forum, was andere Mamas bei Schwangerschaftsübelkeit machen. Es gibt ein paar Tricks, die die Symptome lindern. Vielleicht hilft dir Akkupunktur, es gibt Akkupressurbänder, Essstrategie und bestimmte Lebensmittel, die es erträglicher machen.

    Ich fürchte, dass es einfach ganz viele Wehwechen in der SS gibt. Die einen haben anfangs und zwischendrin Blutungen, manche haben Vorwehen, manche haben einen placenta preavia,... Und kaum ist das eine gut, kommen halt dann Rückenschmerzen, Symphysenschmerzen, Ischias...

    Ich denk mir, lieber leide ich als das Kind und lieber habe ich Beschwerden als das sich einer Untersuchung ein Problem beim Kind rausstellst. 😌😌😌😌

    Gute Besserung & Daumen sind gedrückt, dass die Phase mit der Übelkeit endlich vorbei geht 😌.
    Hase_89StieglitzwölfinJulie79Morganadoppeljackpot_83
  • bearbeitet 30. Januar, 20:03
    Danke schön 😊

    Um das klarzustellen - ich wünsche mir weder Präeklampsie noch sonst was herbei und ich weigere mich auch nicht bis zum Umfallen Medikamente zu nehmen: ich frage mich lediglich, was wäre, wenn man das täte (aktuell zB mit dem Thema Impfgegnern ja gar nicht mal soooo abwegig, dass das Leute machen könnten, oder? 😂)

    Ich möchte auch dazu sagen, dass es nicht „nur“ Schwangerschaftsübelkeit ist, die jede 3. Frau durchmacht. Es muss zum Glück nicht jede 3. Frau ein Dutzend mal am Tag speiben und hat 3 Krankenhausaufenthalte mit 4-5 Tagen Infusionstherapie hinter sich, weil sie nicht mal Wasser behalten! Meine Ärzte haben mir gesagt, diese starke Form der Hyperemesis gravidarum haben nur rund 2% aller Schwangeren.

    Also von jeder dritten kann da keine Rede sein, wenn man bei so starken Beschwerden von Mutterschutz redet - zumal der Missbrauch ja sehr gering sein sollte bzw. die Beweislast sehr für einen spricht, wenn man tagelang im Krankenhaus war: meine Speiberei können jetzt ungefähr 10 Pfleger und vier Ärzte zeughaft bestätigen ;-)))

    Ich bin jetzt schon im 2. Trimester und hatte auch gehofft, nach der 12.SSW geht es weg - muss aber sagen, seitdem ist es eher noch schlimmer geworden. Hab es natürlich verschrien, hab seit 15:00 Uhr mal wieder kein Wasser bei mir behalten und hoffe, spätestens morgen geht wieder ein Schlückchen.

    Also ich weiß, jede Schwangere hat Problemchen - viele sind meiner Meinung nach nicht erwähnenswert, ich hab genauso jeden Tag 3x Schluckauf oder Reflux, Nierenschmerzen/Rückenschmerzen, Unterleibsziehen usw. das ist für mich aber wie gesagt nicht erwähnenswert - aber die extreme Brecherei , sorry, wenn ich das so sage: ich bin de facto nicht arbeitsfähig. Und jeder, der meinen Lebenslauf kennt, weiß, ich bin alles andere als arbeitsscheu.
  • @Mohnblume88 - du sagst es! Das find ich auch sehr interessant.. muss auch sagen, meine Hausärztin und die Arbeitsmedizinerin hatten keine Ahnung von dieser Mutterschutzliste und reden oft in Zeiten, wo das noch so einfach war anscheinend. Die meinten jetzt zu mir, ich muss auf alle Fälle zur Fachärztin und dann zum Amtsarzt - aber da hab ich ja jetzt auch schon unterschiedliche Varianten gehört (erst ab 15.SSw usw...)

    Mir hat dann ein Arzt im LKH gesagt, Präeklampsie wird auch durch Harnbefunde belegt und wenn der Amtsarzt sowas nicht hat, würde er den Antrag auf frühzeitigen MS ablehnen.
    Aber es dürfte auch sehr auf die Amtsärzte ankommen, wer genau da vor einem sitzt? Manche Gründe aus der Liste sind vermutlich ohne Befunde auch irgendwie auszustellen und schwer zu kontrollieren, aber ich weiß es nicht.

    Werde einfach mal alle Registerkarten ziehen und sowohl Internisten als auch Gyn um Rat bitten...
  • Präeklampsie wird mit einem Bluttest festgestellt. Harntest wird das Eiweiß festgestellt was ein Anzeichen für Präeklampsie ist. Wenn es dir echt so schlecht geht würde ich in Krankenstand gehen, Geld ist nicht alles und die Gesundheit muss vor gehen
    mamima
  • Wann ist denn dein Arbeits-Jahr um? Also wann wurdest du eingestellt? Dann beginnt nämlich auch die Krankenstandzeit wieser von neu.
    Vl spielt dir da das Timing in die Karten?
    mamima
  • mamimamamima Symbol

    1,111

    bearbeitet 30. Januar, 22:40
    @schneehase187 Ich unterstelle dir auch nicht, dass du arbeitsscheu wärst. Und wie gesagt, ich möchte deine Beschwerden auch nicht runterspielen. Du fühlst dich gerade elendig, aber wie gesagt mit solchen Ideen wie Medis absetzen, schadest nur dir selbst. Und eben, es gibt nunmal (vorübergehende) Beschwerden, die einem alle Energie und Nerven kosten und sich trotzdem nicht für den frühz Mutterschutz qualifizieren. Und da muss man sich halt dann bei all den en bedanken, die das System maßlos ausgenutzt haben, dass es hier kaum noch Ausnahmen gibt. Meine Schwester hatte auch in beiden SS Hyperemesis Gravidum mit mehrmaligen Kh Aufenthalt und regelmäßigen Vitamininfusionen beim Hausarzt, das war noch vor der Indikationsliste und sie musste da leider auch durch.
    Ich gönne es jedem, dem seine Beschwerden gehört werden und eine Lösung gefunden wird.

    Aber, wenn es nicht mit frühzeitigen Muschu funktioniert, muss man schauen, welche Alternativen es gibt, wie du deine einkommensabh Variante dann beziehen kannst.

    Genau das was bela geschrieben hat, hab ich auch schon nachgelesen. Wann beginnt dein Arbeitsjahr, schau mal, wann dein Eintrittsdatum war. Ab da fängt die Rechnung mit den 6 Wochen von neu an, viell fängt dein Arbeitsjahr wieder von vorn an oder hat erst wieder begonnen. + darauf achten, dass nun 182 Tage ab 14+1 unter 2 Wochen bleibst, wo die GKK Krankengeld hinzuzahlen würde.

    Das Einzige was dir sonst bleiben wird, ist direkt zum Amtsarzt zu gehen und zu schauen, ob dir vorzeitiger Muschu bewilligt wird oder ob eine Befristung von vorzeitigen Muschu möglich ist oder welche Lösung es gibt, damit du nicht den Anspruch verlierst. Ein seriöser FA wird nicht seinen Kopf hinhalten und etwas von der Liste raufschreiben, was nicht der Wahrheit entspricht.

    Notfalls würde ich Urlaub gehen, damit du den Anspruch einkommensabh Kinderbetreuungsgeld verlierst.

    P.S. Der Kasse würden auch diese Kosten mit KH und Infusionen entstehen, denn nur weil man freigestellt ist, hat man ja trotzdem die Beschwerden. Außerdem sind sie bemüht es so lange hinauszuzögern, denn dann zahlen sie für dich das Entgelt und außerdem so lange du arbeitest erhalten sie von dir SV-Beiträge 😉
  • Das mit Arbeitsjahr ist leider schon abgestimmt mit der Kasse - bin erst 7 Monate in der Firma, 1 Jahr würde knapp vor der Geburt, also wenn ich eh schon in Regel-Mutterschutz bin, ablaufen. Leider.

    Urlaub spielt es auch keinen.. leider ;-)

    Die Arbeitsmedizinerin gestern hat mir auch berichtet, dass das Arbeitsinspektorat bei seinen Untersuchungen die psychische Belastungen kritisiert hat und sie deshalb sehr stark dafür ist, dass ich in Mutterschutz gehe (sie meinte Blutdruck kann auch vom Stress kommen - ich glaub’s zwar nicht, aber bessern tuts den Blutdruck vermutlich auch grad nicht). Ich soll alles versuchen meinte sie, schauen wir mal.

    Und man muss dazu sagen, dass extreme Formen von Hyperemesis alles andere als vorübergehend sind - der Gyn im Spital meinte zu mir, ich erinnere ihn sehr an eine Patientin, die das 9 Monate lang hatte und 14 kg abgenommen hatte während dieser Zeit. Und nachdems aktuell schlimmer wird (es ist 3 Uhr früh und ich bin deswegen wach, weil ich speiben musste, by the way) rechne ich aktuell auch nicht mit baldiger Besserung ;-)

    Man kann zum Amtsarzt direkt gehen? Wenn nicht Präeklampsie, muss wohl was anderes herhalten, Geld ist zwar nicht alles, aber es geht hier um verdammt viel Geld (mehr als das doppelte, und ich seh nicht ein, dass ich dann 12 Monate meine Rechnungen nicht zahlen kann wegen gesundheitlicher Probleme in der SS! Seh ich echt nicht ein, da riskier ich eher alles und speib jeden Tag das Büro voll).

    Und nochmal, ich setze keine Medikamente ab - ich habe mich lediglich gefragt, was wohl wäre mit Leuten, die das täten - gibt ja heutzutage genug Anti-Medikamente-Menschen und ich bin normal auch nicht so kritisch, aber hinterfrage es dann doch, wenn ich lediglich zum Zwecke der Überbrückung bis zum Mutterschutz 3-4 Medikamente bekomme mehrmals täglich nur um mich in den Bürostress zu schleppen und dort dahin zu vegetieren. Jedes einzelne dieser Medikamente wird sehr wohl auch von einigen Medizinern in der SS ungern verschrieben und das wird ja wohl gute Gründe haben. Ich nehme sie, keine Frage, aber Hand aufs Herz, bei aller Liebe: Ruhe und Schonung wäre Gold wert.
    Es ist zwar saufad im Bett ständig zu liegen, aber ab Ruhetagen hab ich mich oft nur 1-2x erbrochen und der Blutdruck war halbwegs ok - an Arbeitstagen halt ich aktuell den stolzen Rekord von 18x Speiben und 2x Umkippen...
  • 2014 in der Ss meiner Tochter ging es mir wunderbar. Im Sommer jedoch, rasselte mein Blutdruck so extrem in den Keller, und war nicht hochzubekommen, dass ich nur fähig war auf der Couch zu liegen und unter großem Schwindel auf die Toilette zu gehen. Irgendwann abends wurde es meist besser und ich war wieder zu gebrauchen. Somit war Arbeiten unmöglich. Ich war solange krank, dass ich letztendlich 12 Tage Geld von der Kassa bekommen habe. Ich wusste jedoch von den 14 Tagen nichts und hatte mehr Glück als Verstand.. Ich wäre auch um sehr viel Geld umgefallen und verstehe deine Situation..

    Wenn dein FA der Meinung ist, dass man mit Praeklamsie argumentieren kann, dass du zu Hause bleiben kannst - so wie ich das verstanden habe wär er dafür um das Risiko zu vermeiden? Dann brauchst du gar nicht zum Amtsarzt, da Praeklamsie auf der Indikationsliste steht. Somit brauchst du dem Amtsarzt auch keine Befunde vorlegen.

    Wenn es um einen Grund geht, der nicht auf der Liste steht, DANN musst du mit einem "Ansuchen auf vorz. Muschu" zum Amtsarzt. Dieses Ansuchen gibt dir zB der FA oder Internist..

    Ich weiss, dass eine Kollegin deswegen ein paar Wochen früher in vorz. Muschu gehen konnte - dem FA war das Risiko aufgrund des Blutdrucks und der Art des Jobs einfach zu hoch - und sie hat mir dann erzählt, dass sie nicht akut gefährdet war.
    Man mag davon halten was man will - das Risiko es zu genehmigen hat dann eh der FA. Also sprich mit ihm nochmal drüber?!
    Es gibt immer solche und solche FAs. Natürlich gibt es auch heute Frauen die vorz. Muschu erschwindeln und welche, die sich bis zum Schluss quälen müssen. Ich persönlich bin der Meinung, es wäre fair, wenn man sich immer die gesamte Situation inkls Job ansehen würde.. Also als was man arbeitet, weil es auch solche und solche Berufe gibt.

    Wenn das alles nicht klappt, dann rechne dir eben genau aus wieviel Tage du noch zur Verfügung hast und nutze es bis zum letzten Tag aus im KS zu sein, wenn es eben nicht geht. Ist nicht lustig, aber geht auch vorbei.
  • @BeLa Vielen Dank, diese Infos bringen wieder mehr Licht in die Sache!

    Genau, ich habe jetzt von den Hausärzten (Arbeitsmedizinern) schon gesagt bekommen, allein für die Prävention wäre es sinnvoll und es macht faktisch wirklich kaum Sinn, da jetzt 9 Stunden pro Tag sich zu quälen und eigentlich wirklich keine große Hilfe mehr zu sein..

    Das mit dem zum niedrigen Blutdruck muss ja genauso doof sein - ich hoffe, du konntest die Zeit trotzdem irgendwie genießen...
    das wäre ja das nächste Problem, wovor mein Internist gewarnt hat: ich habe keinen durchgängig zu hohen Puls, wenn ich jetzt jeden Tag die Blutdrucksenker nehme, werde ich zeitweise einen zu niedrigen Blutdruck haben und erst recht Kreislaufprobleme..

    Bei so vielen Medikamenten, insbesondere nicht unheiklen!!, hat man eben auch einfach oft Nebenwirkungen zu befürchten - ich hab kein Problem damit, 1-2 Sachen zu nehmen, wenn ich gut drauf anspringe, aber ab einer gewissen Anzahl tagtäglich hab ich als Schwangere einfach auch Sorgen. Früher war mir das egal, 2013 hab ich mich mit Medikamenten zugepumpt und bin mit eitriger Angina arbeiten gegangen - zwei Wochen später lag ich wegen Lungenentzündung im Spital.

    Aber jetzt geht es halt nicht mehr nur um mich und die eigene Dummheit, sich ins Büro zu schleppen.. jetzt geht’s da auch ganz stark um ein kleines Putzi, und am liebsten würde ich einfach eine komplikationslose Schwangerschaft ohne jegliche Medikamente oder Stress haben - geht halt leider nicht, aber zumindest Ruhe und Schonung können ja dem Kleinen sicher nur zugute kommen.

    Hab heute Termin beim Gyn, Daumen drücken 🤗
  • Also all die medis die du nimmst hab ich auch genommen und noch einige mehr. Kam mir vor wie eine apotheke....aber keines davon hat meinen kindern irgendwie geschadet.. also all die kann man sehr wohl in absprache mit dem arzt in der ss nehmen.

    Nur weil du immer schreinst das seihen so "gefährliche" medis.
    Bist ah net die einzige die die medis in der ss nimmt und braucht...

    Nur soviel dazu!
  • @doppeljackpot_83 ich habe, wie man oben nachlesen kann, mit keinem Wort „gefährlich“ geschrieben - aber heikel.

    Paspertin wurde mir gesagt, ist nicht dazu da, dass man es 5x täglich über Wochen und Monate nimmt. Da mir aber nun mal ständig übel ist, reicht es mir 1x am Tag nicht und über Wochen sollte man es schlichtweg nicht nehmen.

    Das Metoprolol Strada ist ebenfalls in der SS nicht für eine Daueranwendung empfohlen.

    Beim Thrombo ASS habe ich Nasenbluten und blutigen Urin bekommen - ich nehme es selbstverständlich, wenn die Ärzte es sagen, aber wenn sie zögerlich werden und mir explizit sagen „da müssen wir gesondert aufpassen“ - nehm ich das sehr wohl ernst.

    Das Euthyrox habe ich immer schon genommen, nur dass ich es aktuell meistens nicht drin behalte.

    Aussagen wie „mir ging’s super damit und meinen Kindern auch!“ - freuen mich für dich, indizieren aber noch lange keine allgemein gültige Regel für jedermann auf der Welt.
    Wäre auch ein großer Zufall, wenn du tatsächlich exakt ALL diese Medis samt der gleichen Dosierung nehmen musstest, aber ok.
  • @schneehase187 jetzt hast was in den falschen hals bekommen....

    Ich glaub dir das es dir sch** geht...keine frage und das sich wohl jede eine komplikationslose ss wünscht ist wohl auch klar....

    Ich wollt nur sagen das du auch damit nicht alleine bist und es sehrwohl trotz sch*** ss alles gut gehen kann.

    Allgemein gültige aussage gibts sowieso nicht. Hatte nur denneindruck das es dich sehr belastet das du soviele medis nehmen musst und dir da auch sorgen machst...

    Das war der einzige grund warum ich was geschrieben hab (achja und weil i die ganze nacht munter war)
  • @doppeljackpot_83 Tut mir leid, habe das wohl im falschen Ton gelesen - tut mir wirklich leid, anscheinend werd ich gerade empfindlich von der Gesamtsituation...

    Aber ich hab hier wirklich gute Tipps und Erfahrungsberichte bekommen, also ich kann mich nur sehr sehr herzlich bedanken - geteiltes Leid ist ja quasi halbes Leid... im Bekanntenkreis bekomm ich ständig nur die schönen genüsslichen Schwangerschaften präsentiert ohne jegliches erwähnenswertes Problemchen, aber Du hast recht - man ist nicht allein, manche trifft es halt nun mal!
    Und solange es dem Putzi gut geht, nehm ich gern alle Qualen auf mich, das hat definitiv Priorität 😊
  • achja und eines noch....hatte auch eine Freundin die hatte eine super SS hat sich nix geSch** und ich war eigentlich neidisch........ ABER als das kind dann endlich da war - war sie dermaßen überfordert mit der gesamtsituation und war 3 Monate lang eigentlich nicht ansprechbar und auch danach eigentlich überfordert.....

    ich hab zwillinge - hatte eine echt besch*** ss bin anfangs eigentich am dem Schwangerschaftestest bis ende 12SSw (also 7 WO) durchgehend gelegen teilweise im KH. Hatte ständig Blutungen die anfangs nicht geklärt waren - dann hieß es "es verabschiedet sich wohl einer".........dann endlich etwas "normalität"......die ssw 24 hab ich sehnsüchtig erwartet um zumindest eine überlebensCHANGE für meine 2 zu sehen......

    und dann kam mit SS 26 der nächste Dämpfer, verkürzter gmh, Frühgeburt, bluthochdrucj und was weis ich was da noch alles im Raum stand......hab wirklich um jede einzelen WOCHE gekämpft für meine zwerge......und wider erwarten aller ärztlichen meinungen hab ichs/wir schlussendlich bis SW 35+6 geschafft.......ja Frühchen aber trotzdem eigentlich ohne schwere Probleme ......nach 10 Tagen KH aufenthalt heimgegangen.........

    UND warum ich das jetzt schreib......ja schei** SS aber als die beiden dann mehr oder weniger gesund endlich da waren, war ich die entspannteste MAMA........mit 3WO alten zwergen ware wir dsa erste mal Brunchen und haben uns sehr gut eingelebt......

    Ja alle "MAMAbilder" die ich mir in der SS erträumt habe, konnte ich nicht umsetzen, man macht sich da selbst einfach viel zu viel druck......also je mehr du die Situation so hinnehmen kannst wie sie halt dann ist desto entspannter und schöner wird es sein.
  • As mit derm präeklampsie als grund wird vor der 20. ssw vermutlich schwer, da eine präeklampsie erst am SSW 20 möglich is.. laut meinen Vorleungsunterlagen. Vorher is es einer schwangerschaftsinduzierte hypertonie
  • @Schneehase187 wie weit bist du denn aktuell?
    Muss @Flotte_Lotte in dem Punkt recht geben.. Praeklamsie ist erst in der zweiten Hälfte überhaupt möglich, dh man wird vorher damit auch nicht argumentieren können.
    Da musst du in der Zwischenzeit auf jeden Fall in KS gehen, wenn du nicht in U gehen kannst..
  • Ich möchte nur erwähnen, weil oben wo geschrieben wurde das es so viele ohne Grund in den vorzeitigen Mutterschutz schaffen. @Mohnblume88 glaub ich , du hast davon erzählt.

    Eine konisation zum Beispiel ist kein offensichtlicher Grund, zählt aber zu den listengründen. Ohne bzw mit wenig gebährmutterhals kann es halt lebensbedrohlich fürs Kind sein wenn man zum Beispiel stiegen steigen muss etc.... Es ist aber denen die scheinbar ohne Grund freigestellt wurden nicht ins Gesicht geschrieben das es praktisch jederzeit zu fehl oder Frühgeburt kommen kann.

    Die Liste wurde als Richtlinie eingeführt. Dennoch kann man weiterhin mit ausreichenden Attesten den Amtsarzt aufsuchen.
    wölfin
  • @schneehase187 dir gehts ja offensichtlich wirklich schlecht. Aber dafür is der Amtsarzt ja da.
    Geh hin, schildere ihm deinen Fall und leg eine Dokumentation dazu vor. Mit „ich muss dauernd kotzen“ wird er nicht viel anfangen können. Schreib dir die Uhrzeiten auf jeden Tag, wann du kein Wasser bei dir behalten hast, wie lang du im KH warst, die Daten und Uhrzeiten wenn du in der Arbeit umkippst etc.
  • bearbeitet 31. Januar, 13:23
    @Nasty ja ich war das! Ich hab damit gemeint, dass mir 2 Freundinnen ganz konkret gesagt haben, sie wären ohne Indikation und ganz ohne Probleme in die Frühkarenz geschickt worden.
    Die eine hatte das „Glück“, dass ihr Schwiegervater ihr Gyn ist.
    Bei der anderen war der Gyn ebenso auch ein Bekannter, sie wollte den Sommer im letzten Jahr noch genießen und er hat ihr das dann ermöglicht.

    Ich muss dazu sagen, bin froh, dass ich bis zuletzt arbeiten konnte, da ich das immer gern gemacht hab und das auch als meine Pflicht sehe. Schwanger zu sein ohne Komplikationen macht mich zu keinem anderen Menschen, also erledige ich meine Pflichten, wie ichs gewohnt bin.
    wölfin
  • @doppeljackpot_83 Oh Gott, da habt ihr 3 wirklich gekämpft!!! Das happy end habt ihr euch verdient! Und Du hast es komplett auf den Punkt gebracht. Man muss das Beste draus machen und wer weiß, wofür es gut ist. Mit Ruhe und Zuversicht hat man letztendlich definitiv die besten Aussichten! Ich bin für die heutige Diagnose eh relativ ruhig...

    @Mohnblume88 - so hab ich das auch immer gesehen, man ist schwanger - nicht krank.. aber bei manchen extremeren Beschwerden fällt man (zum Glück eh die wenigeren Fälle) dann halt eher ins „krank“, leider...

    Also heute am Vormittag habe ich erfahren, dass die Plazenta nicht optimal versorgt ist/es zur Unterversorgung kommen kann und auch ein Abstrich nicht okay war... es kann auch alles zusammenhängen, ich muss jetzt noch eine internistische Begutachtung machen und dann geht’s in Mutterschutz. Ist natürlich sehr verfrüht, aber wohl die beste Lösung in diesem Sonderfall für alle. Mein Chef und alle Kollegen waren enorm verständnisvoll - sie haben sich schon alle jeden Tag Sorgen gemacht und meinen, in der Situation ist Schonung wirklich das beste (das will in unserer Branche was heißen, wo eine der Chefinnen 4 Tage nach der Geburt schon wieder Vollzeit da war-ist natürlich als selbstständige ins Firmenkonstrukt eingebettet, aber ein tolles Sinnbild für unsere Branche 😉)

    Ich bin jetzt Knapp in der 15.SSW, ich weiß jetzt nicht, was für ein „Listengrund“ (wenn überhaupt) das werden könnte, die Formalitäten sind mir auch ziemlich egal - ich bin einerseits enorm erleichtert, weil ich jetzt nicht mehr diesen tagtäglichen Jobstress/Pendelstress habe und keinen Krankenstand mit enormen finanziellen Einbußen fürchten muss, andererseits pass ich jetzt auf jeden Fall gut auf mich auf, damit wir das in den Griff bekommen mit Blutdruck/Plazenta..

    Es ist ja auch das Drumherum neben einem stressigeren Vollzeitjob mit arztterminen, Besorgungen, Recherchen über diverse Regelungen/usw ein bisschen ein Unruhefaktor gewesen - ich bin guter Dinge, dass jetzt ein wenig mehr Leichtigkeit reinkommt und schon allein das kann ja gesundheitlich nur positive Wirkungen haben 😊
  • Ihr Lieben,

    in meiner Verzweiflung wende ich mich mal wieder an euch - vielleicht gibt es noch irgendeinen Geheimtipp, den ich noch nicht ausprobiert habe..

    Also ich bin in frühzeitigem Mutterschutz, sowohl der Internist als auch Gyn haben da auch etwas Gefahr in Verzug gesehen und ich war auch wieder im Spital zwecks Infusionstherapie. Außerdem habe ich Bluthochdruck, muss jetzt Blutdrucksenker, Pulssenker und Blutverdünner nehmen (Plazenta war anscheinend nicht so durchlässig, wie es sein sollte...).

    Blutdruck hat sich mit den Medikamenten stabilisiert, aber die extreme Übelkeit in Verbindung mit starkem Kopfweh ist nachwievor ein täglicher Kampf. Es ist egal, was ich esse, ob ich esse, ob es nur bissenweise ist - was interessanterweise meistens (auch nicht immer, aber oft) drinnen bleibt ist Zucker - also Schokolade oder Kekse. Obst Reife Erdbeeren und Himbeeren. Jetzt steht natürlich der Glukosetest an und ich ahne böses ;-) Und wenn ich sowas dann auch nicht mehr essen darf, werd ich ein Problem bekommen.

    Habe jetzt schon 8 kg abgenommen (17./18.ssw müsst es jetzt sein). Vollkornprodukte, Gemüse, Reis, dampfgegarte Sachen, Erdäpfel, und leider auch großteils Wasser bleiben nicht mal für 5 Minuten im Magen (sofern ich es überhaupt runter bekomme). Ich hab mich vor der SSW sehr gesund ernährt und vermiss das jetzt wirklich, ich bin komplett schlaff (um nicht zu sagen seit Wochen genau genommen bettlägrig...) und kann oft nicht mal schlafen, so übel und schwindlig ist mir.

    Akupunktur, Sea Bänder, Schüßler Salze habe ich nun auch schon ausprobiert. Die Fenster sind Tag und Nacht offen für frische Luft - Spaziergänge schaffe ich aktuell nicht, oft kippe ich schon am Weg zum Haustor zusammen. Habe jetzt einen Schnupperkurs für Schwangeren-Yoga gemacht - das war eine Katastrophe, in 70 Minuten musste ich mich 3x übergeben, obwohl die Übungen echt easy waren.

    Ich glaube, meine Ärzte sind auch langsam am Ende mit ihrem Latein. Die 0815-Tipps mit frische Luft, gesund Essen, Beine vertreten, meditieren haben mir nicht weitergeholfen. Und auch Tipps, von wegen unterbewusster psychischer Ablehnung stimmen schlichtweg nicht - es war ein absolutes Wunschbaby und wir freuen uns irrsinnig.

    Meine Gyn meint, ich reagiere extrem auf die Hormonumstellung und dagegen kann man leider nichts machen. Falls jemanden aber doch noch irgendein Tipp einfällt, der mir wieder mehr Lebensqualität geben könnte, bin ich natürlich Mega dankbar - immerhin sind es ja doch noch einige Wochen, auch wenn es in Döbling geheißen hat, ich muss ab der 34. SSW mit einer früheren Geburt rechnen bzw. schon ab da einen KS-Termin anforcieren.
  • @schneehase187 ich hatte auch extreme Übelkeit wegen Hormonen die ich wegen IVF nehmen musste als ich diese in der 14. Woche absetzen durfte hat sie aber gott sei dank nachgelassen... geholfen hat mir auch nicht wirklich was aber hab mich quasi nur von Mürbteigkipferl ernährt mit SS Diabetes hatte ich keine Probleme ich denke die SS Diabetes ist nicht mit normaler Diabtes vergleichbar darum mach die da vorerst keine Sorgen und iss was dir gut tut auch wenns quasi „Müll“ ist 😬.

    Aus der Apotheke kann ich dir Ingwer-Tabletten empfehlen (weiß leider den Namen nicht mehr) oder frischen Ingwer das hat mir zumindest ein bisschen geholfen (vor dem Essen einnehmen) ... ein Versuch ist es wert 😉 manchen graust halt schon unschwanher auch vor Ingwer 😬

    Aber schon mal gut dass du nicht mehr arbeiten musst und zumindest zu Hause leiden darfst 😩

    Alles Gute dir !
  • Danke Dir 😊 Ingwer Tabletten versuche ich, frischer Ingwer/Zitrone haben leider nicht geholfen, aber es ist immer einen Versuch wert!

    Ich dürfte das einfach leider in so einer extremen Form haben, vermutlich wird das wohl bis zur Geburt mehr oder weniger so gehen, aber es ist mir schon geholfen, wenn ich nur noch 4x am Tag statt 18 x Erbrechen muss und das ganze zuhause machen darf statt im Büro, in Bussen, im Auto usw. ;-) Was mich einfach so fertig macht, ist nicht mehr gesellschaftsfähig zu sein... jedes Mal, wenn ich mich dann doch zu einem trefffn verleiten lasse, hänge ich nur über der Schüssel und bereue es zutiefst, und das Verständnis zb auf Seiten mancher Leute ist auch nicht allzu groß 🙈 aber kann man nichts machen...
  • @schneehase187 : Ich würde dir empfehlen dir vor dem Schlafengehen eine Thermoskanne mit eiskaltem stark gesüsstem Ingwertee und 2 Stk trockene Kekse neben das Bett zu stellen. Wenn du aufwachst VOR dem Aufstehen trinkst du ein paar Schluck von dem Tee und isst die Kekse. Danach bleibst du noch 10 Minuten liegen. Reguliert den Blutzuckerspiegel. Nach dem Aufstehen nimmst du eine Dusche wobei du die Beine abwechselnd warm und kalt abspülst. Besorg dir Kompressionsstrümpfe und zieh die nach dem Duschen/Abtrocknen an. Ist gut für den Kreislauf. Zum Frühstück warmen Käsepappeltee und was du halt an festen Speisen behalten kannst.
  • @schneehase187 ich hab ihn der ersten Schwangerschaft auch so extreme Übelkeit mit Infusionstherapie usw gehabt.
    Mir haben Nausema Tabletten geholfen. Die Übelkeit war zwar nicht ganz weg, aber bedeutend besser. Sonst hat mir, so wie dir, leider gar nichts geholfen. Mit den Tabletten blieb wenigstens ein wenig Essen in mir.
  • @Lavazza1984 - Danke Dir, leider muss ich Schilddrüse Tabletten beim aufwachen nehmen, für die ich nüchtern sein muss und danach nichts essen darf - das sind dann oft EXAKT die Minuten, wo mir im Bett noch kotzübel wird und dann geht der Spuk leider schon los vormittags :-( Die Kompressionsstrümpfe hab ich schon (nachdem ich ja echt seit Wochen nur noch liege :-/ ), aber Käsepappeltee werd ich versuchen, den hab ich sowieso daheim - Danke Dir sehr!

    @SDL611 - Danke Dir, werd ich gleich besorgen - jede Besserung ist Gold wert, es wäre ja schon eine Erleichterung, wenn das nicht den ganzen Tag von früh bis spät so ginge!
  • @schneehase187 : Hast du an Medikamenten schon Paspertin/Neo Emedyl oder Vertirosan B6 probiert? Die Ingwerkapseln heissen Zintona.
    Homöopathisch gebe es noch die Nux vomica Globulis.
    Pfefferminzöl (2 Tropfen in der Handfläche verreiben und mit geschlossenen Augen einatmen) könnte auch helfen.
  • @Lavazza1984 leider hilft mir das Fläschchen Pfefferminzöl (hab auch Zitronenöl) nicht :-( Vertirosan habe ich jetzt eine Woche probiert, leider keine Besserung. Paspertin hatte ich am Anfang und meine Ärzte haben das dann abgeschrieben (wohl weil ich es nicht monatelang durchgehend nehmen soll, falls ich das richtig verstanden habe)
    Zintona werd ich mal ausprobieren - bei Homöopathie bin ich jetzt eher skeptisch, hab jetzt schon hunderte € ausgegeben und keinen Erfolg gehabt (vielleicht muss man mehr dran glauben, keine Ahnung 🙈)
  • also @schneehase187 für mich hört sich das nach hyperemesis an. was sagen die ärzte im kh ? ich hatte das bei der großen und pasperin usw. kannst alles vergessen bei so einer schlimmen form der übelkeit. hat dir keiner vomex oder agyrax oder so empfohlen ? bitte frag bei deinem FA oder im kh nochmal nach. ich kann dich verstehen und weiß wies dir geht. sowas schlägt irgendwann auch auf die psyche. aber da gibts schon medis, die man in der ss nehmen darf und die (meistens) auch wirklich helfen !
  • Ceolat hat mir geholfen! Alles gute du arme!!
  • Danke euch!

    @minimi jaja das ist definitiv Hyperemesis gravidarum, so viel steht schon seit Monaten fest, leider wirklich extrem... ich darf Paspertin nicht derartig dauerhaft anwenden, genauso dieses Vertirosan - meine Gyn hat bei mir generell ein ungutes Gefühl, noch mehr Dinge zu verschreiben, die womöglich auch auf den Kreislauf gehen (nehme ja wirklich schon von früh bis spät Medikamente wegen Blutdruck, Puls, Durchblutung, Schilddrüse...) - brauch schon so eine Medikamenten Dose, wie es die alten Leute immer haben 😂
    Vomex werd ich jetzt aber explizit nachfragen!! Vielleicht darf ich das ja ausprobieren! Danke Dir!

    Ceolat hab ich auch zuhause, soll es aber nur maximal 1-2x am Tag und nicht länger als 3 Tage durchgehend nehmen laut Gyn.. Aber so wurschtel ich mich halt jetzt Tag für Tag durch, kann man nix machen :-/
    Langsam nehm ich ja sowieso zu und die Kugel wächst 😙 jetzt ist 1:17 Uhr und mir ist natürlich kotzübel 😅
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