Nachtschreck ist ein Entwicklungsphänomen des zentralen Nervensystems. So aufgezählte Dinge wie eben viel erlebt, viele Reize usw. können Gründe sein, die einen Nachtschreck begünstigen. ABER:
Im Kleinkindalter ist es das noch unausgereifte Hirn das „Probleme“ beim Übergang in den Tiefschlaf hat. Manche haben gute Erfahrungen mit leiser, tiefer Stimme —einfach reden…manche summen Lieder, manche singen Lieder.
Was angeblich auch helfen kann, sind so Gewichtdecken…und das unangenehmste was man Eltern überhaupt raten kann - das Kind davor aufzuwecken 🙈 also quasi falls du gegen 22:00 schlafen gehst oder der Vater, den Kleinen kurz wecken. So holt man ihn aus seiner Tiefschlafphase raus und unterbricht den Kreis in den Nachtschreck. Aber das kann natürlich auch nach hinten gehen und dann ist er erst recht wieder länger wach….das hängt halt echt vom Kind ab. Bei vielen Kindern fängt das parallel neben der Eingewöhnung an weil das einfach eine enorme Erfahrung und Arbeit ist für die Kinder. Auch wenn es ihnen sehr gut geht, werden sie trotzdem extrem vielen Reizen ausgesetzt und müssen vieles verarbeiten…manchen fällt es leichter und manche nehmens „mit in den Schlaf“ und träumen intensiver, reden, schreien, rufen nein nein usw… auch wenn es wirklich zermürbend ist und einen echt verzweifeln lässt, ist es immer wichtig zu betonen, dass es eine Phase ist die weggehen wird. Sie kann mehrere Wochen dauern aber sie kann leider auch ins Schulalter übergehen….damit will ich jetzt wirklich nicht demotivieren, ich möchte nur sagen, dass so scheiße es ist, es „normal“ ist und keine Störung/Krankheit etc. ist. Du kannst aber natürlich mit einem Arzt sprechen, es gibt auch Globulis oder andere beruhigende Mitteln - das bleibt jeder Mami und jedem Arzt selbst überlassen.
Duuuurchhalten!!! So schwierig es ist und auch wenn du mitheulst (ich mein come on, wir mamis haben doch alle schon irgendwo mitgeheult 😅) es wird vorbeigehen und es wird auch weniger werden. Und das wichtigste ist, die Kleinen bekommen davon keinen Schaden - wenn dann eher die Eltern 🙈 ich drücke euch die Daumen, dass die Phase wieder schnellstens vorbeigeht ❤️
@annam Ich habe jetzt nicht alles alles gelesen aber einbisschen. Bei euch geht’s ja eigentlich immer in der ersten Nachthälfte los…das würde eher auf einen Nachtschreck hindeuten.
Wenns in der zweiten Nachthälfte stattfindet geht man eher von Alpträumen aus…
Wenn wir jetzt mal vom Nachtschreck ausgehen, dann müsstet ihr mal alles ziemlich stark runterfahren was Reize auslösen könnte. Kein TV, keine zu vielen Menschen, kein zu viel toben abends eventuell sogar keine Bücher/keine Lieder abends sondern eher so Stappelspiele, Sachen schlichten halt alles was ultra reizarm ist…
Ich weiß jetzt nicht ob er in den Kiga geht falls ja dann hat er eh schon wahnsinnig viel zu verarbeiten. Wird er „viel“ fremdbetreut oder ist er immer mit dir zusammen? Hat sich irgendetwas bei euch verändert in der Zeit wo es so extrem geworden ist?
Könnt ihr euch abwechseln? Dass du einmal raus bist aus dieser Situation? Auch wenn dein Partner arbeiten geht, wäre es gut einmal zu tauschen…
Vielleicht ist er hochsensibel, oder tut sich schwer selber zu regulieren…das ist leider auch ein schwerer Lernprozess…manche tun sich da leichter manche benötigen viel Zeit um Gefühle/Emotionen zu regulieren oder auf etwas anderes umzuleiten…
Falls er in den Kiga geht…wie beschreiben ihn die Pädagogen/innen. Wie tut er sich mim Mittagsschlaf?
Wie fängt das bei euch an? Ist es von 0 auf 100 und er hört nicht mehr auf zu schreien? Was machst du dann?