Beziehung zur Mutter/Oma nach eigener Mutterschaft

Mein Baby ist knapp 6 Monate, und seit ich ihn habe, finde ich meine Mutter unerträglich. Wir hatten zuvor eigtl eine ganz gute Beziehung, wenngleich ich schon immer fand, sie traut mir nix zu, stellt mich dadurch als dumm und unfähig hin, usw. Jetzt mit dem Baby ist es weiterhin so, dass ich mich total unterschätzt von ihr fühle, dass sie mir ständig irgendwelche überflüssigen Tipps und Hinweise gibt zu Themen, bei denen ich gedanklich schon drei Schritte weiter bin, dass SIE ständig googlet, wie weit mein Kind jetzt in der Entwicklung fortgeschritten ist, und das dann mir erklärt, dass sie ständig das Kind betüdelt, wo ich mir denk, eine Mutter hat er eh schon, auf ihn schau ich eh, sie sollte mal lieber auf mich schauen, weil das tut ja eh meist niemand, auf die Mütter schauen. Da kriegt man dann noch Vorwürfe und Kritik usw., in meinem Fall auch seitens meines Freundes - wieder eine andere Gschicht.

Naja jedenfalls hätte mich interessiert, habt ihr das ähnlich erlebt? Gibts dafür irgendeine hormonelle biologische Erklärung womöglich, dass man postpartum die eigene Mutter nicht mehr leiden mag?

Kommentare

  • Bei mir sehr ähnlich.
    Ich muss gestehen, hab mich jetzt nach 30 Jahren endlich abgenabelt 🤣🙈 und den Kontakt sehr eingeschränkt. Nicht negativ, sondern einfach, weil ich meine eigene Familie habe. Sie hat die Kinder 1mal in der Woche, ab und zu sehen wir uns noch zusätzlich auf einen Kaffee, bei dem wir Klatsch und Tratsch austauschen. Wir beide bemühen uns dann, niemand wird mehr kritisiert.

    Davor haben wir uns täglich gesehen, sie war Teil meiner Beziehung und immer voll involviert. Natürlich auch bei Erziehungsfragen bloß gestellt etc.

    Darf ich fragen wie oft ihr euch seht?
    MinervaP
  • Ok, interessant, bei dir also ähnlich. Wir sehen uns 1x/Woche, bewusst verabredet, weil meinen Eltern (und mir) wichtig ist, dass sie eine Beziehung zu unserem Sohn aufbauen.
  • Bei mir wars nicht die eigene Mama aber bei mir haben sich am Anfang teilweise negative Gefühle bezüglich meiner Schwiegermutter gebildet. Es war sicherlich durch den vermehrten Kontakt durch unsere Tochter und manches fand ich einfach nervig. Aber gleichzeitig haben sie und der Schwiegervater uns sehr viel geholfen. Also meine Gefühle waren manchmal sehr ambivalent 😅.
    Jtzt wird unsere Tochter bald 2 und es hat sich alles irgendwie eingespielt. Es nerven mich manchmal noch Dinge. Aber meist nichts Großes. Das ignoriere ich meistens. Wenn etwas wiederkehrend Auftritt bespricht das meist mein Mann mit ihr. Man merkt danach, dass es nicht mehr vorkommt (zumindest eine Zeit lang 😂)
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