Frage an Eltern schwer kranker Kinder

Das kleine Kind einer lieben Freundin von mir hat eine sehr beängstigende, furchtbare Diagnose bekommen und befindet sich gerade in der Akutphase der Behandlung im Krankenhaus.

Wir wohnen recht weit auseinander und wir sind bis jetzt eher wöchtenlich in Kontakt, auch weil sie natürlich für Telefonate/Nachrichten und lange Updates jetzt absolut keinen Kopf hat. Ich würde ihr gern mehr helfen und sie unterstützen, aber ich möchte sie gleichzeitig auch nicht mit mehr Nachrichten, Nachfragen etc. nerven. Um ehrlich zu sein finde ich es grad sehr schwer, da einen Mittelweg rauszufinden.

Liebe Eltern von schwer kranken Kindern: Was hätte euch damals in der Akutphase geholfen? Und was danach? Was hättet ihr gerne gehört/gehabt? Was war euch zu viel oder zu wenig oder auf was hättet ihr eher verzichtet?

Kommentare

  • awaawa

    2,656

    @Bunumu in unserem Umfeld kam es kürzlich zu einem Schicksalsschlag den Familienvater betreffend.

    Wir haben deklariert, dass wir uns sehr über Updates freuen, aber nicht ständig fragen werden (um nicht lästig zu sein). Zudem haben wir mehrfach Unterstützung angeboten.

    Wir sind Nachbarn, daher gehen Kleinigkeiten recht niederschwellig. Gebäck an die Tür hängen, anbieten die Hecke zu schneiden, beim Wochenendeinkauf etwas mitnehmen, mal etwas vorgekochtes zum Einfrieren vorbeinringen... aber die Möglichkeiten sind begrenzt, abnehmen kann man das Schicksal nämlich nicht.

    Du kannst fragen was sie braucht, dich regelmäßig melden, ihr aber sagen dass sie nicht immer reagieren/antworten/abheben muss. Vielleicht per Post ein Verpflegungspaket zukommen lassen mit hochwertigem leckeren haltbaren Zeug oder einen Gutschein für Lieferando versenden.

    So richtig "helfen" ist über die Distanz schwer. Aber du kannst signalisieren, dass du da bist und das ist bestimmt viel Wert.

    Meistens sind solche Diagnosen/Schicksalsschläge ein Marathon und kein Sprint. Es hilft also kein betroffener Aktionismus zu Beginn, sondern Beständigkeit.

    Alles Gute für die Familie!
  • Ich hab auch so eine Geschichte (schwer krankes Kleinkind) im erweiterten Freundeskreis. Die betroffenen Mama sagt, sie kann aktuell keine Telefonate führen, sie will keinen treffen, sie will nicht über Belangloses reden usw.
    Der Kontakt ist komplett ad Acta gelegt. Sie wohnt 1 Stunde entfernt, da wusst ich bisher auch nicht, was ich machen könnte…

    Vielleicht kann ich mir hier auch was mitnehmen 💝
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