Lungenembolie nach Geburt

bearbeitet 30. Juni, 13:46 in Gesundheit & Pflege
Hallo an alle!

Kurz zu meiner Geschichte:

Ich bin 31 Jahre alt und Mama von drei Kindern. Mitte Mai habe ich meine Tochter zur Welt gebracht. Gegen Ende der Schwangerschaft war ich schon kaum belastbar und sehr schnell außer Puste – was aber immer auf die Schwangerschaft geschoben wurde. Ich hatte nur leicht geschwollene Füße, aber nichts Auffälliges.

Bei der Geburt hatte ich dann starke Schmerzen in der Leiste und ein extrem starkes Brennen. Auch das wurde zuerst abgetan, weil meine Tochter recht groß und schwer war. Seitdem hatte ich aber starken Druck in der Leiste, Ziehen bis in die linke Wade und oft beginnende Wadenkrämpfe. Zuerst hieß es, die Kleine hätte wahrscheinlich bei der Geburt meine Leiste verletzt und das würde bald besser werden.

5 Tage nach der Geburt wurde ich entlassen, aber es wurde nicht besser. Zusätzlich bekam ich immer schneller Atemnot beim Gehen und kam nur noch mit Mühe in den 4. Stock zu unserer Wohnung.

2 Tage später zuhause spitzte sich alles zu: hoher Puls, erhöhter Blutdruck und totale innere Unruhe. Ich wurde dann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Die Diagnose: beidseitige zentrale Lungenembolie, wobei die rechte Seite stärker betroffen ist.

Jetzt meine Fragen:

Hat das noch jemand von euch nach der Geburt erlebt?

Wie ist es euch danach gegangen?

Hat sich alles wieder zurückgebildet oder gab es langfristige Folgen?

Wie seid ihr mit der Angst umgegangen, dass noch etwas passieren könnte?

Habt ihr auf ein Kontroll CT bestanden?

Hoffe ich finde Gleichgesinnte.

Ich werde aktuell mit 2x täglich Inhixa 80-0-60 behandelt, da ich voll stille.Von den Symptomen her geht es mir einigermaßen gut.Eher kämpfe ich mit der Angst noch was alles sein könnte.Ich hab einfach total Angst dass ich trotz Thrombosespritzen trotzdem sich was entwickeln kann.

Danke schon mal fürs Lesen und für eure Erfahrungen. :)

Kommentare

  • Klingt sehr heftig. Tut mir leid, dass du sowas durchmachen musst.

    Ich habe abgesehen von meinem Schwiegervater keine Erfahrung mit lungenembolien, aber ich würde an deiner Stelle auf alles bestehen was die Medizin her gibt.
    Nur nicht abwimmeln lassen.

    Mein Schwiegervater hatte 1 Herzinfarkt und 2 Lungenembolien in 2 Jahren. Er war da ca 62/64. Jetzt ist er 76 und es geht ihm gut. Er nimmt Blutverdünner und geht jährlich zur Kontrolle.

    Vielleicht hilft dir auch psychologische Unterstützung vom Profi.
    Momofthree
  • Hallo ich hatte eine Lungenembolie nach der Geburt und musste auch 2 mal täglich Inhixa für 1 Jahr spritzen. Am Beginn wurde sehr engmaschig am Krankenhaus mein Xa Faktor im Blut kontrolliert. Später bin ich dan alle 6 Wochen zum Hausarzt im den Wert kontrollieren zu lassen. Und hatte alle paar Monate einen Termin im Krankenhaus
    Jetzt muss ich nur noch bei sehr langen Autofahrten, Flügen oder wenn ich Bettlägrig sein sollte spritzen.

    Mir gings so wie dir, ich hatte viel Angst hatte, dass es nochmals passiert. Und die Angst ist immer noch da aber deutlich weniger. Also wenn der Blutverdünner gut eingestellt ist musst du dir laut meinen Ärzten keine Sorgen machen. Es ist sehr sehr sehr unwahrscheinlich dass du eine Embolie bekommst. Mich hat dann das Absetzen sehr gestresst (bei mir war die Embolie wahrscheinlich durch die Notoperation und ich hatte keine zusätzlichen Risikofaktoren, dadurch konnte ich sie Absetzen)

    Ich war auch 3 Monate nach der Geburt bei einem Lungenfacharzt, der meinte, dass die Lunge zum Glück ein Organ ist, dass sich schnell erholt. Wobei ich dazu sagen möchte, dass bei mir die Embolie nur eine Seite betroffen hat.

    Generell bin ich wegen der Geburt auch zu einer Psychologin. Die Traumatherapie hat mir bezüglich der Angst sehr geholfen. Aber auch die Zeit danach ( jtzt 1,5 Jahre) in der, nichts mehr „passierte“ hat viel Angst genommen.

    Als meine Periode wieder kam, hatte ich auch einmal eine sehr sehr starke Periode (vermutlich wegen der Inhixa). Aber zum Glück nur einmal. Hab mir dann auch eine Eiseninfusion geholt.

    Ich hoffe dir geht es bald besser!
  • @Leni91 Ich finde dass sehr spannend wie du behandelt wurdest. Ich war 5 Tage stationär und es wurde nur normales Blutbild immer abgenommen und am letzten Tag einfach ein ,,Wiedersehen'' und in 3 Monaten die Inhixa absetzten und am 2 Tag wurde eben Kompressionsstrümpfe verordnet und dann wurde auch gesagt dass ich sie doch nicht anziehen brauche. Hattest du welche?Bin zwar jetzt jede dritte Woche beim Hausarzt Blut abnehmen bgzl. Blutarmut und Leberwerte zu hoch, aber da wurde nie der D-Dimmer Wert mehr gemessen geschweige der Xa Faktor. Ich hab am Freitag einen Lungenarzttermin und bin gespannt was sie sagt zu Allem, da ich mich doch ,,alleine gelassen'' fühle nach der Diagnose.

    Wie geht es dir jetzt? Merkst du noch was oder bist du wieder komplett fit wie früher?
  • Leni91Leni91

    173

    bearbeitet 30. Juni, 17:14
    Mir kommt 3 Monate wenig vor aber ich bin natürlich keine Ärztin und weiß nicht nach welche Kriterien dir Länge gewählt wird

    Mir gehts jtzt eigentlich sehr gut. Bezüglich der Embolie merke ich gar nichts mehr. Kompressionsstrümpfe hab ich mit den Spritzen nicht getragen weil ich ja eh die hochdosierte Blutverdünnung hatte

    Ich würde mich bezüglich der Länge wie lange du Blutverdünner nehmen sollst nochmals eine Zweitmeinung einholen. Bei mir war die Gerinnungsambulanz zuständig. Ich hatte da nämlich auch das Gefühl, dass jeder Arzt eine andere Meinung dazu hatte 😅. Ich fühlte mich bei der Gerinnungsambulanz gut aufgehoben, meine Internistin hätte auch schon früher abgesetzt

  • Bei mir wurde nur gesagt, dass die ,,große,, Maus meine Beckenvene abgedrückt hat und dadurch irgendwo die Thrombose dann sich gelöst hat und zur Embolie kam und da meinte er 3 Monate und mehr wurde dann nicht mehr gesagt. :/

    Darf ich fragen wie viel du von Inhixa immer spritzen musstest?

    Ich hab jetzt mal einer Gerinnungsambulanz geschrieben und hoffe da auf eine Antwort :) Hätte zwar mit einer anderen auch schon Kontakt aufgenommen, aber die machen das seit 4 Jahren nicht mehr und meinten die Tests könnte jeder Hausarzt machen, was meiner nicht wusste und hab das Gefühl mein Hausarzt ist da auch überfordert damit gewesen :D
  • Leni91Leni91

    173

    bearbeitet 30. Juni, 20:18
    Ich hab 2 mal täglich 6000 IE gespritzt. Es wurde auf mein Gewicht angepasst und mit dem Xa Wert kontrolliert. Laut der Ambulanz war es wichtig die Spritzen immer ca zur selben Zeit mit einem Abstand von 12 Stunden zwischen den Spritzen zu geben damit der Spiegel im Blut konstant bleibt. Wobei ich einmal komplett vergessen habe und erst Stunden später gespritzt habe und da hat aber der Arzt gemeint da muss ich mich nicht stressen.

    Mein Hausarzt hat für den Blutwert die Probe ins Krankenhaus schicken müssen und hat auch einmal Rücksprache mit der Ambulanz gehalten (bei mit war die Gerinnungsambulanz am gleichen Krankenhaus an dem ich entbunden habe)

  • Ja,dass haben sie zu mir auch gesagt mit der Uhrzeit. :)

    Okay, ja wir haben leider in der Nähe keine Gerinnungsambulanz.Die Nächste ist nämlich 1 1/2h entfernt.
  • 1 1/2 h ist schon ganz schön weit. Aber vllt kann sich dein Hausarzt da auch informieren wo es Näher möglich wäre den Blutwert zu kontrollieren zu lassen


  • Aber ich will dich jtzt nicht verunsichern. Es kann wirklich gut sein, dass bei einer Thrombose in der Beckenvene 3 Monate Blutverdünner das übliche Vorgehen sind. Bei mir wussten sie nicht wo im Körper die Thrombose entstanden ist.

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