Wie tut denn ihr im öffentlichen Verkehr? Mein Baby ist 2 Monate, und ich bin mir unsicher im Bezug auf die Sicherheit, ihn in der Straßenbahn oder im Zug aus dem Wagerl zu nehmen (Bus würde ich sowieso nicht tun) wegen der Gefahr einer Notbremsung. Was denkt ihr dazu?
Außerdem bin ich mir unsicher, wie und ob ich mit ihm in einem Postbus reisen kann. Kann man da den Maxi-Cosy mitnehmen und anschnallen?
Kommentare
3,011
114
Aber nimmst/nahmst du dann die Kinder einfach raus aus dem Wagerl? In der Bim/sonstigen Zügen?
Bist du dann im Babyalter trotzdem Postbus gefahren? Nein, oder? Kann ja nicht 90 min mein 6 Kilo-Kind am Arm halten, und Trage(tuch) geht doch da auch nicht...?
832
Also in der Bim: ab Geburt Kind in der Liegewanne oder in der Trage/Tuch sitzend, geht problemlos. Ich nehme ihn jetzt aber bei längeren Fahrten auch raus aus der Trage (wenn ich einen Sitzplatz habe), ca. seit er 2 Monate alt ist.
Im Railjet gibt es einen Kinderwagenplatz, da stell ich den Kinderwagen mit Maxicosiaufsatz hin, wenn wir später noch mit den Auto mitfahren, und nehm das Baby mit zum Platz. Achtung, der Platz ist sehr begrenzt. In der Westbahn gibt es ein ebenerdiges Abteil, da ist relativ viel Platz und man kann ein Kind auch dort weiterschlafen lassen, weil man daneben sitzen kann (und man hat Gurte zum Befestigen des Wagens für eine Notbremsung). In alten Rex und bzw. Intercity immer die Radabteile (meist Anfang oder Ende vom Zug) nutzen, da ist mehr Platz.
Bus: kurze Strecken so wie Bim, im Postbus kann man auf Scotty schauen, ob barrierefrei, die meisten haben dann in der Mitte einen Platz fürs Wagerl, da kannst du es abstellen, bin erst mit etwas älteren Babys Postbus gefahren und hab meine Tochter damals auf den Schoß genommen.
1,100
Ich finde es wirklich unkompliziert - und oft deutlich angenehmer als Auto. Weil im Auto die Kinder doch zu gern einschlafen, müde sind, eingesperrt etc. außerdem kommt man in Wien mit Auto eh schlecht vorran
Wir genießen das Fahren von Bus, Bim und Ubahn sehr. Lesen dabei Bücher, Jausen, schauen aus dem Fenster, zählen Hunde. Ich habe angefangen diese Zeit wirklich als "Verbindungszeit" zu sehen. und versuche oft eine Art Quality Time draus zu machen, wo meien Aufmerksamkeit wirklich mal ungestört auf den Kindern liegt.
Es ist mitunter natürlich schwieriger in Wien geworden. Die Leute sind unentspannt, die Öffis auch mal überfüllt. Ich muss schon sehr darauf achten, dass jemand für uns aufsteht - auch hochschwanger, wie ich gerade bin
Aber ich gucke immer, dass ich sitze. auch mit Baby in der Trage. Ab ca. 6 Monaten habe ich die Babys dann auch aus der Trage genommen und auf den Schoß genommen. Alles gar kein Problem. Die Angst - die gerade als Anfangsmama oft sehr verstärkt ist - legt sich mit der Zeit und den Erlebnissen!
Ich hatte auch am Anfang oft und viele Ängste, die im nachhinein auch etwas "übertrieben" waren - was für den Moment in dem man die Angst erlebt aber nicht stimmt. eher rückblickend, denkt man sich: ach, da hätte ich mir auch bissi weniger Sorgen machen können. Du darfst dir selbst vertrauen und gucken, was sich machbar für dich anfühlt!
Trau dich ruhig auch die Dinge, die dir etwas Sorgen machen. Ihr zwei wachst an euren Aufgaben immer mehr zusammen
ich hatte mit Tragebaby z.B. auch immer Angst vor Restaurant besuchen. keinen kinderwagen zu hinlegen etc.
Aber ich bin immer nur in Lokale gegangen die halt eine Sitzbank hatten und das Baby lag dann einfach gemütlich neben mir.
Man findet mit Baby wirklich für alles eine LÖsung egal ob Verkehrsmittel, öffentliche Orte etc.
Da wächst du mit den Erfahrungen. einen schritt nach dem anderen
6,372
Railjet mochte ich mit wagerl gar nicht weils nicht barrierefrei sind und man bei großen wagerl immer hilfe braucht
Also zug ist barrierefrei goldwert
Bus war die größte hürde eher ein und aussteigen weil entw weit weg vom gehweg, net abgesemkt usw aber man wächst rein
7
Direkt zu deiner Frage: Aus dem Wagerl nehmen tu ich nur wenn ich einen Sitzplatz hab. Das Gute ist, meine Erfahrung ist wenn man sich selbstbewusst den Raum verschafft dann hat man als Mama mit Baby immer einen Platz!
Ich musste das zwar auch erst üben, aber mittlerweile ist es für mich selbstverständlich dass ich Leute im öffentlichen Raum direkt anspreche und um Hilfe bitte. Also zB direkt sagen: "Entschuldigung, dürfte ich mich bitte hier auf diesen Platz setzen, wegen dem Kinderwagerl?" Und dann das überschwänglichste Sie-sind-mein-Held-strahlende "DANKE!!", lol. Manchmal gucken die Leute vielleicht unbegeistert, aber aufgestanden ist bisher jeder, so assig will scheinbar zum Glück niemand sein
Das selbe gilt für Ein- und Aussteigen beim Zug, kaputte Lifte, Stufen beim Bus,... Ich spreche einfach jemanden der halbwegs freundlich ausschaut schon lange vor dem Ein-/Aussteigen an und frage direkt um Hilfe. Am besten gleich zwei Leute, dann kann man das Baby und Taschen die raus fallen könnten rausnehmen. Oder einen jungen starken Mann, die sind meist ehrgeizig und wollen das Wagerl eh allein hochhieven
Erkläre dann, was er bitte machen soll, wo man zB das Wagerl angreifen und hochheben kann (zuhause üben!). Die Leute sind echt hilfsbereiter als man denkt, und ich wohne im mega unfreundlichen Wien
Fahren auch viel Bus, aber nur Stadtbusse die sind ja dafür ausgelegt und man kann direkt neben dem Wagerl sitzen, festhalten, Baby streicheln, etc.
Noch ein Tipp: Gerade als sie ganz jung waren so wie deines hatte ich meine Mäuse am liebsten in der Trage und mich dann hingesetzt. Ist finde ich auch wegen Lärm, Reizüberflutung,... am besten. Dann hat man beide Hände zum Anhalten frei, Baby ist rundherum gut gestützt. Und in der Trage kann man sogar recht unauffällig Stillen
390
War mal in meinem Zugunfall (zwei Züge sind zusammengefahren) und das ich zufällig rückwärts gesessen bin, war ein großes GLück.
Dann drückt es dich nur in den Sitz und du fliegst nicht durch den ganzen Zug/Bim/Bus.
Das selbe gilt für Kinderwagen - immer gegen die Fahrrichtung hinstellen - nie quer außer du auf den Platz für Rollstühle, weil da immer eine Begrenzung nach vorne ist und der Wagen nicht umkippen kann.
11,513
Als die Kinder noch klein waren hatte ich die Zwillinge in der Trage, die große Schwester mit 3 Jahren war (ist) Rollstuhlfahrerin. Aber auch mit Zwillingswagerl und Rollstuhl war ich unterwegs.
Hab mich dabei aber nicht sehr beliebt gemacht, wegen Platz.
Also ich denk am angenehmsten wäre es mit Baby in der Trage. Entgegen der Fahrtrichtung sitzen erscheint mir dann auch so der sicherste Transport.
So viel Hilfe wie oben beschrieben kann ich aber leider nicht bestätigen. Aber wahrscheinlich eher der Berührungsängste zum Thema Rollstuhl geschuldet.
Ich fand es schon extrem mühsam und anstrengend. Aber daheim bleiben war auch nie eine Option.
Kenne persönlich keinen Bus wo anschnallen vom Maxi Cosi möglich ist.
6,881
Beim Postbus auf längerer Strecke - nehme an der fährt dann auch auf Bundesstraßen, Schnellstraßen, etc - kann ich die Bedenken der TE sehr gut verstehen. Damit fahr ich halt ehrlicherweise nicht viel bzw jetzt wo die Kinder größer sind schon hin und wieder, aber im babyalter sind wir keine längeren Strecken bus gefahren.
Ich glaube, diese Busse sind regional sehr unterschiedlich ausgestattet. Nicht alle haben den barrierefreien Einstieg mit Platz für einen Kinderwagen. Es gibt Busse mit Beckengurt, Busse mit drei Punkte Gurt (wo sich ggf eine Babyschale Befestigen ließe) und Busse wo manche sitze dreipunktgurt und die anderen einen Beckengurt haben. Womöglich gibt's sogar noch Busse komplett ohne Gurt...
Daher kann ich dir leider keinen hilfreicheren Rat geben, als dass du beim Verkehrsbetrieb, der in seiner Gegend die gefragte Buslinie betreibt nachfragst, wie Babys und Kleinkinder sicher transportiert werden können.
114
Muss aber schon bissl das Bild geraderücken. Innerhalb Wiens haben wir eh schon alle Öffis problemlos durchprobiert, einzig, ob ich ihn da guten Gewissens und sicher während der Fahrt aus dem Wagerl nehmen kann, war mir nicht klar, und ich wollte wissen, wie ihr das handhabt. 🙂
Aber nichts desto trotz habe ich einiges dazu gelernt.