Aufteilung der Karenz

Hallo an alle, kurze frage in die Runde 😅
Da bei uns bald die Geburt unseres Zweiten Kindes ansteht, hat mein Mann mir nun mitgeteilt dass er gerne fĂŒr ein halbes Jahr in Karenz gehen möchte. Er möchte gerne mal erleben wie das so ist zuhause zu bleiben und wĂŒrde sich total freuen. Da er aber eigentlich so ziemlich der Hauptverdiener ist (auch wenn ich noch 40 stunden arbeiten gehen wĂŒrde😅) ist das nun sehr schwierig fĂŒr mich, da ich in meinem Job, als Friseurin, leider nur kollektiv verdiene. Also sprich: mit mir Friseurin 40 Stunden werden wir fix nicht ĂŒber die Runden kommenđŸ«  so sehr ich meinen Job auch liebe.
Jetzt wollte i h mal fragen, gibt es hier auch Mamas sie sich die Karenz geteilt haben mit ihrem Mann? Wie lÀuft das denn genau ab?
Hat jemand von euch Kurse besucht bzw zusÀtzlich noch einen Job dazu?
Ich tu mir da so schwer weil ich mich ein bisschen verloren fĂŒhle, er verdient halt schon sehr sehr sehr gut und uns fehlt es an nichts, aber diesen Nettolohn den er hat kann ich mir leider nicht leisten 😂 wirklich nicht.
Wo könnte ich mich denn beraten lassen? AK oder AMS?
Ich finde die Idee super, einfach auch deswegen dass mir mein Mann dieses halbe Jahr einfach die Chance geben möchte wieder einigermaßen ins Berufsleben zurĂŒckkehren â˜ș
Vielen Dank vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps oder IdeenđŸ„čđŸ«¶đŸ»

Kommentare

  • Hey,

    mein Partner war 6 Monate in Karenz wÀhrend ich VZ gearbeitet habe.

    Mein Gehalt ist nicht schlecht, aber er verdient nochmal deutlich mehr. Das Teilen hat uns rein finanziell viele tausende Euro gekostet, aber es war toll, dass er den normalen Alltag mit Kind so intensiv kennenlernt. Bei zwei Kindern ist das denke ich noch viel wertvoller, weil ihr zwei als Paar euch mit eurer Belastung besser versteht!

    Welches Karenzmodell wĂ€hlt ihr? Beim EinkommensabhĂ€ngigen bekommt man ja doch einiges und mit 6 Monaten könnt ihr den Partnerschaftsbonus beantragen. Und eventuell kannst du deine Arbeitszeit so legen, dass er wĂ€hrend der Karenz geringfĂŒgig arbeiten kann?

    Zudem könnt ihr natĂŒrlich etwas auf Erspartes zurĂŒckgreifen und schauen welche Ausgaben gekĂŒrzt werden können. Wenn die Karenz gĂŒnstig fĂ€llt (alle 6 Monate in ein Jahr), bekommt dein Mann außerdem einiges an Lohnsteuer beim Steuerausgleich zurĂŒck.
    Thessi
  • Wir sind jetzt beim 3. auch am ĂŒberlegen wie wir es machen, weil wir bisher immer vom Gehalt meines Mannes abhĂ€ngig waren. er aber eigentlich gerne da raus möchte und ich mir was aufbauen will (SelbststĂ€ndig).
    Er war beim 2. fĂŒr 3 Monate in Karenz, hat aber im Home Office geringfĂŒgig weiter gearbeitet. Das war damals das Maximum, weil wir nicht mehr ans Ersparte wollten. Diesmal tut der Papamonat ziemlich weh (bei den ersten beiden haben wir es mit angespartem Urlaub gelöst aber diesmal hĂ€tten wir gerne mehr Zeit, weshalb er Papamonat nimmt und kurze Zeit spĂ€ter seinen Sommerurlaub).
    Ich habe nach der Karenz mich beim AMS umschulen lassen. Dort könnte man ja auch Bildungskarenz machen - wĂŒrde ich mal durchrechnen ob sich das fĂŒr deinen Mann finanziell mehr lohnt als Elternkarenz. Vorteil wĂ€re natĂŒrlich, dass ihr beide teilweise zuhause seid und teilweise unterwegs. Er halt Bildungskarenz, du Elternkarenz (sofern man das gleichzeitig darf) und ihr könntet beide geringfĂŒgig dazu verdienen. ist sicher logistisch ein grĂ¶ĂŸere Aufwand, aber finanziell vielleicht leichter, je nach dem was er wo bekommen wĂŒrde.


    @awa darf ich fragen wie du das meinst mit der Lohnsteuer?
    Weil er dann quasi aufs ganze Jahr gesehen auf eien anderen Steuersatz fÀllt oder was?
  • @Selina1234 ja genau! Die Steuer wird dann fĂŒrs ganze Kalenderjahr betrachtet und meist fĂ€llt man in der Steuerklasse. Ich habe damals fĂŒr 2 Jahre (Anfang und Ende der Karenz) 6.800€ zurĂŒckbekommen (+ inkl. halber Familienbonus in einem Jahr).
    Selina1234
  • Selina1234 schrieb: »
    . Diesmal tut der Papamonat ziemlich weh (bei den ersten beiden haben wir es mit angespartem Urlaub gelöst aber diesmal hÀtten wir gerne mehr Zeit, weshalb er Papamonat nimmt und kurze Zeit spÀter seinen Sommerurlaub).

    Seit wenigen Jahren wird das Geld, das man fĂŒr den Papamonat bekommt, nicht mehr vom KBG abgezogen, das heißt ihr bekommt in dem Monat 1700 Euro extra!
  • Wir haben uns die Karenz auch geteilt, verdienen aber annĂ€hernd gleich viel. Das Einkommens abhĂ€ngige KBG kann dein Mann beantragen (ihr mĂŒsst dann aber beide das eaKBG beantragen). Glaub der Höchstsatz sind 80.-pro Tag.
    Wenn es finanziell irgendwie drin ist, kann ich es nur empfehlen, dass ihr euch die Karenz teilt. Die Beziehung zum Kind/den Kindern profitiert und das VerstÀndnis was so alles zu Hause an Arbeit anfÀllt ist ein anderes.
    Wenn ihr euch die Karenz annÀhernd gleich aufteilt, habt ihr Anspruch auf den Partnerschaftsbonus.
  • Wenn er so gut verdient, werdet ihr mit den 80% von seinem eaKbg bzw dem Höchstsatz und deinem VZ Verdienst durchkommen. Ausser ihr lebt auf sehr großem Fuß. Man kann ja mal eine Fixkostenaufstellung machen und alles durchrechnen. Und ja Partnerschaftsbonus gibts auch noch, wie schon erwĂ€hnt. Bevor ich alles durchrechne, wĂŒrde ich pers. keine Entscheidung treffen. Also ich finde es toll, wenn ein Mann freiwillig so lange in Karenz will, da gehört er zu den 3-5%. Eun anderes Modell als das eaKbg kommt aber fĂŒr gut Verdiener:innen grundsĂ€tzlich nicht in Frage in meinen Augen. Wir haben es und damals auch fast halb halb geteilt. Ich 8 Monate, er 6 Monate. Ggf dazuverdienen hat auch gut grklappt und die €550,- sind schon was wert. Sind bei einem sehr guten Gehalt meist eh nur ein paar wenige Stunden 2-4h/Woche, das schafft man im HO gut finde ich. Ihr könnt ja mal zur AK beraten und durchrechnen gehen, falls ihr da Hilfe oder mehr Infos braucht.
  • Wie waren auch 50:50 in Karenz, allerdings bei fast gleichem Verdienst, mit eaKBG. Das war bei uns also kein Thema.

    Bezogen auf die Familie wĂŒrde ich es jedenfalls absolut empfehlen! Ich finde die Kinder profitieren extrem davon. Auch nach der Karenz ist die Aufteilung von Haushalt, Mental Load und Co. dann fairer verteilt. Nachteil fĂ€llt mir keiner ein, vom finanziellen abgesehen.
  • Hat jemand ca. 50:50 gemacht und trotzdem gestillt? Wie war das zu managen?
  • @tilda
    Ja es ist schon mal möglicher als frĂŒher aber die 1700 sind noch immer weit vom Höchstsatz der Karenz entfernt und hier ist zuverdienen auch nicht erlaubt ;)
  • @Mohnblume88 ja, hier! Haben 7/7 gemacht.
    Ich hab in der Arbeit abgepumpt und das Kind hat die Milch am nÀchsten Tag dann bekommen!
    Hab halt etwas AusrĂŒstung gehabt dafĂŒr 😅

    Was möchtest du genau wissen :) ?
  • @Mohnblume88 ich hab die Karenz auch geteilt 8+6 Monate. Als ich nach 8 Monaten Vollzeit zurĂŒck in den Job ging, war meine Tochter noch immer voll gestillt und vehemmente FlĂ€schchen- und Beikostverweigerin. Das hat mir in den Wochen vor Karenzende schon etwas Sorgen gemacht. Ich hab mir dann 100% Home Office zum Start ausbedungen und zwischen Terminen gestillt. Sie hat sich dann ĂŒberraschend schnell und unkompliziert umgestellt und plötzlich doch zu essen begonnen. War sicher auch, weil ich plötzlich nicht mehr immer sofort verfĂŒgbar und da war - auch wenn es nur das Nebenzimmer war 😅
  • @TinaXyx
    Das klingt nach einer guten Lösung fĂŒr die Anfangszeit.
    wie hat die Kleine das angenommen, dass du zwar da warst aber nicht verfĂŒgbar?

    Meine tun sich damit noch heute schwer (2,5 und 4) und es ist fast besser ich bin ganz weg, als ich bin nur im Nebenzimmer. Wie habt ihr sie da umgestellt ohne große GefĂŒhle? :)
  • @Mohnblume88 bei mir hat es nur mit Homeoffice geklappt, meine kleine hat eigentlich kaum gegessen mit 9 Monaten.

    Bei einer Freundin, die nicht zuhause bleiben konnte, hat sich das Baby rasch umgestellt und zu essen begonnen. Gestillt wurde davor und danach.

    @Thessi einen Nachteil gibt es finde ich schon. Nachdem ich voll gestillt habe, habe ich die NĂ€chte gemacht. VZ arbeiten, die NĂ€chte stemmen, in der Arbeitszeit stillen und danach direkt wieder ĂŒbernehmen fand ich mega anstrengend. Zudem erwartet der Partner natĂŒrlich auch, dass man zuhause beim Haushalt mitanpackt. Ich bin mit allem nicht so gut zurechtzukommen und fand es sehr anstrengend.
  • Votaris schrieb: »
    @Mohnblume88 ja, hier! Haben 7/7 gemacht.
    Ich hab in der Arbeit abgepumpt und das Kind hat die Milch am nÀchsten Tag dann bekommen!
    Hab halt etwas AusrĂŒstung gehabt dafĂŒr 😅

    Magst du mal beschreiben, was da fĂŒr dich Sinn gemacht hat, an "AusrĂŒstung" und wie deine Routine war?

    Ich hab beim 1. Kind ca. 3x abgepumpt, und es war so aufwendig. Wir hatten eine riesige professionelle Pumpe ĂŒber die Krankenkassa ausgeliehen. Das Pumpen ansich hat schlecht funktioniert, ewig gedauert, fast nix gekommen, obwohl das Stillen super geklappt hat.
    Vor allem aber war dieses Reinigen extrem aufwendig! Es muss ja alles sehr hygienisch sauber sein, grad fĂŒr die ganz Kleinen. All diese SchlĂ€uche usw., erst mit SpĂŒli hĂ€ndisch waschen, dann im Topf auskochen. In der kleinen KĂŒche zum Trocknen ausbreiten. Wir haben sehr schnell aufgegeben. Wahrscheinlich brĂ€uchte es da einfach eine mobile Pumpe fĂŒr den BH und eine Art ReinigungsgerĂ€t? Hast du die Milch dann in der Arbeit im KĂŒhlschrank gelagert? Und fĂŒr den Heimweg eine KĂŒhlbox?
  • BezĂŒglich Pumpe: super wenn es die Option gibt, aber ich wĂŒrd mich nicht drauf verlassen ohne das Kind schon zu kennen. Bei mir hat Abpumpen kaum geklappt und meine Tochter hat Flaschen komplett verweigert egal ob Muttermilch oder Pre (wir haben viel probiert).

    @Selina1234 ist schon eine zeitlang her, soweit ich mich erinnere ist es kein großes Problem gewesen. Meine Tochter hat meinen Mann aber schon immer gleich akzeptiert wie mich. NatĂŒrlich gibt's immer wieder Mal PrĂ€ferenzen, aber grundsĂ€tzlich sind beide voll ok. Wir haben uns von Anfang an mit Niederlegen und NĂ€chten abgewechselt, hab zB auch nicht Einschlafgestillt. Kann daran liegen, oder dass die Kinder halt einfach alle unterschiedlich sind :)
    Selina1234
  • @tilda
    Ich habe eine einseitige mobile kleine Pumpe gehabt (ich wĂŒrde jetzt aber zu doppelseitig tendieren). Eine Menge FlĂ€schchen zum Aufbewahren, und eine Transportbox mit KĂŒhlakkus. Die Muttermilch hab ich in der Arbeit im KĂŒhlschrank zwischengelagert.
    Die Brusthaube hab ich zwischendurch in der Arbeit nur mit Leitungswasser gespĂŒlt. Und die FlĂ€schchen hab ich garnicht mehr sterilisiert, sondern nur im GeschirrspĂŒler gewaschen. Um die Zeit hatte der Kleine mit 7M eh schon alles im Mund und daher empfand ich das nicht mehr als notwendig.

    Ich hab nach dem letzten Stillen in der FrĂŒh ca alle 2-3h abgepumpt. Es hilft oft gut dabei ein Video vom Kind anzusehen damit der Milchspendereflex besser ausgelöst wird.
    tilda
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