Mich würde mal interessieren was ihr so an kinderfeindlichkeit erlebt.
Ich habe den Eindruck bei uns wird es immer Ärger - bzw. Gab es jetzt 2 Situationen, die einfach belastend sind.
Mich würde interessieren was ihr so erlebt und was euer Eindruck ist.
Hier gab's schon länger nichts. Aber früher kann ich mich an einige Situationen erinnern. Die gehen aber eher in Richtung Behindertenfeindlichkeit.
Tochter im Rollstuhl, Zwillinge im Wagerl.
Wie kann man sowas in die Welt setzen und sich noch weiter vermehren. Mit Sowas war meine Tochter gemeint. Hauptsächlich alte Damen die den 2. Weltkrieg erlebten.
Oft wirklich unter der Gürtellinie.
Das die Kinder irgendwo zu laut oder zu wild sind kam öfter vor. Auf ungefragte Kommentare gab's ebenso ungefragte Antworten, bin da recht schlagfertig und berührt mich nicht.
Ich weiß das ich wunderbare Kinder habe, da lasse ich mich von anderen auch nicht beirren
Ich hab diesen Eindruck überhaupt nicht. Gerade mit Baby/Kleinkind sind die meisten sehr lieb 😀.
Meine große Tochter (6) quatscht gerne fremde Menschen an. Die meisten reagieren ganz nett - manche ignorieren sie eher - aber das würde ich jetzt nicht als Kinderfeindlichkeit werten - sondern sie wissen nicht, wie sie reagieren sollen.
Mir geht's auch eher wie @sulmtaler. Mein Tochter,im Mai wird sie 4,quatscht auch gerne. Zwar mit mir, aber sehr laut. Oder über Leute, die sie sieht. Nicht böse, einfach neugierig - heute hat sie mich ausgefragt über eine postbotin mit ihrem Wagen im Bus.Und dann reden uns/sie auch die Leute in der Straßenbahn etc oft an, aber sehr nett, loben sie, was für ein nettes Mädchen sie ist, wie viel sie schon redet, etc.
Leute wollen ihr beim hinsetzen/ aussteigen helfen, etc. Das Baby lächeln die Leute sowieso an und reden mit ihm...
Und andere Leute ignorieren die Kinder halt. Aber das werte ich auch nicht als kinderfeindlichkeit...
Es gibt natürlich auch die nervigen Leute, die ungefragt irgendwelche Kommentare ablassen. Aber eigentlich auch nicht kinderfeindlich, sondern eher Leute, die glauben, es besser zu wissen zb warum das kind keine Handschuhe anhat. Aber das kommt zum Glück nicht so oft vor.
Ich bin im letzten Jahr dreimal „angefeindet“ worden. Zweimal in unserem Spar und einmal auf der Ferienmesse 😄
Das erste Mal war ich nur mit meiner Mama und meinem 4 Jährigen beim Spar an der Kassa. Vor uns eine Familie mit 4-5 Kindern und wir konnten grad selbst nicht weitergehen. Ein Paar mittleren Alters hat dann irgendwelche dummen Bemerkungen gemacht, dass man das Kind an die Leine nehmen sollte oder so, wobei mein Sohn eigentlich da recht brav nur neben uns gestanden ist. Ich habe dann nur gemeint, dass wir selber grad nicht weiterkommen, weil vor uns ein Stau ist. Dann kam noch irgendwas Dummes und sie meinten dann „bald sogar zwei davon“. Ich habe darauf dann nur reagiert und gesagt. Nein bald drei 😂 Wir waren dann auch vor denen auf der Rolltreppe zur Garage und dann haben wir gesagt: Na wir lassen die wichtigen Leute, die so einen Stress haben, mal vor.
Über die zweite Begegnung habe ich mich eh schon im Forum ausgelassen. Mein Sohn war nicht ganz charmant zu einer älteren Frau und wir haben dann eine lautstarke Diskussion geführt. Ärgert mich heute noch, aber ja man kann’s nicht allen recht machen. Die hat uns als Sozialschmarotzer abgestempelt, weil wir drei Kinder haben 🤦🏼♀️
Auf der Ferienmesse hat nur irgendwer gemeint, dass man die Kinder an die Leine nehmen sollte. Immer lustig sowas von Leuten zu hören, die keine Kinder haben oder ihre Kindern vor 30 Jahren erzogen haben.
@Nasty Das finde ich auch ganz schlimm. Aber ja die Leute haben das früher so vorgelebt bekommen und hinterfragen halt nicht, ob ihr Sinnbild vielleicht nicht ganz korrekt ist 🤦🏼♀️
Als mein Sohn ein halbes Jahr alt war, sind wir in einem Wellnesshotel gewesen. Er hat damals draußen in so einem Nestchen geweint und ich habe ihn schwer beruhigen können. Da ist dann auch ein Mann vom angrenzenden Saunagarten gekommen und hat sich bei mir beschwert. Ich war dann total aufgelöst und eine andere Mama (ihr Sohn war schon jugendlich) ist mir dann zur Hilfe geeilt und hat mich dann etwas aufgebaut.
Ansonsten sind die Leute aber immer recht freundlich oder helfen mir auch, wenn mir was runter fliegt oder dergleichen. Auf meine Kleinste, insbesondere wenn ich mit ihr in der Trage unterwegs bin, werde ich auch immer sehr freundlich angesprochen.
Also ja bei mir ist’s eher immer der wilde Bub, für den ich „angefeindet“ werde oder eben weil wir drei Kinder haben.
Ich würde generell ÖsterreicherInnen als nicht besonders kinderfreundlich bezeichnen. Selbst erlebt haben wir keine kinderfeindlichen Aussagen. Meinen kontaktfreudigen Sohn (2,5 Jahre) finden Fremde entweder lustig und reagieren lieb zurück oder ignorieren ihn. In Wien finde ich es etwas weniger kinderfreundlich als am Land.
Wir waren mehrere Wochen auf Mallorca mit ihm und dort in der Nebensaison abseits der touristischen Orte. Er war da zirka ein Jahr. Es war so so schön zu sehen wie dort die Leute auf ihn reagiert haben und auch interagiert. Wir wurden dort „besser“ behandelt wegen ihm. Zurück in Österreich (Wien) war das total schwierig für ihn. Weil er oft keine Reaktion auf ein Hallo oder winke bekommen hat. Auch jetzt fragt er öfter warum die Leute nicht zurück grüßen.
Ich finde das so schade, dass hier die Mentalität nicht so kinderfreundlich ist oder vielleicht generell weniger offen/kontaktfreudig.
Ich merke es hauptsächlich an meinem eigenen Stress. Wann immer ich mit meinen Söhnen in den Öffis unterwegs bin, versuche ich alles, um mit ihnen so unauffällig wie möglich zu sein. Ich spüre einfach, dass kaum jemand Nerven für Kinder hat oder haben will. Wir hatten auch schon nette Begegnungen und ich bin auch eigentlich sehr kontaktfreudig, aber in 80% der Fällen, in denen die Kinder angesprochen werden, sind es sehr merkwürdige Leute.
So offensiv wie bei dir war es bei mir aber bisher nicht @Selina1234. Das muss wirklich sehr unangenehm gewesen sein!
Angeblich ist es ja in sämtlichen anderen Ländern kinderfreundlicher als in Österreich. Von Italien kann ich das bestätigen, sonst habe ich kaum Vergleiche. Aber die Österreicher tun sich ja insgesamt nicht durch Freundlichkeit hervor ...
ICh danke euch schon mal allen für eure Einblicke.
Ich habe zwei Jungs und kann hier einige Meinungen nur unterstreichen, dass es für die Jungs wohl etwas schwieriger ist, gerade wenn sie noch jünger sind und sich nicht "kontrollieren" können.
Mein Älterer ist sogenannt "Gefühlsstark" - er reagiert extrem auf Reize, wird NErvös und "verrückt" von Kleidung, die sich nicht gut anfühlt, von zu vielen Menschen, von Räumlicher Enge usw.
Wir hatten nun zwei Situationen - einmal wurde wegen meinem jüngeren (2,5) die Polizei gerufen, weil er angeblich ein 8 jähriges Mädchen gehauen hatte. ich sag "angeblich", weil ich die Situation leider aufgrund des aufgebrachten Vaters nicht mehr sachgemäß aufklären konnte. Sonst ist meine Devise immer, die Kinder in Konflikten unterstützen und eine "Versöhnung" unter den Kindern zu begleiten. Der Vater wollte dann, dass ich mit meinem Kind schimpfe und wurde laut, woraufhin mein Sohn Angst bekommen hat. Der Vater wurde noch aufgebrachter und rief dann die Polizei.
Dann habe ich Nachbarn, die sehr Ruhebedürftig sind (ich verstehe es, sie sind Krank und schon sehr alt). Und sie stören sich an lautem Spielen, gelegentlichem Geschwisterstreit usw.
So weit, dass sie im Stiegenhaus herumschreien, wenn es bei uns in der Wohnung kurz mal laut ist. Und sich jetzt auch offiziell bei der Hausverwaltung beschwert haben.
Ähnlcih wie du @puffin merke ich aber vor allem, wie es mich stresst. Ich bin ein typischer "people pleaser" und versuch immer unauffällig sein. Meine Kinder haben generell tolle Begegnungen mti Fremden. Sie utnerhalten sich gut, sind lieb, freundlich und gehen offen auf jeden zu, dem sie begegnen.
Aber sobald sie mal typisch Kinder sind (z.B. am Spielplatz mal energischer, lauter) beschäftigen mich direkt die Blicke der umstehenden Eltern und Menschen und ich gerate richtig in Alarmzustand.
So, dass ich dann natürlich auch leider öfter mal nicht mehr so ruhig und einfühlsam reagiere, was eigentlich mein Ziel ist.
ich versuche mir immer wieder zu sagen, dass es ja egal ist, was andere denken. Dass ich den richtigen Weg für uns mache (mit meinem Sohn kann man z.B. in der gestressten Situation nicht so gut reden, wie dann zuhause, wenn die Reize stark reduziert sind und wir spielen dann oft "Falsch" gelaufene Dinge in Rollenspielen nach und üben miteinander.
Aber leider ist dieses "ist doch egal was die denken" leichter gesagt als getan.
ich merke immer wieder wie ich versuche meine Kinder zu diesen "ruhigen, braven, leisen" Kindern zu motivieren, sobald wir um Leute herum sind, weil ich Sorge um Konflikte oder Verurteilung habe. Was sich durch diese zwei extremen Situationen nur noch mehr verstärkt hat.
@Selina1234 sind beides natürlich sehr belastende, unangenehme Situationen. Aber ich persönlich hätte das nicht als "kinderfeindlich" eingestuft. Ich war natürlich beides Mal nicht dabei und kenne die genauen Umstände nicht.
Bei den älteren Nachbarn zb würde ich sagen, die wollen halt ihre Ruhe. Da liegt's wohl nicht an den Kindern per se nehme ich an?! Was wäre, wenn ihr eine Studenten WG im Haus hättet, die regelmäßig party machen? Da würden sie sich wahrscheinlich auch aufregen. Also klar kann man die Situation nicht auf eine Ebene stellen, aber da geht's vermutlich weniger um die Kinder als um den Lärm.
Und der Vater, der die Polizei gerufen hat: ja voll der Wahnsinn! Aber es gibt halt komische Leute und Personen, die wenn es ums eigene Kind geht überreagieren.. oder die sich wo reinsteigern, wenn sie sich im Recht fühlen.
Wir hatten auch mal Nachbarn, als ich Jugendlich war, die haben auch regelmäßig die Polizei gerufen, wenn meine kleinen Geschwister zu laut für sie waren. Aber das waren halt auch einfach ungusteln, die haben auch beim anderen Nachbarn die Polizei gerufen, wenn der Hund zu laut war und waren haben eigentlich mit jedem einen kleinen Nachbarschaftsstreit gehabt..
Für mich ist kinderfeindlich eher, wenn man wirklich was gegen Kinder hat oder gegen Familien mit Kindern. Also wenn Kinder an sich einfach der Grund für Anfeindungen, Diskriminierung, etc. sind. Ich hab zb eine Bekannte, die sagt ganz offen, dass sie Kinder nicht mag (aber trotzdem ist sie neutral zu ihnen). Ist für mich wie Ausländerfeindlichkeit: wenn ich allgemein Migranten oder eine bestimmte Gruppe diskriminiere, wegen ihrer Herkunft, ist das Ausländerfeindlich. Wenn ich allgemein keine Menschen mag und zu jedem sch**" bin, auch zu Menschen mit Migrationshintergrund, bin ich nicht Ausländerfeindlich sondern ein A***. Wenn ich meinen Nachbarn, der aus der Türkei stammt, nicht mag, weil er nicht grüßt, Laut ist, meine Kinder anschreit, den Müll nicht sortiert und überfüllt etc, dann mag ich halt diese Person nicht und bin deswegen nicht Ausländerfeindlich...
Und bezüglich "ruhig, brav und leise sein". Also ich muss sagen, ich schau auch, dass sich die Kinder je nach Situation ruhig verhalten. Klar, Kinder sind Kinder, die sind halt lauter, wilder, etc als Erwachsene und brauchen das auch. Aber ich sag meiner Tochter auch, dass sie im Bus oder im Restaurant ruhig sein soll, weil das stört die anderen Leute, wenn sie rumschreit. Oder am Spielplatz, wenn sie zu sehr aufdreht und zb mit Steinen wild um sich wirft im Spiel, sag ich auch Stopp, wenn andere Leute/Kinder am Spielplatz sind. Genauso wenig mag ich, wenn ein Kind glaubt, dass es zb die Rutsche besetzen muss und anderen Kindern nicht erlauben will, dass sie auch rutschen. Für mich hat das halt etwas mit Respekt vor anderen und gesellschaftliches Zusammenleben zu tun, dass man Rücksicht nimmt. Ich finde Kind sein ist jetzt keine Rechtfertigung dafür, überall laut und wild zu sein. Ich hab nichts gegen weinende Kinder oder spielebde Kinder. Und ich weiß, dass Kinder nicht "funktionieren" und sich auch mal "unpassend" Benehmen, das gehört dazu. Aber ich finde, dass Eltern trotzdem einen Rahmen setzen sollten. Kann also sein, dass du mich auch kinderfeindlich bezeichnen würdest 🤷♂️
Ich kenne das. Unsere kleine ist jetzt 20 Monate und die ist ein sehr lebhaftes Mädchen. Sie ist sehr laut und wenn ihr was nicht passt dann schreit und brüllt sie richtig rum, so lange bis sie es bekommt oder mir selbst es zu viel wird und ich gehen muss mit ihr.
Wir sind öfter in so Eltern Kind Treffen und sie ist eigentlich von den Kindern, die auch da sind zum spielen, die lauteste und wildeste. Sie schreit wenn andere Kinder ,,ihre Spielsachen,, angreifen, geht hin und will sie mit Handbewegung verschicken 😅 Schreit die Kinder einfach an anstatt zu gehen oder mit ihnen zu spielen. Sie schlägt, haut und beisst nicht! Sie schreit nur weil sie jetzt hier ist und das alles ihr gehört (ich hoffe es wird besser mit dem Geschwisterchen😅)
Manchmal reden mich die Leute auch darauf an, schauen blöd oder machen blöde bemerkungen wie ,,Oha da ist aber jemand schlecht gelaunt,, oder ,,hat denn die böse Mama Nein gesagt,, oder auch ,,puh bin ich froh dass meines nicht so ist, wäre mir viel zu anstrengend,, 🫠
Ich fühle mich dann so schlecht bzw ich hab dann das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben oder wir erziehen sie falsch usw usw, wobei sie einfach so ist wie sie ist und das ihre art ist. Diese blöden Bemerkungen machen mich sauer und wütend und einmal habe ich sogar gesagt ,,ich bin froh dass sie so willensstark ist, da tut sie sich im leben leichter,, was ja auch stimmt.
Aber, und es tut mir leid das zu sagen, wir leben mittlerweile in einer Welt in der viele Leute einfach nur mehr auf sich schauen und egoistisch sind bis zum umfallen. Es wird keiner Mama mal geholfen die total überfordert im Supermarkt steht und nicht weiss was sie tun soll weil das Kind oder die Kinder total die fassung verlieren, es wird nur blöd geschaut und Kopf geschüttelt. Vorurteile und blöde bemerkungen kommen dabei raus, anstatt der Mutter kurze hilfe anzubieten oder die Kinder kurz einmal anzusprechen oder ablenken, hilft oft mehr als ein blöder spruch oder blöd zu schauen.
Also ich finde ja die Leute müssen sich mehr unterstützen, mehr hilfe und Zivilcourage dann hätten wir es alle viel einfacher 🫠🥲
@LillyVanilly vielen Dank für diese persönlichen Einblicke. Das ist sicher auch nicht leicht zu teilen in einem Forum!
Ich kann vieles was du beschreibst total nachempfinden und unterschreiben!
Uns geht es oftmals auch ganz genau so!
Es wird leider oft von Beistehenden immer sehr beäugelt - der Gemeinschaftssinn fehlt total.
Helfen, Fehlanzeige. Es wird auch nie mal hinterfragt "wie" ein kind ist.
Es wird immer gleich die Erziehung bemängelt oder - was ich fast noch schlimmer finde - nur richtig blöd geguckt die ganze Zeit.
Wir haben es ähnlich - mein kind ist einfach so. Das sind seine wesenszüge, das ist seine Art- mit allen Stärken und Schwächen.
@blackcherry1991 du beschreibt es selbst. Dass du da kritisch wärst am Spielplatz. Und für Eltern, die größtenteils ruhige und gelassene Kinder haben, ist es total unverständlich, wie kinder auch anders !sein! können und du schreibst dann so dinge wie "dem kind beibringen, dass man leise ist." Ja ach ne 😄
Ist eigentlich genau das, was ich ja hier beschreibe. Diese unterschwellige Verurteilung, dass es ja an der Erziehung liegen muss und ich meinen Kindern das nicht beibringe.
Keine Sorge- meine Kinder lernen auch rutschen nicht zu blockieren, steine nicht zu werfen, sich leise zu verhalten.
Und sind 70% der zeit die vorbildlichsten Kinder. Freundlich, aufgeschlossen usw.
Aber wenn der Große dann mal überreizt ist, ist es eben kein "unerzogen" sein. Dann ist es ein kind, das nicht mit dem Gefühlerausch umgehen kann.
Reize wie Kleidung, viele Menschen, Lautstärke, extreme Freude jemanden zu sehen, viele Streitigkeiten mit dem kleineren Geschwister... die überfordern manche kinder mehr als andere.
Aber ganz gleich aus welchem Grund - kinder sind unterschiedlich. Manche sind laut, manche sind leise, manche haben einen guten, manche einen schlechten tag.
Und das sollte niemanden in dieser Gesellschaft auf die erhabene position zu stellen, über das kind und dessen eltern zu urteilen.
Dein Post hat mich sehr getroffen, weil er genau das verdeutlicht, diese Verurteilung, statt das Verständnis dafür das Kinder nicht jeden Moment nach unseren Regeln funktionieren.
Und wenn man kindern abspricht kinder zu sein, sondern von ihnen verlangt, dass sie jeden tag funktionieren, jeden moment artig sind und so wie die Gesellschaft sie will (leise, ruhig, unauffällig, höflich, zuvorkommend usw....) dann ist man meiner Meinung nach kinderfeindlich. Weil dann will man nicht kinder, sondern nur kleine Erwachsene.
Sei das jetzt der Nachbar, der meint ein 4 jähriger hat zu verstehen, dass Sonntag ist und 24h keine gefuhlsausbrüche zu haben, weil ja Ruhetag ist... oder der Vater, der herumschreit und die Polizei ruft, weil ein kind etwas tut, was ihm nicht gefällt.
Bis hin zu den Eltern auf dem Spielplatz, die von einer Momentaufnahme auf die ganze Persönlichkeit eines kindes schließen.
@Selina1234 ja ich wusste, dass dir meine Meinung nicht gefallen wird. Darum hab ich ja geschrieben, wahrscheinlich findest du mich auch kinderfeindlich. Würde ich von mir selbst zwar nie im Leben behaupten und wahrscheinlich kaum ein anderer Mensch, der mich persönlich kennt, aber jeder hat seine eigene Auffassung, und deine spreche ich dir natürlich auch nicht ab.
Ich hab zwar auch gesagt, dass Kinder nicht funktionieren müssen. Und ich weiß auch, dass Kinder unterschiedliche Temperamente und Charaktere haben, habe zwei Kinder, die sehr unterschiedlich sind. Meine Tochter ist viel lauter, aufgedrehter, braucht mehr Nähe und Aufmerksamkeit als mein Sohn. Keinesfalls sage ich, dass alles an der Erziehung liegt und dass man alles beeinflussen kann. Ich schließe auch nicht von einem Verhalten eines mir fremden Kindes am Spielplatz auf dessen Persönlichkeit. Aber ja, wenn meine Tochter die Rutsche Blockiert, sage ich ihr, dass ich das nicht mag und dass alle Kinder rutschen dürfen. Und ja, ich erwarte mir das eigentlich auch von anderen Eltern, dass sie ihrem Kind das etwas dazu sagen sollten und es nicht einfach machen lassen sollen, weil das Kind eben gerade nicht mit den reizen oder whatever zurechtkommt. Warum sollten alle andere Kinder nicht auf die Rutsche dürfen, weil ein Kind das über längere Zeit nicht will?
Ich habe auch nicht gesagt, dass du deinem Kind nicht lernst, keine rutschen zu blockieren. Es war nur ein allgemeines Beispiel. Ich denke nur, dass man auch Kindern ein respektvolles miteinander vorleben soll und ihnen das auch erklärt und ggfs je nach Situation eingreift.
Aber ja, ich hab meine Meinung kundgetan und stehe dazu. Wie du es auffasst, ist natürlich deine Sache. Und ja, ich verstehe dich auch, wenn das was ich schreibe für dich kinderfeindlichkeit ist, dann hast du sicher viele negative Erfahrungen mit kinderfeindlichen Menschen. Das tut mir natürlich leid für dich, wenn du darunter leidest.
Ich habe selbst so eine Situation erlebt wo ich mir auch dachte, ich würde mir wünschen das Eltern anders reagieren bzw. eingreifen würden was ich von Kindertreffs und Spielplatz bisher so gewöhnt war das Eltern darauf aufpassen wie die Kinder mit anderen umgehen.
Daher bin ich vieles was @blackcherry1991 geschrieben hat nur unterschreiben. Es liegt schon auch daran wie Eltern den Kindern gewisse Situationen vorleben bzw. wann ihnen ihre Grenzen gesetzt werden.
Mein Kleiner ist generell sehr zurückhaltend und geht sofern möglich anderen Kindern aus dem Weg und die meisten Eltern bemerken das auch und halten ihre Kinder zurück wenn er gerade auf einem Spielgerät ist damit er nicht gleich wegläuft sondern fertig rutschen darf zum Beispiel andere lassen ihr Kind laut brüllend angelaufen kommen und bestärken das Kind auch noch darin wie laut und stark es nicht ist während mein Kind schleunigst das Weite sucht und von Mama hochgenommen werden will.
Daher es liegt nicht immer nur an den Kindern sondern auch welche Grenzen Eltern den Kindern vorleben.
Ich erlebe fast nur Kinderfreundlichkeit. Ich bin eher eine dem andere Kinder bzw. deren Eltern nerven 🤭
Ich habe aber ein recht ruhiges, umgängliches Kind und ein gutes Gefühl dafür wenn ihr was zu viel wird. Und da hilft meistens nur aus der Situation rauszugehen.
Ich finde aber auch dass Kinder lernen müssen sich „angemessen“ zu benehmen und wenn das halt nicht geht dann müssen die Eltern reagieren. Es gibt viele Orte wo Kids sich austoben können, aber auch Orte wo das nicht passend ist. Ich will zB gern zum Friseur ohne einem brüllenden Kind nebenan, oder abends essen gehen in ein ruhiges Lokal ohne halligalli am Nachbarstisch. Mich stören auch schreiende Babys im Wellnessbereich oder Ruhepool.
Ich erlebe schon sehr oft dass Kids totale Narrenfreiheit haben und wenn man dann was sagt halt kinderfeindlich ist.
Ich glaube es geht hier nicht um die Verurteilung lauter Kinder sondern oft um Eltern die nicht eingreifen weil das Kind ja sonst im Kind-Sein gestört wird.
Ich habe schon Kinder gesehen die vor der Eisdiele schreien und kreischen weil irgendwas nicht passt. Und all die anderen Gäste, die in Ruhe ihr Eis genießen möchten, müssen dann die Krot fressen.
Da wäre es schön, wenn Eltern erkennen, dass das eigene Kind nicht der Nabel der Welt ist, und anderen die Rücksichtnahme entgegen bringen die sie selbst einfordern.
Und manchmal ist das dann eben ein ‚Nein‘ zu einem Eis und das Kind ein paar hundert Meter weiter ausspinnen lassen.
Denn ja, Kinder dürfen laut sein. Aber nein, nicht alle Passanten müssen dadurch mit leiden.
Ich glaube es geht hier nicht um die Verurteilung lauter Kinder sondern oft um Eltern die nicht eingreifen weil das Kind ja sonst im Kind-Sein gestört wird.
Ich habe schon Kinder gesehen die vor der Eisdiele schreien und kreischen weil irgendwas nicht passt. Und all die anderen Gäste, die in Ruhe ihr Eis genießen möchten, müssen dann die Krot fressen.
Da wäre es schön, wenn Eltern erkennen, dass das eigene Kind nicht der Nabel der Welt ist, und anderen die Rücksichtnahme entgegen bringen die sie selbst einfordern.
Und manchmal ist das dann eben ein ‚Nein‘ zu einem Eis und das Kind ein paar hundert Meter weiter ausspinnen lassen.
Denn ja, Kinder dürfen laut sein. Aber nein, nicht alle Passanten müssen dadurch mit leiden.
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Kommentare
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Tochter im Rollstuhl, Zwillinge im Wagerl.
Wie kann man sowas in die Welt setzen und sich noch weiter vermehren. Mit Sowas war meine Tochter gemeint. Hauptsächlich alte Damen die den 2. Weltkrieg erlebten.
Oft wirklich unter der Gürtellinie.
Das die Kinder irgendwo zu laut oder zu wild sind kam öfter vor. Auf ungefragte Kommentare gab's ebenso ungefragte Antworten, bin da recht schlagfertig und berührt mich nicht.
Ich weiß das ich wunderbare Kinder habe, da lasse ich mich von anderen auch nicht beirren
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Meine große Tochter (6) quatscht gerne fremde Menschen an. Die meisten reagieren ganz nett - manche ignorieren sie eher - aber das würde ich jetzt nicht als Kinderfeindlichkeit werten - sondern sie wissen nicht, wie sie reagieren sollen.
@Selina1234 Was ist dir passiert?
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Leute wollen ihr beim hinsetzen/ aussteigen helfen, etc. Das Baby lächeln die Leute sowieso an und reden mit ihm...
Und andere Leute ignorieren die Kinder halt. Aber das werte ich auch nicht als kinderfeindlichkeit...
Es gibt natürlich auch die nervigen Leute, die ungefragt irgendwelche Kommentare ablassen. Aber eigentlich auch nicht kinderfeindlich, sondern eher Leute, die glauben, es besser zu wissen zb warum das kind keine Handschuhe anhat. Aber das kommt zum Glück nicht so oft vor.
Was hast du denn erlebt @Selina1234 ?
@Nasty boah das ist echt unterste Schublade! Gut, dass du ihnen vorlebst, sich davon nicht berühren zu lassen ☺️
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@Selina1234: tut mir leid, wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast - was war denn los? 🥴
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Das erste Mal war ich nur mit meiner Mama und meinem 4 Jährigen beim Spar an der Kassa. Vor uns eine Familie mit 4-5 Kindern und wir konnten grad selbst nicht weitergehen. Ein Paar mittleren Alters hat dann irgendwelche dummen Bemerkungen gemacht, dass man das Kind an die Leine nehmen sollte oder so, wobei mein Sohn eigentlich da recht brav nur neben uns gestanden ist. Ich habe dann nur gemeint, dass wir selber grad nicht weiterkommen, weil vor uns ein Stau ist. Dann kam noch irgendwas Dummes und sie meinten dann „bald sogar zwei davon“. Ich habe darauf dann nur reagiert und gesagt. Nein bald drei 😂 Wir waren dann auch vor denen auf der Rolltreppe zur Garage und dann haben wir gesagt: Na wir lassen die wichtigen Leute, die so einen Stress haben, mal vor.
Über die zweite Begegnung habe ich mich eh schon im Forum ausgelassen. Mein Sohn war nicht ganz charmant zu einer älteren Frau und wir haben dann eine lautstarke Diskussion geführt. Ärgert mich heute noch, aber ja man kann’s nicht allen recht machen. Die hat uns als Sozialschmarotzer abgestempelt, weil wir drei Kinder haben 🤦🏼♀️
Auf der Ferienmesse hat nur irgendwer gemeint, dass man die Kinder an die Leine nehmen sollte. Immer lustig sowas von Leuten zu hören, die keine Kinder haben oder ihre Kindern vor 30 Jahren erzogen haben.
@Nasty Das finde ich auch ganz schlimm. Aber ja die Leute haben das früher so vorgelebt bekommen und hinterfragen halt nicht, ob ihr Sinnbild vielleicht nicht ganz korrekt ist 🤦🏼♀️
Als mein Sohn ein halbes Jahr alt war, sind wir in einem Wellnesshotel gewesen. Er hat damals draußen in so einem Nestchen geweint und ich habe ihn schwer beruhigen können. Da ist dann auch ein Mann vom angrenzenden Saunagarten gekommen und hat sich bei mir beschwert. Ich war dann total aufgelöst und eine andere Mama (ihr Sohn war schon jugendlich) ist mir dann zur Hilfe geeilt und hat mich dann etwas aufgebaut.
Ansonsten sind die Leute aber immer recht freundlich oder helfen mir auch, wenn mir was runter fliegt oder dergleichen. Auf meine Kleinste, insbesondere wenn ich mit ihr in der Trage unterwegs bin, werde ich auch immer sehr freundlich angesprochen.
Also ja bei mir ist’s eher immer der wilde Bub, für den ich „angefeindet“ werde oder eben weil wir drei Kinder haben.
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Wir waren mehrere Wochen auf Mallorca mit ihm und dort in der Nebensaison abseits der touristischen Orte. Er war da zirka ein Jahr. Es war so so schön zu sehen wie dort die Leute auf ihn reagiert haben und auch interagiert. Wir wurden dort „besser“ behandelt wegen ihm. Zurück in Österreich (Wien) war das total schwierig für ihn. Weil er oft keine Reaktion auf ein Hallo oder winke bekommen hat. Auch jetzt fragt er öfter warum die Leute nicht zurück grüßen.
Ich finde das so schade, dass hier die Mentalität nicht so kinderfreundlich ist oder vielleicht generell weniger offen/kontaktfreudig.
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So offensiv wie bei dir war es bei mir aber bisher nicht @Selina1234. Das muss wirklich sehr unangenehm gewesen sein!
Angeblich ist es ja in sämtlichen anderen Ländern kinderfreundlicher als in Österreich. Von Italien kann ich das bestätigen, sonst habe ich kaum Vergleiche. Aber die Österreicher tun sich ja insgesamt nicht durch Freundlichkeit hervor ...
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Ich habe zwei Jungs und kann hier einige Meinungen nur unterstreichen, dass es für die Jungs wohl etwas schwieriger ist, gerade wenn sie noch jünger sind und sich nicht "kontrollieren" können.
Mein Älterer ist sogenannt "Gefühlsstark" - er reagiert extrem auf Reize, wird NErvös und "verrückt" von Kleidung, die sich nicht gut anfühlt, von zu vielen Menschen, von Räumlicher Enge usw.
Wir hatten nun zwei Situationen - einmal wurde wegen meinem jüngeren (2,5) die Polizei gerufen, weil er angeblich ein 8 jähriges Mädchen gehauen hatte. ich sag "angeblich", weil ich die Situation leider aufgrund des aufgebrachten Vaters nicht mehr sachgemäß aufklären konnte. Sonst ist meine Devise immer, die Kinder in Konflikten unterstützen und eine "Versöhnung" unter den Kindern zu begleiten. Der Vater wollte dann, dass ich mit meinem Kind schimpfe und wurde laut, woraufhin mein Sohn Angst bekommen hat. Der Vater wurde noch aufgebrachter und rief dann die Polizei.
Dann habe ich Nachbarn, die sehr Ruhebedürftig sind (ich verstehe es, sie sind Krank und schon sehr alt). Und sie stören sich an lautem Spielen, gelegentlichem Geschwisterstreit usw.
So weit, dass sie im Stiegenhaus herumschreien, wenn es bei uns in der Wohnung kurz mal laut ist. Und sich jetzt auch offiziell bei der Hausverwaltung beschwert haben.
Ähnlcih wie du @puffin merke ich aber vor allem, wie es mich stresst. Ich bin ein typischer "people pleaser" und versuch immer unauffällig sein. Meine Kinder haben generell tolle Begegnungen mti Fremden. Sie utnerhalten sich gut, sind lieb, freundlich und gehen offen auf jeden zu, dem sie begegnen.
Aber sobald sie mal typisch Kinder sind (z.B. am Spielplatz mal energischer, lauter) beschäftigen mich direkt die Blicke der umstehenden Eltern und Menschen und ich gerate richtig in Alarmzustand.
So, dass ich dann natürlich auch leider öfter mal nicht mehr so ruhig und einfühlsam reagiere, was eigentlich mein Ziel ist.
ich versuche mir immer wieder zu sagen, dass es ja egal ist, was andere denken. Dass ich den richtigen Weg für uns mache (mit meinem Sohn kann man z.B. in der gestressten Situation nicht so gut reden, wie dann zuhause, wenn die Reize stark reduziert sind und wir spielen dann oft "Falsch" gelaufene Dinge in Rollenspielen nach und üben miteinander.
Aber leider ist dieses "ist doch egal was die denken" leichter gesagt als getan.
ich merke immer wieder wie ich versuche meine Kinder zu diesen "ruhigen, braven, leisen" Kindern zu motivieren, sobald wir um Leute herum sind, weil ich Sorge um Konflikte oder Verurteilung habe. Was sich durch diese zwei extremen Situationen nur noch mehr verstärkt hat.
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Bei den älteren Nachbarn zb würde ich sagen, die wollen halt ihre Ruhe. Da liegt's wohl nicht an den Kindern per se nehme ich an?! Was wäre, wenn ihr eine Studenten WG im Haus hättet, die regelmäßig party machen? Da würden sie sich wahrscheinlich auch aufregen. Also klar kann man die Situation nicht auf eine Ebene stellen, aber da geht's vermutlich weniger um die Kinder als um den Lärm.
Und der Vater, der die Polizei gerufen hat: ja voll der Wahnsinn! Aber es gibt halt komische Leute und Personen, die wenn es ums eigene Kind geht überreagieren.. oder die sich wo reinsteigern, wenn sie sich im Recht fühlen.
Wir hatten auch mal Nachbarn, als ich Jugendlich war, die haben auch regelmäßig die Polizei gerufen, wenn meine kleinen Geschwister zu laut für sie waren. Aber das waren halt auch einfach ungusteln, die haben auch beim anderen Nachbarn die Polizei gerufen, wenn der Hund zu laut war und waren haben eigentlich mit jedem einen kleinen Nachbarschaftsstreit gehabt..
Für mich ist kinderfeindlich eher, wenn man wirklich was gegen Kinder hat oder gegen Familien mit Kindern. Also wenn Kinder an sich einfach der Grund für Anfeindungen, Diskriminierung, etc. sind. Ich hab zb eine Bekannte, die sagt ganz offen, dass sie Kinder nicht mag (aber trotzdem ist sie neutral zu ihnen). Ist für mich wie Ausländerfeindlichkeit: wenn ich allgemein Migranten oder eine bestimmte Gruppe diskriminiere, wegen ihrer Herkunft, ist das Ausländerfeindlich. Wenn ich allgemein keine Menschen mag und zu jedem sch**" bin, auch zu Menschen mit Migrationshintergrund, bin ich nicht Ausländerfeindlich sondern ein A***. Wenn ich meinen Nachbarn, der aus der Türkei stammt, nicht mag, weil er nicht grüßt, Laut ist, meine Kinder anschreit, den Müll nicht sortiert und überfüllt etc, dann mag ich halt diese Person nicht und bin deswegen nicht Ausländerfeindlich...
Und bezüglich "ruhig, brav und leise sein". Also ich muss sagen, ich schau auch, dass sich die Kinder je nach Situation ruhig verhalten. Klar, Kinder sind Kinder, die sind halt lauter, wilder, etc als Erwachsene und brauchen das auch. Aber ich sag meiner Tochter auch, dass sie im Bus oder im Restaurant ruhig sein soll, weil das stört die anderen Leute, wenn sie rumschreit. Oder am Spielplatz, wenn sie zu sehr aufdreht und zb mit Steinen wild um sich wirft im Spiel, sag ich auch Stopp, wenn andere Leute/Kinder am Spielplatz sind. Genauso wenig mag ich, wenn ein Kind glaubt, dass es zb die Rutsche besetzen muss und anderen Kindern nicht erlauben will, dass sie auch rutschen. Für mich hat das halt etwas mit Respekt vor anderen und gesellschaftliches Zusammenleben zu tun, dass man Rücksicht nimmt. Ich finde Kind sein ist jetzt keine Rechtfertigung dafür, überall laut und wild zu sein. Ich hab nichts gegen weinende Kinder oder spielebde Kinder. Und ich weiß, dass Kinder nicht "funktionieren" und sich auch mal "unpassend" Benehmen, das gehört dazu. Aber ich finde, dass Eltern trotzdem einen Rahmen setzen sollten. Kann also sein, dass du mich auch kinderfeindlich bezeichnen würdest 🤷♂️
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Wir sind öfter in so Eltern Kind Treffen und sie ist eigentlich von den Kindern, die auch da sind zum spielen, die lauteste und wildeste. Sie schreit wenn andere Kinder ,,ihre Spielsachen,, angreifen, geht hin und will sie mit Handbewegung verschicken 😅 Schreit die Kinder einfach an anstatt zu gehen oder mit ihnen zu spielen. Sie schlägt, haut und beisst nicht! Sie schreit nur weil sie jetzt hier ist und das alles ihr gehört (ich hoffe es wird besser mit dem Geschwisterchen😅)
Manchmal reden mich die Leute auch darauf an, schauen blöd oder machen blöde bemerkungen wie ,,Oha da ist aber jemand schlecht gelaunt,, oder ,,hat denn die böse Mama Nein gesagt,, oder auch ,,puh bin ich froh dass meines nicht so ist, wäre mir viel zu anstrengend,, 🫠
Ich fühle mich dann so schlecht bzw ich hab dann das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben oder wir erziehen sie falsch usw usw, wobei sie einfach so ist wie sie ist und das ihre art ist. Diese blöden Bemerkungen machen mich sauer und wütend und einmal habe ich sogar gesagt ,,ich bin froh dass sie so willensstark ist, da tut sie sich im leben leichter,, was ja auch stimmt.
Aber, und es tut mir leid das zu sagen, wir leben mittlerweile in einer Welt in der viele Leute einfach nur mehr auf sich schauen und egoistisch sind bis zum umfallen. Es wird keiner Mama mal geholfen die total überfordert im Supermarkt steht und nicht weiss was sie tun soll weil das Kind oder die Kinder total die fassung verlieren, es wird nur blöd geschaut und Kopf geschüttelt. Vorurteile und blöde bemerkungen kommen dabei raus, anstatt der Mutter kurze hilfe anzubieten oder die Kinder kurz einmal anzusprechen oder ablenken, hilft oft mehr als ein blöder spruch oder blöd zu schauen.
Also ich finde ja die Leute müssen sich mehr unterstützen, mehr hilfe und Zivilcourage dann hätten wir es alle viel einfacher 🫠🥲
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Ich kann vieles was du beschreibst total nachempfinden und unterschreiben!
Uns geht es oftmals auch ganz genau so!
Es wird leider oft von Beistehenden immer sehr beäugelt - der Gemeinschaftssinn fehlt total.
Helfen, Fehlanzeige. Es wird auch nie mal hinterfragt "wie" ein kind ist.
Es wird immer gleich die Erziehung bemängelt oder - was ich fast noch schlimmer finde - nur richtig blöd geguckt die ganze Zeit.
Wir haben es ähnlich - mein kind ist einfach so. Das sind seine wesenszüge, das ist seine Art- mit allen Stärken und Schwächen.
@blackcherry1991 du beschreibt es selbst. Dass du da kritisch wärst am Spielplatz. Und für Eltern, die größtenteils ruhige und gelassene Kinder haben, ist es total unverständlich, wie kinder auch anders !sein! können und du schreibst dann so dinge wie "dem kind beibringen, dass man leise ist." Ja ach ne 😄
Ist eigentlich genau das, was ich ja hier beschreibe. Diese unterschwellige Verurteilung, dass es ja an der Erziehung liegen muss und ich meinen Kindern das nicht beibringe.
Keine Sorge- meine Kinder lernen auch rutschen nicht zu blockieren, steine nicht zu werfen, sich leise zu verhalten.
Und sind 70% der zeit die vorbildlichsten Kinder. Freundlich, aufgeschlossen usw.
Aber wenn der Große dann mal überreizt ist, ist es eben kein "unerzogen" sein. Dann ist es ein kind, das nicht mit dem Gefühlerausch umgehen kann.
Reize wie Kleidung, viele Menschen, Lautstärke, extreme Freude jemanden zu sehen, viele Streitigkeiten mit dem kleineren Geschwister... die überfordern manche kinder mehr als andere.
Aber ganz gleich aus welchem Grund - kinder sind unterschiedlich. Manche sind laut, manche sind leise, manche haben einen guten, manche einen schlechten tag.
Und das sollte niemanden in dieser Gesellschaft auf die erhabene position zu stellen, über das kind und dessen eltern zu urteilen.
Dein Post hat mich sehr getroffen, weil er genau das verdeutlicht, diese Verurteilung, statt das Verständnis dafür das Kinder nicht jeden Moment nach unseren Regeln funktionieren.
Und wenn man kindern abspricht kinder zu sein, sondern von ihnen verlangt, dass sie jeden tag funktionieren, jeden moment artig sind und so wie die Gesellschaft sie will (leise, ruhig, unauffällig, höflich, zuvorkommend usw....) dann ist man meiner Meinung nach kinderfeindlich. Weil dann will man nicht kinder, sondern nur kleine Erwachsene.
Sei das jetzt der Nachbar, der meint ein 4 jähriger hat zu verstehen, dass Sonntag ist und 24h keine gefuhlsausbrüche zu haben, weil ja Ruhetag ist... oder der Vater, der herumschreit und die Polizei ruft, weil ein kind etwas tut, was ihm nicht gefällt.
Bis hin zu den Eltern auf dem Spielplatz, die von einer Momentaufnahme auf die ganze Persönlichkeit eines kindes schließen.
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Ich hab zwar auch gesagt, dass Kinder nicht funktionieren müssen. Und ich weiß auch, dass Kinder unterschiedliche Temperamente und Charaktere haben, habe zwei Kinder, die sehr unterschiedlich sind. Meine Tochter ist viel lauter, aufgedrehter, braucht mehr Nähe und Aufmerksamkeit als mein Sohn. Keinesfalls sage ich, dass alles an der Erziehung liegt und dass man alles beeinflussen kann. Ich schließe auch nicht von einem Verhalten eines mir fremden Kindes am Spielplatz auf dessen Persönlichkeit. Aber ja, wenn meine Tochter die Rutsche Blockiert, sage ich ihr, dass ich das nicht mag und dass alle Kinder rutschen dürfen. Und ja, ich erwarte mir das eigentlich auch von anderen Eltern, dass sie ihrem Kind das etwas dazu sagen sollten und es nicht einfach machen lassen sollen, weil das Kind eben gerade nicht mit den reizen oder whatever zurechtkommt. Warum sollten alle andere Kinder nicht auf die Rutsche dürfen, weil ein Kind das über längere Zeit nicht will?
Ich habe auch nicht gesagt, dass du deinem Kind nicht lernst, keine rutschen zu blockieren. Es war nur ein allgemeines Beispiel. Ich denke nur, dass man auch Kindern ein respektvolles miteinander vorleben soll und ihnen das auch erklärt und ggfs je nach Situation eingreift.
Aber ja, ich hab meine Meinung kundgetan und stehe dazu. Wie du es auffasst, ist natürlich deine Sache. Und ja, ich verstehe dich auch, wenn das was ich schreibe für dich kinderfeindlichkeit ist, dann hast du sicher viele negative Erfahrungen mit kinderfeindlichen Menschen. Das tut mir natürlich leid für dich, wenn du darunter leidest.
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Daher bin ich vieles was @blackcherry1991 geschrieben hat nur unterschreiben. Es liegt schon auch daran wie Eltern den Kindern gewisse Situationen vorleben bzw. wann ihnen ihre Grenzen gesetzt werden.
Mein Kleiner ist generell sehr zurückhaltend und geht sofern möglich anderen Kindern aus dem Weg und die meisten Eltern bemerken das auch und halten ihre Kinder zurück wenn er gerade auf einem Spielgerät ist damit er nicht gleich wegläuft sondern fertig rutschen darf zum Beispiel andere lassen ihr Kind laut brüllend angelaufen kommen und bestärken das Kind auch noch darin wie laut und stark es nicht ist während mein Kind schleunigst das Weite sucht und von Mama hochgenommen werden will.
Daher es liegt nicht immer nur an den Kindern sondern auch welche Grenzen Eltern den Kindern vorleben.
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Ich habe aber ein recht ruhiges, umgängliches Kind und ein gutes Gefühl dafür wenn ihr was zu viel wird. Und da hilft meistens nur aus der Situation rauszugehen.
Ich finde aber auch dass Kinder lernen müssen sich „angemessen“ zu benehmen und wenn das halt nicht geht dann müssen die Eltern reagieren. Es gibt viele Orte wo Kids sich austoben können, aber auch Orte wo das nicht passend ist. Ich will zB gern zum Friseur ohne einem brüllenden Kind nebenan, oder abends essen gehen in ein ruhiges Lokal ohne halligalli am Nachbarstisch. Mich stören auch schreiende Babys im Wellnessbereich oder Ruhepool.
Ich erlebe schon sehr oft dass Kids totale Narrenfreiheit haben und wenn man dann was sagt halt kinderfeindlich ist.
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Ich habe schon Kinder gesehen die vor der Eisdiele schreien und kreischen weil irgendwas nicht passt. Und all die anderen Gäste, die in Ruhe ihr Eis genießen möchten, müssen dann die Krot fressen.
Da wäre es schön, wenn Eltern erkennen, dass das eigene Kind nicht der Nabel der Welt ist, und anderen die Rücksichtnahme entgegen bringen die sie selbst einfordern.
Und manchmal ist das dann eben ein ‚Nein‘ zu einem Eis und das Kind ein paar hundert Meter weiter ausspinnen lassen.
Denn ja, Kinder dürfen laut sein. Aber nein, nicht alle Passanten müssen dadurch mit leiden.
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Ich habe schon Kinder gesehen die vor der Eisdiele schreien und kreischen weil irgendwas nicht passt. Und all die anderen Gäste, die in Ruhe ihr Eis genießen möchten, müssen dann die Krot fressen.
Da wäre es schön, wenn Eltern erkennen, dass das eigene Kind nicht der Nabel der Welt ist, und anderen die Rücksichtnahme entgegen bringen die sie selbst einfordern.
Und manchmal ist das dann eben ein ‚Nein‘ zu einem Eis und das Kind ein paar hundert Meter weiter ausspinnen lassen.
Denn ja, Kinder dürfen laut sein. Aber nein, nicht alle Passanten müssen dadurch mit leiden.