3. Kind - Ja oder Nein

Hallo ihr Lieben,

vorab möchte ich mich bei allen bedanken, die sich Zeit nehmen alles zu lesen, da ich ausführlich alle meine Gedanken zu dem Thema auch für mich niederschreibe.

Mein Mann und ich sind Eltern von 2 Kindern (geb. Herbst 2020/2023). In meiner/unserer Vorstellung waren es immer zwei Kinder, ich habe selbst einen jüngeren Bruder, mein Mann ist ein Einzelkind.
Wie unser zweites Kind auf die Welt kam, war so der leise Gedanke da, dass ich niemanden versprechen würde, dass ich nicht vielleicht doch noch das Verlangen nach einem weiteren bekommen könnte, auf der anderen Seite habe ich einiges auf Willhaben verkauft und das Thema war nie wirklich präsent, mein Mann war bislang sowieso sehr dagegen.
In den letzten Wochen, jetzt wo unser 2. Kind auch in den Kindergarten geht und ein Alltag als Familie eingetreten ist, meldet sich in mir immer öfter der Gedanke/Wunsch über ein weiteres Kind nachzudenken und auch mein Mann wird immer offener dafür, je öfter ich meine Gedanken mit ihm teile.

Grundsätzlich sprechen vermutlich 95% der Argumente gegen ein drittes Kind, wenn ich darüber nachdenke, lande ich oft bei Nein, lassen wir es so wie es ist und dann wieder die Vorstellung bald doch noch ein Baby zu haben. Vor allem wenn ich im Umfeld etwas über Schwangerschaft/Baby mitbekomme, werde ich wehmütig, ich habe gerade eine Freundin die Schwanger ist und mein Bruder und seine Frau wünschen sich noch einige Kinder, da sie selbst aus einer sehr großen Familie kommt.
Kurz vor Weihnachten war mir 2 Tage extrem schlecht und es hat sich angefühlt, wie die ersten Symptome bei der 2. Schwangerschaft und da hab ich mir gedacht, wieso könnt ich nicht einfach schwanger sein, dann wäre die Entscheidung klar und wir würden ein drittes Kind bekommen.
Diese kreisenden Gedanken machen mich mittlerweile schon innerlich total unrund deswegen hoffe ich hier auf einen Austausch und Erfahrungswerte, auch wenn ich weiß, dass mir/uns diese Entscheidung niemand abnehmen kann.

Argumente gegen ein 3. Kind:
- Angst vor einer Fehlgeburt: ich hatte zum Glück zwei schöne Schwangerschaften und Geburten und war auch gerne schwanger. Ich gehöre auch zu den gesegneten Frauen, denen bislang eine Fehlgeburt erspart geblieben ist und bin dafür jeden Tag dankbar. Bei Kind Nummer 2 stand eine zeitlang eine potentielle Diagnose im Raum, die sich zum Glück nicht bewahrheitet hat, aber oft kommt der Gedanke, ob ich nicht mit den zwei gesunden Kindern glücklich sein sollte und nicht das Glück herausfordern sollte.

- Wohnraum: aktuell haben wir 4 Zimmer, schauen aber schon länger nach einem Haus, weil wir ein Stück aus der Stadt raus wollen, wäre somit vermutlich ein eher leichteres Problem es zu lösen. in der Anfangszeit würde das Baby sowieso bei uns im Schlafzimmer schlafen.
- größeres Auto: mein Mann hat ein Firmenauto und ich hab ein kleines Privatauto, bei 3 Kindern brauchen wir aber ein Auto mit 5 Sitzen zwecks Isofix, in der Anschaffung teuer und da mein Mann so eines auch nicht als Firmenauto bekommen kann, müssten wir auch alle Privatfahrten, Urlaube dann in Zukunft mit dem Privatauto machen, nicht so wie jetzt mit dem Firmenauto. Aktuell nutzen wir das Privatauto nur getrennt, wenn wir unterschiedliche Dinge machen, ansonsten zusammen immer das Firmenauto.

- Allgemeine Kosten: höhere Kosten für Lebensmittel, Kleidung, Urlaube, Ausflüge etc, oft gibt es Familieangebote für 2 Erwachsene/2 Kinder aber wenig ist auf 3 Kinder ausgelegt. Wir haben beide aktuell gute Jobs, man weiß aber nie was kommt.

- Zeit: unsere Kinder besuchen teilweise am Nachmittag Kurse, zu denen sie gebracht/geholt werden muss bzw. mit dem 2. Kindern muss jemand vor Ort sein. Bei 3 Kindern ist es noch ein größerer Zeitaufwand jedem Kind gerecht zu werden und Nachmittagsaktivitäten mit der Arbeit zu verbinden. Zusätzlich bleibt bei 3 Kindern weniger Zeit für eigene Zeit mit z.B einem Elternteil

-Zeit für uns: aktuell können schon beide Kinder bei den Großeltern gemeinsam übernachten, sodass auch mal ein Abendessen für uns zu 2. möglich ist. 3 Kinder zu betreuen ist auch für älter werdende Großeltern eine enorme Herausforderung

-Geschwisterkonstellation: Unsere beiden Kinder spielen in den letzten Wochen viel gemeinsam, streiten natürlich auch, aber harmonieren sehr gut miteinander und lieben sich sehr. Ein drittes Kind könnte die Dynamik wieder verändern, dass ein Kind dann ausgeschlossen wird.

- wieder von vorne anfangen//Alltag: Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir mit den zwei mit 5 und 2 schon wieder sehr viele Dinge einfacher machen/unternehmen können als wenn ein kleines Baby dabei ist. Das zweite Kind ist sehr weit entwickelt, groß und mutig und macht fast alles was unser 1. Kind tut. Wir als Eltern können uns auch zwei Kinder sehr gut aufteilen, dass jeder mit einem Kind unterwegs ist, wenn z.B ein Kindergeburtstag oder eine Aktivität stattfindet, das nur für ein Kind gedacht ist. Bei 3 Kindern wird es dann wieder schwieriger bzw. für einen "mehr" zu tun. Auch die Vorstellung alleine mit 3 Kindern unterwegs zu sein stresst mich, vor allem solange dann ein Baby dabei ist. Jetzt habe ich immer eine Hand für ein Kind und trage das notwendigste im Rucksack.

Weltgeschehen/Zukunft: Sollte man in so eine Welt noch mehr Kinder setzen? Das ist auch eine Frage die sich mir stellt und auch ob sich unsere Kinder später noch ein gutes Leben leisten können. Finanziell geht es uns zum Glück nicht schlecht, aber zwei Kindern könnten wir natürlich ein besseres Startkapital ermöglich als wenn alles auf drei Kinder aufgeteilt wird.

Argumente für ein 3. Kind:
- Vergrößerung der Familie: da mein Mann ein Einzelkind ist und ich nur einen Bruder habe und wir auch keinen großes Freundeskreis haben, denk ich mir ob wir uns nicht selber eine größere Familie erschaffen sollen, damit auch die Kinder später untereinander sich und ihre eigenen Familien haben. Ich fühle mich oft ein wenig einsam, gerade wenn ich sehe, dass meine Schwägerin mit ihren Geschwistern,Nichten und Neffen so eine große Familie hat.

Geschwisterliebe: wenn ich die zwei jetzt beobachte wie lieb sie zueinander sind, ist es für mich auch vorstellbar, dass da noch jemand an ihrer Seite Platz hat, den/die sie genauso lieben werden.

weil mich der Gedanke nicht loslässt wäre ich mir so sicher, würde ich nicht ständig darüber nachdenken. oder kommt es doch nur davon weil es sich so Endgültig anfühlt jetzt kein Baby mehr zu haben?

Meine größte Angst, ist vermutlich die Angst vor einer falschen Entscheidung und dann etwas zu bereuen. Da mein Bruder und ich selbst einen größeren Abstand haben, der für mich in keiner guten Erinnerung ist, ist es für mich keine Option jetzt noch lange zu warten sondern die Entscheidung in Kürze zu treffen. Selbst, wenn es schnell funktionieren würde, wäre der Abstand wieder 3-4 Jahre.

Wer es bis hierhin geschafft hat, von Herzen vielen Dank für deine Zeit!

Ich freue mich auf eure Antworten.

Liebe Grüße!


Kommentare

  • Ich bin seit Mai 3fach Mama mit relativ kleinem Abstand. Die Großen sind aktuell fast 5 und 2,5. Ich denke mir soooo oft wie einfach es jetzt wäre, wenn wir nur zwei Kinder (oder nur eines) hätten 😅 Aber das liegt wohl auch daran, dass meine Kleinste momentan noch sehr viel Mama fordert und vor allem die Zeit mit meinem Großen nun spannender und auch einfacher wird bzw. insgesamt das Leben etwas einfacher wäre.

    Ich glaube, dass es zu deiner Frage keine richtige Antwort gibt. Das muss man einfach von Herzen aus wollen, weil betreffend Zeit, Geld und Co einfach sehr viel dagegen spricht. Ich finde wichtig, dass da beide Seiten, also auch dein Mann, voll hinter dieser Entscheidung stehen.

    Mit den Urlauben ist’s schwieriger (Doppelzimmer gibt’s tlw nur für 4 Personen) und ein Auto, in das ihr alle rein passt, müsste man sich anschaffen, wenn man nicht aufs Auto verzichten kann/will. Wir haben uns einen gebrauchten VW Touran gekauft, wo auch 3 Kindersitze rein passen. Das ist das schwierigste Problem bei der Autofrage. Also auch bei 5 Sitzen gehen sich auf der Rückbank oft keine drei Sitze aus. Wir haben auch nur drei Schlafzimmer, wovon eines aber momentan noch als Büro und Schrankraum genutzt wird. Mein Sohn geht aktuell einmal die Woche mit dem Papa Turnen. Die Mittlere macht noch nichts. Also das kann man schon auch umsetzen. Für alle drei Kinder wird’s natürlich dann komplizierter.

    Ich glaube aber, dass dein Wunsch sicher auch daher rührt, dass du mit dem Thema sonst abschließen wirst müssen. Die Vorstellung, nie wieder schwanger zu sein, macht mich auch traurig. ABER die Vorstellung, eine Familie von 4 Kindern unter einen Hut zu bekommen, ist für mich unvorstellbar 😅 Wir versuchen aktuell schon, so gut es geht zu überleben 😜 Bei mir spricht vor allem das Zeitthema gegen ein weiteres Kind. Ich möchte meinen Kindern auch jeweils Exklusivzeit anbieten können und je mehr ich mich teilen muss, umso schwieriger wird das natürlich.

    Ich bin mir sicher, dass ihr die für euch richtige Entscheidung treffen werdet! Und ja den Kindern, die noch sein hätten können, wird man wohl immer auch etwas hinterher trauern 🥲
  • Es gibt schon ein paar Threads zu dem Thema, schau mal in der Suchfunktion.

    Ob und wann es für euch passt könnt nur ihr entscheiden.
    Ich hatte schon ein Kind und wurde mit Zwillingen schwanger. Für uns stellte sich die Frage also nie. Ich kann nur sagen es lief trotzdem.
  • Ich bin 3-fach Mama
    2017, 2020, 2022
    Also relativ knackiger Abstand

    Größter Minus-Punkt der ersten 2,5 Jahre als 3-fach Mama, alle 3 hat (bei uns) NIEMAND genommen.
    Mein Mann und ich scherzen oft, dass unser letztes Date die Geburt vom jüngsten Kind 2022 war :D

    Auto haben wir damals als das 3. Kind unterwegs war einen Alhambra besorgt, der ist echt Gold wert :smile:
    Es geht aber inzwischen auch mit einem
    Großen Kombi, aber die ersten Jahre war er unverzichtbar.

    Noch ein Minus-Punkt (den du auvh ansprichst): Hobbies und Playdates der Kinder, egal wo eine meiner Großen hinmuss, die Kleine muss mit, und das sei Baby an.
    War ganz mini weniger tragisch weil sie
    Immer und überall geschlafen hat, dann mit fixen Mittagsschlafzeiten hat uns das aber den Tag zerlegt

    Urlaube: schwierig weil viele Hotels auf 4-Kopf-Familien ausgelegt ist, wir mögen Ferienwohnungrn sehr gern :)


    Und jtz zu den Pluspunkten bzw dem
    Wie man sich das Leben mit 3 Kindern leichter machen kann:

    -ich wollte immer schon 3, und egal wie zach es ist/war- die Vorteile den die Mädls haben weil sie sich haben ist so schön mitzuerleben.

    -wenn ich das damals-Baby einschläfern musste hat mir der Fernseher gute Dienste geleistet, da warn die damals 5 und 2 Jährige wie gefesselt und ich hatte 30min Zeit fürs Baby.

    - wenn ich mit der 5 und 3-Jährigen wo hin muss (zb Turnen) bleibt unsere fast 9-jährige oft mit Handy zu Hause, das erleichtert den Termin

    - wegen dem finanziellen: ich merk an den Ausgaben keinen großen Unterschied, ob 2 oder 3 Kinder. Was schon reinhaut war dir Tatsache, dass ich beim 3. Kind 3 Jahre in Karenz war, das musste umbedingt sein weil wir erst mit 3 einen KiGaPlatz hatten, und 3 Kinder so unterzubringen, dass ich noch 6-8h Dienst schaffe ist echt herausfordernd. Aber es geht.

    - und zu dem Minuspunkt, dass keiner alle 3 Kinder nimmt: seit dir Kleine 3 ist und der Umgang mit allen 3en leichter nehmen auch die Großeltern mal alle 3 für 3-4h. Aber damals im Jahr 2022/23 als die Mädls 1,3 und 6 waren hat sie echt KEINER genommen. Eine afreundin von mir hat auch 3, die Große ist 13, der 2. 11 und der Kleine 7. Die gehn inzwischen abends in der Umgebung essen und die Große ruft an wenn was ist.

    Vieles löst die Zeit, ich merks nach 3 Jahren 3-fach-Mama sein, sehr oft bin ich neidisch bei Freundinnen mit 2 Kindern, grad wenn ich allein mit den Mädls unterwegs bin, auch wenn mein Mann mit ist, oft ist ein Erwachsener zu wenig. Aber es geht alles, die Kinder achten aufeinander und auch auf mich. Ich sag ihnen seit Geburt an, dasa auf Ausflügen die ich mit ihnen alleine mache muss gefolgt werden muss, sonst schaff ich das nicht. 2 Hände, 3 Kinder- das geht allen ein.

    Ich denk zentrale Frage ist, wie weit ihr bereit seit zu verzichten.
    Wir haben lang über ein 4. Kind nachgedacht, mein Mann war dem gegenüber seeeeeeehr offen, die Entscheisung lag dann
    Aber an mir, ich wollte/konnte einfach nicht mehr verzichten.
    Ich konnte mir nicht mehr virstellen nochmal bei 0 anzufangen, nochmal meiner Arbeit den Rücken zu kehren, nochmal 2-3 Jahre so sehr eingenommen zu werden.

    Die Entscheidung, dass wir ein drittes Kind wollen war aber eine der besten unserew Lebens, trotz der Nachteile die man hat
  • Wir sind gerade genau in der gleichen Situation.
    Haben 2 Kinder (2019 und 2021). Ich wollte immer 3. Nach dem 2. Kind habe ich mir allerdings so schnell kein drittes mehr vorstellen können und alle Babysachen hergegeben.
    Jetzt ist der Wunsch nach einem dritten Kind aber wieder da, auch mein Partner ist dem gegenüber offen.
    Ich bin ein absoluter Kopfmensch. Der Kopf sagt definitiv nein, vor allem aus finanziellen Gründen. Wobei es mir da vor allem um die Karenzzeit geht, weil ich vermutlich mind. 2-3 Jahre daheim bleiben müsste wegen fehlender Kinderbetreuung bei uns im Ort.
    Wir überlegen da also schon seit ca. einem dreiviertel Jahr.

    Mein Bauch/Herz sagt aber ja. Langsam schaffe ich es, auf mein Bauchgefühl zu hören und hab mir jetzt einmal einen Termin zum Entfernen der Spirale ausgemacht. Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber zumindest einmal ein Schritt in eine Richtung. 😅🙈

    Ich weiß aber definitiv, dass, sollten wir noch ein 3. Kind bekommen, es das letzte sein wird.
  • Ich kanns aus der Sicht erzählen das ich 2 größere Kinder habe 9 & 11 Jahre und im Oktober kam die kleine auf die Welt. Ist jetzt irgendwie wie ein Einzelkind, der Abstand is super und wirklich praktisch, die großen verstehen alles und helfen mit und die Kleine hat die volle Aufmerksamkeit von allen.

    Wir haben einen Ford Tranist Bus und einen Seat Leon Kombi und der Platz reicht bei beiden für die 3 Kids und auch noch 2 Hunde.

    Aber ich denke 3 Kinder mit kürzerem Abstand ist sicher eine Mega Herausforderung, natürlich schaffbar aber ich denke man muss sicher in Gänze auf sich selbst verzichten.

    Urlaub etc. kann ich noch nicht viel berichten da wir noch nicht weg waren alle zusammen. Aber an darf auch bei den Ausflügen die Kosten nicht vergessen. Waren letztens Therme und mit Versorgung und allem sind da gleich mal 200€ weg.
  • Bei uns ist es ähnlich wie bei @MrsBatman. Ich hab einen 8 jährigen in die Ehe gebracht und mein Mann einen 13 jährigen, der jedes Wochenende bei uns ist. Im März kommt unser gemeinsames Baby. Wir haben auch lange gesagt wir sind mit der Familienplanung fertig. Aaaber wir wollten dann nach ca 2 Jahren doch noch ein drittes.

    Finanziell ist es bei uns so dass ich deutlich besser verdiene als mein Mann und auch in einer Führungsposition bin. Weshalb ich auch, wenn das Baby ca 6 Monate alt ist wieder geringfügig in meinen Job zurückkehre (allerdings nur im Homeoffice). Aber aus dem einfachen Grund weil mir das Geld sehr wichtig ist. Ich werde dann auch nach 1 Jahr wieder in Teilzeit zurückkehren.

    Unser Haus wäre sicher irgendwie für drei Kids auch machbar aber es wäre für alle eine Einschränkung. Da haben wir gesagt dass wir schauen wie sich der Immobilienmarkt entwickelt und ggf. vergrößern wir uns irgendwann. Ansonsten müssen da halt Abstriche gemacht werden.

    Da unsere Kinder schon groß und unabhängig sind ist es natürlich leichter im Alltag aber ich mach mir da schon auch Gedanken wie das alles mit einem Baby vereinbar ist aber ganz ehrlich irgendwie geht es doch immer und ich weis für unsere Jungs wird so ein Baby eine wahnsinnige Bereicherung.

    Drum kann ich nur sagen: ich verstehe alle Bedenken glaub aber auch wenn man sich noch ein Kind wünscht dann ist da schon die Entscheidung gefallen, der Rest ergibt sich irgendwie und anstrengend ist es immer, egal wie groß der Unterschied ist.
  • @sabsie4517 , @sunha13 , @kuximuxi , @MrsBatman , @zuckerpuppe , @Nasty

    danke für eure Zeit und eure Antworten dazu.


    Mich macht es wirklich wahnsinnig, dass ich mir mittlerweile täglich solche Gedanken mache. Dann gibts stressige Situationen wo ich in dem Moment mit zwei schon nervlich am Limit bin und ich denk mir um Gottes Willen, zwei reichen und dann überleg ich gedanklich wie ich eine Schwangerschaft in der Familie verkünden könnte - also komplett das Gegenteil.

    Ich werde in den nächsten Tagen auch nochmal das Gespräch mit meinem Mann suchen, damit wir da mal ganz ernst und nicht nur nebenbei darüber sprechen. Ich hab ihn vor ein paar Tagen gefragt ob er sich als Familie komplett fühlt und er meinte ja eigentlich schon aber hatte auch erst 2 Tage davor im Auto den Gedanken, was wäre wenn da jetzt drei Kinder auf der Rückbank sitzen würden.

    Ich bin leider jemand, der sich mit Entscheidungen allgemein schwer tut und immer davor Angst hat, sich falsch entschieden zu haben, weil ich eben sehr viel nachdenke. Deswegen vermutlich auch der heimliche Wunsch ungeplant schwanger zu werden, weil dann wärs entschieden.

    Wir haben aktuell ja ein Geschwisterpärchen, Kind 1 ein Mädchen, Kind 2 der kleine Bruder. Die Große ist wirklich wahnsinnig stolz und kümmert sich liebevoll um den Kleinen, ich mache mir auch Gedanken, wie sich die Geschwisterdynamik mit drei verändern würde.

    Welche Erfahrungen habt ihr da gemacht? @zuckerpuppe @sabsie4517 ? Gerne auch per PN :smile:
  • kuximuxi schrieb: »
    Wir sind gerade genau in der gleichen Situation.
    Haben 2 Kinder (2019 und 2021). Ich wollte immer 3. Nach dem 2. Kind habe ich mir allerdings so schnell kein drittes mehr vorstellen können und alle Babysachen hergegeben.
    Jetzt ist der Wunsch nach einem dritten Kind aber wieder da, auch mein Partner ist dem gegenüber offen.
    Ich bin ein absoluter Kopfmensch. Der Kopf sagt definitiv nein, vor allem aus finanziellen Gründen. Wobei es mir da vor allem um die Karenzzeit geht, weil ich vermutlich mind. 2-3 Jahre daheim bleiben müsste wegen fehlender Kinderbetreuung bei uns im Ort.
    Wir überlegen da also schon seit ca. einem dreiviertel Jahr.

    Mein Bauch/Herz sagt aber ja. Langsam schaffe ich es, auf mein Bauchgefühl zu hören und hab mir jetzt einmal einen Termin zum Entfernen der Spirale ausgemacht. Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber zumindest einmal ein Schritt in eine Richtung. 😅🙈

    Ich weiß aber definitiv, dass, sollten wir noch ein 3. Kind bekommen, es das letzte sein wird.

    @kuximuxi ich bin tatsächlich auch sehr überrascht, dass der Gedanke plötzlich so stark aufkommt und versuche auch herauszufinden woher das kommt, also ob es wirklich ist weil ich mir das wünsche oder eher aus der Perspektiver heraus, dass ich weiß, dass in meinem Umfeld noch weitere Kinder auf die Welt kommen werden (Freundeskreis, mein eigener Bruder etc.)

    Ich habe auch noch eine Kupferspirale und habe schon darüber nachgedacht einen Termin beim Gynäkologen auszumachen, lustigerweise war ich erst Anfang Dezember dort zur jährlichen Kontrolle....wenn möchte ich mir eben auch nicht mehr allzulange Zeit lassen, weil ich keinen zu großen Abstand haben möchte, damit das dritte Kind eben kein Nachzügler wird sondern recht rasch im Gefüge mit den Geschwistern dabei sein kann. Ich merk das sehr stark aktuell beim Kleinen, der jetzt mit 26 Monaten schon super gemeinsam mit der großen Schwester Duplo oder mit Schleich Tieren gemeinsam spielt und wir Eltern plötzlich uninteressant sind für eine gewisse Zeit. Ich glaub auch, dass es mir mit noch längerer Pause schwer fallen würde, wieder von vorne anzufangen weil wir doch jetzt schon eine gewisse Freiheit zurückgewonnen haben etwas zu unternehmen als Paar.
    summerbreeze1
  • Ich verstehe eure Gedanken, weil ich sie selbst auch kenne. Letztendlich muss man das wirklich selbst entscheiden und es kann einem da auch keine Liste und irgendwas rationales helfen - wenn der Wunsch da ist, dann ist er eben da.
    Ich denke aber auch dass wir Menschen einfach evolutionär Hormongesteuert sind 😂

    Ich für mich bin echt oft am Rande der Verzweiflung mit meinen beiden, die sind aber auch erst 1,5 und 3 und haben nur 18 Monate Abstand. Und dann kommt mein Alter dazu... Ich denke wenn ich wieder Kraft habe für ein Kind bin ich dann über 40.

    Und eben wie schon oft gesagt wurde - irgendwann beginnt auch wieder das ruhige leben, wo man coole Sachen mit den Kindern machen kann. Kino, Skifahren, reisen ohne 20 Kilo Windel und pre Nahrungsgepäck, Tage die nicht von Schläfchen zerfressen sind... Also wie man sieht, mein Tenor (auch wenn meine Hormone manchmal auch noch kicken) ist auf "zurück ins Leben". Noch dazu bin ich viel mit den Kindern alleine und da sind für eine Person allein 3 Kinder auch wirklich sehr anstrengend. Ist schon mit zwei fordernd.
  • @sunshine93 Ich habe einen großen Buben und dann ein Mädchen bekommen. Die Beiden hatten aber nur 2 Jahre und 4 Monate Abstand. Mein Großer hat sich mit der kleinen Schwester eher schwer getan, vor allem wenn sie mit seinen Sachen spielen wollte. Also so wirklich liebevolles Umsorgen gab es bei uns daher nie 😅Ich habe aber gemerkt, dass er mit der Kleinsten jetzt dafür fürsorglicher umgeht. Abstand von Kind 1 zu Kind 3 sind 4 Jahre und 3 Monate. Die Mittlere ist schon lieb zu ihrer Schwester und lacht/plaudert auch viel mit ihr. Aber die Dynamik zwischen Kind 1 und 2 hat sich bei uns nach Kind 3 nicht grundlegend verändert.
  • Meine Schwiegermutter schwört auf eine gerade Zahl an Kindern. Sie hat 4. Aber mein Mann der einzige Sohn hatte es schon manchmal schwer mit den 3 Mädels.

    Meine Schwester bekommt in ein paar Wochen Kind Nr 3. 1 ist ein Bub, 2 ein Mädel und jetzt kommt wieder ein Bub.
    Mal sehen wie es später läuft.

    Meine Kinder verstehen sich nicht wirklich. Nicht mal die Zwillinge. Ich finde es fehlt oft ein 3. Erwachsener, weil sie ganz unterschiedliche Interessen und wünschen haben. Andererseits will ich natürlich keinen hergeben und bin froh, dass mir die Entscheidung ob 2 oder 3 abgenommen wurde.
  • sabsie4517 schrieb: »
    @sunshine93 Ich habe einen großen Buben und dann ein Mädchen bekommen. Die Beiden hatten aber nur 2 Jahre und 4 Monate Abstand. Mein Großer hat sich mit der kleinen Schwester eher schwer getan, vor allem wenn sie mit seinen Sachen spielen wollte. Also so wirklich liebevolles Umsorgen gab es bei uns daher nie 😅Ich habe aber gemerkt, dass er mit der Kleinsten jetzt dafür fürsorglicher umgeht. Abstand von Kind 1 zu Kind 3 sind 4 Jahre und 3 Monate. Die Mittlere ist schon lieb zu ihrer Schwester und lacht/plaudert auch viel mit ihr. Aber die Dynamik zwischen Kind 1 und 2 hat sich bei uns nach Kind 3 nicht grundlegend verändert.

    @sabsie4517 ah okay, das war bei uns das komplette Gegenteil, die große Schwester wollte alles machen und wir haben sie auch bestmöglich versucht einzubinden, damit keine Eifersucht aufkommen kann (da bin ich selbst ein gebranntes Kind von meiner Kindheit). Bei uns wäre ja mindestens der gleiche Abstand. Zwischen Kind 1 und 2 liegen 3 Jahre 1 Monat und das wäre wenn es frühestmöglich jetzt klappt wieder der Abstand, also wäre die Große dann schon 6. Der Vorteil ist, dass sie als Herbst noch ein Jahr länger hat bis zur Schule, dann wären nicht zwei Umstellungen auf einmal und man könnte sich mit den 3 Kindern einspielen bevor die Schule los geht.

    Ich ertappe mich immer wieder, dass ich sie beobachte und mir denke, wir sind doch komplett, zwei Eltern, ein Mädchen, ein Bub was will man mehr. und dann stell ich mir plötzlich vor, dass da noch jemand dabei sitzt, wie das dann wäre.

    Heute hatten sie beide sehr viele überdrehte Momente und waren so im Tunnel, weil sie sich gegenseitig angestachelt haben und nur noch gelacht und Blödsinn gemacht, da hab ich mir dann schon auch gedacht, wie meine Nerven das mit 3 hinbekommen sollen, aber das hab ich mir damals auch von 1 auf 2 gedacht.
  • sunshine93sunshine93

    1,015

    bearbeitet 6. Januar, 20:05
    doppelt
  • @sunshine93 Ich glaube, dass Mädels da tendenziell auch einfach etwas fürsorglicher/lieber sind. Wenn ich mit Baby in den Kindergarten komme, stehen reihenweise die Mädels um uns, um das Baby zu streicheln. Zudem war mein Sohn ja doch noch recht klein. Jetzt mit fast 5 geht er natürlich auch ganz anders mit dem Baby um als vor 2 Jahren. Er wurde auch immer eingebunden und hat Exklusivzeit erhalten. Aber klar mit drei Kindern wird’s noch schwieriger, sich aufzuteilen und jedem Kind gerecht zu werden.

    Ich tue mir am schwersten mit den Zeiten, wo ich ganz alleine mit allein drei daheim bin. Also wenn die Großen was wollen/brauchen und gleichzeitig das Baby weint. Wenn ich jetzt im Winter zB alle drei warm anziehen muss und die Kleinste aber nicht abgelegt werden will. Oder wenn das Baby auf mir eingeschlafen ist und die Großen dann was brauchen (wie Snacks, neue Windel oder Hilfe am WC). Aber das wird mit der Zeit auch besser.
  • sunshine93sunshine93

    1,015

    bearbeitet 6. Januar, 22:40
    sabsie4517 schrieb: »
    @sunshine93 Ich glaube, dass Mädels da tendenziell auch einfach etwas fürsorglicher/lieber sind. Wenn ich mit Baby in den Kindergarten komme, stehen reihenweise die Mädels um uns, um das Baby zu streicheln. Zudem war mein Sohn ja doch noch recht klein. Jetzt mit fast 5 geht er natürlich auch ganz anders mit dem Baby um als vor 2 Jahren. Er wurde auch immer eingebunden und hat Exklusivzeit erhalten. Aber klar mit drei Kindern wird’s noch schwieriger, sich aufzuteilen und jedem Kind gerecht zu werden.

    Ich tue mir am schwersten mit den Zeiten, wo ich ganz alleine mit allein drei daheim bin. Also wenn die Großen was wollen/brauchen und gleichzeitig das Baby weint. Wenn ich jetzt im Winter zB alle drei warm anziehen muss und die Kleinste aber nicht abgelegt werden will. Oder wenn das Baby auf mir eingeschlafen ist und die Großen dann was brauchen (wie Snacks, neue Windel oder Hilfe am WC). Aber das wird mit der Zeit auch besser.

    @sabsie4517 ich denke auch, dass die ersten 1-2 Jahre die härtesten sein würden, dann wären die Großen schon 8 und 5, dann relativieren sich vermutlich auch einige Punkte die gegen Nummer 3 sprechen. Man denkt halt immer an das schlimmste Szenario, ach ich fühl mich so unsicher :neutral:

    achja unternehmt ihr viel mit anderen Kindern/Familien? das ist auch noch so ein Punkt wo ich mir denk mit zwei Kindern ist es leichter andere Familien mit 2 Kindern zu treffen, als wenn ich dann mit 3 Kindern anrücken muss. im engeren Kreis haben wir niemanden mit mehr als 2 Kindern.
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