Hallo ihr Lieben,
vorab möchte ich mich bei allen bedanken, die sich Zeit nehmen alles zu lesen, da ich ausführlich alle meine Gedanken zu dem Thema auch für mich niederschreibe.
Mein Mann und ich sind Eltern von 2 Kindern (geb. Herbst 2020/2023). In meiner/unserer Vorstellung waren es immer zwei Kinder, ich habe selbst einen jüngeren Bruder, mein Mann ist ein Einzelkind.
Wie unser zweites Kind auf die Welt kam, war so der leise Gedanke da, dass ich niemanden versprechen würde, dass ich nicht vielleicht doch noch das Verlangen nach einem weiteren bekommen könnte, auf der anderen Seite habe ich einiges auf Willhaben verkauft und das Thema war nie wirklich präsent, mein Mann war bislang sowieso sehr dagegen.
In den letzten Wochen, jetzt wo unser 2. Kind auch in den Kindergarten geht und ein Alltag als Familie eingetreten ist, meldet sich in mir immer öfter der Gedanke/Wunsch über ein weiteres Kind nachzudenken und auch mein Mann wird immer offener dafür, je öfter ich meine Gedanken mit ihm teile.
Grundsätzlich sprechen vermutlich 95% der Argumente gegen ein drittes Kind, wenn ich darüber nachdenke, lande ich oft bei Nein, lassen wir es so wie es ist und dann wieder die Vorstellung bald doch noch ein Baby zu haben. Vor allem wenn ich im Umfeld etwas über Schwangerschaft/Baby mitbekomme, werde ich wehmütig, ich habe gerade eine Freundin die Schwanger ist und mein Bruder und seine Frau wünschen sich noch einige Kinder, da sie selbst aus einer sehr großen Familie kommt.
Kurz vor Weihnachten war mir 2 Tage extrem schlecht und es hat sich angefühlt, wie die ersten Symptome bei der 2. Schwangerschaft und da hab ich mir gedacht, wieso könnt ich nicht einfach schwanger sein, dann wäre die Entscheidung klar und wir würden ein drittes Kind bekommen.
Diese kreisenden Gedanken machen mich mittlerweile schon innerlich total unrund deswegen hoffe ich hier auf einen Austausch und Erfahrungswerte, auch wenn ich weiß, dass mir/uns diese Entscheidung niemand abnehmen kann.
Argumente gegen ein 3. Kind:
- Angst vor einer Fehlgeburt: ich hatte zum Glück zwei schöne Schwangerschaften und Geburten und war auch gerne schwanger. Ich gehöre auch zu den gesegneten Frauen, denen bislang eine Fehlgeburt erspart geblieben ist und bin dafür jeden Tag dankbar. Bei Kind Nummer 2 stand eine zeitlang eine potentielle Diagnose im Raum, die sich zum Glück nicht bewahrheitet hat, aber oft kommt der Gedanke, ob ich nicht mit den zwei gesunden Kindern glücklich sein sollte und nicht das Glück herausfordern sollte.
- Wohnraum: aktuell haben wir 4 Zimmer, schauen aber schon länger nach einem Haus, weil wir ein Stück aus der Stadt raus wollen, wäre somit vermutlich ein eher leichteres Problem es zu lösen. in der Anfangszeit würde das Baby sowieso bei uns im Schlafzimmer schlafen.
- größeres Auto: mein Mann hat ein Firmenauto und ich hab ein kleines Privatauto, bei 3 Kindern brauchen wir aber ein Auto mit 5 Sitzen zwecks Isofix, in der Anschaffung teuer und da mein Mann so eines auch nicht als Firmenauto bekommen kann, müssten wir auch alle Privatfahrten, Urlaube dann in Zukunft mit dem Privatauto machen, nicht so wie jetzt mit dem Firmenauto. Aktuell nutzen wir das Privatauto nur getrennt, wenn wir unterschiedliche Dinge machen, ansonsten zusammen immer das Firmenauto.
- Allgemeine Kosten: höhere Kosten für Lebensmittel, Kleidung, Urlaube, Ausflüge etc, oft gibt es Familieangebote für 2 Erwachsene/2 Kinder aber wenig ist auf 3 Kinder ausgelegt. Wir haben beide aktuell gute Jobs, man weiß aber nie was kommt.
- Zeit: unsere Kinder besuchen teilweise am Nachmittag Kurse, zu denen sie gebracht/geholt werden muss bzw. mit dem 2. Kindern muss jemand vor Ort sein. Bei 3 Kindern ist es noch ein größerer Zeitaufwand jedem Kind gerecht zu werden und Nachmittagsaktivitäten mit der Arbeit zu verbinden. Zusätzlich bleibt bei 3 Kindern weniger Zeit für eigene Zeit mit z.B einem Elternteil
-Zeit für uns: aktuell können schon beide Kinder bei den Großeltern gemeinsam übernachten, sodass auch mal ein Abendessen für uns zu 2. möglich ist. 3 Kinder zu betreuen ist auch für älter werdende Großeltern eine enorme Herausforderung
-Geschwisterkonstellation: Unsere beiden Kinder spielen in den letzten Wochen viel gemeinsam, streiten natürlich auch, aber harmonieren sehr gut miteinander und lieben sich sehr. Ein drittes Kind könnte die Dynamik wieder verändern, dass ein Kind dann ausgeschlossen wird.
- wieder von vorne anfangen//Alltag: Wir sind jetzt an einem Punkt, wo wir mit den zwei mit 5 und 2 schon wieder sehr viele Dinge einfacher machen/unternehmen können als wenn ein kleines Baby dabei ist. Das zweite Kind ist sehr weit entwickelt, groß und mutig und macht fast alles was unser 1. Kind tut. Wir als Eltern können uns auch zwei Kinder sehr gut aufteilen, dass jeder mit einem Kind unterwegs ist, wenn z.B ein Kindergeburtstag oder eine Aktivität stattfindet, das nur für ein Kind gedacht ist. Bei 3 Kindern wird es dann wieder schwieriger bzw. für einen "mehr" zu tun. Auch die Vorstellung alleine mit 3 Kindern unterwegs zu sein stresst mich, vor allem solange dann ein Baby dabei ist. Jetzt habe ich immer eine Hand für ein Kind und trage das notwendigste im Rucksack.
Weltgeschehen/Zukunft: Sollte man in so eine Welt noch mehr Kinder setzen? Das ist auch eine Frage die sich mir stellt und auch ob sich unsere Kinder später noch ein gutes Leben leisten können. Finanziell geht es uns zum Glück nicht schlecht, aber zwei Kindern könnten wir natürlich ein besseres Startkapital ermöglich als wenn alles auf drei Kinder aufgeteilt wird.
Argumente für ein 3. Kind:
- Vergrößerung der Familie: da mein Mann ein Einzelkind ist und ich nur einen Bruder habe und wir auch keinen großes Freundeskreis haben, denk ich mir ob wir uns nicht selber eine größere Familie erschaffen sollen, damit auch die Kinder später untereinander sich und ihre eigenen Familien haben. Ich fühle mich oft ein wenig einsam, gerade wenn ich sehe, dass meine Schwägerin mit ihren Geschwistern,Nichten und Neffen so eine große Familie hat.
Geschwisterliebe: wenn ich die zwei jetzt beobachte wie lieb sie zueinander sind, ist es für mich auch vorstellbar, dass da noch jemand an ihrer Seite Platz hat, den/die sie genauso lieben werden.
weil mich der Gedanke nicht loslässt wäre ich mir so sicher, würde ich nicht ständig darüber nachdenken. oder kommt es doch nur davon weil es sich so Endgültig anfühlt jetzt kein Baby mehr zu haben?
Meine größte Angst, ist vermutlich die Angst vor einer falschen Entscheidung und dann etwas zu bereuen. Da mein Bruder und ich selbst einen größeren Abstand haben, der für mich in keiner guten Erinnerung ist, ist es für mich keine Option jetzt noch lange zu warten sondern die Entscheidung in Kürze zu treffen. Selbst, wenn es schnell funktionieren würde, wäre der Abstand wieder 3-4 Jahre.
Wer es bis hierhin geschafft hat, von Herzen vielen Dank für deine Zeit!
Ich freue mich auf eure Antworten.
Liebe Grüße!
Kommentare
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Ich glaube, dass es zu deiner Frage keine richtige Antwort gibt. Das muss man einfach von Herzen aus wollen, weil betreffend Zeit, Geld und Co einfach sehr viel dagegen spricht. Ich finde wichtig, dass da beide Seiten, also auch dein Mann, voll hinter dieser Entscheidung stehen.
Mit den Urlauben ist’s schwieriger (Doppelzimmer gibt’s tlw nur für 4 Personen) und ein Auto, in das ihr alle rein passt, müsste man sich anschaffen, wenn man nicht aufs Auto verzichten kann/will. Wir haben uns einen gebrauchten VW Touran gekauft, wo auch 3 Kindersitze rein passen. Das ist das schwierigste Problem bei der Autofrage. Also auch bei 5 Sitzen gehen sich auf der Rückbank oft keine drei Sitze aus. Wir haben auch nur drei Schlafzimmer, wovon eines aber momentan noch als Büro und Schrankraum genutzt wird. Mein Sohn geht aktuell einmal die Woche mit dem Papa Turnen. Die Mittlere macht noch nichts. Also das kann man schon auch umsetzen. Für alle drei Kinder wird’s natürlich dann komplizierter.
Ich glaube aber, dass dein Wunsch sicher auch daher rührt, dass du mit dem Thema sonst abschließen wirst müssen. Die Vorstellung, nie wieder schwanger zu sein, macht mich auch traurig. ABER die Vorstellung, eine Familie von 4 Kindern unter einen Hut zu bekommen, ist für mich unvorstellbar 😅 Wir versuchen aktuell schon, so gut es geht zu überleben 😜 Bei mir spricht vor allem das Zeitthema gegen ein weiteres Kind. Ich möchte meinen Kindern auch jeweils Exklusivzeit anbieten können und je mehr ich mich teilen muss, umso schwieriger wird das natürlich.
Ich bin mir sicher, dass ihr die für euch richtige Entscheidung treffen werdet! Und ja den Kindern, die noch sein hätten können, wird man wohl immer auch etwas hinterher trauern 🥲
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Ob und wann es für euch passt könnt nur ihr entscheiden.
Ich hatte schon ein Kind und wurde mit Zwillingen schwanger. Für uns stellte sich die Frage also nie. Ich kann nur sagen es lief trotzdem.
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2017, 2020, 2022
Also relativ knackiger Abstand
Größter Minus-Punkt der ersten 2,5 Jahre als 3-fach Mama, alle 3 hat (bei uns) NIEMAND genommen.
Mein Mann und ich scherzen oft, dass unser letztes Date die Geburt vom jüngsten Kind 2022 war
Auto haben wir damals als das 3. Kind unterwegs war einen Alhambra besorgt, der ist echt Gold wert
Es geht aber inzwischen auch mit einem
Großen Kombi, aber die ersten Jahre war er unverzichtbar.
Noch ein Minus-Punkt (den du auvh ansprichst): Hobbies und Playdates der Kinder, egal wo eine meiner Großen hinmuss, die Kleine muss mit, und das sei Baby an.
War ganz mini weniger tragisch weil sie
Immer und überall geschlafen hat, dann mit fixen Mittagsschlafzeiten hat uns das aber den Tag zerlegt
Urlaube: schwierig weil viele Hotels auf 4-Kopf-Familien ausgelegt ist, wir mögen Ferienwohnungrn sehr gern
Und jtz zu den Pluspunkten bzw dem
Wie man sich das Leben mit 3 Kindern leichter machen kann:
-ich wollte immer schon 3, und egal wie zach es ist/war- die Vorteile den die Mädls haben weil sie sich haben ist so schön mitzuerleben.
-wenn ich das damals-Baby einschläfern musste hat mir der Fernseher gute Dienste geleistet, da warn die damals 5 und 2 Jährige wie gefesselt und ich hatte 30min Zeit fürs Baby.
- wenn ich mit der 5 und 3-Jährigen wo hin muss (zb Turnen) bleibt unsere fast 9-jährige oft mit Handy zu Hause, das erleichtert den Termin
- wegen dem finanziellen: ich merk an den Ausgaben keinen großen Unterschied, ob 2 oder 3 Kinder. Was schon reinhaut war dir Tatsache, dass ich beim 3. Kind 3 Jahre in Karenz war, das musste umbedingt sein weil wir erst mit 3 einen KiGaPlatz hatten, und 3 Kinder so unterzubringen, dass ich noch 6-8h Dienst schaffe ist echt herausfordernd. Aber es geht.
- und zu dem Minuspunkt, dass keiner alle 3 Kinder nimmt: seit dir Kleine 3 ist und der Umgang mit allen 3en leichter nehmen auch die Großeltern mal alle 3 für 3-4h. Aber damals im Jahr 2022/23 als die Mädls 1,3 und 6 waren hat sie echt KEINER genommen. Eine afreundin von mir hat auch 3, die Große ist 13, der 2. 11 und der Kleine 7. Die gehn inzwischen abends in der Umgebung essen und die Große ruft an wenn was ist.
Vieles löst die Zeit, ich merks nach 3 Jahren 3-fach-Mama sein, sehr oft bin ich neidisch bei Freundinnen mit 2 Kindern, grad wenn ich allein mit den Mädls unterwegs bin, auch wenn mein Mann mit ist, oft ist ein Erwachsener zu wenig. Aber es geht alles, die Kinder achten aufeinander und auch auf mich. Ich sag ihnen seit Geburt an, dasa auf Ausflügen die ich mit ihnen alleine mache muss gefolgt werden muss, sonst schaff ich das nicht. 2 Hände, 3 Kinder- das geht allen ein.
Ich denk zentrale Frage ist, wie weit ihr bereit seit zu verzichten.
Wir haben lang über ein 4. Kind nachgedacht, mein Mann war dem gegenüber seeeeeeehr offen, die Entscheisung lag dann
Aber an mir, ich wollte/konnte einfach nicht mehr verzichten.
Ich konnte mir nicht mehr virstellen nochmal bei 0 anzufangen, nochmal meiner Arbeit den Rücken zu kehren, nochmal 2-3 Jahre so sehr eingenommen zu werden.
Die Entscheidung, dass wir ein drittes Kind wollen war aber eine der besten unserew Lebens, trotz der Nachteile die man hat
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Haben 2 Kinder (2019 und 2021). Ich wollte immer 3. Nach dem 2. Kind habe ich mir allerdings so schnell kein drittes mehr vorstellen können und alle Babysachen hergegeben.
Jetzt ist der Wunsch nach einem dritten Kind aber wieder da, auch mein Partner ist dem gegenüber offen.
Ich bin ein absoluter Kopfmensch. Der Kopf sagt definitiv nein, vor allem aus finanziellen Gründen. Wobei es mir da vor allem um die Karenzzeit geht, weil ich vermutlich mind. 2-3 Jahre daheim bleiben müsste wegen fehlender Kinderbetreuung bei uns im Ort.
Wir überlegen da also schon seit ca. einem dreiviertel Jahr.
Mein Bauch/Herz sagt aber ja. Langsam schaffe ich es, auf mein Bauchgefühl zu hören und hab mir jetzt einmal einen Termin zum Entfernen der Spirale ausgemacht. Die endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber zumindest einmal ein Schritt in eine Richtung. 😅🙈
Ich weiß aber definitiv, dass, sollten wir noch ein 3. Kind bekommen, es das letzte sein wird.
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Wir haben einen Ford Tranist Bus und einen Seat Leon Kombi und der Platz reicht bei beiden für die 3 Kids und auch noch 2 Hunde.
Aber ich denke 3 Kinder mit kürzerem Abstand ist sicher eine Mega Herausforderung, natürlich schaffbar aber ich denke man muss sicher in Gänze auf sich selbst verzichten.
Urlaub etc. kann ich noch nicht viel berichten da wir noch nicht weg waren alle zusammen. Aber an darf auch bei den Ausflügen die Kosten nicht vergessen. Waren letztens Therme und mit Versorgung und allem sind da gleich mal 200€ weg.
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Finanziell ist es bei uns so dass ich deutlich besser verdiene als mein Mann und auch in einer Führungsposition bin. Weshalb ich auch, wenn das Baby ca 6 Monate alt ist wieder geringfügig in meinen Job zurückkehre (allerdings nur im Homeoffice). Aber aus dem einfachen Grund weil mir das Geld sehr wichtig ist. Ich werde dann auch nach 1 Jahr wieder in Teilzeit zurückkehren.
Unser Haus wäre sicher irgendwie für drei Kids auch machbar aber es wäre für alle eine Einschränkung. Da haben wir gesagt dass wir schauen wie sich der Immobilienmarkt entwickelt und ggf. vergrößern wir uns irgendwann. Ansonsten müssen da halt Abstriche gemacht werden.
Da unsere Kinder schon groß und unabhängig sind ist es natürlich leichter im Alltag aber ich mach mir da schon auch Gedanken wie das alles mit einem Baby vereinbar ist aber ganz ehrlich irgendwie geht es doch immer und ich weis für unsere Jungs wird so ein Baby eine wahnsinnige Bereicherung.
Drum kann ich nur sagen: ich verstehe alle Bedenken glaub aber auch wenn man sich noch ein Kind wünscht dann ist da schon die Entscheidung gefallen, der Rest ergibt sich irgendwie und anstrengend ist es immer, egal wie groß der Unterschied ist.