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Kommentare
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Aber dann ist es ja nicht nur ein Definitionsproblem in diesem Thread, sondern ein generelles Definitionsproblem. Die Einkommenspanne von 1500 bis 3300 Euro ist schon relativ weit und es geht dabei ja nur um das Einkommen und nicht um sonstige Zuwendungen/vorzeitiges Erbe/andere Sachen oder ob ich vielleicht das Glück hatte eine billige Miete von den Großeltern zu übernehmen (ich kenn da zwar nur Einzelfälle wo das heute noch so ist, aber geben tut des das ja auch!)
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Und es wird schwer sein auf eine einheitliche Meinung zu kommen, denn nicht mal bei der medizinischen Versorgung oder den Lebensmitteln ist man sich einig.
Ich finde auch, dass diese threads immer in sehr merkwürdige Richtungen abdriften, wo die besser verdienenden sich am Ende rechtfertigen müssen, dass ja alles was sie tun und haben Luxus ist und sogar zu diskutieren begonnen wird über die Verantwortung die sie haben, nur weil sie mehr Geld haben bzw. wie sie es ausgeben sollten. Ganz schräg.
Wenn 2 Menschen berufstätig sind dann sollte ein schönes Zuhause, ausreichende und gesunde Nahrung sowie medizinische Versorgung und kulturelle Teilhabe auf jeden Fall drin sein, und nicht als unnötiger Luxus abgetan werden.
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Was mich jedoch etwas triggert ist eine Aussage von @melly210 - sinngemäß um gut verdienen zu können muss man leisten und dein Sohn will von sich aus schon auf das Gymnasium. Es tut mir leid aber für mich persönlich nehme ich es so wahr, das nur Menschen etwas leisten können,deren Bildung Minimum Matura ist….
Jedoch kann ich behaupten, dass der bekannte Handwerker in @mydreamcametrue in Teilzeit vielleicht mehr verdient als so manch anderer im zb IT oder Science Bereich der studiert hat.
Ich glaube die Ahnung wie viel Verdienstmöglichkeiten mittlerweile im Handwerk drin sind, ist hier nicht ganz klar. Ebenso im Agrarbereich. Ich glaube so manch „einfacher Bauer“ lacht den studierten Sozioökonom aus am Ende des Monats (das nur als subtiles Beispiel).
Mich ärgert es einfach nur immer wieder, wenn ich sowas herauslese das man nur gut leben kann mit Studium etc.
Sollte das von @melly210 nicht so gemeint gewesen sein, sorry dann war es meine Fehlinterpretation.
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Ich sehe grade, dass das an mich gerichtet war.
Ich bin null demütig, weil ich viel verdiene.
Das kommt ja auch nicht aus dem Nichts.
Ich hab jahrelang hart gearbeitet, um das zu haben, was ich jetzt habe.
Ich weiß durchaus, was Verzicht heißt.
Ich sehe mich auch absolut nicht in der Verantwortung für irgendetwas.
Die Forderung finde ich auch irgendwie seltsam.
Und betr. der medizinischen Versorgung ein letzter Satz:
Ich empfinde es als Luxus und das ist völlig falsch.
Es darf keiner sein.
Weder, wenn Beide voll berufstätig sind, noch wenn es nur einer ist.
Eigentlich gehört das zur Grundversorgung und daran gehört regierungsseitig dringend gearbeitet.
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Ich hab lediglich gefragt, ob IHR denkt, dass Menschen die mehr Geld haben auch mehr Verantwortung haben. Für was auch immer. Das heißt nicht, dass ich das denke sondern das mich interessiert, wie es andere sehen. Ich wollte Meinungen dazu. Genau aus dem Grund hab ich den Thread auch gestartet.
Und das Thema ist eigentlich auch nicht abgedriftet. Es ging um Lebensstandard und um Mittelschicht und ein bissl ums Thema Erbe. Passt doch alles hier rein.
Ich weiß ja nicht wie ihr das macht aber ich erweitere genau durch solche Diskussionen wie hier meinen Horizont. Andere Menschen haben andere Ansichten und die interessieren mich. Ich muss sie nicht teilen, ich muss sie nicht befürworten oder abnicken. Ich muss sie auch nicht toll finden. Ich darf sie lesen und mir darüber selber Gedanken machen. Vielleicht hat der/diejenige was geschrieben, was ich so mich nie in Betracht gezogen hab. Dann muss ich vielleicht bissl länger drüber nachdenken.
Wenn ihr keine Lust habt weiter drüber zu schreiben dann lasst es halt. Ich find's nach wie vor spannend und ich hab auch nicht den Eindruck bekommen, das irgendwer irgendwem was vorschreiben wollte.
Darf ich denn keinen Thread zu einem Thema starten einfach um zu diskutieren? Was ist am diskutieren eigentlich schlimm? Muss es immer für alles Lösungen geben hier?
Können wir uns nicht einig sein, das wir uns uneinig sind? Ich find da nix dabei.
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Hab ich auch in anderen Threads/Foren schon beobachtet, auch bei Diskussionen die ich still verfolge.
Ich diskutiere auch gern 🤗 und find das hier auch spannend, auch andere Meinungen. Also von mir aus kann’s gern weitergehen, ich nehme das sowieso nie persönlich, es fällt halt nur auf, dass es zum Ende hin dann oft in so eine komische Richtung geht.
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Ich glaub um gut zu verdienen, müssen die meisten schon was leisten, also ich meine damit viel arbeiten, aber ich glaube nicht, dass immer eine Matura dafür nötig ist. Also ich glaube auch dass ein guter Handwerker richtig gut verdienen kann, aber auch der leistet viel.
Mein Mann hat keine Matura u ich traue mich zu behaupten, er verdient sehr gut, er hat aber wirklich viel dafür geleistet u viel gearbeitet bzw ist das immer noch so.
Genau so kenne ich viele, die Matura haben u deshalb jetzt nicht sonderlich gut verdienen.
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Und selbst, wenn es etwas abdriftet ergeben sich oft spannende Aspekte. 🙂
@kathi87 Ich bin voll und ganz bei dir mit den Handwerkern. Da es hier ja einen großen Mangel gibt, müssen die Firmen auch immer mehr zahlen. Matura macht heutzutage einfach schon fast jeder und hat sowieso nicht mehr so einen Stellenwert wie früher. Das ist sehr schade, dass eine Lehre oft als nicht so viel wert angesehen wird.
Bei einem Großteil der Bauern ist es aber anders. Wenn ehrlich ein Stundenlohn gerechnet wird (auch unentgeltliche Mithilfe in der Familie, Querfinanzierung über Job etc. miteinbezogen wird) müssten sehr, sehr viele aufhören bzw. haben sehr viele Kleine ja schon aufgehört. Da gibt's ein paar Wenige, die wirklich viel verdienen (wie in allen Berufsgruppen). Der Rest macht es aus Idealismus, Freude oder weil es immer schon so gemacht wurde 🤣.
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Es gibt viele Berufe wo man viel leistet und wenig Gehalt bekommt.
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Das stimmt. Wobei es zB auch Friseurinnen gibt, die sehr gut verdienen, weil sie sich selbständig gemacht haben oder bei einem Starfriseur arbeiten.
Hab jetzt diesen Job als Bsp genommen, weil ich finde dass dieser Job massiv unterbezahlt ist (langes Stehen, giftige Stoffe, Suderei der Kunden usw)
Natürlich kann eine Reinigungskraft nicht so viel verdienen wie ein Arzt, aber generell finde ich, dürften sie etwas mehr verdienen, weil ich finde Putzen u Co echt anstrengend.
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Für mich würds auch def. passen wenn mein Sohn seine Leistung in einem Beruf erbringt in dem er nicht so viel verdient. Es ginge mir da um sinnvolle Lebensführung, etwas auch für die Gesellschaft tun etc. Er sieht das bei uns und wird auch dahingehend erzogen. Bei ihm äussert sich das aktuell eben so daß er von sich aus sagt er will aufs Gym. Dazu muß man schon auch sagen, daß mein Sohn motorische Dyspraxie (UEMF) hat und ich absolut verstehe, daß er sich sämtliche handwerkliche Berufe für sich weniger vorstellen kann. Für die meisten davon wäre er wahrscheinlich wirklich nicht sonderlich gut geeignet.
@sasalu 6 Monate Wartezeit für ein MR ?! Das ist heftig ! Ich muß sagen das ist in Wien nicht so. Ich habe letzten August ein MR für mein Knie gebraucht und habe sowohl bei uns im Haus gefragt (Uniklinik) als auch die sonstigen Kassen-Mr Wartezeiten verglichen. Die Wartezeit war in beiden Fällen 5 Tage. Ja, privat hätte ichs wahrscheinlich am nächsten Tag gehabt, aber so eilig wars jetzt auch nicht daß die 5 Tage ein Problem gewesen wären.
Von einem Bekannten mit Krebsverdacht habe ich aber auch gehört, daß er hätte 8 Wochen warten müssen bis zu einem Termin. Den hat er dann privat gemacht und gut wars, es war wirklich Krebs. Hat aber zum Glück alles gut überstanden.
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https://www.derstandard.at/story/3000000174609/gehoeren-sie-noch-zur-mittelschiac
Weil eine Zahl als Einkommen alleine reicht nicht. Es macht einen unterschied ob von dem Gehalt 5 Leute oder einer leben.
Ich finde diese Diskussionen auch bereichernd, sie erweitern meinen Horizont. Man lebt doch sehr in der eigenen bubble.
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Da ist es doch nicht so wichtig, wo die Mittelschicht beginnt oder aufhört. Wie schon jemand geschrieben hat, würden sich dann mache vermutlich trotzdem dazuzählen, obwohl sie vielleicht sogar mehr oder weniger Einkommen haben.
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Ja klar aber eben genau das geht weit auseinander.
Viele sagen: ein schönes Zuhause. Für manche ist das die Gemeindewohnung in einem ruhigen Bezirk. Für andere das Haus am Stadtrand mit Garten.
Viele sagen: dass am Ende des Monats genug bleibt. Aber auch das kommt ja drauf an was man vorher ausgegeben hat.
Viele sagen: beim Lebensmittel kaufen nicht auf den Preis achten. Aber jeder kauft andere Dinge ein.
Es ist einfach ein sehr persönliches und individuelles Thema.
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Absolut. Gerade die gesellschaftliche oft notwendigen Berufe werden oft sehr schlecht bezahlt. Zu dem Thema gibts auch ein gutes Buch von David Graeber: "Bullshit Jobs"
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Ich bin übrigens froh, dass verschiedene Tätigkeiten in meinem "Betrieb" nicht unterschiedlich bezahlt werden. Es gibt ein Gehaltsschema, wo Ausbildung, Dienstjahre usw. einfließen. Aber die Tätigkeit per se spielt keine Rolle. Ich verdiene für die Buchhaltung jetzt nicht per se mehr, wie unsere Reinigungskraft für ihre Tätigkeit.
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Grundsätzlich ja.
Aber wenn alle gleich verdienen, so bleibt dann der Antrieb für mehr Ausbildung, Übernahme von Projekten etc.?
Ich finde zB Pflege, soziale und pädagogische Berufe extrem unterbezahlt, weil die Ausbildung da trotzdem schwierig ist.
Aber ich bin zB nicht der Meinung dass eine Reinigungskraft gleich verdienen sollte wie eine Buchhalterin weil Ausbildung und auch Verantwortung da schon sehr verschieden sind.
Wenn alle gleich verdienen sind wir ja schon bald beim Kommunismus und der funktioniert ja auch nicht wirklich, wie die Geschichte gezeigt hat.
Wofür ich aber zB stark bin ist eine Steuerbefreiung von Überstunden. Wer mehr arbeitet soll auch (deutlich) mehr verdienen für dieses Engagement.
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Ich nehme als Beispiel KindergärtnerInnen. Das ist ein anspruchsvoller Job mit längerer Ausbildung und gesellschaftlich sehr wertvoll.
Warum ist der nicht so toll bezahlt? Weil sehr viele Leute kleine Kinder lieb und herzig finden und mit ihnen arbeiten wollen.
Warum verdient einE ManagerIn jetzt mehr? Weil wenige Menschen sich das antun wollen den ganzen Tag raunzenden Erwachsenen zuzuhören wie sie über ihre Arbeit und ihr Leben jammern. Unter Zeitdruck und mit großer Verantwortung Entscheidungen zu treffen - wenn da ein Fehler passiert, ist der/die Managerin nicht nur persönlich haftbar sondern hunderte oder tausende Eltern der süßen kleinen Kindergartenkinder verlieren ihre Arbeit und brauchen dann gar keinen Kindergarten mehr. Findet ihr das jetzt gesellschaftlich weniger wertvoll?
Ich kann auch als Beispiel einen typischen büroarbeiter nehmen. Der kriegt halt mehr Geld weil viele Leute nicht den ganzen Tag mit Daten verbringen wollen. Ohne die Daten würd aber auch vieles nicht gehen. Vielleicht kriegt der/die KindergärtnerIn dann kein Gehalt. Ist das jetzt weniger wertvoll?
Mich ärgert dieses Werten von Berufen das ich hier immer wieder lese. Anscheinend sind in einem babyforum nur pflegende, kümmernde und soziale Berufe was wert. Der Rest ist schlicht und einfach „überbezahlt“.
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Friseur kann definitiv nicht jeder machen oder Lagerarbeiter m, Kellnerusw. Td sind die nicht gut bezahlt.
Manche leben eher vom Trinkgeld als vom Gehalt andere von Provisionen (Aussendienst oder manche Verkäufer) wo das Grundgehalt auch schlecht ist.
Ich für meinen Teil hätte weder die Kreativität noch die Nerven oder das Talent für den Friseurjob.
Also sry aber deine Aussage find ich so nicht ok
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Dieses Bild des delegierendem, sitzenden Managers der eh nur schick essen geht und Dinge abnickt ist immer noch in den Köpfen und ich es entspricht einfach nicht der Wahrheit.
Die Jobs die Vorstände machen sind extrem anspruchsvoll, Tausende Themen und Gebiete in denen man sich wirklich gut auskennen und permanent weiterbilden muss, man muss auf dem laufenden bleiben, reist durch die Zeitzonen, muss ständig erreichbar sein und hat nie wirklich frei. Und alles ändert sich ständig und in letzter Minute.
Zusätzlich ist das eine sehr lange Leiter die man hinauf klettern muss, und erreicht es selten vor Mitte 40. Es braucht ein ganz spezielles Profil.
Es gibt wirklich nur wenige Leute die das können (und wollen), international.
Und daher finde ich diese absolut nicht überbezahlt. Es gibt ja dann auch immer Konkurrenzklauseln sodass man da nicht schnell in nächsten Job kann, weil man für die Branche dann quasi erstmal gesperrt ist.
Für mich gleicht dieser Job der Selbstaufgabe und das kann man sich ruhig bezahlen lassen.
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Es wird die Tätigkeit bezahlt und nicht die Ausbildung.
Das heißt jemand ohne Studium kann gleich viel verdienen wie jemand mit Master.
Bezahlt wird nach Komplexität der Tätigkeit gekoppelt mit der Erfahrung.
Macht jemand allgemeine oder spezielle Tätigkeiten? Haben die eine höhere Komplexität und erfordern Spezialisierung? Arbeitet man nach vorgegebenen Schema F, oder muss man selbst Lösungen für Probleme erarbeiten. Usw...
Finde das System recht fair.
@kea Im KiGa wollen nicht viele arbeiten, bzw. sind die Abgänge aufgrund der Belastung sehr hoch.
Ich denke der Job wird schlecht bezahlt, diejenigen die das System so gestaltet haben, Frauen- bzw. soziale Arbeit nicht wertvoll finden. Frauen machen das ja eh aus Liebe zum Menschen und die Erfüllung ist Entlohnung genug ;-)
Ich arbeite im MINT Sektor und im Kindergarten würde mir der Kopf platzen. Obwohl ich Kinder süß finde.
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das mit der Ausbildung finde ich ganz gut. Finde auch, dass das weniger Rolle spielen sollte, macht bei unserem Lohnschema so weit ich weiß, nur einen marginalen Unterschied.
Ich finde höhere Entlohnung gerechtfertigt bei Tätigkeiten, bei denen man wirklich eine enorme Verantwortung hat, was z.B. Menschenleben betrifft (z.B. Arzt, Fluglotse usw.) Grundsätzlich finde ich es aber schwierig, Tätigkeiten nach ihrer Komplexität im Bezug auf die Bezahlung zu quantifizieren. Und der Punkt Komplexität wäre für mich auch kein Kriterium, das für sich alleine eine höhere Entlohnung rechtfertigt, als z.B. Tätigkeiten, die vielleicht weniger Komplexität, Denkleistung erfordern, aber dafür körperlich massiv belastend sind.
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In Österreich verdient die Müllabfuhr soweit ich weiß recht gut. Und die Arbeitszeiten sind oft super😅
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Reinigung und Müllabfuhr ist ein gutes Beispiel. Beides Berufe für die man keine besondere Qualifikation benötigt. Beides körperlich sehr anstrengend. Beides oft mit Randdienstzeiten. Beides systemrelevant. Müllabfuhr aber mit deutlich besserer Bezahlung. Warum eigentlich?
Der einzige Unterschied der mir einfällt ist, dass die Müllabfuhr bei jedem Wetter draußen ist. Reinigungskräfte meist nicht. Aber dafür arbeiten sie mit Chemikalien. Rechtfertigt das diesen großen Unterschied? Ich persönlich finde nicht.
Egal welche Berufe mehr verdienen sollten und warum. Es ist halt echt frustrierend, dass auch zwischen vergleichbaren Berufen oft so ein großer Unterschied ist…
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Ganz allgemein glaube ich nicht, dass das Problem die unterschiedliche Bezahlung der Berufe ist. Nicht mal die Tatsache, dass die Verteilung welche Berufe besser und welche schlechter bezahlt werden "objektiv" nicht immer fair ist. Sondern, dass die Schere jener Berufe die so schlecht bezahlt sind, dass trotz hoher Leistung der Einzelnen ein Leben in einem guten Lebensstandard wenn überhaupt nur mithilfe von sozialen Transferleistungen möglich ist und jener Berufe mit wirklichen Spitzenverdiensten auseinandergeht. Nur um Missverständnisse vorzubeugen - ich bin nicht gegen Spitzenverdienste, ich betrachte den größer werdenden Abstand als kritisch. Und mir ist schon klar, dass wir in Beiden Fällen nicht mehr von der Mittelschicht reden. Aber, dass sich tendenziell eher mehr Leute zur Mittelschicht zählen, war ja schon Thema.
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@Thessi Müll stinkt und ist körperlich wesentlich anstrengender als putzen.
@Dani2511 wenn längere Ausbildung nicht besser bezahlt wird, warum sollte dann jemand eine längere Ausbildung machen?
Glaubst du wir brauchen keine Ärzte mehr? Oder möchtest du von einem Arzt behandelt werden der eine schnelle 1-Jahresausbildung gemacht hat? Willst du einen Installateur der nicht versteht was er tut weil er sich gedacht hat die Lehre lohnt sich nicht?
Den Ansatz, Ausbildung nicht zu zahlen, der ist komplett realitätsfremd.
Und übrigens: auch ein Manager einer Firma die Luxusjachten produziert - was glaubst du wieviele Arbeitsplätze der schafft?? Wieviel technologie da vielleicht entwickelt wird?
Sieh es als eine Möglichkeit den Reichen freiwillig Geld aus der Tasche zu ziehen.
@sulmtaler du arbeitest vielleicht 8h pro Tag, gehst dann heim, hast Urlaub. Ich kann dir aber versichern dass Manager keine 8 sondern vielleicht 12h pro Tag oder mehr arbeiten, dass sie auch am Wochenende arbeiten, und dass sie auch im Urlaub arbeiten.
Nachdem du nicht bereit bist das zu tun (und viele andere auch nicht), verdient der Manager mehr als du.
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Das hab ich ja überhaupt nicht geschrieben. Ich hab nur geschrieben, dass mMn die Schere zu weit aufgeht und ich es nicht gerechtfertigt finde, dass der Manager 300x mehr verdient als der "einfache" Arbeiter (darum geht's bei der Manager to Worker Pay Ratio). Mehr als 20 Stunden pro Tag kann niemand arbeiten, wenn ich von einem 4 Stunden Schlaf ausgehe.
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Und die ist eben eine andere ob ich unten am Flughafen die Leute einchecke oder als Fluglotse dafür sorge, dass Flugzeuge mit Hunderten Seelen an Bord nicht kollidieren.
Und ein CEO eines Konzerns trifft Entscheidungen die für Wirtschaft und Tausende Lebensunterhalte Einfluss haben.
Und wenn der Manager den 300+ Leuten übergeordnet ist und diese überblickt und anleitet finde ich es schon gerechtfertigt. Für weniger Geld würde das nämlich niemand tun.
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Aktuell ist der Job anscheinend bei weitem auch nicht so top bezahlt. Später, wenn er wirklich fertig ist mit der Ausbildung wird er schon gut bezahlt sein aber will ich das? Da hat man ja überhaupt kein Leben mehr. Und wofür?
Vielleicht passt das jetzt hier nicht ganz rein. Ist mir nur eingefallen als ich das von den Managern gelesen habe.
Ich muss sagen: ich wär nicht bereit diesen workload zu leisten. Das steht ja in leiner Relation mehr. So viel Geld könnte man mir gar nicht zahlen, dass ich dann kaum noch ein Leben hab und nur noch der Job zählt.
Na! Dann lieber ein paar Positionen weiter unten und dafür eine gscheite work-life Balance.
4,901
Ja in den großen Kanzleien arbeitest du bis zum umfallen für wenig Geld. Ich hab da auch Bekannte. Ich glaub unter 2000€ netto haben die und natürlich all-in Verträge.
Da erntet man die Lorbeeren erst viel später.
3,526
896
Beim Gehalt zwischen Check-in Personal und Fluglotsen steckt ja nicht ein Faktor 300 dahinter.
Außerdem kann es bei diesen hohen Positionen nicht mehr primär nur ums Geld gehen. Da steckt schon der Wunsch nach Macht/Machterhalt, persönliche Verpflichtungen oder sonstige persönliche Befindlichkeiten dahinter.
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Übrigens die MA48 in Wien ist ja nicht nur Müllabfuhr. In den Wintermonaten gibt's eine Bereitschaft für Schneeräumung. Im restlichen Jahr eine Bereitschaft für Autounfälle wenn es zu einer Verunreinigung der Straße kommt, Mistplätze haben auch am WE offen etc. Wenn nicht pünktlich auf der Tangente gestreut wird vor der Rush Hour sind 1000000e Menschenleben gefährdet
4,901
2,858
Aber dennoch geht die Schere immer weiter auf.
@Ka48 naja irgendwann muss man die Kirche im Dorf lassen. Jemand der Salz streut, hat keine Verantwortung über Menschenleben. Derjenige führt Tätigkeit X aus, wenn Y es anschafft und fährt die Strecke die am Dienstplan steht. Bezahlt wird Rufbereitschaft, Nachtdienste usw...
Weil ansonsten müsste auch die Reinigungskraft im KH sehr gut verdienen, Keime sind tödlich. Im Kindergarten sterben auch ab und an Kinder, in der Pflege kann man tödliche Fehler machen, ein Koch muss strenge Hygiene einhalten und und und...
Ich denke das bringt hier wenig. Aber es gibt Studien die nach festgelegten Parameter, die Verantwortung, notwendige Ausbildung, Komplexität usw. dem Gehalt gegenüberstellen und da kommt raus, dass Frauenberufe schlechter entlohnt werden.
4,709
Aber es ist nach wie vor schwierig als zB Geburtshelfer als Mann hineinzukommen und zu arbeiten - ebenso nicht immer einfach als Frau den Beruf des zb Dachdeckers zu erlernen. Oft sind es aber auch die Vorschriften die es für viele Unternehmen schwer macht - ein extra WC a eine Extra Umkleide etc….
Ich hab, als ich noch in D gewohnt habe, in einem definitiv Männer dominierten Beruf gearbeitet bzw Branche. Unsere Firma war zu 98% männlich abgesehen von der Sekretärin und eben mir.
Ich musste es sogar unterschreiben dass ich weiß das wenn wir „auf Tour“ sind, ich kein eigenes getrenntes WC bzw. Dusche habe….
Man kann Dinge halt drehen und wenden aber oft steht man wieder am Anfang.
Auch die sog. Lohnerhöhung ist oft Augenazswischerei - natürlich verdient der zb Mechaniker dann mehr aber worauf wird das denn dann wieder ungelegt?! Auf den Stundensatz des Mechanikers und wer zahlt den am Ende wieder? Der Verbraucher…. So kann man das mit so ziemlich allen spielen. Die Bäcker verdienen mehr, das Brot wird teurer zzgl. kommt noch die Teuerung von Energie und Einkauf hinzu und Zack ist man wieder im Hamsterrad. Egal ist das nur denen die ohnehin schon mehr haben - denen ist’s übertrieben gesagt egal ob sie Semmel jetzt 10 Cent mehr kostet oder nicht.
7,068
Das ist aber mein Punkt. Die Stunden die am Abend , in der Nacht, am Wochenende gearbeitet werden, oder im Urlaub - und die Verantwortung- die sind halt nicht gleich wenig wert. Die sind 5, 10, oder 200 oder 500 mal so viel wert. Weil sehr wenige Leute bereit und fähig sind die zu arbeiten.
1,462
ja, die mitarbeiter, die ausfahren. die kriegen so viele zulagen, dass das echt gut bezahlt ist.
7,005
Von den Alleinerziehenden sind mehr als 30% armutsgefährdet.
1,713
Ich bin nicht dafür, dass ein Arzt/Manager/Whatever weniger verdient. Aber sehr wohl dafür, dass auch andere Berufe ausreichend entlohnt werden!
Viele hier im Forum schreiben, dass sie ihrer Putzfrau gerne 18€ die Std. zahlen. Das ist ja wirklich gut! Hochgerechnet ohne Abzüge bei Vollzeit 2880€! Top! Sollte überall so bezahlt werden.