Was ist ein "guter" Lebensstandard für euch?
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Kommentare
1,602
Ich habe es mir ausgerechnet - um unsere fixkosten zu decken müsste ich zumindest 653eur kbg haben (+gehalt meines mannes) - und beibunseren extremen foxkosten müsste sich das eig fast jeder hier und sonst wo leisten können (wir haben auch kredit und zahlen viel miete usw!!!)
Man kann dann zb sas ersparte nutzen imd die ausflüge abzudecken oder eibkaufen für kind(er) schuhe klamotten was auch immer!
Ich denke die meisten haben hier auch einfach überhaupt kein budget und schauen zb beim einkaufen nicht auf den preis.
Wir haben zb ein wocheneinkaufsbudget von 150€ und da ist alles dabei (shampoo, pflege sonstiges zeug, Waschmittel und co und natürlich lebensmittel) und wir sind zu viert! Mit baby bald zu fünft. Da wird es dann noch ein extra budget geben für windeln und co!
Wir kaufen nicht am bio markt, holen aber gern mal fleisch von metzger zb! Oder frische eier vom bauern!
Und ja weil jemand meinte sie würde wen hier schon als reich bezeichnen - ich finde wir sind es auch; vielleicht doch auch alle hier nur sehen wir es aus der jeweiligen Perspektive einfach nicht!
Wir sind alle reich - wir haben ein dach übern kopf, kinder, vor allem kinder denen es an nichts fehlt! Lebensmittel immer zur verfügung und leistbar!
Ich würde ungern mein leben tauschen um woanders zu leben!
Ich finde den überkonsum auch heftig und ich schaue mittlerweile auch mehr drauf nicht unnötig zu kaufen, verkaufe und verschenke gern was.
6,643
Das mit den 150€ pro Woche finde ich bewundernswert u auch beneidenswert. Ich versuch schon lange weniger für Lebensmittel auszugeben, nicht weil wir müssen, aber weil ich gerne möchte. Aber es stimmt, beim Essen schaue ich wirklich wenig auf den Preis, weil ich mir dann wieder denk: ok dann spar ich halt wo anders 🤣 i h kauf zB für mich kaum Kleidung, wirklich nur wenn ich was brauche oder wirklich unbedingt will.
Mit den Kindern geb ich dir auch recht, denen fehlt es echt an nix, eher im Gegenteil. Letztens hab i h wieder ein Gespräch mit den 2 Großen geführt, dass sie besser auf ihre Sacheb schaun sollen, weil das eben Geld kostet u nicht selbstverständlich ist. Sie sehen das dann auch ein, zumindest kurz, bis zum nächsten Gespräch 🫠
Ich glaube auch, dass alle die hier kommentieren, „reich“ sind. Wir alle haben ein Dach über dem Kopf, regelmäßig warmes Essen, Smartphones usw…
962
Wir haben zwar nicht 'viel' Geld, kein Eigentum und kein Auto, aber das hängt auch mit unseren Prioritäten zusammen. Günstige Wohnung und mein Freund arbeitet Teilzeit während ich das dritte Jahr (2. Kind) in Karenz im pauschalen Modell bin. Wir haben das bewusst so gewählt, damit auch er so viel wie möglich von ihnen mitbekommt. Generell sind unsere Finanzen auf die Kinder an erster Stelle ausgerichtet. Guter Kindergarten, private Zusatzversicherung, viele Ausflüge (wobei das sehr gut aus kostenlos geht). Was es eben nicht gibt sind Reisen mit Kosten wie Hotel o.ä.. Aber da wir beide Familie in Deutschland und Kroatien haben, kommen die Kinder ans Meer, den Schwarzwald, den Bodensee, ohne Probleme.
Altersvorsorge spielts erst wenn die Kinder etwas größer sind und wir beide einkommenstechnisch wieder besser dabei sind. Und ja, es ist ein Wagnis und Risiko aber jeder trifft seine Entscheidungen.
Für die Kinder selbst spare ich mehr am Rande etwas, damit sie auch mal mehr für ein Hobby ausgeben können oder irgendeinen anderen größeren Wunsch. Startkapital gibt es keines in dem Sinne.
Eben auf Grund meiner eigenenBiografie bin ich recht 'gechillt'. Ich kenne echte Armut und weiss wie weit meine Kinder davon entfernt sind. Und sollre mich die Altersarmut doch mal wickeln, weiss ich dass man auch das überlebt.
6,930
Luxus ist bei uns auch drin, zb Urlaub oder ein neues Auto wenn das alte kaputt ist. Aber wir leben eigentlich eher sparsam und haben keine Schulden. Mit Eigenheim und überdurchschnittlichem Einkommen sehr ich uns eigentlich schon bei der gehobenen Mittelschicht, auch wenn man es uns wahrscheinlich nicht anmerkt, weil uns so Sachen wie teure Autos oder Kleidung und Luxusreisen nicht wichtig sind. Luxus ist halt oft auch ökologisch von Nachteil. Dazu gehört für mich auch, Dinge vor dem Ende ihrer Lebenszeit zu entsorgen und durch was Neues zu ersetzen.
Eine eigene Wohnung bzw ein eigenes Haus zahlt sich meiner Meinung nach immer aus in Vergleich zu Miete. Aber für viele ist das eben unleistbar, wenn nicht Eltern/Großeltern aushelfen oder man was erbt.
Auto ist je nach Wohnort Luxus oder Notwendigkeit. Mancherorts geht's ohne zwei Autos als Familie gar nicht. Bei uns wäre ein zweites Auto schlichtweg unnötig. Hin und wieder ganz praktisch, v.a. wenn wir in nö sind, aber im Großen und ganzen klappt es mit Absprache.
Mein Mann und ich sind beide nicht "reich" aufgewachsen und hatten weniger Lebensstandard als jetzt. Ich empfand uns nicht als arm, aber Urlaub war zb nicht jedes Jahr drin und wenn dann auch eher günstig. Unsre Eltern haben jeweils eher jung geheiratet und hatten da kaum Unterstützung, weil von der einen Seite ohnehin wenig da war und von der anderen eher Horten und irgendwann vererben praktiziert wurde.
Meine Eltern haben Haus gebaut und als selbstständige einen Betrieb aufgebaut. Also Investitionen, Schulden, viel Arbeit usw. Seine haben als Arbeiter auch nicht so wahnsinnig viel verdient, da war allein für die Ablöse und Renovierung der Wohnung ein Kredit notwendig. Dafür war die Miete dann später Dank "altem" Mietvertrag halbwegs günstig, für diese Lage sogar sehr günstig.
Wir sind zwar als Kinder/Jugendliche nicht viel gereist oder so, hatten keine teure Kleidung, kein Auto zum 18. Geburtstag, keine eigene Wohnung zum Studierenden, keine teuren Hobbys usw. - aber immerhin könnten es unsre Eltern ermöglichen, dass wir studieren. Und das hat im Endeffekt ja auch einen nicht unerheblichen Einfluss auf unser heutiges Einkommen.
1,713
Also wenn ich mit 50 nicht mehr arbeiten gehe, weil ich genug ersparnis habe, wir berechnet sich dann die Pension? Hat man Anspruch? Versicherung? Muss man ja alles selber einzahlen dann, oder? Wie wviel muss ich dann einzahlen damit ich 10 Jahre später sp viel rausbekomme um weiterhin so gut zu leben????
1,602
Wir haben viele marken mittlerweile auch ausgemistet - wir kaufen kein nutella mehr! Erstes wegen dem preis und zweitens ist die hofermarke zb palmöl frei und schmeckt uns mittlerweile auch viel besser ☺️
Ich denke man muss sich tlw durchprobieren wo man sparen könnte. Wir würden gern das haus kaufen, da wir kaufoption haben, um uns die miete zu zahlen vor allem auch dann für später, in der pension etc, aber das kommt auf den preis an.
Wir haben zb auch wie @Lila2022 privatversicherungen für die kinder - sowas hatten meine eltern für mich und meine geschwister nicht! Wir haben für die kinder sparkonten und für uns auch - das hatten meine eltern für mich und meine Geschwister auch nicht! Am Land kommst nicht weit ohne privatsversicherung, hier hibt es kaum kassenärzte und wenn, dann nehmen die keine neupatienten auf!
7,005
Mein Studium musste ich mir damals auch allein finanzieren. Empfinde das aber rückblickend als nicht so schlimm. Ich hab so halt recht schnell gelernt auf eigenen Beinen zu stehen.
Ich bin stolz darauf keine Schulden zu haben, vom Einkommen gut leben zu können, Ausflüge ermöglichen zu können, ein bisschen was ansparen zu können, und zB meinem Sohn auch spontane Wünsche ab und zu erfüllen zu können. Ich empfinde das schon als sehr privilegiert. Vor allem, wenn man so auf den Rest der Welt blickt.
899
Das Pensionskonto gibt ja immer den Ist-Betrag wieder. Was jetzt im Konto steht, würdest du mit 65 kriegen, wenn du nix mehr einzahlst. Und wenn du mit 50 aufhörst einzuzahlen, kriegst du den Betrag, der dann im Konto angespart wurde. Der wird einfach nicht mehr.
Das ist dann ja schon ungefähr abzuschätzen.
1,713
Ich muss sagen, das fällt dann für mich unter Luxus. Wenn wir uns jetzt so viel Geld weglegen könnten um mit zB 50 in Pension zu gehen und dann trotzdem so viel Geld mtl zur Verfügung zu haben um zu reisen etc., das wäre Wahnsinn. Da haben wir denk ich den falschen Job dafür 😅
899
Soweit ich verstanden habe, hat der Mann von @mydreamcametrue zusätzlich einen sehr speziellen Beruf, in dem man gar nicht bis zum normalen Pensionsantrittsalter arbeiten kann, sondern es gibt eine Übergangslösung. Also das ist wirklich ein nicht-repräsentativer Sonderfall 😆.
Unser Luxus ist es, dass wir bis zur Pension möglichst nicht mehr Vollzeit einer Angestelltentätigkeit nachgehen wollen. Daher versuchen wir die Fixkosten so niedrig wie möglich zu halten, wohnen im Haus, das nach Jahren noch nicht fertig ist und machen soweit wie möglich alles selber😁.
4,068
Ich will einfach eine Wohnung mieten können die mir gefällt.
Ich möchte meinen Essenplan die Woche nicht nach "teuer" sondern "schmeckt" planen können und bisschen Geld für die Wünsche/Hobbies/Ausflüge meiner Kinder haben.
Bissi Geld auf die Seite legen können für Anschaffungen/Ärzte/Urlaub oder sparen.
3,526
Da hast du sehr recht. Man spürt nicht so ob man viel oder wenig verdient, weil man halt oft von Leuten umgeben ist die ähnliches Einkommen haben, so daß das dann "normal" ist. Ist bei uns schon auch so, daß wir uns das bewusst in Erinnerung rufen. Unsere Nachbarn verdienen ähnlich wie wir, haben ähnliche Häuser wie wir. Auf der Arbeit ist es genauso. Die Kollegen verdienen auch ähnlich, die Vorgesetzten noch mehr, so daß man sich da auch bei gutem Verdienst nicht speziell wohlhabend vorkommt.
1,602
Es ist erschreckend wie sehr man auch darauf achten muss, nicht, dass dann die kinder gemobbt werden, wenn sie nicht kommen können oder selbst nicht so arg gross feiern!
Wir haben im ersten jahr als wir wegzogen zuhause gefeiert und damit waren wir dann schon die außenseiter 🙈
4,901
Daraus wollen wir dann monatlich entnehmen.
Also grundsätzlich kann man aufhören wenn man die 180 Monate hat, man muss sich dann halt selber versichern bis zur Regelpension.
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Hat da jemand eine Bemerkung dir gegenüber gemacht oder wie bist du da draufgekommen?
899
Bei uns (ländlich) sind glaub ich die Eltern eher genervt, wenn der Geburtstag extern gefeiert wird, weil das immer weit zu fahren ist und heimfahren dazwischen zahlt sich nicht aus 😆.
Ich kann mir auch vorstellen, dass eine Party daheim dann sogar für die Kinder etwas Besonderes ist, wenn sonst immer alle wo anders feiern.
In unserer Nachbarschaft ist es oft so, dass man den Reichen (Vermögen um/über 1 Mio) das gar nicht ansieht. Wir haben mehrere Nachbarn/Bekannte mit Baugründen/Wald etc., die selber bescheiden leben, sich wenig gönnen, fleißig arbeiten und in Wirklichkeit haben sie ein Millionenvermögen. 😆
1,602
Bei den grösseren vs jungs war bisher indoorspielplatz diverse, family park, erlebnisgärten, lasertag (steht noch an) usw - wo die mamas schon so viel zahlen.
Wir haben jetzt einmal daheim gefeiert und einmal so ne go cart strecke das war 150€ das ging noch. Dieses jahr mit baby wird sowieso kompliziert weil baby im juli kommt und sohnemann im august geb hat. Vermutlich machen wir es etwas oldschool in nem freibad oder an nem see mit aufsicht der eltern selbst. Also ich versuch mich da auszuklinken und eher günstiger davon zu kommen und dem kind trotzdem eine kleine schöne feier mit freunden zu ermöglichen 🙈 aber irgendwann gehen einem die ideen aus und mein budget mit essen und co sollte einfach unter diesen besagten 200€ liegen 🫣
Und als wienerin tu ich mir da schon schwer mitzuhalten, mein gehalt liegt such komplett unter deren aller durchschnittseinkommen da bin ich mir tausend prozentig sicher!
1,602
Also hier gibt es auch oft fahrgemeinschaften wo zwei drei mamis mit ihren 7sitzern oder bussen die kids mitnehmen. Das war auch so ein schock für mich, kenne sowas überhaupt gar nicht. Habe eine freundin hier sie darf meine kinder auch immer mitnehmen, wenn zb die kleine nicht mit darf weil nicht eingeladen (zu jung)
Wir leben in einer kleinen reihenhaussiedlung und sind eher die armen im ganzen ort würd ich mal sagen 😅 alle anderen haben irgendwie noch ein grundstück oder Eltern die ihnen mal was vererben werden etc! Wir haben bichts und wollen eben das wo wir sind irgendwann kaufen. Haben kaufoption in 5,10,15j angeblich soll es heuer ein angebot geben von der Genossenschaft aber da bin ich mir sicher, dass es momentan nicht leistbar sein wird mit den zinsen und ich in karenz dann…
6,643
Und ich bin immer traurig, weil die 2 Großen Winterkinder sind u wir deshalb immer auswärts feiern müssen 😅 ich freu mich so, dass die Kleine im Sommer Geburtstag hat u wir dann endlich im Garten feiern können 🥳
7,005
Puh das wäre mir auch zu teuer.
Mein 6-jähriger wünscht sich heuer eine Sommerparty mit Stockbrotgrillen 🥰 da kommen wir noch günstig davon 😅
899
Ich mag auch nicht bei uns im Haus feiern. 🫣 Wir können es aber in die Garage bzw. nach Draußen auslagern. Würde es etwas Tolles zu einem halbwegs vernünftigen Preis in der Nähe geben, würd ich es mir auch überlegen 😆.
1,602
@soso ländlich dorfdorf kaff 😅 hier gibts nichts. Aber dort wo die vs ist gibt es besagte go cart bahn aber da will er nicht jedes jahr feiern, leider 🫣
Meiner wird heuer 9 und wir denken eben an etwas wo alle eltern selbst auf ihre kids schauen, ansonsten wird es einfach daheim ne mini pool plantsch party 🫣 mit neugeborenem ist mir das too much
6,643
Ja mit der Familie feiern wlr eh auch immer zu Hause.
Aber 10 Kindergartenkinder will ich dann doch nicht im Haus haben 🤣
1,602
@Biancaa_ 10 kinder wären mir generell immer und überall zu viel. Damit fange ich erst gar nicht an. Jetzt werdens 6 mädls sein, beim sohn schau ich dann auch drauf, dass es nicht mehr werden!
899
Ich hab schon überlegt einfach mit 3-4 FreundInnen am großen Spielplatz mit Wiese zu feiern. Daneben ist eine Pizzeria - da könnte ich dann wenn sie Hunger haben einfach Pizzen für ein Picknick bestellen und Getränke kann ich selber mitnehmen 😆. Für 9-jährige ist aber ein Spielplatz wahrscheinlich nicht mehr so interessant.
1,602
Das ist sicher auch eine gute idee. Wir haben auch einen waldteich mit spielplatz, ist bei den kleineren kiga sommerkids auch beliebt! Mit picknick und fussball etc
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6,643
Da ich selber schon 3 hab, bin ich schnell bei 10 🤣 und dann gibts noch die Kinder, die ohne Mama nirgends bleiben u da dann die Geschwisterkinder dabei sind. Das ist mir für zu Hause zu viel, aber im Garten wärs ok für mich.
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Grundsätzlich ist das Gefühl von einem guten Lebensstandard immer sehr stark vom Umfeld und vom Lebensabschnitt abhängig. Und in aller Regel umgibt man sich mit ähnlichen Menschen (Freundeskreise sind meist sehr homogen).
Als junger Mensch ist es z.B. normal, dass bei einer Party jeder selbst Getränke, Essen, usw. mitnimmt.
Heute nehmen - zumindest bei uns - Gäste vielleicht Salat, Dessert oder ein Tragerl Bier/Hops mit, aber die Verpflegung stoppelt sich nicht primär aus Mitbringsel zusammen. In Folge kostet ein Grillnachmittag oder die Silvesterparty durchaus einiges. Und für mich zählt zu einem guten Lebensstandard auch, dass sowas problemlos möglich ist. Und ich Freunde "Gegeneinladen" kann.
Vieles andere wurde schon genannt.
Was hier meiner Meinung nach sehr von oben herab betrachtet wird, ist der vermeintlich hohe Konsum von einkommensschwachen Milieus.
Es gibt einen wissenschaftlich untersuchten Zusammenhang zwischen Statuskonsum und geringen Einkommen. Und meiner Meinung nach muss man genauer Hinsehen, anstatt zu urteilen, dass es diesen Menschen "eh nicht so schlecht" geht.
Hinter diesem Konsum steckt einerseits der Wunsch nach Anerkennung (besser verdienende holen sich die Anerkennung oft anders z.B. durch Bildungsabschlüsse, den Job, Immobilien, Hobbys, usw.) und andererseits dass langfristige Investitionen nicht realistisch erscheinen, weil es sich eh nie ausgehen wird.
Zudem macht es einen riesen Unterschied, ob man bewusst verzichtet, oder man sich etwas einfach nicht leisten kann.
Und natürlich ist man in Österreich nicht erst arm, wenn man unter der Brücke lebt. Wir sind immerhin eines der reichsten Länder der Welt.
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Keine Angst vor der Stromrechnung haben müssen, eine gesunde Ernährung, Kleidung und andere Grundbedürfnisse gut befriedigen können, einen Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben haben.
Wobei ich anders als andere auch Besuche in der Gastronomie und Freizeitaktivitäten dazu zähle. Zumindest in gewissem Ausmaß. Weil ich das als sehr wichtig für ein gutes Sozialleben empfinde. Man trifft sich halt auch mal auf einen Kaffee oder geht was Essen. Eine Freundin von mir hatte ne Zeit lang finanzielle Probleme aufgrund von Arbeitslosigkeit und hat bei Treffen vom Freundeskreis oft abgesagt (Kopfweh, zu müde, vergessen,…). Irgendwann hat sie dann erklärt, dass sie einfach das Geld nicht hatte und Ausreden erfunden hat, weil ihr das so unangenehm war. War für sie eine einsame Zeit.
Unser Lebensstandard ist schon viele Jahre gleich gut, obwohl wir unser Einkommen gesteigert haben (wir gehören vermutlich zur oberen Mittelschicht). Wir sparen halt mehr bzw. jetzt halt wieder etwas weniger 😉
Was für mich zum Beispiel ein Luxus ist den ich wahnsinnig genieße, ist, dass ich es mit leisten kann für mein größtes Hobby das Nähen so viel Geld ausgeben zu können wie ich will. Mir egal was der Meter Stoff kostet oder dass meine Traummaschine 2.000€ gekostet hat. Wobei ich schon trotzdem Maß halte. Die Maschinen werden noch seeeehr lange im Einsatz sein und ich kaufe (fast) nur noch Stoffe, die ich zeitnahe tatsächlich verarbeite.
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@awa stimme dir voll zu! Verzichten können und verzichten müssen sind zwei ganz unterschiedliche Lebensrealitäten. Alleine die Gewissheit zu haben, dass man was auch immer einfach auch im Geschäft kaufen zu können macht einen riesengroßen Unterschied.
Ich beobachte hier im Forum und auch Privat, dass es unter jenen die sich auch Neues gut Leisten könnten mittlerweile fast zum guten Ton gehört gebraucht zu kaufen. Mache ich auch
Ich habe mal, so nebenbei, in größerer Runde gesagt, dass mein Sohn heute 100 % second hand trägt. Eine anwesende Bekannte hat mich dann mal drauf angesprochen, dass sie das nie gedacht hätte, und sie sich eher dafür geschämt hätte das zu sagen.
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Man kauft in erster linie aus umweltgründen oder um zb babys/kinderhaut zu schützen vor chemikalien (weil öfters gewaschen besser ist). Sonst hat mans kaufen müssen, weil einfach das geld gefehlt hat!
Oder aus geiz kauft man heutzutage auch eher gebraucht (zb umstandsmode), dinge die man nicht lange trägt und es für einen selbst eine Geldverschwendung wäre.
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Findet ihr, das mit mehr Geld auch mehr Verantwortung kommt?
Sollten sich Personen, die finanziell besser gestellt sind, eurer Ansicht nach, mehr mit z.B. dem Thema Umweltschutz befassen?
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Ja, viele kaufen vor allem bei Kindern, aus pragmatischen und auch ökologischen Gründen Second Hand.
Allerdings kann man finde ich auch (an sich selbst und bei anderen), beobachten dass dadurch eine Abgrenzung vom "prolligen" Massenkonsum stattfindet. Die Anti-Konsum-Haltung ist ja fast schon ein elitäres Merkmal. Und dadurch fühlt man sich moralisch überlegen.
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Ich kaufe selbst gerne auf Willhaben und freue mich, wenn ich hochwertige Stücke zu einem guten Preis bekomme.
Aber ich habe mich auch schon bei missbilligenden Gedanken gegenüber Menschen erwischt, die mit vier Primarksäcken aus der SCS marschieren.
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Habe mal einen Artikel gelesen, dass auch der Trend der capsule wardrobe vor allem jene anspricht, die sich jederzeit für den gefüllten Schrankraum entscheiden könnten.
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Und ja es gibt Menschen denen würde auch Ich, im direkten Gespräch, sehr deutlich ihre Konsumgewohnheiten kritisieren. Aber prinzipiell unterstelle ich den Menschen gute Absichten.
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1. Ich kann von jedem „verlangen“, im Rahmen seiner Möglichkeiten, moralischer zu leben. Auch ein kleiner Beitrag (von jemanden der wenig hat) ist ein Beitrag.
3. Oder zählt es mehr wenn der reiche auf mehr verzichtet? (Weil er auf mehr verzichten kann).
Das ist sehr ambivalent.
Generell finde ich nicht dass ich von anderen Leuten verlangen kann moralischer/umweltbewusster/sozialer/… zu sein. Man kann nur an sich selbst arbeiten. Ev seinen Kindern diese Werte vermitteln. Vielleicht mit engen Freunden drüber diskutieren. Aber diese Vorverurteilung „ich mach das besser als du“, das ist doch grauenhaft.
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Also ich finde - außer es geht jetzt um Milliardäre wie Elon Musk, die Welt und Politik beeinflussen- dass man an Gutverdienern nicht mehr oder weniger Erwartungen haben sollte als von der Mittelschicht.
Generell finde ich, dass jeder mit seinem selbst erarbeiteten Geld machen darf was er möchte.
Ich finde erben gehört abgeschafft, da es zur sozialen Ungerechtigkeit beiträgt und man sich ja nicht aussucht in welche Familie man geboren wird.
Aber nur weil ich mehr verdiene als andere sollte niemand eine Erwartungshaltung haben wie ich einkaufe, reise etc.
Im Vergleich zu Menschen in Entwicklungsländern zB sind sogar die ärmsten in Österreich sehr reich, da müsste man an diese auch Erwartungen haben.
Ja, wir entscheiden uns bewusst in vielen Bereichen für ökologische, sparsame Dinge. Gebraucht kaufen, wenig tierische Produkte, Wärmepumpe mit Ökostrom, keine großen unökologischen Autos.
In anderen Dingen wie zB Reisen wiederum nicht.
Wenn andere dafür alles neu kaufen oder große SUVs fahren ist das aber auch deren Sache und es steht mlr nicht zu das zu verurteilen.
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Find es auch ein bisschen einen Widerspruch zu sagen, dass erben gehört abgeschafft, aber gleichzeitig dass jeder mit seinem Geld tun kann was er will. Weil es einige gibt die genau das möchten, sie sparen Geld oder Wertanlagen an, um es ihren Kinden zu vererben. Ich glaub auch nicht dass es wirklich jemanden hilft wenn man es komplett abschafft. Aber eine Art von Erbschaftssteuer vllt auch erst ab einem gewissen Vermögen wär sicher nicht schlecht um eine gewisse Umverteilung zu ermöglichen.
Meiner Meinung nach müsste man in der Politik ansätzen damit man für Waren oder Dienstleistungen welche einen großen negativen Umwelteinfluss haben eine gewisse Abgabe/ Steuer zahlen muss z.b. Bei Flügen mit Privatflugzeugen, Sprit für Luxusyachten etc. . Weil hier leider den Preis der Klimaerwärmung die Gesellschaft als ganzes Zahlen muss und nur sehr wenige davon profitieren.
Bin aber auch der Meinung, dass es schon mal ein guter erster Schritt wäre wenn jeder einzelne mal überlegt wo er oder sie vllt ohne ,dass es gleich eine große Einschränkung bedeutet, ökologischer Leben könnte.
7,005
Das kann ich auch bestätigen.
Auch dieser "To good to go Trend" mit den Lebensmitteln. Wobei da halt auch manche Menschen echt angewiesen sind drauf. Und dann aber andre, die sichs sehrwohl leisten könnten, so stolz sind was ergattert zu haben.
Also trotz vermeintlich gutem Einkommen hört die Schnäppchenjagd nicht auf. Mein Mann sagt immer, von den Reichen kannst das Sparen lernen 😅
4,901
Ich finde, nach dem Tod muss man nicht mehr bestimmen müssen. Erbe ist und bleibt ein Geschenk für den Erben.
Und ja! Es muss in der Politik angesetzt werden.
4,901
Also ich hab eher den Eindruck, dass Menschen die gut verdienen oder zumindest überdurchschnittlich sich auch mehr mit Geld befassen, und darauf achten.
Ich sehe oft die, wo es eng ist ständig shoppen bei Primark, beim mäci, neuestes iPhone auf Pump, Urlaub muss AI sein. Ich kenne eine Familie, die nehmen jedes Jahr den Sommerurlaub auf Konsum-Kredit. Weil sie sagen es steht ihnen zu einmal im Jahr wegzufahren… und das muss dann der magic Life Club sein. Die zahlen das dann das ganze Jahr über ab, dann von vorne. Anstatt ein Jahr auszusetzen und zu sparen.
Sicherlich sind das nicht alle! Nur die Beobachtung in meinem Umfeld.
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Ich habs ja oben schonmal geschrieben - ohne Wissen über Vorgeschichte und Vermögen kann man das gar nicht beurteilen.
Ich kenne beide Seiten aus meinem Leben und weiß mehr als viele andere zu schätzen, was ich mir völlig alleine erarbeitet habe.
Und allein aus diesem Grund werde ich nie jemand sein, der einfach wahllos Geld ausgibt und nicht immer mal nach Schnäppchen schaut.
Und vom Geld ausgeben ist auch noch keiner reich geworden.
899
Nicht die obere Mittelschicht, sondern die wirklich Reichen mit überdurchschnittlichem Lebensstil, Einkommen und Erbe sind sehr geizig. Aber vermutlich ist das auch Typsache.
6,643
Und ich schau auch gern mal bei Willhaben, weil ich den Neukonsum etwas einachränken möchte u es ist ja doch auch besser für die Umwelt. Letztens hab ich erst ein Regal fürs Kinderzimmer bei Willhaben ergattert. Kein Verpackungsmüll, kein Aufbauen mehr u günstiger wars auch 😅
Also ich kaufe lieber etwas gebrauchtes hochwertigeres bei Willhaben, als bei Primark, davon abgesehen, dass ich da kaum reingeheb kann, weil es so nach Chemie stinkt 😅
4,901
Woher weißt du das?
Ich kann dir sagen den meisten wirklich Reichen merkt man das Geld nicht an.
Und ich hab beruflich mit sehr vielen zu tun gehabt. Habe sie als sehr normal, bodenständig erlebt - Otto Normalverbraucher.
Die richtig teuren Marken sind oft sehr dezent mit ganz kleinen Logos, und Immobilien-Vermögen sieht man einem Menschen auch nicht an. Die wirklich Reichen haben das protzen oft nicht nötig, und das hat nix mit geizig zu tun. Zumindest bei denen die es selber erarbeitet haben ist das meine Erfahrung aber das ist natürlich nur ein kleiner Prozentsatz.
Und vlt haben die auch einfach erkannt dass Konsum nicht glücklich macht. Also ich Trau mich wetten dass ich mein Konsumverhalten nicht ändern würde selbst wenn ich mal die Euro Millionen knacke. Ich würde einfach mehr spenden und anstatt zu arbeiten mich ehrenamtlich engagieren. Und hätte die Putzfrau jeden Tag da 🤣 Und würd es so anlegen dass viele Generationen nach mir dasselbe tun können 😀 ich sehe keinen Mehrwert darin Geld auszugeben für Dinge die mich nicht glücklich machen.
Man darf auch nicht vergessen wo man herkommt. Meine Mutter hat wirklich hart gearbeitet als AE mit viel Kindern, und ich sehe den Wert von Geld. Das wird für mich nicht weniger wert nur weil mehr da ist.
570
Bei mir und für mich sparen fällt mir relativ leicht. Ich habe mir - abgesehen von der notwendigen Umstandskleidung für die Arbeit - in den letzten 3 Jahren 5 Bekleidungsstücke (Gewand + Schuhe) neu gekauft. Andererseits profitiere ich vom eigenen Konsumwahnsinn, als mir das noch nicht bewusst war und meine Kästen sind voll und ich möchte mein Gewand reduzieren, indem ich es kaputt trage und dann nicht ersetze...
Wo ich mir schwer tu beim Sparen ist mein Sohn. Und da spielt social media definitiv eine große Rolle. Wenn ich da wieder eine Liste von Spielzeugen seh, die jetzt perfekt für sein Alter sind und ihn optimal in der Entwicklung fördern.... da gehe ich im Kopf immer sofort durch, was wir davon haben und fühl mich danach, als ob ich ihn vernachlässige, weil er nicht DAS optimale Spielzeug hat und würde am liebsten alles für ihn kaufen. Ist ein Blödsinn, ich weiß. Daher schränke ich mittlerweile meinen Konsum gewisser Profile ein, weil es nicht gut tut. Gleichzeitig führe ich eine Geschenkeliste am Handy und wünsche mir dann daraus was von der Familie bei Anlässen....