Feminismus im Alltag
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Kommentare
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Klingt jetzt zwar hart, aber ich hab ihm mal gesagt, dass ich es hasse, dass er ein Mann ist
Allerdings mit der Begründung, dass er nie verstehen kann, wie es in meinem Kopf aussieht
Dass er nie wissen wird, wie es sich anfühlt als Rabenmutter bezeichnet zu werden, nur weil man nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen möchte
Und noch mehr solche Themen
Genau genommen, hasse ich ihn ja nicht dafür, dass er ein Mann ist, sondern die Gesellschaft, die sein Leben um einiges einfacher macht wie meines
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Ich solidarisiere nicht allein aufgrund des Geschlechts oder glaube jede Geschichte nur weil eine Frau scheinbar ein Opfer ist.
Wenn eine Dumpfnussfrau einen Job aufgrund einer Quote bekommt, schütteln wir genauso den Kopf wie über die vielen Dumpfnussmänner.
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Ich hab's wie @milliondollarbaby es ist abhängig von der Situation. Wir solidarisieren uns nicht nur aufgrund des Geschlechts mit der jeweiligen "Seite". Also ja, wenn's ein Thema ist, wo Frauen auch tatsächlich benachteiligt werden, was sexistisch ist, unfair, was weiß ich, schreit er sogar als erstes auf. Beispiel: wenn er für Kindererziehung oder -betreuung gelobt wird, freu ich mich für und mit ihm, aber er lässt nie aus zu erwähnen, dass es unsere gemeinsame Leistungen ist und was ich nicht alles tu.
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Meine Oma meinte erst letztens, mein Mann darf wegen der vielen Arbeit nicht jammern, immerhin ist er für die Ernährung der Familie zuständig u früher durfte ein Mann auch nicht jammern 😅
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Aber dass man der hochschwangeren mit dem Kleinkind allein zu Hause helfen könnte, auf die Idee ist niemand gekommen. Das hat mein Mann halt Schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Ich weiß gar nicht ob er die Ungerechtigkeit dahinter gesehen hat 😅
Das tragische an der Situation ist aber eher, dass die Einschätzung der Frauen war, dass ich keine Hilfe aber mein Mann dafür umso mehr bräuchte.
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Was kann er Wichtigeres zu tun haben, als auf sein Erstgeborene aufzupassen während seine Frau im Krankenhaus nach einem Kaiserschnitt wieder zusammen wächst.
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Also in deinem Beispiel find ich, wirst du als stark und kompetent angesehen und er eher unbeholfen...
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Seh ich auch so.
Meine Schwiegermutter ist letztens aus allen Wolken gefallen weil ich Pizza holen war u mein Mann alleinw mit unseren 3 Kindern.
Sie findet das verantwortungslos von mir 🤣🤣Hab dann gesagt: na du traust deinem eigenem
Sohn u Vater seiner Kinder aber viel zu 😅
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Die Hilfe die mein Mann aber dann immer angeboten bekommt ist erstaunlich.
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Noch dazu hat er mir beigepflichtet, dass er sich selbst auch hasst, dass er solche Sachen nicht nachempfinden kann
Also ja, das kam bei mir nicht aus dem Nichts, sondern nachdem wir schon stundenlang über solche Themen geredet haben
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Aber ich fand es für mich ungleich anstrengender.
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Somit bestärkst du mein Gefühl, dass die Männer - vor allem "Feministen" - es eben doch nicht einfacher haben. Sie haben ihr eigenes Packerl zu tragen und zusätzlich stehen sie unter Druck nicht zu wissen wie es Frauen geht, mit ihnen mitzuleiden und zu versuchen ihnen zu helfen ihr Packerl zu tragen. Verstehst du wie ich das meine? Also, deswegen versuche ich in meiner Ehe mit ihm zusammen zu arbeiten und nicht gegen ihn.
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Nur weil ich das so gesagt habe, arbeite ich nicht gegen ihn, wir sind ein Team, und das immer in allen Belangen
Aber ja, im Text kann man alles nicht so rüber bringen, wie du es auffasst
Es klingt dramatischer als es war
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Ich meinte natürlich nicht "Männer gegen Frauen" oder umgekehrt, sondern wirklich vorhandene Strukturen, die Frauen benachteiligen. Stichwort Kinderbetreuung, Altersarmut, Jobmöglichkeiten als Elternteil wo ja die Frau oft zurücksteckt usw usw..
Aber auch zB Männer, die daheim nicht mittun und wo die Frau alles alleine stemmt. Kinder, Haushalt UND Job...
Ich finde es deswegen interessant, weil ich immer wieder merke, dass sich manche Männer dann solidarisieren mit "Naja, aber wenn sie damit einverstanden ist und er dafür bla..." ohne zu hinterfragen in wie weit ein Mensch tatsächlich einverstanden ist oder es aufgrund der Rahmenbedingungen nunmal so machen MUSS. Oft auch Männer, die zuhause sehr wohl unterstützend sind aber hier dann trotzdem ein bisschen in den Verteidigungsmodus gehen. (obwohl es ja was strukturelles ist)
Ein häufiger Grund, warum Männer zB so selten in Karenz gehen ist ja auch oft weil sie mehr verdienen und die Familie nicht auf das höhere Gehalt verzichten kann. Bedeutet das dann aber, dass die Frau leidenschaftliche Hausfrau und Mama ist? Wohl eher wird sie hier indirekt auch hineingezwungen. Sowas meinte ich...
Oder die Meinung, dass Frauen instinktiv alles besser wissen wenns um die Kids geht weil es ja quasi "angeboren" ist. Nur wenige in unserer Gesellschaft verstehen, dass auch Mütter vieles erlernen müssen und mit der Geburt des Kindes erst geboren werden. Dem sind sich oft eher Frauen bewusst als Männer und wenn ich es ihnen dann mitteile fühlen sie sich angegriffen. 🤷🏻♀️ Viele Männer sind der Ansicht, dass eine Mutter vieles von Natur aus weiß/kann/will.
Das basiert jetzt aber natürlich alles nur auf meiner subjektiven Wahrnehmung!
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Das mit dem mehr verdienen kommt aber auf den Job an. Wenn die Frau Ärztin ist u der Mann Pfleger verdient die Frau mehr, weil ihr Job höher qualifiziert ist.
Also das hat nix mit dem Geschlecht zu tun.
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Meist ist es so: Frau nimmt das was in der Stellenanzeige steht. Männer fordern gleich mal das doppelte.
Ich mach es wie die Männer und kann nur sagen: Frechheit siegt.
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Und das mit dem Nachverhandeln ist auch viel anerzogen. Die Eigenschaften die bei Männern als stark wahrgenommen werden, werden zudem Frauen oft negativ ausgelegt. Muss also nicht immer gut ausgehen, wenn man zu sehr in die Presche springt.
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Das ist aber ein strukturelles Problem und es ist nicht so dass die Frauen selber schuld sind. Man könnte ja auch was dagegen tun - andere Länder machen was dagegen und haben es auch geschafft dass es nicht mehr so ist.
Will „man(n)“ aber nicht.
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Es gibt Zungen, die behaupten die Berufe seien so schlecht bezahlt WEIL eben Frauen sie überwiegend ausführen und dass sie besser bezahlt wären, wenn es "Männerberufe" wären.
Dazu kommt noch, dass Frauen oft weniger verdienen, weil sie aufgrund von Care Arbeit (die sie oft mehr übernehmen als der Partner) weniger Stunden arbeiten. Das führt wiederum zu Altersarmut aufgrund der geringen Pension.
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Ich denke, dass die Frau, die um einiges mehr als der Mann verdient trotzdem eher die Ausnahme die es natürlich auch gibt) ist.
Allein schon aufgrund der typischen Rollenverteilung je nach Beruf (Frauenberufe,Männerberufe) und auch aufgrund der Mehrheit an männlichen Führungspositionen, die dementsprechend auch mehr verdienen.
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