Streitthema: Job & Haushalt
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Kommentare
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Ganz schlimm. Und zeitgleich behaupten, man wertet das Berufsbild nicht ab...
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Ich finds traurig das „schule schwänzen“ und Regale einräumen gleichgesetzt wird und Regale einzuräumen im selben Zug als „Minderwertig“ dargestellt wird.
Ich habe den größten Respekt vor jedem LKW Fahrer der Stunden auf den Straßen zubringt um jeden seinen Orangensaft, Fleisch etc. liefern zu können. Ebenso für jeden im Einzelhandel der eben Regale einräumt und schlichtweg kassiert.
Leute die solche Jobs nicht zu würdigen wissen, sollten besser ihr eigenes Feld bestellen, um nicht mehr in den Supermarkt gehen zu müssen.
Nicht alle Menschen die früher mal sporadischer in die schule gegangen sind, sind jetzt im geringeren Segment was die Einkünfte betrifft.
Viele hatten einfach weniger Interesse an der Theorie und wollten schlichtweg arbeiten - gehören heut zu den besten Handwerkern, Technikern oder ähnliches. Verdienen mehr als jeder Neurochirurg….
Andere waren immer in der schule, sind aber nur Theoretiker und haben von Praxis keinen Schimmer - verdienen gut aber haben eigentlich keine Ahnung und „überleben“ nur weil eben der Nichtakademiker für den mitdenkt….
Ich hasse daher echt solche Verallgemeinerungen!
Matura und Studium bedeuten nicht automatisch Großverdiener und Mittelschule mit Lehre verdonnert nicht all jene in das Geringverdienersegment.
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Wie fad muss solchen Leuten sein 🫣
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Unsere Putzhilfe ist eine sehr liebe und zuverlässige Frau aus Charkiw, Ukraine. Wir hatten schon mehrere Putzfrauen, aber sie putzt wirklich am sorgfältigsten. Da hier eine Diskussion darum entbrannt ist, wir zahlen ihr eine Tagespauschale von 50 Euro, womit sie zufrieden ist. Sie kann nicht gut Deutsch, aber soweit ich sie verstanden habe, bekommt sie irgendeine Flüchtlingshilfe vom Staat und putzt nebenbei in ein paar Haushalten, weil sonst nicht viel bleibt. Würde sie angemeldet arbeiten, würde die staatliche Hilfe gestrichen oder reduziert und sich nicht rechnen. Sie wollte von uns ursprünglich 12 Euro pro Stunde und war immer meistens drei Stunden da, also 36 Euro. Da ich nie Kleingeld habe, hat sie immer gleich 40 bekommen. Wir haben es dann auch aus praktischen Gründen dann auf 50 Euro erhöht. Weil ich meistens nur große Scheine habe 😁 Macht umgerechnet einen Stundenlohn von 17 Euro. Würde auch sicher nicht mehr als 20 Euro bezahlen, obwohl wir auch zu den Besserverdienern gehören. Aber da lege ich mein Geld auch lieber wo anders an, also ich verstehe schon die Argumente der "anderen" Seite. Habe auch einige unschöne Erfahrungen gemacht mit Ungarn, aber auch mit einer Österreicherin, die wir zum Putzen hatten. Da gibt es überall schwarze Schafe, wobei bei den Putzdamen gibt es auffällig viele 😁 ist im gesamten Bekanntenkreis ein großes Thema, weil fast niemand eine gute Putzhilfe findet und die eine haben, sind fast alle unzufrieden, behalten sie aber, weil nichts Besseres nachkommt. Da haben wir großes Glück mit unserer 🙏🏼
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Und auch wenn eine eine fixe Anstellung hat verliert sie natürlich was für die Pension. Wenn sie jetzt angestellt 1000 netto hat und 500 dazuverdient kriegt sie halt Pension auch nur berechnet von den 1000.
@kastanie91 ah Mango. Dass die neue fake ist war mir gleich klar aber die hatte ich schon vergessen.
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Streng genommen schon. Aber ich glaube, dass die meisten Familien ihre Putzhilfen schwarz bezahlen. Und ihre Babysitter und Nachhilfelehrer. Das ist in Österreich salonfähig...
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Oder gibt es Gründe, die dagegen sprechen diesen zu nutzen?
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Sie verlieren halt die paar Euro Versicherung (und sind meistens eh anders versichert) und haben mehr Aufwand.
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Da ist die Putzfrau aber selber dafür verantwortlich, wenn sie sich für Schwarzarbeit entscheidet! Dann soll sie sich eben eine richtige, angemeldete Stelle suchen, wenn das nicht passt. Wenn sie keine ordentliche Stellebekommt, kann sie sich auch mal fragen, woran das liegt. Ich finde 12 Euro für Putzen nicht so wenig, so schlimm ist die Arbeit nicht und man muss dazu nichts können, nicht mal den geringsten Schulabschluss braucht man dafür!
Ich würde gerne von allen Kommentierenden wissen, wie sie sich eine optimale Bezahlung für alle Menschen vorstellen! Wenn ihr Putzfrauen so hoch entlohnen wollt, wie sieht es in anderen Berufen aus? Findet ihr nicht, dass es Unterschiede zwischen Berufen geben muss? Dass mehr Leistung besser entlohnt gehört oder lange Ausbildungswege auch zu mehr Gehalt führen sollten? Menschen brauchen einen Anreiz für ihr Tun, nur wenigen reicht die Leidenschaft. Ich selbst bin Juristin geworden und verdiene entsprechend, aber wäre dem nicht so und ich würde nur unwesentlich mehr als eine Putzfrau oder Verkäuferin verdienen, dann hätte ich mir den Weg durch die Rechtswissenschaften niemals angetan! Das viele Lernen, das nebenbei arbeiten, der harte Aufstieg, um sich einen Namen zu machen und Klientel zu bekommen. Wozu, wenn ich auch einfach nur Putzen gehen könnte, ohne große Schule und lange Zeit ohne Einkommen? Mich interessiert die Materie sehr, aber das allein reicht sicher nicht!
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Weil immer die 12 € für Putzfrauen erwähnt werden.
Mindestlohn ist laut ögk 15,60€.
Klar, das ist angemeldet. Aber alles darunter ist legal gar nicht möglich. Wenn wer weniger zahlt, profitiert er also von der Schwarzarbeit als Arbeitgeber.
Das hat dann auch nichts mit "mit seinem Geld Wirtschaften " zu tun.
Also wenn jemand so viel verdient, aber dann nicht bereit ist für eine Reinigungskraft den MINDESTlohn zu zahlen, sollte vllt besser auf eine verzichten statt sich zu echauffieren.
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Keine einzige Putzhilfe, die sich bei uns beworben hat, wollte das. Mir ist es nur recht, dass ich nicht draufzahlen muss.
Genau das nennen die meisten auch als Grund. Sie wollen einfach keine offizielle Anstellung und der Arbeitgeber freut sich, weil er sich was erspart. So gesehen eine Win-Win-Situation. Dass Schwarzarbeit auf das Gesamte eine Auswirkung hat, mal außen vor genommen.
Sehe ich im Prinzip so wie du, es muss sicherlich Unterschiede geben. Bildung/Ausbildung muss sich auszahlen. Würde mich auch ärgern, wenn Leute, die weit weniger Leistung erbringen, am Ende gleich aussteigen wie ich. Es hat einfach eine gewisse Ungerechtigkeit in sich. Dass sowas den Menschen nicht wirklich gefällt, versteht sich von selbst. Das heißt gar nicht, dass man manche Berufe als minderwertig empfindet. Wie blöd würden wir alle aus der Wäsche schauen, wenn es keine einfachen Arbeiter, Müllmänner, Putzfrauen mehr gäbe. Und dennoch muss man anerkennen, dass Menschen, die maturieren und mehrere Jahre studieren, natürlich mehr verdienen müssen, allein um die verlorenen Jahre auszugleichen. Das können gut und gerne zehn Jahre sein, in denen ein Arbeiter eben gearbeitet hat, während der Akademiker in der Zeit Schule und Studium gemacht hat. Wird zwar auch ein wenig angerechnet, aber auch nur minimal. Und es schon eine ganz andere Verantwortung, etwa als Arzt Menschen zu behandeln, als ein Klo zu putzen. Das gehört schon entsprechend reicher belohnt.
Eins zu eins so sagen kann man es allerdings auch wieder nicht. Nicht nur eine höhere (Aus)Bildung kann ausschlaggebend sein. Sehen wir uns mal Kindergartenpädagogen an. Bin mir jetzt nicht sicher, ob das mittlerweile auch schon ein akademischer Beruf ist, ähnlich wie bei Krankenschwestern. Jedenfalls vor nicht allzu langer Zeit konnte man mit 19 Jahren fertige Kindergärtnerin sein. Das ist ein unfassbar anstrengender und verantwortungsvoller Beruf, der einem viel abverlangt. Nerven, Energie, aber auch einiges an pädagogischem und psychologischem Wissen, das umgesetzt gehört. Drumherum noch die Mehrarbeit wie Dokumentationen, Projekte, Lehrauftrag. Wahnsinn, was diese Menschen leisten! Und wir alle vertrauen ihnen das Wertvollste an. Dieser Beruf gehört in meinen Augen mit Gold bezahlt. Auch wenn die Leute dafür nicht ewig studieren müssen.
Was ich halt bedenklich finde, ist, dass zu viele Menschen so wenig verdienen, dass sie sich das Leben kaum leisten können. Derzeit gerät selbst die Mittelschicht in große Probleme, durch die Inflation und generell die steigenden Kosten. Dass Wohnen und Lebensmittel derartig teuer geworden sind, ist in meinen Augen eine Frechheit und vollends auf dem Mist einer unfähigen Regierung gewachsen. Wohnen und Lebensmittel sind Grundbedürfnisse eines jeden Menschen und beides muss für alle leistbar sein. Dass es hier nicht längst Deckelungen und Lösungen gibt, ist katastrophal. Außerdem bin ich wirklich sehr dagegen, dass Privatpersonen Wohnraum anbieten dürfen. Sowas führt zu Wucherpreisen sowohl bei Kauf als auch bei Miete. Es führt dazu, dass Reiche immer Reicher werden, Spekulanten eine Immobilie nach der anderen kaufen und verhökern. Das Thema Wohnraum gehört meiner Meinung nach voll in die Hände einer verantwortungsvollen Regierung.
Ich würde es einfach gut finden, wenn es durchaus adäquate Gehaltsunterschiede gibt, aber die unteren Schichten so viel verdienen, dass sie gut leben können. Ohne Sorgen, das Zuhause zu verlieren oder am Ende des Monats ihren Kindern nur noch trockenes Brot geben zu können. Oder dass der Strom abgedreht wird. Oder die Kinder in zu kleinen Schuhen laufen müssen. Der Mindestlohn müsste viel höher sein und von mir aus kann man dann auch die höheren Gehälter ebenso erhöhen, sodass eben die Unterschiede zwischen den Berufen bestehen bleiben.
Mir wäre halt wichtig, dass es allen Menschen gut geht.
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Zum anderen: wenn wir Glück haben, bekommen wir einen Vermieter dem es nicht um 50€ mehr oder weniger geht. Ja, es ist nur ein 2 Familienhaus bei dem es ihm um liebe sich ums Haus schauende Mieter geht aber es gibt auch solche. Selten aber doch.
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Tatsächlich hab ich in einem Betrieb gearbeitet in dem alle gleich viel verdient haben - egal ob Putzfrau oder Akademiker/in (mir ist bewusst, dass das eine absolute Ausnahme darstellt und es war wirklich interessant, wieviele sich da echt schwer getan haben. Da kam seeeeehr viel Missgunst und Neid zum Vorschein).
Ich persönlich sehe Schule, Studium, etc. als Privileg. Nicht jeder, der nicht studiert hat, war dafür zu dumm. Sehr oft spielen da auch Lebensumstände rein.
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Na, nicht in die Hände der jetzigen Regierung, da bin ich voll bei dir
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Jetzt interessiert es mich aber sehr, in welcher Branche das war. Rein aus Neugierde! Bin mir ganz sicher, dass das auf Dauer nicht funktionieren kann. Ich nehme mich selber auch nicht aus.
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Gesundheitsbereich
Naja, es funktioniert seit bald 20 Jahren und es ist noch kein Ende in Sicht 😉
Anfangs war ich mir auch nicht sicher, ob das für mich passt.
Irgendwie nagt da ständig, dass man sich ungerecht behandelt (bezahlt) fühlt. Obwohl ich mit meinem Gehalt echt zufrieden war. Also hätte die Putzfrau weniger verdient, wärs perfekt gewesen 😅
Tja, mittlerweile habe ich einen anderen Blickwinkel und gehe völlig konform mit dieser "Methode" 🙂
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Wurde auch schon ausprobiert im Kommunismus und hat nicht funktioniert.
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Wurde auch schon ausprobiert im Kommunismus und hat nicht funktioniert.
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Mit dem Kommunismus habe ich mich nie wirklich beschäftigt. Könntest du mir vielleicht kurz umreißen, wie deren Wohnlösung ausgesehen hat?
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In der sowjetunion hat du einen Antrag an den Staat gestellt dass du eine (größere) Wohnung brauchst, dann hast du viele viele Jahre gewartet und dann eine bekommen.
Gut funktioniert hat es nicht, es gab viel zu wenig Wohnungen und die Bauqualität war schlecht. So wie halt vieles in der sowjetunion nicht funktioniert hat. Aber immerhin war es für alle gleich schlecht. Oder zumindest für die meisten.
Welche Wohnung und wo konntest du dir nicht aussuchen. Damals war man froh überhaupt eine Wohnung zu haben - es war ganz normal dass mehrere Familien sich eine Wohnung teilten, jede Familie hatte dann ein Zimmer für sich.
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Was mich zusätzlich bei unserem System stört, die Gewerkschaften! Bereiche die eine starke Gewerkschaften haben können alles machen (so wirkt es oft) Bereiche die keine starke haben schauen durch die Finger. Und das ist irgendwie ziemlich traurig. Da es zum Beispiel in der Elementarpädagogik 9 verschiedene Gesetze gibt und nichts einheitlich ist, gibt es auch nicht wirklich jemanden der für uns zuständig ist. Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen und nix passiert. Und da gibt's ja viele Berufe wo das so ist,.. Leider.
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Witzig, aber nein, Politik interessiert mich eher weniger. Das ist auch eine meiner größten Bildungslücken, muss ich zugeben. Ich kann gut meine persönliche Meinung zu gewissen politischen Themen abgeben, aber mehr auch nicht.
Danke für die Informationen! Was du da beschreibst, liest sich grauenvoll.
Meine grundsätzliche Idee war, dass zunächst allein der Staat Wohnungen und Häuser besitzt. Diese in verschiedensten Formen, Farben und Größen. Die Preise sind moderat und folgen einem Schema, das bedeutet keine willkürlichen, übertriebenen Forderungen, keine enormen Steigerungen, die aus Gier oder Gewinnlust erwachsen (so wie es doch bei vielen Privatpersonen, aber auch Genossenschaften der Fall ist, v.a. freifinanzierte Objekte). Es gäbe eine klare Linie und eine Preisdeckelung. Jedoch könnten die Menschen durchaus selbst mit entscheiden, wo sie leben wollen. So wie jetzt auch, nur dass eben einfach immer der Staat der Vermieter ist. Natürlich könnte man in meiner Welt auch kaufen oder selbst bauen. Aber ich finde, dass eine Familie auch nur ein Haus braucht, nämlich das Haus, in dem sie lebt. Vielleicht noch ein zweites Objekt, zwecks Ferien oder wenn das Kind studieren geht. Ein bisschen Toleranz muss sein. Aber sie dürften die Immobilien nur selber nutzen, eben nicht vermieten. Wohnraum anbieten wäre eben nur in staatlichen Händen. Und es gäbe auch klare Regelungen zum Verkauf seiner Immobilien, damit nicht wieder X Leute herumspekulieren, indem sie Häuser günstig kaufen und teuer weiterverkaufen. Vielleicht klingt das sehr nach Kontrolle und Grenzüberschreitung. Für mich wäre das total in Ordnung.
Naja, ich sehe es wahrscheinlich zu naiv oder träumerisch. Da ich in der Materie zu wenig beheimatet bin, mag manches unrealistisch sein, das geb ich zu. Aber ich bin auch der Meinung, dass alles möglich ist, wenn man nur will. Es kann eben auch eine Welt geben, in der es allen gut geht, aber viele wollen das einfach gar nicht.
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Ist in meinem Beruf auch so, wir haben null Lobby, aber ich muss auch sagen, dass ich trotzdem sehr zufrieden bin. Bei uns ist das Gehalt generell gut und die Arbeitsbedingungen genauso. Sicher jammern wir auch. Doch es könnte viel schlimmer sein und ich sehe in Berufen, die mit uns zusammen arbeiten, als auch in anderen Branchen, viel größere Baustellen. Auf manche blicke ich dennoch neidvoll
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Mein MINT Studium hat mir die Allgemeinheit finanziert und auch wenn putzen gleich gut bezahlt wäre wie die IT würd ich meinen Job nicht wechseln weil er mir Spaß macht und auch gute Rahmenbedingungen wie Home Office bietet.
Hab auch Respekt vor Handwerkern die bei jedem Wetter draußen sind. Genauso wie vor Leuten in der Pflege, Gastro und Pädagogen. Gibt sehr viele harte Jobs.
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Ich liebe meinr Putzfee, sie macht alles u zwar perfekt u Pikobello u zusätzlich gebr ich ihr fast jedes Mal noch Trinkgeld.
Und oh ja, eine Putzfrau muss was können. Hatte vorher eine die war eine bodenlose Frechheit.
Und bzgl Schule schwänzen u Regale einräumen…wie abwertend das schon klingt 😅Mein Mann hatte eine richtige scheiss Kindheit u war selten in der Schule u hat nicht mal eine Ausbildung. Er räumt keine Regale ein
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Und seid ihr selbst in der Gewerkschaft? Das Problem ist halt, die Gewerkschaft ist nur so stark wie ihre Mitglieder. Und wenn wenig Leute Mitglieder sind, ist es halt schwierig.
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Aber in Norwegen zB wird es so gehandhabt, dass Berufe sehr ähnlich bezahlt werden. Der Professor verdient ähnlich viel wie der Taxifahrer oder die Kellnerin. Führt dazu, dass es kaum Gastronomie gibt, weil niemand Unsummen fürs Essen gehen bezahlen will. Das fand ich während meines Erasmus-Semesters sehr spannend! (Und auch öde, als Österreicherin nie essen gehen zu können - da hat echt was gefehlt 😄)
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Wenn das so ähnlich bezahlt wird.. machen dann überhaupt noch viele eine langjährige Ausbildung?
Also wenn sich das Studieren am langen Ende nicht "lohnt", wird es trotzdem gemacht?
Weil wenn nicht müsst es im gesamten System ja ei e riesen (Wissens)lücke geben
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Ich finde nicht, dass alle gleich viel verdienen sollten. Ich glaub du hast dein Amt ja in der KPÖ oder? Wieso führen wir dann nicht das bedingungslose Grundeinkommen ein? Dann haben wirklich alle dieselbe Basis.
In den Versuchen hat es nicht funktioniert weil eben nicht alle gleich sind. Kommunismus funktioniert nicht. Und für die meisten ist beim Karriereweg sehr wohl Geld und Prestige, oft sogar Macht, die Motivation.
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Ich weiß nicht, wie es dort mit langjährigen Ausbildungen aussieht. Aber die Ausbildung, die ich dort gemacht habe - die Lehrerausbildung - war deutlich mehr auf Selbsterfahrung, Spaß und Ausprobieren ausgelegt als die österreichische, und die Professor:innen dort waren fast alle deutlich motivierter als die, die ich in Wien hatte. Insgesamt schien die Zufriedenheit dort sehr hoch zu sein, obwohl sie kaum essen gehen und obwohl sie die Malreihen erst mit 10 lernen. Es war aber nur ein Eindruck von einem halben Jahr, es kann sich auch viel geändert haben und Norwegen lebt viele Dinge ganz anders als Österreich, da ist es schwierig, Schlussfolgerungen zu ziehen.
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Hätte ich hingegen viel Geld bekommen wollen, hätte ich etwas fades mit entsprechendem Gehalt machen sollen. Steuern oder IT oder so einen Kram
Noch dazu hab ich viel zu viele Idioten an der Uni getroffen, die im regulären Berufsleben meiner Freundinnen mit Lehre baden gegangen wären. Kein falscher Respekt vor Hochschulabschlüssen.