Abstillen nach 3,5 Jahren

Hallo ihr Lieben,

wie man am Titel schon erkennen kann, stille ich meinen Sohn schon seit 3,5 Jahren. Ich hatte nie vor ihn so lange zu stillen, es hat sich einfach ergeben. Er ist ein Stilljunkie gewesen und da er immer nur kleine Mengen vom normalen Essen gegessen hat und auch zu den schlankeren Kindern gehört, habe ich dann einfach weitergestillt, auch wenn es mit der Zeit natürlich viel weniger wurde. Es war für mich auch schön und ich möchte diese Erfahrung nicht missen.

Aktuell wird er nur zum Einschlafen gestillt und noch nachts (leider schläft er nicht durch und wird zum Stillen wach). Ich möchte eigentlich schon seit einem halben Jahr abstillen, aber ich weiß nicht, wie ich es am besten angehen soll. Ich bin jetzt wieder schwanger und habe mir jetzt vorgenommen das Abstillen anzugehen, aber wie?

Mein Sohn geht auch immer recht spät schlafen (gegen 22 Uhr) und meine Sorge ist, dass es ohne Brust fürs erste bis Mitternacht vielleicht dauern wird. 🙈 Na gut, das wird dann wohl aber eh nur für paar Tage so sein.

Ich wollte euch fragen, wie das bei euch war? Va wenn die Kinder schon etwas älter sind und es eben gar nicht anders kennen. Mit 2 Jahren hätte ich ihn gefühlt viel leichter abstillen können als jetzt. Ich dachte eigentlich, dass ich ihn zuerst nachts abstille und dann erst bei der Einschlafbegleitung. Ich habe jetzt aber von einer Mama gelesen, die zuerst beim Einschlafbegleiten abgestillt hat und nachts ist das Kind dann auch nicht mehr zum Stillen wach geworden. Aber ist sicher unterschiedlich.

Was mich auch interessieren würde ist, was ihr zu eurem Kind gesagt habt. Einfach nur, dass ihr nicht mehr wollt? Und habt ihr eurem Kind eine Alternative angeboten (also Fläschchen mit Haferdrink oder ähnliches?). Hab da nur die Sorge, ob es sich dann ungünstig auf die Zähne auswirkt.

Ich bin gespannt auf euere Erfahrungen. <3<br>

Kommentare

  • Hi,
    Ich hab nicht so lang gestillt aber ich weiß, dass @wölfin ihre Kinder auch lang gestillt hat. Vielleicht hat sie einen Tipp für dich. 🙂
  • Hallo! 😊

    Bin schon lange stille Mitleserin und hab mir gedacht, jetzt muss ich mich aber anmelden und dir schreiben. Habe mich richtig in deine Situation reingefühlt.

    Ich hab meinen Sohn 3 Jahre und 9 Monate gestillt. In der Schwangerschaft mit ihm habe ich mir 2,5 - 3 Jahre stillen vorgenommen. Später habe ich gelesen, dass das natürliche Abstillalter von Menschenkindern eigentlich bei 4 - 7 Jahren liegt. Nach seinem 3. Geburtstag dachte ich mir, jetzt habe ich schon so lange gestillt, dann kann ich das bissl auch noch stillen.
    Als er 3 Jahre und 9 Monate alt war wollte ich dann aber einfach nicht mehr. Da hat er nur mehr abends zum Einschlafen getrunken. Wir haben eigentlich nicht wirklich über mein Vorhaben ihn abzustillen geredet. Ich hab einfach meinen Mann das Abendritual (duschen, Zähne putzen, Buch vorlesen, kuscheln) übernehmen lassen und ich habe währenddessen einfach noch die Küche geputzt und aufgeräumt.
    Das haben wir bis heute so beibehalten, es sei denn mein Mann arbeitet mal länger.
    Mein Sohn hat sich richtig auf die zusätzliche Papazeit gefreut und keinen einzigen Abend nach mir gefragt. War selber total überrascht wie einfach das ging. 🥲 Wir trinken auch nur Hafermilch, aber die haben wir jetzt nicht stattdessen angeboten. Habe untertags einfach öfters Wasser und frische Früchte hingestellt.

    Nur Mut! Das Abstillen von Kindern unter 3 Jahren stell ich mir weitaus dramatischer und mühsamer vor als bei älteren Kindern.

    Sohnemann #2 ist jetzt 17 Monate alt und diesmal möchte ich wirklich sein natürliches Abstillen erleben. Bin gespannt ob ich das rund um seinen 4. Geburtstag immer noch sage. 😆
    Finds nämlich schade, dass sich der Große nicht an die Stillzeit (die Geborgenheit dabei) erinnert. Hätte mir das für unser Band gewünscht.

    Alles Liebe und gutes Gelingen! 🤗

    Und mach vielleicht noch für euch zur Erinnerung ein paar letzte Stillfotos - das habe ich bei uns leider total verabsäumt. 🙈
    XaniraGerdaK
  • Hallo! Ich habe unseren Prozess hier beschrieben (war kurz nach dem nächtlichen Abstillen): https://www.babyforum.at/discussion/comment/2172494#Comment_2172494

    ...und hier: https://www.babyforum.at/discussion/comment/2205308#Comment_2205308

    Mein Sohn war da 2J 9M, also schon ein bissi jünger als deiner. Ganz abgestillt hab ich allerdings noch nicht (meistens abends vorm Bettfertig machen und am Wochenende zum Mittagsschlaf), aber es kommt kaum mehr Milch, da ich wieder schwanger bin. Es wird wohl in den nächsten Wochen ein Ende nehmen (wenn nicht von ihm selbst - er will jetzt oft abends gar nimma - dann von mir aus), und ich denke, dass es vielleicht schon Protest geben wird, wenn's allein von mir kommt, aber es nach dem "härteren" Prozess mit nachts abstillen und dann tagsüber einschränken eher einfach sein wird. Auch, weil ich weiß, dass ich nicht tandemstillen will.

    Ich finde es wichtig, dass man ehrlich ist zu dem Kind und in Klarheit sagt, dass man nicht mehr will. Auch wenn es dem Kind nicht taugt. Aber irgendwelche Lügen oder Flunkereien finde ich nicht fair und das Kind spürt das auch oft, dass da was nicht stimmt.
    Xanira
  • Hallo! Ja, nicht ganz so lang aber 27 Monate kind1 (da war ich ca in der 20.ssw) und kind2 dann 2 Monate vor dem 3. Geburtstag.

    Bei meiner großen war die Situation vielleicht ähnlich wie bei dir, auch wegen der schwangerschaft. Ich habs mit ca 2 Jahren schon versucht sie abzustellen weil unsre Nächte gar so mühsam waren (teilweise stündlich bis alle 2 Stunden aufgewacht) und bin daran gescheitert. Später ging es dann relativ einfach. Ich konnte nach und nach reduzieren und ich glaub die Milch wurde dann wegen der schwangerschaft sowieso weniger. Ich empfand es auch immer wieder unangenehm bis schmerzhaft (vielleicht hormone in der Schwangerschaft?) und hab das meiner Tochter auch gesagt und da dann abgebrochen. Sie war in dem Alter schon recht empathisch und es war für sie keine Diskussion, wenns mir weh tut hört sie auf.

    Die Abstillentscheidung kam dann relativ spontan. Wir stillen nur mehr abends und morgens und ich ha ihr am 15.7.2020 am Abend gesagt, dass ich sie das letzte mal stille, sie hat es akzeptiert und das wars. Milch war dann auch gleich weg, also wahrscheinlich hat sie e nix mehr rausbekommen.
    Sie kam dann nochmal 2 Wochen später in der Nacht und ich hab sie gestillt weil ich im Halbschlaf vergessen hatte dass wir nicht mehr stillen 🙈, wir haben dann aber beide gleich festgestellt, dass das ein Versehen war und aufgehört.
    Davor haben wir immer wieder mal darüber gesprochen, also ganz überraschend wars nicht.

    Bei meiner kleinen haben wir auch immer wieder mal drüber gesprochen aber ohne konkreten Termin. Zunächst mal wollte ichs in erster Linie reduzieren.
    Die Entscheidung ansich von mir kam sehr spontan. Ich hab zunächst mal auf "nur abends und morgens" reduziert aber innerhalb von 5 Tagen komplett abgestillt,weil es recht gut ging und ich das Gefühl hatte, wenn ichs nicht komplett durchziehe werd ich wieder rückfällig wenn sie zb krank ist oder so.

    Ich bereue es nicht, J hat es akzeptiert und blieb aber ein absolutes MamaKind (ich dachte, sie hat dann vielleicht mal eine Papahhase, aber es war nur wenige Tage dass sie lieber zu Papa wollte wenn sie nachts aufgewacht ist) und sie spricht jetzt 5 Monate nach dem Abstillen noch sehr viel von der Zeit, schwelgt in Erinnerungen "damals, als ich noch klein war..." und sie würde denk ich nach wie vor nicht von sich aus Abstillen.

    Ja, es ging beide Male von mir aus und ich hatte eine zeitlang auch vor meine Kinder selber entscheiden zu lassen. Aber im Endeffekt muss es für beide passen und ich wollte halt irgendwann nicht mehr, obwohl ich die Stillzeit beider Kinder genossen habe.
    TamaraNXanira
  • @BioFabienne Wie schön, dass es bei euch so gut geklappt hat. <3 Mein Mann hat über die Jahre immer wieder mal meinen Sohn versucht ins Bett zu bringen und es gab Tage, da wollte mein Sohn, dass der Papa ihm ein Buch vorliest. Ich bin dann auch immer rausgegangen und irgendwann wurde ich dann doch reingerufen, weil er die Brust wollte und ohne nicht eingeschlafen ist. Wir werden es vielleicht mal wieder probieren, dass mein Mann ihn schlafen legt. Bin momentan auch krank, also wird er es vielleicht sogar heute schon machen. Mal sehen, ob es klappt. :) Ich würde eh gerne wollen, dass mein Mann ihm jetzt öfter ein Buch vorliest und ihn schlafen legt, damit er sich daran jetzt schon gewöhnt und nicht auf die harte Tour, wenn das zweite Kind dann da ist.<br>
    @almar Ja, ganz klar, Lügen finde ich auch nicht gut. Manche sagen ja zB dem Kind, dass es ja schon groß ist und keine Milch mehr braucht, aber auch das finde ich nicht gut.
    Ich werde ziemlich sicher meinem Sohn sagen, dass ich nicht mehr stillen möchte. Weiß nur nicht, was ich sagen soll, wenn er fragt "warum". Denn meine Brüste tun zB nicht weh oder so, sonst würde ich das sagen.
    Dass ich nachts abstille, kann ich gut erklären, weil ich einfach dadurch unausgeschlafener bin. Das wird er sicher auch verstehen.

    @wölfin Danke fürs Berichten. Ich denke, dass bei mir auch kaum mehr Milch rauskommt, aber vielleicht ist es einfach noch das Saugbedürfnis?
    Ich habe auch gehört, dass sich viele Kinder von selbst abstillen, wenn die Mutter schwanger ist, weil die Milch dann auch anders schmeckt. Aber, wie gesagt, gibts bei mir wahrscheinlich eh kaum noch Milch. 🙈
    Hast du deiner Tochter erzählt, dass deine Brüste wegen der SS wehtun? Ich habe nämlich auch überlegt, ob ich ihm sagen soll, dass durch die Schwangerschaft ich einige Symptome habe und unter anderem meine Brüste auch empfindlich sind. Meine Brüste tun zwar nicht weh, wenn er gestillt wird, aber wenn man an der Seite ankommt tuts weh und das weiß mein Sohn auch. Allerdings weiß er noch nichts von der SS. Ich denke auch, dass es vielleicht nicht gut ist, wenn man die SS und die damit verbunden Symptome als Abstillgrund nennt? Auch wenn es ein Grund ist, aber ich möchte nicht, dass mein Sohn die SS dann als was sieht, dass ihm das Stillen weggenommen hat.


    Wart ihr dann eigentlich durchs Abstillen psychisch angeschlagen? Oder ist das eher dann, wenn man schnell abstillt?
  • Ich hab damals als Alternative nur Wasser angeboten. Er war ca 2,5 Jahre alt, und zum Schluss stillte ich ihn nur noch zum Einschlafen. Das war dann ein paar Tage mühsam, bis er sich ans Einschaukeln bzw. nur Kuscheln gewöhnt hatte. Aber ich hab ihm dann erklärt, dass die Milch leer ist und er hat das gut akzeptieren können. Klar ist dann auch Trauer mit dabei, aber diese Gefühle kann man gut begleiten.
    Geklappt hat es ab dem Zeitpunkt, wo ich mir sicher war, dass ich es "durchziehen" will, und dann wohl auch eine gewisse Klarheit ausgestrahlt habe.

    Durchschlafen war ab dem Zeitpunkt auch kein Thema mehr.
  • @xanira nein, ich wollte auch nicht, dass sie die kleine Schwester mit Abstillen assoziiert.
    Ja, es gibt Kinder denen die Milch in der Schwangerschaft nicht mehr schmeckt. Drauf würd ich mich nicht verlassen. Kommt vielleicht noch, aber meine hat am Anfang geclustert, da war sie 2 und ich wusste noch nicht dass ich schwanger war.

    Bei mir tats wirklich während dem stillen weh, das hab ich auch so gesagt. Also nicht "du tust mir weh", sondern "das tut mir weh".

    Psychisch hab ichs nicht gemerkt. Beim ersten Abstillen war ich sowieso schwanger, also von den Hormonen her e weiterhin anders als "normal" und beim 2. Mal war diesbezüglich gar nichts. Hatte schon damit gerechnet. Periode wurde etwas stärker, obwohl mir das während der Stillzeit e auch genügt hätte 🙈.

    Die große bekam anfangs öfters nachts Hunger und hat dann auch was gegessen. Aber Butterbrot oder ähnliches in der Küche mit anschließend Zähne putzen. Hat sich schnell aufgehört und sie hat dann eher am Abend mehr gegessen, gern auch grieskoch oder sowas. Flasche wollt ich nicht mehr anfangen in dem Alter.

    Bei der kleinen war das nicht notwendig. War ja doch schon älter.
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