Ehemann will selbstständig werden und ich bin nicht begeistert



Hallo alle zusammen.

Ich hab echt Bammel weil meinem Mann ein Blödsinn eingeredet wurde.
Ich bin noch bis 2021 im Kinderbetreuungsgeldbezug

Jetzt war mein Mann gestern beim ams, als ihn die leihfirma gekündigt hatte. Dort wurde ihm die Selbstständigkeit schmackhaft gemacht. Obwohl wir privat schulden haben und die wissen das. Weils da ein Förderprogramm gibt. Und viele würden es so raus aus den schulden schaffen. Weil er hatte heuer 10 Kündigungen wegen Pfändungen. Das war der einzige Grund, warum ihm die Firmen nicht behalten wollten. Das bekam auch das ams als Rückmeldung.

Ich hab da volles Bauchweh bei der Sache. Was ist wenn es schief geht? Was ist wenn wir dann in der Privatinsolvenz landen. Weil die Konnten wir abwenden, weil wir unsere Schulden trotz pfändungen in raten abbezahlen. Weil wir konnten mal ein Jahr keine Raten bezahlen, weil ich arbeitslos gewesen bin und dadurch haben die eine Pfändung veranlasst damals. Zu recht natürlich.
Ich nehme mit meinem onlineblog einiges ein und da geht alles für die Schulden drauf.
Die Schulden sind teilweise Jugendsünden und Gerichtskosten die durch einen Rechtsstreit mit unserem alten Vermieter Vermieter entstanden sind.
Laut neuester Rechnung müssen wir noch 4 Jahre zahlen damit wir Schuldenfrei sind.

Jetzt ist mein Mann natürlich Feuer und Flamme. Und er lässt sich von mir nichts sagen. Ein guter Freund von ihm würde ihn sponsern. Also er würde ihn da finanziell unterstützen. Weil er die finanziellen Mittel hat.
Meine beste Freundin hat das mitbekommen und die meinte wenn er das macht, meldet sie uns dem jugendamt wegen kindeswohlgefärdung 😞.
Ich hab ihr gesagt das sie das ruhig machen kann, aber unsere Kinder haben alles. Sie meinte mein Mann wäre wahnsinnig. Und die Kinder werden darunter leiden. Ich hab ihr dann gesagt sie soll sich in meine Familie nicht einmischen des machen Freunde nicht. Meinung sagen ja aber erpressen lass ich mich nicht. Sie hat keine Kinder also kann sie da nicht mitreden.

Kann mir hier jemand sagen, wie ich meinen Mann das ausreden kann, oder hat er eine realistische Chance?
Weil unsere Familie ist auch nicht begeistert davon.

Oder sollte ich ihn einfach machen lassen?

L .g

Kommentare

  • Womit will er sich den selbstständig machen? Hätte er dafür die richtige Ausbildung, den richtigen ausbildungsgrad oder sowas?
    Hat er schon mit der wirtschaftskammer gesprochen?
    Wie sieht die lage für solche Betriebe in eurer Gegend aus?
    Hat er schon mal einen Business Plan erstellt?
    Kennt er sich mit Buchhaltung und Co aus?
    Und
    Und Und und und.....
    Das sind alles fragen, mit denen er sich mal eingehend beschäftigen sollte!
    riczwusal86KaffeelöffelIreneGmelly210
  • Genau, womit will er sich selbständig machen?! Und was hat das mit dem Kindeswohl zu tun?! Die Kinder leiden sicher nicht darunter, wenn die Eltern arbeiten und Geld verdienen... die Reaktion deiner „besten“ Freundin finde ich sehr komisch...
    wie würde dein Mann denn gesponsert werden, braucht er viel Ausrüstung für den Job?!
  • Danke für die Antworten. Das ams hat das anscheinend so easy dargestellt. Er möchte einen malerbetrieb machen. Die Ausbildung hat er. Er hat sich früher schon mal damit auseinandergesetzt, da konnte ich ihm das ausreden. Aber ich würde ihn ja voll und ganz unterstützen, mein Bedenken ist halt wegen der Altschulden. Ob wenn man Privat Schulden hat, das unternehmen dann gepfändet wird oder so. Der Freund hat angeboten alles zu Regeln. Der Freund würde ihm eine höhere Summe zur Verfügung stellen. Ich hab dem Freund gesagt das wenn das Schief geht, bekommt er sein Geld nicht wieder. Das wäre ihm egal. Ich kann sie auch nicht verstehen. Sie meinte halt wenn man Schulden hat, kann man den Kindern nix bieten. Ich hab gestern lange mit ihr gesprochen und sie war schon von Anfang an gegen meinen Mann. Wir haben uns dann aber immer ausgesprochen gehabt. Nur diesesmal hat sie den Bogen überspannt. Sie hat unsere ganze Familie in seine Pläne eingeweiht. Ich wollte nichts durchsickern lassen. Weil sie hat weder Mann noch Kinder und ich denke halt sie ist eifersüchtig.
  • riczricz

    3,739

    bearbeitet 23. 10. 2019, 14:33
    Schwierig bis unmöglich für uns, das zu beurteilen. Die ersten Fragen, die sich mir stellen, sind auch: welche Branche? Welche Ausbildung/Knowhow hat er?

    Also meine bescheidene Meinung ist, dass selbstständig zu werden nur um "schnelle Kohle" zu machen, in den allermeisten Fällen zum Scheitern verurteilt ist.

    Ich persönlich würde es nicht wollen und auch von meinem Mann nicht (obwohl wir im Prinzip durchaus fähig dazu wären). Warum? Weil gerade am Anfang immer extrem viel Arbeit dahinter steckt - man muss sich natürlich erstmal richtig reinhängen, bis das Geschäft einigermaßen läuft. 60-70 Stunden pro Woche. Alles selbst machen, erarbeiten, ausprobieren,... Das bedeutet auch weniger Zeit für die Familie und Kinder. Man hat die volle Verantwortung für alles - psychisch oft nicht zu unterschätzen!

    Und bis dann wirklich sooo viel Gewinn rauskommt... Kann "ewig" dauern.

    Meine Meinung ist, gerade wenn man Schulden dringend abzubezahlen hat, ist es am besten wenn man (bzw beide) einem geregelten 40 Stunden Job nachgeht, wo man sein sicheres und regelmäßiges Gehalt hat (auf keine Provisionen o.ä. angewiesen ist) und dann auch am Nachmittag aus der Firma gehen kann und nicht mehr arbeiten oder gedanklich bei der Arbeit sein muss.

    Achja: und eine "beste" Freundin ist das wohl nicht wenn sie solche Drohungen ausspricht 🙄
    melly210
  • So jetzt hab ich erst im Nachhinein deinen letzten Beitrag gelesen @katl88

    Wieso sucht er sich nicht eine normale Anstellung als Maler und geht am Wochenende "pfuschen"? 🙈
    melly210
  • Dein Mann wurde dieses Jahr 10x gekündigt, weil er eine Lohnpfändung hat??? Was sind denn das für Firmen? Eine Lohnpfändung tut doch dem Unternehmen nicht weh - bis auf den administrativen Aufwand (wir haben mehrere Mitarbeiter mit Pfändungen).

    Aber um zum Thema zu kommen - ich würde bei meinem Mann auch keine Selbstständigkeit wollen, wenn schon Schulden da sind. Der AMS-Berater kann auch nicht vernünftig sein - gerade am Anfang investiert man in ein Geschäft und verdient selten was.
    mohn
  • Das verstehe ich auch nicht ehrlich gesagt. Bei mir war das vor den Kindern nie ein Problem. Keiner hat mich nach Schulden gefragt. Er hat jetzt auch schon einen Termin beim ams dafür. Ich meine mein kleiner Verdienst von instagram ist ja nicht der Rede wert. Dadurch hab ich auch einen kleinen Einblick in das ganze bekommen und das macht mir eben sorge. Weil wenn das in die Hose geht will ich mir gar nicht ausmalen. Ich hab das sogar gesehen, die Firmen haben die Pfändungen als grund angegeben. Dann sitzt er erst in der privatinsolvenz. Er meinte halt er hätte keine Lust mehr wegen den Schulden immer wieder gekündigt zu werden und will sein eigener Chef sein. Der eine Freund ist auch keine große hilfe. Der hat selbst eine Firma. Und lockt ihm quasi mit dem Geld auch eine fa zu machen. Also ich rede da gegen eine Wand.
  • Also so schlimm ist die Selbständigkeit auch nicht! Vor allem muss dein Mann als Maler keine großen Grund-Investitionen tätigen! Material wird auf der Baustelle weiterverrechnet! Wieso er überall gekündigt wurde verstehe ich auch nicht, denke aber, dass das eher an der Branche als an den Schulden liegt.
    Er soll sich mal nicht vom ams sondern von der wko beraten lassen, da soll er einen Termin machen, die sind echt super dort!
    Und wenn der Freund eine Firma hat, dann kann er ihm doch auch die ersten Kunden vermitteln, das wäre super!
    Aber was wäre das schlimmste, was passieren kann?! Dass er es nicht schafft und wieder zum ams muss.... also nicht schlechter als jetzt auch! Wenn er das gerne möchte und sich zutraut, soll er es doch versuchen?!
    dunkelbunt
  • Misch mich auch mal kurz ein....

    So easy wie @Bella_K das darstellt, seh ich es nicht.
    Wir sind selbst auch selbstständig allerdings in einer ganz anderen Branche...wo wir Gott sei dank in Österreich so ziemlich mit die einzigen sind.
    In der Malerbranche sieht die Welt schon etwas anders aus. Er wird dort hauptsächlich mit der Privatwirtschaft zu tun haben, nehme ich an - und wie dort zum Teil die Zahlungsmoral ist, weiß man denk ich leider auch.
    Das Material einfach auf der Baustelle gegen zu rechnen ist auch nicht sooo einfach bzw schnell. Ist es zb eine größere Baustelle muss er mit allem materialtechnisch in vorkasse gehen und das uU länger.
    Weiteres kommen die Versicherungen dazu (Betriebshaftpflicht, Betriebsausfall, SVA) was auch nicht zum unterschätzen ist. Ebenso das Thema Finanzamt hinsichtlich Umsatzsteuer etc! Er wird einen Buchhalter brauchen, der auch monatlich bezahlt werden möchte.
    Also selbstständig sein hat nicht nur Vorteile!
    Und wenn man es mit eigenen Mitteln nicht Stämmen kann und Evt auch mal 1 bis 2 Monate mit Verlust leben kann, ohne finanziell in den Ruin zu kommen - würde ich es persönlich definitiv lassen!
    Bei Geld hört nämlich unter Umständen auch die beste Freundschaft auf.

    Ich würde mich definitiv noch mal richtig hinsetzen und versuchen die Kosten zu kalkulieren und dann sachlich zu entscheiden und nicht aus dem Bauch heraus oder weil es irgendein AMS sagt!
    wölfin
  • @kathi87 daher meinte ich, er soll sich statt beim ams bei der wko beraten lassen. Mein Mann ist auch selbständig im baunebengewerbe und ich bin Steuerberater, ich sehe also genügend Firmen...
  • ich seh das wie @ricz klingt sehr danach als würde dein Mann dann denken dass er da gleich super verdienen wird, aber grad die ersten 2-3 Jahre sind oft echt hart, seeehr viele Stunden arbeit, viele Investitionen, wenig Freizeit, viele Sorgen, und da fällt no ned das große Geld ab, oft reichts grad mal zum Leben, also mit solch einer Ausgangslage wie bei euch würd ich mich auch ned selbstständig machen, mein Freund hat sich vor 15 Jahren selbstständig gemacht und die ersten 2 Jahre wars ned grad viel was übrig blieb, er hatte halt viel gespartes auf der Seite und er hatte weder Kinder noch Kredite und ne günstige Wohnung

    Selbstständigkeit an sich würd ich ned verteufeln aber man sollte da ned aus einer Notlage heraus starten, scho gar ned wenn man Kinder hat, da lieber noch warten bis man finanziell wiedergut dasteht

    aber würde such empfehlen zur WKO zu gehen, vielleicht können die ihm die Augen öffnen, einen AMS Betreuer würd ich nur mit Vorsicht genießen, kann mir ned vorstellen dass der viel Ahnung davon hatte
    wölfinriczmelly210
  • @katl88 Irgendwie will ich nicht glauben, das dein Mann gekündigt wird, weil er Pfändungen laufen hat und noch weniger glaube ich, das eine Firma das als Grund angibt, zumal es gar nicht notwendig ist, überhaupt einen Grund anzugeben 🤷🏻‍♀️

    Warum versucht er es nicht mit einem Kleingewerbe? Und geht nebenbei Vollzeit arbeiten? Er wäre versichert und könnte sich ansehen, ob man davon leben könnte.

    Wir sind auch selbstständig und ich gebe da meinen Vorschreibern absolut Recht: wer denkt das man so das schnelle Geld machen kann, irrt gewaltig. Es ist immer davon auszugehen, das ein Kunde nicht bezahlt... wenn es denn nur bei einem Kunden bleibt. Natürlich zusätzlich zu den Kosten für Buchhaltung, Versicherungen, Finanzamt ect.
    melly210
  • Ihr habt alle recht mit den Bedenken und sorgen, es stellt sich nur die Frage, was die Alternative ist, wenn innerhalb eines Jahres 10 Kündigungen da sind, läuft es auf Arbeitslosengeld hinaus.
    Würdest du dir leichter tun @katl88 einen Job anzunehmen und dein Mann bleibt vorerst bei den Kindern und ihr bekommt so das Geld zusammen?!
    Wart ihr schon bei der Schuldnerberatung?!
  • Wir sind auch selbstständig. Ich würde ehrlich gesagt davon abraten. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

    Wir haben im Februar eines unserer lokale verkauft. Die Anfrage kam übers AMS.
    Die fördern arbeitslose junge Leute mit einem zinsenlosen Kredit oder so was. Der Herr der unser lokal gekauft hat war mit jemand von der wko und vom AMS bei uns. Im Prinzip waren wir nach ein paar tagen das lokal los und hatten einen 5stelligen Betrag in der Tasche.

    Für Hintergründe hab ich mich nicht interessiert, aber es stimmt das das AMS da fördert , auch finanziell und die wko unterstützt mit Beratung.

    Fazit: machbar wär es, aber bedenke wenn er Urlaub hat gibt es kein Einkommen. Wenn er krank ist gibt es kein Einkommen. Wenn er sich die Hand bricht ebenso. Ausser er hätte genügend angestellte , was wiederum einen Haufen Geld kostet.
    Er braucht theoretisch einen Steuerberater wenn er selbst keine Ahnung in die Richtung hat, eine lohnverrechnung, was wiederum Geld kostet. Nicht zu vergessen seine eigene Krankenversicherung. Den neuen Kredit, die alten schulden usw .....Miete nicht nur daheim, auch das Geschäftslokal muss bezahlt werden.

    Pfuschen wie oben geraten wurde fällt unter Schwarzarbeit. Aber gut. Natürlich möglich😁bin net vom Finanzamt.

    Sicherer wäre es angestellt zu bleiben/ werden. Natürlich muss man gleich beim Vorstellungsgespräch ehrlich sein und die lohnpfändung ansprechen. Wenn ich jemand einstelle der mir diesbezüglich ins Gesicht lügt oder gar nichts sagt, schmeiss ich ihn auch raus.
    Ansonsten juckt mich sowas als DG nicht wirklich. Macht alles die lohnverrechnung. Ich überweise dann Lohn da hin, Pfändung dort hin und gut ists.
  • Achja und deine Freundin würde das Jugendamt auslachen. Was hat selbstständig zu sein mit Kindeswohl Gefährdung zu tun???

    Wir haben auch drei Kinder und Monate mit wenig Umsatz. Dann gibts halt keine extras wie Spielzeug oder Zuckerl.

    Was aber schon zu bedenken ist: du hast als gewerbetreibender bzw dessen Ehefrau meines wissens kein recht auf Beihilfen. Mindestsicherung zum Beispiel...(Ausgenommen Familien Beihilfe)
    Da sind aber eher die Rechtsexperten hier gefragt....
  • Nasty schrieb: »
    Pfuschen wie oben geraten wurde fällt unter Schwarzarbeit. Aber gut. Natürlich möglich😁bin net vom Finanzamt.

    Das ist natürlich klar 🤭 aber da es in diesen Branchen durchaus üblich ist, würde ich mir das an Stelle der Familie der TE insgeheim eher überlegen, um in den nächsten Jahren die Schulden abbezahlen zu können. Damit möchte ich natürlich niemanden dazu raten, ungesetzlich zu handeln. ✌🏻
    Nasty
  • @ricz will da gar nicht den Moralapostel spielen. 😇du hast schon recht. Und wie gesagt bin kein Steuereintreiber.
    ricz
  • Ich versuch jetzt mal aussen vor zu lassen, dass ichs auch nicht ganz nachvollziehen kann, warum jemand wegen pfändung gekündigt wird. Selbständigkeit, wie eh schon oben mehrfach gesagt, sehe ich nicht als sinnvoll, ans schnelle geld zu gelangen. Im gegenteil. Aber da du das ja auch so siehst, will ich da jetzt nicht näher eingehen.

    Ein bekannter von mir ist maler. Nicht dass er nicht den fixen job gehabt hätte, aber er wollte halt nicht das ganze jahr buckeln sondern die welt sehen. Also ist er zu ner tunnelbaustelle gewechselt. Ja, keine tollen arbeitsbedingungen, aber mega-kohle und somit für immer wieder befristete zeit ok. Wie wärs denn mit sowas o.ä.? Also mal vielleicht 3 bis 4 jahre in den sauren apfel beissen und dann dafür bei finanziell besserer lage die selbständigkeit neu überdenken? Mehr zeit für die kinder bliebe sonst auch nicht.
    Mein LG ist nun seit bald 15 jahren selbständig und ich hab den anfang mitgekriegt .... das ist definitiv nicht familienfreundlich.
  • melly210melly210

    1,447

    bearbeitet 23. 10. 2019, 22:42
    Ich wäre auch für wo angestellt bleiben, wenn er wirklich möchte kann er ja nebenher selbst so ein Ein Mann Unternehmen aufmachen und schauen ob es läuft. Sich auf irgendwelche Freunde verlassen die eh zahlen halte ich für sehr unsicher. Soll ihn doch der Freund bei seiner Firma anstellen wenn er eh eine hat.
    Daß er 10 x in einem Jahr wegen einer Lohnpfändung gekündigt wird kann ich mir auch schwer vorstellen. Hat er das jeweils schon bei der Anstellung gesagt ? Ich wäre da ehrlich, und würde gleich sagen, daß ihr eben Altlasten habt, daß ihr aber fleißig zahlt und in 3-4 Jahren fertig sein werdet und das auch unbedingt durchziehen wollt. Kann mir nicht vorstellen, daß das dann für den Arbeitgeber ein großes Problem ist wenn sonst alles passt....
  • Ich kanns jetzt nur von mir erzählen.
    Meine Mama war selbstständig, jahrelang. Sie hat regelmäßig minus gemacht bis die Vernunft gesiegt und sie zugesperrt hat.
    Ich selber mach die Ausbildung zur Tagesmutter. Die muss ich selbst zahlen. Muss mich selbst versichern. Muss mich echt um alles selbst kümmern. Buchhaltung. Ich erhöh von meinem Kleinkredit grad die Rate, dass ich ha schuldenfrei bin, wenn ich mein erstes Tageskind aufnehm. So easy is das leider nicht 😳
  • Ich bin auch selbstständig und es ist wirklich nicht leicht. Man müsste echt rund um die Uhr arbeiten. Wie will er denn eigentlich schnell an Kunden kommen?
    Die ganzen Ausgaben wurden eh schon erwähnt.
    Vielleicht überzeugt ihn da ja was. Der AMS Betreuer will die Leute weg haben, das ist sein Ziel. Raus aus der Arbeitslosenstatistik und im Gründerprogramm zählt man da nicht mehr rein...

    Trotzdem: Wenn er schon mal darüber nachgedacht hat, soll er es doch probieren!? Wie oben schon erwähnt: das schlimmste wäre, dass er wieder beim AMS landet.
    Das Gründerprogramm dauert 6 Monate + 2 Monate Förderung, ihr hättet also für 8 Monate ein geregeltes Einkommen schon mal und er kann auch wieder aussteigen, sollte sich in der Zeit was anderes ergeben. Achja: Man kann dort viele Workshops besuchen und das sollte er auch wirklich machen! Die sind teilweise wirklich gut und innerhalb weniger Stunden voll!
  • da fallen mir spontan auch ein paar sachen ein:

    1. Mit Vorschulden in die Selbstständigkeit gehen ist Mist! Immerhin baut sich ein betrieb nicht von nichts auf.
    2. Nett vom Freund, dass er sponsorn will, aber Freundesschulden sind Ehrenschulden. sollte was schief gehen oder sollten er und sein freund sich streiten, habt ihr mehr schulden am hals als euch lieb ist.
    3. deine freundin ist lachhaft. selbstständigkeit hat nix mit kindeswohlgefährdung zu tun. das einzige was schädlich fürs kind ist, ist "Influenca" xD
    ricz
  • Also jetzt sind ja schon sehr viele Dinge gesagt worden. Ich gebe jetzt noch meinen Kommentar als Mama dazu 🙈 mein Mann macht sich auch gerade selbstständig. Er steht noch ganz am Anfang. Aber Familientage gibt es momentan sehr wenige. Gut, er hat einen Vollzeit Job auch noch, aber hätte der Tag mehr als 24 Stunden, wär ihm das sicher ganz recht. Aber ohne einen Job mit fixen Einkommen hätte ich ihm es vermutlich nicht „erlaubt“. Mit Kind evtl ohne Einkommen dastehen ist für mich persönlich undenkbar.
    Wie oben schon einmal erwähnt, könnte er als Kleinunternehmer anfangen. So wäre das „pfuschen“ offiziell und er kann schauen, ob er einen ordentlichen Kundenstamm aufbauen kann. Mein Mann ist selbst noch dazu Kleinunternehmer und wenn man es richtig anstellt, kann man sich da sehr schönes Geld DAZU verdienen.
  • An sich, von einem neutralen Standpunkt aus gesehen, sehe ich auch kein Drama beim sich selbständig machen. Man muss das ganze aber wirklich sehr gut planen und soweit ich mich erinnere, sind die SVA-Zahlungen in den ersten Jahren recht gering. Und jetzt kommt das große ABER: Ab dem 4. Jahr, wird die Berechnungsgrundlage der Beiträge dann angepasst und es stehen je nach Verdienst teils saftige Nachzahlungen an. Auch Steuern werden nicht automatisch abgeführt.

    Die Infos hier sind zwar wohl nicht mehr ganz aktuell, aber ich fand sie vor einigen Jahren sehr brauchbar: https://www.gruenderblog.at/die-liebe-sva-und-das-verflixte-vierte-jahr/

    Wenn man sich finanziell nicht nach den ersten Monaten und Jahren das Genick durch die Selbständigkeit brechen will, ist es empfehlenswert sich jeden Monat und auch auf's Jahr gesehen möglichst genau durchzurechnen, wie viele Abgaben und Nachzahlungen noch folgen werden und diese zurückzulegen und nicht gleich auszugeben. Die finanziellen Rücklagen wird man noch brauchen und wenn man sie nicht hat, kann es passieren, dass man (in eurem Fall zusätzliche) Schulden machen wird.

    Zusätzliche Schulden für den Beginn einer noch eher wackligen Selbständigkeit würde ich persönlich keinesfalls aufnehmen. Am vernünftigsten fände ich es, sofern die Selbständigkeit wirklich ein Traum ist, erst mal eine Festanstellung in Teilzeit zu suchen und dann wiederum in Teilzeit die Selbständigkeit auszubauen.

    Als Partnerin eines möglicherweise bald Selbständigen, würde ich mich vorab informieren, wie man sich absichern kann, um im worst case nicht weiter mit in die Schulden reingezogen zu werden.
  • Was ich bei „selbstständig sein“ im Freundeskreis mitbekomme.... frau ist Hausfrau und Mutter von 2 Kinder - kein Einkommen....
    Mann hat sich selbstständig gemacht.. läuft nicht so toll, den das was er macht, ... wie soll ich sagen... große Firmen haben dafür ihre eigenen Leute angestellt und kleine Unternehmen brauchen sowas nicht unbedingt...

    Sie können gerade leben.. wobei das Auto über 20 Jahre alt.. ständig kaputt.. aber sie könnten sich nicht einmal ein übertragenes kaufen, weil sie absolut kein Geld haben...haben auch Schulden vom Wohnungskauf...
    Meine bekannte läuft in ausgewaschenen Klamotten vom kik rum.. und die Kinder schämen sich sooooo für ihre Eltern...
    hab nicht erst einmal aus ihren Mund gehört... Mama / Papa.. du bist peinlich...

    Jetzt war ihr Mann länger krank...er hat zwar eine paar Aufträge... aber die konnte er durch längeren Ausfall nicht machen...
    ................ so gehen die Firmen dann zu anderen und du verlierst deine Kunden......

    Also selbstständig würde ich mich nur machen, wenn ich einen zweiten habe...

    Einmann-betrieb ist bestimmt sehr sehr schwer....

    Und wie ist das dann mit 3 Wochen Urlaub... oder 2 Wochen Krankenstand wenn man wirklich mal die richtige Grippe erwischst...

    Man braucht ein gutes Konzept... aber wenn man vorher schon Geldprobleme hat.., und würde ich es nicht machen...

  • @krokimami ab einem gewissen alter sind alle Eltern ihren Kindern peinlich. Vorübergehend zumindest.

    Das ist für mich also kein Argument. Und ich Lauf auch im alltag in kik Klamotten rum. Einfach weils billig und bequem ist. Wozu eine 100 Euro Hose wenn ich auch eine um 20 haben kann.

    Mit dem Rest hast du natürlich recht. Alle glauben immer das man als selbstständiger automatisch reich wird, das stimmt natürlich nicht. ...
  • @Nasty Nix gegen Klamotten von Kik - aber ich meinte, dass sie nicht mal mehr Geld haben, dass sie sich neue Kleidung kaufen - egal ob Kik, c&a oder sonst wo...

    Ja das man irgendwann peinlich den Kindern ist, kann schon sein... aber da geht es einfach darum, dass sie durch die geldprobleme einfach gar nicht mehr auf gepflegtes Äußeres schauen.

    Meine bekannte war schon immer Hausfrau u Mutter... der Mann ging früher einen Job nach.. verdiente so gut, dass sie daheim bleiben konnte, jedes Jahr all inklusive Sommerurlaub, gepflegtes Erscheinungsbild ...
    Nun ist er nachdem die Firma, wo er gearbeitet hat, Pleite ging, selbstständig... und man merkt extrem, dass sie gar nicht mehr wissen wie sie leben sollen...

    Darum meinte ich... früher fixes regelmäßiges Einkommen, 100m2 Wohnung, damals schick eingerichtet in einer Umgebung wo wohnen extrem teuer ist, jährlich all inklusive Urlaub..

    Dann arbeitslos... anfangs lebten sie ca 3 Jahre sehr sparsam von seiner Abfertigung.....

    Jetzt - er seit einigen Jahren selbstständig, Firma läuft schlecht, derzeit kann er wegen gesundheitlichen Problemen kaum Aufträge annehmen... und jetzt geht es der Familie ganz schlecht... schon einige Jahre kein Urlaub mehr, kein Geld mehr für gepflegtes Äußeres... ( und da meine ich jetzt nicht, dass man regelmäßig zur Maniküre, Pediküre, Kosmetik oder so geht).... einfach mit einer Packung die Haare färben bzw sich einmal einen Haarschnitt gönnen ...
    Die Wohnung (da läuft noch der Kredit... bräuchte dringend auch einmal eine Renovierung, da mittlerweile extrem abgewohnt), kaffeeheferl ohne Henkel usw...

    Kurz gesagt, seine Firma läuft leider nicht so wie er es sich es gewünscht hätte, jetzt gesundheitliche Probleme und kaum Aufträge... und jetzt massive Geldnot ...
  • @krokimami wie erwähnt du hast völlig recht.
    Da mein Mann auch selbstständig ist (aber schon als ich ihn kennenlernte, also 2004) kenn ich die vor und Nachteile. Auch bei uns gibts harte Monate....
    Ich war aber außer im karenz nie daheim. Vielleicht könnte ja auch Frau ihren Mann stehen und was zum Einkommen beitragen?
    Ist natürlich schlimm wenn man einen standard gewohnt ist, den man dann nicht erhalten kann.

    Ich hab auch der TE zu bedenken gegeben, das sie null Anspruch auf Mindestsicherung oder dgl hat, selbst wenn er weit unter der Grenze liegt. Gewerbetreibende bleiben da übrig, egal mit plus oder minus am Jahresende.
  • Mein Mann ist auch schon seit er 20 ist selbständig, ist eine nicht mehr ganz so kleine Firma, und ich denk mir oft: Gott bitte warum kann er nicht einfach irgendwo angestellt sein 😅Er hat halt trotzdem eig nie so richtig frei, auch im Urlaub nicht. Und wenns mal Probleme gibt, dann ist das schon sehr sehr Kräfte u Nerven zehrend. Nämlich dann auch für mich.
    Natürlich gibts Vorteile auch. Aber es hört sich immer so toll an wenn man sagt man ist selbständig. Aber man hat halt auch viel mehr Verantwortung.
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