[Expertenchat] - Prof. Dr. Gernot Tews beantwortet Fragen rund um den Kinderwunsch

AdminAdmin

4,890

bearbeitet 8. 10. 2018, 11:26 in Kinderwunsch & Babynamen
Hallo alle,

Heute darf ich Prof. Dr. Gernot Tews vom Kinderwunschinstitut Wels für einen Expertenchat begrüßen. Er wird euch heute (Sonntag, 28.02) und morgen (Montag, 29.02) eure Fragen rund um den Kinderwunsch in diesem Thema beantworten.


Zur Person: 
Prof. Dr. Gernot Tews ist seit 26 Jahren im Bereich IVF tätig und zählt zu den ausgewiesenen Experten im Bereich Frauenheilkunde, Reproduktionsmedizin und Kinderwunsch in Österreich. Ab dem Jahr 1988 hat er die Abteilung für In-vitro-Fertilisation an der Landesfrauenklinik Linz mitbegründet und aufgebaut. Von 1995 bis 2012 war Dr. Tews lange Jahre als Leiter der Klinik tätig und führt seit 2014 das IVF- und Kinderwunschinstitut Prof. Dr. Tews in Wels. Er ist Autor von über 100 wissenschaftlichen Artikeln rund um den Kinderwunsch in Fachmagazinen und gilt als führender Facharzt in deisem Gebiet.

Mehr zum Institut: IVF- und Kinderwunschinstitut Prof. Dr. Tews in Wels

Der Expertenchat: 
Der Expertenchat auf Babyforum.at ist für alle hier im Forum ein Service bei dem wir SpezialistInnen auf den jeweiligen Gebieten mit euch in Kontakt bringen. Eure Fragen könnt ihr dabei direkt an unseren Experten stellen. Diese Antworten euch hier im Forum an den Tagen an denen der Expertenchat „live“ ist. Bitte habt ein wenig Geduld bei den Antworten, wenn beispielsweise einmal mehrere Fragen an unsere SpezialistInnen gestellt werden (diese sind oft auch nicht so eingewöhnte Forumianer wie wir ;) ). Diese möchten sich auch konzentriert Zeit nehmen um diese zu beantworten.


Los geht's. Ich freue mich auf eure Fragen und einen regen Austausch.

Lg, Admin #expertenchat
PrinzessinMiardb2011talulastChaosDeluxesatrulucy123stefanie_tobiasTaimiAsuna_lavendelfee_
getaggt:

Kommentare

  • bearbeitet 28. 02. 2016, 11:10
    Einen schönen Sonntag wünsche ich allen!

    Ich stehe Ihnen gerne für alle Fragen rund um das Thema Kinderwunsch zur Verfügung. Bitte sprechen Sie mich ruhig ohne Titel an. :)

    Ich widme mich seit vielen Jahren der Forschung, der Beratung und den Behandlungsmethoden in diesem Bereich. In dieser Zeit habe ich viele Paare begleiten dürfen, verstehe deren Bedürfnisse, Ängste und Sorgen. Dabei habe ich viel Freude und Erfolge auf Seiten der Paare erfahren und schätze mich sehr glücklich in meiner Arbeit.

    Stellen Sie Ihre Fragen gerne offen, tabulos und ausführlich, ich freue mich auf jede einzelne einzugehen. :D

    Auf einen hilfreichen Austausch,
    Gernot Tews
    minimiAdminhimmeltaulucy123CathérinaPrinzessinMiardb2011Noresuusitalulastund 8 andere.
  • himmeltauhimmeltau

    993

    bearbeitet 28. 02. 2016, 11:15
    Hallo Herr Tews,
    ich befinde mich gerade in meinem 2. ICSI Versuch und mache meine Stimulation.
    Wir machen die Versuche mit eingefrorenen Spermien von meinem Mann.
    Bei der ersten ICSI machten wir 2 Kryoversuche. Ich wurde auch bei beiden Versuchen schwanger. Erste Schwangerschaft war ein Windei und in der zweiten hatte der Embryo das Turner Syndrom.
    Nun habe ich Bedenken, dass dies wieder passieren könnte. Genetisch ist bei uns beiden alles ok laut Linzer Humangenetik Institut.
    Meinen Sie, dass ein Gendefekt öfter vorkommt und was sind die Ursachen?
    Mit freundlichen Grüßen,
    Himmeltau
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 11:31
    Guten Tag @himmeltau,

    Der Eintritt von 2 Schwangerschaften bei 2 Versuchen ist ein sehr positiver Vorhersagewert für den Eintritt einer
    weiteren Schwangerschaft.

    Der erneute Eintritt eines Turner-Syndroms ist sehr unwahrscheinlich (liegt bei unter 1 %) die Windmole könnte in etwa zu 10 % erneut auftreten. Beide Krankheitsbilder
    haben übrigens nichts miteinander zu tun.
    himmeltauAdminkathi0816cat
  • himmeltauhimmeltau

    993

    bearbeitet 28. 02. 2016, 11:30
    Danke Ihnen Herr Tews, das sind schon sehr positive Nachrichten und die Wahrscheinlichkeiten sehr gering, dass es wieder passiert. Ich hoffe sehr, dass es beim dritten Versuch nun klappt.
    cat
  • Hallo Hr. Tews,

    kurz zu meiner Person: ich bin 40, keine Kinder, AMH 0,3, ansonsten hormonell keine Auffälligkeiten und regelmäßiger Zyklus von 25 Tagen. Spermiogramm meines Mannes war in Ordnung.

    Ich hatte letztes Jahr 2 IVF-Versuche. 1. IFV: vorzeitiger Eisprung, 2 Follikeln, bei der Punktion wurde gesagt, dass der Eisprung vor ca. 24 h stattgefunden hat. 2. IFV: es wurden 3 Follikeln punktiert, alle waren leer.

    Ca. 1 Jahr vor der IVF hatte ich eine Fehlgeburt in der 6. SSW (nur Fruchthöhle, kein Embryo zu sehen), 2. Fehlgeburt Anfang der 5. SSW im Folgezyklus nach der 2. IVF (spontane Schwangerschaft).

    Nach Absprache mit unserer Kinderwunschärztin ist eine IVF, wo um die Quantität geht, für mich nicht geeignet. Im Goldenen Kreuz haben mir einige FA gesagt, dass meine Eierstöcke schon sehr schlecht arbeiten. Ein Zeichen dafür wäre z.B. der vorzeitige Eisprung bei der 1. IVF.

    Der Vorschlag meiner KIWU-Ärztin wäre, dass wir entweder im natürlichen Zyklus die Eizellreifung hormonell unterstützen oder es mit einer Eizellspende versuchen sollten. Momentan bin ich in der Warteschleife, weil meine Kinderwunschärztin ungeplant schwanger wurde und derzeit in Karenz ist.

    Da ich momentan viel Zeit zum nachdenken habe, gehen mir alle möglichen Sachen durch den Kopf. Ich bin ein sehr offener Mensch und für alle Vorschläge zu haben. Nur würde ich gerne Ihre Meinung dazu erfahren. Sehen Sie das auch so wie meine KIWU-Ärztin?
  • Hallo Herr Dr. Tews,
    kurz zu meiner Vorgeschichte: Ich habe PCOS (mit Insulinresistenz) und wurde auch beim 2 ICSI Versuch schwanger.Leider endete diese bei 11+4.
    Die erste Kryo danach war eine Biochemische Schwangerschaft , die zweite Kryo war negativ.

    Da ich ja keinen Zyklus habe sollte ich dieses mal wieder mit Orgametril auslösen.
    Ich sollte die Orgametril für 11 Tage jeweils 2 Stück am Abend nehmen nun ist es aber so das ich bereits 8 Tage nach Einnahme sehr leichte Blutungen bekommen habe.
    Lt. Kinderwunschklinik sollte ich die Einnahme abbrechen und auf die Regel warten das ist jetzt bereits 3 Tage her und ich habe nach wie vor nur sehr leichte Blutungen die kaum der Rede wert sind.
    Besteht jetzt noch die Möglichkeit das ich die Regel noch bekomme oder muss ich diesen Monat abschreiben?

    Ich hätte auch noch Paar Frage an Sie.
    Ich habe bei meinen beiden ICSI´s immer mit Pregnyl ausgelöst und dieses mal wurde mir aber Decapeptyl verschrieben. Habe jetzt gelesen das das Decapeptyl irgendwie gleich wirken soll wie Clomifen. Leider hatte ich mit Clomifen nie einen Erfolg.
    Ebenso soll ich diesesmal das Gonal F in den Oberarm spritzen anstatt in den Bauch.
    Wirkt das im Oberarm überhaupt?

    Ist jetzt leider ein bisschen lang geworden.

    Danke für die Möglichkeit direkt mit einen Spezialisten sich auszutauschen.#

    Mit freundlichen Grüßen
    wuki
  • Hallo Herr Tews!

    Ich bin zwar schon Schwanger aber ich hoffe ich darf meine Frage trotzdem stellen...
    Aktuell bin ich in der 23+1 SSW und wir bekommen ein Mädchen
    Beim Organscreening diese Woche wurde ein Hyperechogener Darm "mild" fest gestellt und in 4 Wochen wird das noch einmal kontrolliert.
    Die NFM war in der 12 SSW komplett unauffällig und auch sonst ist alles bestens. Dies ist also der einzige Softmarker der festgestellt wurde...trotzdem geht das natürlich in meinem Kopf rum und ich würde gerne wissen was das zu bedeuten haben könnte und ob es Grund zur Sorge gibt!?

    Vielen lieben Dank Nore
  • Hallo Herr Dr. Tews,
    das ist ja toll, dass Sie unsere Fragen beantworten.

    Ich habe Endometriose und dadurch sind meine Eileiter nicht durchlässig. Voriges Jahr wurde ich nach einer Icsi schwanger und mein kleiner Sohnemann ist schon fast 11 Wochen =)
    Mir ist bewusst, dass wir diesen Weg noch mal gehen müssen, rein Interesse halber, wie schätzen Sie meine Chancen ein, auf natürlichen Weg schwanger zu werden, Wunder gibts ja anscheinend immer wieder =)

    Danke!
  • Ui da schmeiß ich mich auch kurz rein, da gibt es eine Frage die mir anscheinend niemand beantworten kann :(

    Guten Tag Hr. Tews,
    Wir befinden uns momentan in der Bastelphase auf Wunder Nr.2 und jedes Mal wenige Tage vor der nächsten Periode kommt bei mir die selbe Frage hoch: Nach einer ausgetragenen Schwangerschaft, 1.FG in der 12.Woche + 2.FG in der 8.Woche - wie hoch wäre da statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit einer erneuten FG? Oder ist das Risiko immer gleich? Ich bin auch noch unter 25, also an meinem Alter kann es wohl nicht liegen :/
    Liebe Grüße,
    Asuna
  • Hallo Herr Tews,

    Ich befinde mich zur Zeit in meinem 1. IVF Versuch. Deshalb tauchen auch immer wieder Fragen auf...
    Ich spritze zur Zeit Decapeptyl 0,1mg täglich, ab 17.03. kommt Merional 2x75IE dazu...
    Ich habe PCO und Hashimoto. Bei meinem Mann ist alles bestens.

    Mein TSH schwankt extrem und lässt sich schwer einstellen- momentan liegt der TSH bei 0,64. (Vor einem Monat bei 2,11 davor bei 0,9 und 4,2) Die freien Hormone sind in Ordnung. Jetzt wollte ich wissen ob sich das Decapeptyl negativ auf meinen TSH auswirken kann? In der Klinik muss mein Wert zwischen 0,5 und 2 liegen sonst wird abgebrochen und das möchte ich natürlich vermeiden.

    Meine TPO Antikörper sind auch erhöht mit 396 IU/ml (0- 59). Jetzt wurde mir am Telefon gesagt, dass ich deshalb etwas zusätzlich nehmen muss. Ich haben nun alle Medikamente bekommen, weiß allerdings nicht was gegen die Antikörper ist. Muss ich diese Medikamente dann nur während der Behandlung nehmen oder auch während einer eingetretenen Schwangerschaft? Ich dachte immer, dass man gegen diese Antikörper nichts machen kann? Können diese Antikörper auch auf das Baby übertragen werden? Könnten sie mir vielleicht erklären was es mit diesen Antikörpern genau auf sich hat? Das würde mir sehr helfen! Diese Fragen sind mir natürlich erst nach dem Telefonat eingefallen...

    Folgende Medikamente habe ich bekommen: Pregnyl 5000IE, Fragmin 2500IE, ASS 100, Doxybene, Progynova, Agolutin, Arefam; Manche dieser Medikamente haben leider keinen deutschen Beipackzettel und kann sie deshalb nicht wirklich zuordnen...
    Mir wurden bis jetzt nur Decapeptyl, Merional, Pregnyl und Progynova erklärt.

    Vielen Dank für die Möglichkeit ein Experten zu fragen!

    Mit freundlichen Grüßen,
    giuliette
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 13:51
    Liebe @lucy123,

    Hier drängt die Zeit (und auch das niedrige AMH), sodass hier das Abwarten der Karenzzeit der Kinderwunschärztin unprofessionell und kontraproduktiv wäre.

    Tatsächlich stellt sich hier die Frage:
    Eizellspende (ca. 50 % Erfolgsquote) versus "eigene" Eizelle (ca. 10 - 15 % Erfolgsrate). Das niedrige AMH ist ein weiteres Problem.

    Falls das FSH hoch ist (über 15) hat wohl ein Versuch im eigenen System wohl leider keinen Sinn mehr.

    - - - -

    Werte @wuki,

    Wir lösen die Regel immer mit Primosiston aus (gibt es nur in wenig Apotheken, da es eigentlich nicht mehr am Markt erhältlich ist), dafür funktioniert es immer. Eigentlich müßte dieser Zyklus noch brauchbar sein.

    Nach der Auslösung mit Pregnyl gibt es mehr Schwangerschaften, allerdings ist auch die Gefahr einer Überstimulation größer.

    Unser Vorgehen:
    Auslösung des Eisprunges mit Pregnyl, dann eventuell einfrieren aller Embryonen.

    Gonal F: Wir applizieren das Mittel IMMER in eine Bauchfalte, das funktioniert wunderbar (Spritze in den Oberarm funktioniert natürlich auch, ist aber oft schmerzhafter)


    Viele Grüße,
    Gernot TEWS
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 13:44
    Hallo @Nore,

    Oben beschriebene Befunde sind "Softmarker" und haben höchstwahrscheinlich gar nichts zu bedeuten. Die gegebenen Empfehlungen sind richtig.

    Schönes Wochenende,
    Gernot TEWS
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 13:47
    Hallo @Lilie82:

    Die Chancen auf eine Spontanschwangerschaft sind absolut gegeben. Der Grund dafür: die Schwangerschaft produziert sehr hohe Progesteronwerte, Progesteron wieder mildert eine bestehende Endometriose, sodass dann die Eileiter durchgängig werden könnten.

    Hab Schwangerschaft nach IVF und Endometriose schon erlebt.
    wichtig:
    je nach Alter nicht allzu lange warten (unter 35 a: 2 Jahre
    35-40: 1 Jahr
    darüber 6 Monate

    Viele Grüße,
    Gernot TEWS
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 15:54
    @Asuna:

    Leider ist die Chance einer weiteren Fehlgeburt tatsächlich gegeben. Sie steigt je nach Anzahl der vorangegangenen Aborte.

    Bei vorliegendem Fall:

    Chance auf eine erneute Frühgeburt ca. 30-35 %

    Einige Gründe einer Fehlgeburt kann man abklären.
    Richtig ist: am Alter liegt es sicher nicht.

    viele Grüße

    Gernot TEWS
    Asuna
  • AsunaAsuna

    3,854

    bearbeitet 2. 07. 2018, 16:15
    @gernotTews Danke für die Antwort! :) Aber wow, ganz schön hohe Zahlen :/ verunsichert doch etwas.
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 14:37
    Hallo @Giulette,

    Meiner Meinung nach sollte in diesem Fall die Schilddrüse von einem Internisten eingestellt werden.
    Als Empfehlung könnte beispielsweise eine niedrig dosierte Prednisolon-Dosis gemeint sein.

    Antikörper sind per se ungefährlich, ein Übertritt auf das Kind macht in diesem Falle nichts aus.

    Agolutin verwenden wir nie. Arefam ist ein Präparat zur Stützung der Gelbkörperphase
    und wirklich wichtig.

    Für den 1. Versuch sind das ja eine ganze Menge Medikamente.

    Bitte keine Scheu und beim nächsten Mal die Medikamente mitnehmen und beim Institut nachfragen.

    viele Grüße

    Gernot TEWS
    giuliette
  • Danke für Ihre Antwort. Da bin ich ja mal gespannt. Auf jeden Fall werden wir uns über Verhütung keine Gedanken machen ;)
    Liebe Grüße!
    Annika_Marie
  • Danke für Ihre Antwort.
    Werde jetzt noch ein wenig warten und dann mit meiner Kinderwunschklinik in Verbindung setzten.
    Liebe Grüße
  • Freut mich, dass der Expertenchat Anklang findet. Wer fragen hat, einfach hier herein stellen. :)
    nazlilucy123
  • So eine Chance darf man sich nicht entgehen lassen!
  • Ich hab zwar keine Frage, aber ich finde die Möglichkeit echt toll!! Großen Dank an alle Beteiligten! :)
  • Hallo Dr.Tews

    Bin seit ca.2 Jahre in Behandlung
    ( pcos)
    3 IUI versuche 4 IUI Versuch abgebrochen
    1ICI Versuch 1 kyro versuche negativ gewesen und jetzt 2 kyro Versuch werde den Test nächste Woche machen habe sehr viel Angst nochmal enttäuscht Zuwerden . Meine Frage mal soll ja nach dem Transfer ganz normal weiter machen nur den ersten Tag etwas vorsichtiger sein
    Aber ich versuche die ganze Zeit aufzupassen mich nicht so anzustrengen aber jedes Mal nach dem Transfer ( ca.3tag ) fliege ich richtig doll auf den Boden entweder Rutsche ich oder stolpere sehr schlimm starke Schmerzen danach ist das vielleicht auch ein Grund das es nicht klappt ?
    Ich weiß nicht mehr was ich machen soll oder auf was ich achten soll
    Danke in voraus für Ihre Antwort
  • liebe @nazli

    Leider haben IUI-Versuche nur eine Erfolgsquote von maximal 15 %,
    IVF jedoch (lt Bundesministerium) bis zu 40 %. Es werden also vom
    österreichischen Staat nicht zu Unrecht 4 Versuche gesponsert.

    Ich glaube nicht, dass es dieser "Ausrutscher" war, sondern
    eben nur Pech (wie beim Glücksautomaten in Las Vegas).

    der beste Tipp:
    easy way of life, auch wenns noch so schwer fällt.

    Viele Grüße

    Gernot TEWS

    nazli
  • mimimimimimi

    2,850

    bearbeitet 28. 02. 2016, 17:55
    Hallo Herr Tews: Ich habe meinen 1. ICSI Versuch hinter mir. Leider war es ein Reinfall. Ich wurde 3 Monate mit Enantone downreguliert (Habe Endometriose und auch die Gebärmutter ist betroffen). Danach habe ich Menopur und Puregon bekommen, leider bildete sich nur 1 Follikel und 1 Zyste rechts, links war der Eierstock verschwunden. Es war aber rechts im Follikel ein Ei drinnen, aber leider Fehlbefruchtung (3 Vorkerne). Mein AMH-Wert ist auch zu niedrig, es liegt bei 0,4.
    Beim 2. Versuch will ich ein kurzes Protokoll, obwohl mein Arzt eher ein langes wegen der Endometriose empfehlen würde, nur ich habe Angst davor, dass nach dem Downregulieren wieder meine Eierstöcke nicht auf die Hormone reagieren würden. Wie sehen sie es?

    Außerdem ist mein rechter Eierstock bei der Ampulle verschlossen und mein linker zwar offen aber gar nicht mobil. Besteht eine Möglichkeit auf natürlichem Weg schwanger zu werden, oder sollen wir bei der künstlichen Befruchtung bleiben? (Ich bin 30, mein Mann 32 Jahre alt, sein Spermiogramm war in Ordnung, bei mir hat sich in jedem Zyklus auch immer ein Follikel gebildet und Eisprung hat auch stattgefunden- laut Ultraschall. Ich habe auch sonst keine Probleme gehabt, die Endometriose wurde eher zufällig entdeckt nachdem wir ein Jahr nicht schwanger wurden). Glauben sie, ich könnte es trotzdem "natürlich" weiterhin versuchen, oder ist es verlorene Zeit? (in letzten Monaten vor dem ICSI-Versuch hatte ich immer nur rechts ein Follikel, nie links. Früher war es umgekehrt, da rechts monatelang eine EndoZyste war, die rausoperiert wurde. Seitdem will der linke- nicht operierter Eiertsock nimma....)
    Danke
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 18:52

    Hallo @Minimi,

    Die bisherige Behandlung war schon in Ordnung. Man könnte nun versuchen, den Eierstock mit DHEA und ev. Nahrungsergänzungsmittel anzukurbeln.

    Die Downregulation ist sicherlich kein Fehler, das nächste mal vielleicht etwa kürzer (ca. 3 1/2 Wochen) und vielleicht mit einer etwas verminderten Dosis (zB.: 2 x 2 Stöße Suprecur Nasenspray).

    Wir haben bei low-Response-Patienten mit Elonva sehr gute Erfahrungen,
    das Präparat ist leider ziemlich teuer.

    Die Spontanversuche sind sicherlich nicht schlecht und sollen ja ev. auch Spaß machen. Die Chancen auf eine Schwangerschaft sind allerdings ziemlich gering.
    viele Grüße

    Gernot TEWS
  • Sehr geehrter Dr.Tews!
    Ich habe PCO, Hashimoto (Schilddrüse ist dzt. gut eingestellt) und habe mich vor 1 Woche operieren lassen: Ovariendrilling beidseits, Eileiter wurden gespült und sind frei, es zeigte sich ein Uterus bicornis -mein Gynäkologe meinte allerdings,dass dieser eine Schwangerschaft nicht behindern würde. Seit ich Gesdine nehme,konnte ich 4regelmäßige Zyklen mit 31 Tagen vorweisen. Nun zu meiner Frage: Wie stehen die Chancen nach der OP wirklich schwanger zu werden. Ab wann ist der Weg in die Kinderwunschklinik doch notwendig? Vielen Dank für Ihre Mühen!
  • Lieber Herr Tews!
    Danke für ihre Antwort. Welche Nahrungsergänzungsmittel würden sie da empfehlen? Ich finde es interessant, dass solange am rechten Eierstock eine Zyste war, der linke Eierstock brav funktioniert hat und zwar in jedem Zyklus und nach der OP übernahm der rechte Eierstock die "Arbeit" und seitdem schläft der linke Eierstock. :s

    Ich habe über die Umwelteinflüsse auf die Endometriose gelesen und versuche es auch damit: Erstens durch die Ernährung (wenig Fleisch, Glutenfrei, Laktosefrei, zuckerfrei und es schmeckt trotzdem gut ;) und ich fühle mich sehr gut). Zweitens verzichte ich auf Plastikverpackungen und achte auch auf meine Kosmetik. Ich habe gelesen, dass dadurch Symptome wie Schmerzen gemindert wurden, wird aber auch die Ursache beeinflusst?
    Und was halten Sie von der Serrapeptase?
  • Lieber Herr Dr. Tews:

    Ich hätte eine eher allgemeine Frage. Bis zu welchem Alter ist eine Kinderwunschbehandlung sinnvoll?
    Danke
  • shibby86shibby86

    1,352

    bearbeitet 28. 02. 2016, 18:54
    Guten Abend!
    Ich habe auch eine reine Interessensfrage: ich bin mit 29 bei unserem ersten Kind nach 10 Jahren Pilleneinnahme nach 2 Zyklen schwanger geworden. Ist die Wahrscheinlichkeit bei einem 2. Kind groß dass es wieder sehr schnell klappt oder kann man das gar nicht sagen?
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 20:38
    Liebe @mimimi,

    Wir verwenden in unserem Institut Asparaginsäure, Serrapeptase kann ich leider nicht beurteilen.

    Viele Grüsse

    Gernot TEWS
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 20:38
    An @fluffy123: Bei welchem Alter Schluss ist?

    Mmh, schwer zu sagen. Mit der eigenen Eizelle ist wohl 45 Jahre die Grenze
    (kann man mit FSH und AMH aber besser einschätzen).

    Mit Eizellspende:
    Sinnvolle Grenze etwa 52 Jahre.
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 20:38
    Liebe @shibby86,

    Grundsätzlich ist der rasche Eintritt einer Schwangerschaft mit einer hohen Wahrscheinlichkeit verbunden, dass der nächste Versuch wieder bald funktioniert.

    LG

    Gernot TEWS
  • Sehr geehrter Dr.Tews!
    Ich habe PCO, Hashimoto (Schilddrüse ist dzt. gut eingestellt) und habe mich vor 1 Woche operieren lassen: Ovariendrilling beidseits, Eileiter wurden gespült und sind frei, es zeigte sich ein Uterus bicornis -mein Gynäkologe meinte allerdings,dass dieser eine Schwangerschaft nicht behindern würde. Seit ich Gesdine nehme,konnte ich 4regelmäßige Zyklen mit 31 Tagen vorweisen. Nun zu meiner Frage: Wie stehen die Chancen nach der OP wirklich schwanger zu werden. Ab wann ist der Weg in die Kinderwunschklinik doch notwendig? Vielen Dank für Ihre Mühen!
  • Happy89Happy89

    3,762

    bearbeitet 28. 02. 2016, 22:14
    Lieber Herr Tews!

    Ich bin im Juli 2015 Mama geworden und es hat auch gleich im 1. Zyklus nach Ende der Pilleneinnahme geklappt mit der Schwangerschaft. Da ich nun seit Anfang Dezember auf meine Regel warte war ich diese Woche bei meiner FRauenärztin die mich wegen Verdacht auf PCO zur Blutabnahme geschickt hat. Gestillt habe ich nur 4 Wochen und danach 2 relativ normal lange Zyklen gehabt. Ich muss noch die Ergebnisse vom Bluttest abwarten, aber meine Ärztin meinte dass als erste Therapie die Pille sinnvoll wäre, ist für mich auch ok allerdings wollen mein Mann und ich im Herbst wieder mit dem Basteln auf ein 2. Kind starten.

    Jetzt Frage ich mich seither ob ich vor meiner Schwangerschaft schon PCO hatte oder das wirklich erst jetzt aufgetreten ist und ob es nicht doch einfach noch die Hormonelle Umstellung nach Schwangerschaft und Geburt ist?
    Was ist ihre Meinung dazu? Und falls ich wirklich das PCO Syndrom habe, ist es dann sinnvoll bis zum Herbst die Pille zu nehmen oder würden sie eine andere Therapie vorschlagen?

    Vielen Dank für Ihren fachmännischen Rat und ihre Zeit.
  • bearbeitet 28. 02. 2016, 22:13
    Werte @lisi2015,

    zur exakten Beurteilung wären nötig:
    AMH vor dem Eingriff
    AMH nach dem Eingriff

    Grundsätzlich schaut es aber ganz gut aus, das Kennzeichen für die gelungene Operation ist ein regelmäßiger Zyklus.

    Der Uterus bicornis spielt (noch) keine Rolle.
    Gesdine bitte weiternehmen.

    Die Empfehlung
    bei einem Alter unter 35 Jahren kann man ca. 18 Monate
    auf den Spontaneintritt einer Schwangerschaft warten,
    dann wäre ein Kinderwunschzentrum ganz gut
    (der Effekt des Drillings geht zurück).

    viele Grüsse

    Gernot TEWS
  • Ich sehe gerade dass sich mein Post gerade noch vor ihrem letzten ausgegangen ist und somit vermutlich bei ihnen keine neue Nachricht aufleuchtet.
    Deshalb schreib ich das hier kurz :3

    Nochmals vielen Dank
    Admin
  • bearbeitet 29. 02. 2016, 19:23
    Liebe @Happy89,

    Nach jedem menschlichen Ermessen war das PCO schon vor der Schwangerschaft da, da ein werdendes Kind keine derartige Veränderung hervorrufen kann.

    Wichtig zur Beurteilung ist das AMH, hier kann man viel ablesen.

    Aber auch wenn PCO da ist, kann die Pille ohne Probleme bis Herbst genommen werden. Gelegentlich gibt es bei PCO und Kinderwunsch jedoch Probleme.

    Viele Grüße

    Gernot TEWS
  • Hallo alle,

    Dr. Tews steht euch noch heute Abend für eure Fragen zur Verfügung. Es freut mich das der Expertenchat so gut ankommt.

    Lg, Admin
    PrinzessinMiaMorganaEisbärchenZandra
  • Hallo Dr. Tews!

    Wir haben mittlerweile 4 icsis hinter uns. Ich habe pco, mein freund wenige spermien und von denen wenig beweglice.
    Bei der 2. wurde ich schwanger, habs aber dann in der 9. woche verloren. (Missed abort)
    3. icsi negativ,
    4. wieder positiv aber 1 woche nach bluttest ist der hcg wert wieder gesunken!
    Ich hatte eigentlich immer die selben protokolle.
    Immer 50IE puregon & 1Ampulle Menopur. Eisprung ausgelöst mit 2ampullen Pregnyl. Hatte immer 11-14 eizellen aber nur sehr wenige reif. Für den transfer sind dann immer nur 2 übrig geblieben die wir uns immer einsetzen lassen haben. Liegt das schlechte ergebnis nun an den eizellen oder an den spermien so dass wir evtl. die picsi in betracht ziehen sollten? beim letzten nachgespräch hat unsere ärztin gemeint das es mehr an den eizellen liegt und die picsi nicht notwendig wäre.
    Sie hat uns auch vorgeschlagen die ovarstichelung zu machen. Hatte ich letzten freitag, alles gut gegangen. Beide eileiter sind durchgängig, keine verwachsungen in der gebärmutter.
    Meine frage ist jetz ob es überhaupt sinnvoll ist auf natürlichem wege zu probieren, wie es uns unsere ärztin "geraten" hat, obwohl mein freund nicht so viele spermien hat?
    Oder ob ein anderes protokoll sinnvoller wäre?

    Lg kathrin
  • Hallo Dr. tews!

    Ich bin 32 jahre alt. Habe Endometriose und adonemyosis uteri und mein mann nicht so gute spermien.
    Wir hatten schon 4 icsi 3 kryoversuche.
    Alle waren negativ.
    Werde vor dem 8 versuch das erste mal downreguliert!

    Sonst ist alles in ordnung, genetik immunologie usw.
    Gibt es überhaupt noch hoffnung für uns?
    Und wie stehn die chancen mit endo. Und ademomyosis schwanger zu werden?

    Lg
  • bearbeitet 1. 03. 2016, 12:41
    Werte @kathrin04,

    Hier liegt ein typisches PCO mit all seinen Problemen vor. Die Stichelung war sicherlich eine gute Idee, anhand eines AMH-Wertes (vorher-nachher) kann man auch den Effekt schön sehen. (siehe http://www.gernottews.at)

    Bei wenig Spermien würde ich doch eher wieder an IVF-ICSI denken, (Beginn 3 Monate nach Stichelung). Die Eizellqualität könnte jetzt nach dem ovarian-drilling besser sein.

    Viele Glück

    Gernot TEWS
    kathrin04
  • bearbeitet 1. 03. 2016, 12:42
    Liebe @Sany1313

    Der nunmehrige Versuch mit einer down-Regulation ist sicher sinnvoll (hätte ich eventuell schon früher gemacht).

    Die Erfolgsrate auch abhängig vom AMH und von der Anzahl der gefundenen Eizellen, die bei Endometriose oft vermindert ist.

    Statistisch stehen die Chancen nicht wesentlich schlechter als beim 1. Versuch.

    Jedoch: Endometriose, insbesondere mit Adenomyose haben schon grundsätzlich niedrigere Chancen ((zB: statt 40% pro Versuch etwa 25-30%)

    Trotzdem viel Erfolg und Kopf hoch,

    liebe Grüße

    Gernot TEWS
  • Hallo alle,

    Damit schließen wir den Expertenchat für heute. Danke an alle die mitgemacht haben und insbesondere danke ich Dr. Gernot Tews für seine Zeit und Hilfestellungen hier.

    Ich hoffe euch gefällt das Format und freue mich schon auf den nächsten Expertenchat.

    Lg, Admin
    PrinzessinMiaKa_rinButterkeksZandratalulastkathi0816catkathrin04sava
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