Missbrauch im Burgenland
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Kommentare
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Krankheit beschreibt in der Psychologie einen psychischen Leidenszustand.
Auch ich bin der Meinung dass bei Sexualstraftätern und Triebtätern keine Therapie hilft.
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Pädophile ist eine sexuelle Neigung- die Täter können ihre Neigung nicht abstellen- auch nicht mit Therapie- aber sie können lernen Empathie für ihre Opfer zu entwickeln, sich der Folgen ihrer Taten bewusst werden, und lernen, sich selbst zu beherrschen und Situationen zu vermeiden, in denen sie Gefahr laufen übergriffig zu werden.
Bei sexualstraftätern die nicht pädophil sind geht es nicht in erster Linie um Sexualität. Es geht um Machtausübung und um Gewalt. Häufig haben sie auch selbst sexuelle Gewalt als Kind erlebt. Was jetzt nicht heißen soll das es deshalb entschuldbar oder richtiger ist. Hier sind die "Heilungschancen" mit Therapie relativ gut, sofern die Täter kognitiv in der Lage sind eine Psychotherapie zu machen.
Zu unterscheiden sind diesbezüglich Täter mit einer schweren Persönlichkeitsstörung die aber dann, soweit ich weiß in eine Strafanstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher kommen.
Nicht jeder missbraucher ist als dieses erkennbar. Es gibt Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer und oft ist es der nette Nachbar von nebenan. Sie entwickeln unglaubliche Strategien, um ihr Umfeld und ihre Opfer zu täuschen und zu manipulieren, sodass ihre Taten unentdeckt bleiben.
Es ist ein hochkomplexes Thema, bei dem natürlich der erste Impuls ist der Täter muss weg- weil wir wollen unsere Kinder schützen. Nur was wenn man die Täter nicht erkennt? Aufklärungsarbeit, Therapie und entstigmatisierung schützen Kinder und es geht nicht darum dem Täter etwas gutes zu tun sondern darum, weitere Kinder vor Übergriffen zu schützen. In diesem Sinne halte ich Täterarbeit für äußerst sinnvoll.
Im Übrigen gehen wir davon aus, dass in Ö jedes 4. Mädchen im laufe ihres Lebens zumindest einmal sexuelle Gewalt erlebt.
So, Sorry für den Roman.
Kennst du das auch?
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Und es ist halt nicht nur ein Täter- den man beseitigt oder wegsperrt und damit ist es getan.
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Hat einer einmal ein Kind sexuell mißbraucht, darf er erst gar nicht mehr die Chance bekommen soetwas wieder zu tun...denn wer soll unsere Kinder schützen wenn nicht wir?
Sorry...aba bei sowas hab ich überhaupt kein Mitgefühl mit den Tätern...das geht es mir nur um den Schutz der Kinder....alles andere is egal...
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und damit ich in gfängnis komm müssns erstmal wissn das ichs war
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Das Gesetz gehört da einfach radikal geändert und verschärft. Und von mir aus soll er lebenslang dafür im Gefängnis sitzen (und wirklich lebenslang) und ich zahl mit den Steuern dafür...lieber so als umgekehrt...
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Versteht mich nicht falsch, auch ich bin für größtmöglichen Schutz der Kinder. Nur Selbstjustiz und Todesstrafe sehe ich nicht als Lösungsmöglichkeiten.
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jetzt bei punkt 12 gehts genau um diesen fall da interviewns die mutter die angeblich nix weis
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Aufgrund deines obrigen Post gehe ich davon aus, dass du dich in dieser Materie auch gut auskennst. Und ich stimme dir in deiner Ausführung zu bis auf den einen Punkt mit der Therapie von Sexualstraftätern. Es gibt Studien die belegen, dass bei einem ganz niedrigen Prozentsatz die Therapie anschlägt. Viel häufiger werden Sexualstraftäter nach abgeschlossener Therapie wieder rückfällig.
Wer ist "wir"?
Ich bin in der Täterarbeit tätig!
Ich bin der Meinung, dass wenn jemand ein Kind vergewaltigt (wobei das noch das "harmoleste" ist), eine Frau vergewaltigt oder gar mordet, dieser Mensch hat seine Rechte auf Menschlichkeit mit der begangenen Tat abgegeben. Warum sollte die Gesellschaft menschlich sein? Hat der Täter Menschlichkeit bei seinen Opfern gezeicht? Es gibt Bereiche wo ich solche Straftäter hinstecken würde, Menschenversuche statt Tierversuche zb! Dann können viele wirklich unschuldige Lebewesen weiter leben!!!
@Norea81
Ich studiere Psychologie im Master. Habe mich bei der Polizei beworben. Und werde im nächsten Jahr mit meinem Konzept "Prävention sex. Kindesmissbrauch" durchstarten und ich schreibe an einem Buch.
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Du sprichst mir von der Seele...
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Kennst du den Verein Limes in Wien? Die sind Vorreiter in der Arbeit mit jugendlichen Sexualstraftätern. Eine Änderung der eigenen Gewaltbereitschaft der Täter wird durch die Therapie angestrebt und empirisch untersucht.
Ich selber habe lange auf der anderen Seite gearbeitet, im Opferschutz.
In der Täterarbeit wäre mir das nicht möglich, weil man doch sehr vorurteilsfrei sein muss, um gute Arbeit zu leisten. Wenn der Täter schon im Vorfeld bei seinem Therapeuten unten durch ist, kann keine Therapie gelingen.
Man muss erkennen, ob man dazu überhaupt in der Lage ist.
Einige Freunde von mir arbeiten als Gefängnispsychologen oder Sozialpädagogen in der Forensik. Hut ab, aber man darf nicht pingelig sein und muss privates und berufliches strikt trennen können.
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Nein nein ich bin schon weit. Ich hab auch viele zusätzliche Ausbildungen und Seminare besucht.
Ja, kenn ich. Ich möchte aber nicht in die Therapie. Das kann ich nicht. Ich möchte Aufklärungsarbeit - vorallem bei Eltern, Lehrern etc leisten.
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Bezüglich Statistiken muss ich die leider widersprechen- Studien belegen, dass die Erfolgrate hoch ist, wenn früh genug mit einer Behandlung begonnen wird- wie eben bei von norea erwähntem Verein Limes. Insofern sagen die Studien eben auch nur meist das aus, was wir beweisen wollen und es gibt zahlreiche gegenstudien, je nachdem wohin wir unseren Blick richten....
Täterarbeit ist Opferschutz- denn damit gibt es eine Chance viele weitere Opfer zu verhindern. Das große Problem bei sexueller Gewalt ist die Beweisbarkeit- so auch in dem Fall im Burgenland. Der Täter war bereits vor Gericht und wurde- wenn ich richtig informiert bin aus Mangel an beweisen freigesprochen- wie so oft. Denn meist gibt es den Beweis wie eine Schwangerschaft einer minderjährigen nicht.
Ich wage nicht über das recht zu Leben eines anderen zu urteilen. Und das muss ich zum Glück auch nicht.
Es gibt Fälle, in denen sich Menschen, die sexuelle Gewalt an Kindern ausgeübt haben oder aber, wenn noch nicht vielleicht pädophile Neigungen haben sich von sich aus an eine Therapeutin wenden und um Hilfe bitten, an sich arbeiten wollen. Was ist die adäquate Strafe? Der Tod, lebenslange Haft? Und was ist mit einem 16 jährigem der seine Schwester missbraucht? Was wenn es der eigene Sohn ist?
Ich will damit nur sagen dass es eben nicht nur schwarz-weiß gibt, daher ist gerade dieses Thema auch so verdammt schwierig zu durchschauen bzw. Dieses "Problem" zu lösen.
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solche leute haben ihr recht auf menschlichkeit verloren!
und ich nehm mir ehrlich gesagt auch kein blatt vor den mund was das betrifft, und red da auch so mit meinen freunden drüber. wenn jemals jemand einem meiner kinder etwas antun sollte, dann wars das für den. ich bin so ein sehr friedliebender mensch, aber da ists vorbei. der wird nie wieder gefunden, das könnts ma glauben!
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@felicitas1980 du schreibst sehr gut - bist du auch im psychosozialen Bereich tätig?
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Natürlich gibt es auch Studien die sagen dass Therapien anschlagen - ist ja immer so. Es gibt immer Gegenseiten
Von diesem Standpunkt ist Täterarbeit Opferschutz da geb ich dir Recht.
Natürlich ist es ein vielschichtiges Thema, nur verweigere ich mich dem, dass die Täter auch manchmal als "Opfer" hingestellt werden, da sie ja nicht anders können. Ich gehöre du jenen Menschen, die das anders sehen.
Und mir ist es egal WER meine Kinder missbraucht. Wenn mein 16jähriger Sohn meine kleine Tochter missbraucht, wünsche ich ihm nicht den Tod aber in die Finger darf ich ihn nicht bekommen. So ist es auch mit meinen Brüdern, anderen männlichen Verwandten oder Bekannten.
@Norea81
Kriminalpsychologie hat ein breites Sprektrum von Workplace Violence, Operative Fallanalyse, Profiling. Ich möchte Präventionsarbeit machen, das ist nur ein Bereich!
Nein, Kriminalistik muss man nicht studieren, wobei ich auch in diesem Bereich einiges gemacht habe.
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@norea, ja, arbeite seit vielen Jahren im psychosozialen Bereich und das Thema sexuelle Gewalt ist einer meiner Schwerpunkte. Habe sowohl mit Opfern als auch mit Tätern gearbeitet. Falls es dich näher interessiert gerne per pn, mag hier noch ein wenig anonym bleiben...
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Ich habe nicht dich angesprochen sondern allgemein!Es gibt auch Kollegen die meinen,diese Täter können nicht anders!
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@ hamstermama ich hab mich auch nicht angegriffen gefühlt. Nur so wie du es dargestellt hast Klang es als hätten Täterprogramme bzw. Therapie kaum Wirkungen. Und das möchte ich so einfach nicht stehenlassen. Therapien durch TherapeutInnen hingegen die nicht diesbezüglich spezialisiert sind sehe ich allerdings auch sehr kritisch.
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