Schwarmwissen gesucht- Patchwork Chaos

sunha13sunha13

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bearbeitet 29. Juli, 22:25 in Entwicklung & Erziehung
Hallo ihr lieben,

Ich bin langsam am Rande der Verzweiflung und merke es belastet mich mehr und mehr. Deswegen würde ich gerne hier meine Gedanken aufschreiben und vielleicht kann mir jemand helfen im Bezug darauf wie ich diese Gedanken oder Ängste ablegen kann.

Hier zu meinem „Problem“
Ich habe letztes Jahr meinen Partner geheiratet. Wir hatten Jahre lang eine on off Beziehung und ich habe in dieser Zeit nie seinen Sohn kennengelernt (aus Gründen der Kindesmutter). Ende 2023 war es dann soweit und wir haben uns endgültig füreinander entschieden und somit durfte ich dann auch seinen Sohn kennenlernen. Sein Sohn ist heute 14 Jahre alt (bez. wird es im August). Nun ist es so dass sein Sohn von einer Narzisstin groß gezogen wurde, er hat viele Dinge erlebt die kein Kind erleben sollte in so jungen Jahren (Mutter wurde vom neuen Partner geschlagen, der neue Partner hat einfach Dinge von ihm genommen,..)

Mein Sohn ist gut behütet bei mir alleine groß geworden. Ich war von Beginn an alleinerziehend und habe das, wie ich finde, immer super gemeistert. Er ist wohl erzogen, ein aufgeschlossenes fröhliches Kind. Er leider leider an ADHS aber auch das haben wir soweit gut im Griff. Er ist leider sehr leicht zu manipulieren weil er immer möchte das es anderen gut geht und macht deswegen quasi alles was man von ihm will. Dh er übergeht sehr häufig seine eigenen Grenzen. Er ist 9 Jahre alt.

So und nun zu meinem Thema: der Sohn meines Mannes ist jedes Wochenende bei uns. Jetzt in den Ferien ist er die ganze Zeit hier, da ich wir noch ein Baby bekommen haben im März und ich somit zuhause bin.

Nun wird leider immer deutlicher was für einen Menschen diese Kindesmutter heran geschaffen hat. Und für mich löst das extrem viele Ängste aus.
Kurz zum Verhalten des Teenagers: er ist extrem anti sozial, jeder andere Mensch ist schlecht und nur er kann alles besser und ist der beste. Alles andere ist schlecht, wenn er Fehler macht gesteht er sich diese nicht ein sondern sucht die Schuld bei den anderen. Er kann sich nicht entschuldigen (weil er ja quasi keine Fehler macht). Er ist empathielos und zeigt kein Mitgefühl für andere. Er fühlt sich sehr schnell angegriffen und reagiert dann mit Wut. Alles muss nach seinem Willen gehen und er muss alles bestimmen und kontrollieren.
Mein Sohn war immer das komplette Gegenteil von all dem. Total sozial, immer höflich, sehr lieb und nett und auch bei Spielen mit anderen immer total auf das gegenüber eingegangen.

Nun nach den letzten Wochen und Monaten zeigt sich aber dass das Verhalten von dem Teenager auf meinen Sohn Auswirkungen hat. Zb: er grüßt nicht mehr (macht der Große auch nie, bzw nur wenn man ihn darauf anspricht) wertschätzt nicht was er bekommt, wird anti sozial und beginnt andere zu beleidigen weil sie schlechter sind, wird aufbrausender bei Kleinigkeiten. Wenn der große was sagt macht er das sofort, also zb sagt der hol den Ball und er holt ihn sofort obwohl er vielleicht gerade was anderes macht. Obwohl dieser weder nett fragt noch höflich ist (nicht immer, er hat auch gute Momente)

Ich habe schon mehrfach auf meinen Sohn eingeredet und ihm gesagt dass er das nicht alles machen muss sondern nein sagen kann. Mein Sohn sagt dann aber das der große ihn schlägt und nicht mehr mit ihm spielt (er hat ihn noch nie ernsthaft geschlagen, sondern eher wie Jungs halt eben sind)

Letztens erst war eine Situation: die beiden durften noch draußen ein bisschen Fahrrad fahren und scheinbar sind ihnen andere Kinder begegnet, früher hätte mein Sohn sich sofort mit denen angefreundet. Heute sagt er die haben uns beschimpft und wir sie zurück und dann sind wir weggefahren. Da weis ich zu 100% das der große die wahrscheinlich als schlecht abgetan hat und er darauf hin sie zum schimpfen begonnen hat.

Ich kann mit meinem Mann nicht so klar darüber sprechen weil er natürlich sein Kind schützt. Wenn sein Sohn mal wieder einen pubertären Anfall hat dann sieht mein Mann aber all diese Dinge wie ich.
Ich zweifle aber mittlerweile an meiner Entscheidung ihn geheiratet zu haben und „den Teufel“ quasi in unser Haus gelassen zu haben.

Ich weiß langsam wirklich nicht mehr weiter um wieder unseren Alltag genießen zu können und die Sorgen um meinen Sohn verschwinden zu lassen. Ich hab einfach Angst das jemand wie er meinen Sohn komplett verhunzt und ihm so die Chance nimmt er selbst zu sein. In den Momenten wo ich alleine mit meinem Sohn bin, ist er ganz der alte und das Kind das ich bisher groß gezogen habe)

Danke fürs lesen von meinem ewig langen Text, ich musste es mal von der Seele schreiben aber vielleicht weis ja jemand an wen ich mich wenden kann um hier raus zu kommen.
Eine Therapie für den großen haben wir schon öfters überlegt aber denken nicht das er das annimmt (weil Teenager und er redet ja schon so mit kaum wem)

Vielleicht mach ich mir auch unnötig Sorgen aber natürlich jetzt in den Ferien wo er soviel hier ist färbt einfach noch mehr ab.
Mein Sohn und ich wir hatten wirklich ein tolles Leben zu zweit, absolut frei und ungezwungen sind wir durchs Leben spaziert.
Natürlich hat der große meinem Sohn auch das ein oder andere gute mit auf den Weg gegeben, wie zb wehr dich wenn jemand nicht nett ist. Oder dass das Leben eben nicht immer so einfach ist wenn die Mama nicht immer da ist. Also es ist nicht alles schlecht was bisher vorgefallen ist aber meine Sorgen überwiegen. Natürlich versuche ich so gut es geht auf den großen einzugehen und ihn zu zeigen dass man auch mit Freundlichkeit, Höflichkeit,.. im Leben weiter kommt. Und zeige auch immer wieder auf dass ich nur soweit gekommen bin weil ich eben höflich bin, mich an Abmachungen halte,.. aber gefühlt nimmt er das alles nicht wahr weil er ja quasi das Leben schon durchgespielt hat und super schlau ist. Laut meinem Mann ist das 1:1 wie die Mutter die auch immer schon so gelebt habt und alle in ihrem Umfeld nur schlecht gemacht hat und sie sei die beste (hat aber erst jetzt mit 38 das erste Mal im Leben einen Job weil sie davor das Leben als Arbeitslose inkl Alimenten genossen hat) hat keine Freunde und Freundschaften und keine Familie die ihr an der Seite steht.
Die Familie meines Mannes lehnt den Großen auch mehr und mehr ab, natürlich nicht so spürbar aber man merkt schon: so richtig erfreut das er da ist ist auch keiner (wie gesagt wundert mich oft nicht weil er einfach unerzogen ist)

Ich hoffe das klingt nicht zu böse oder hart aber ich ziehe es vor meine Kinder anders groß zu ziehen und ihnen ein anderes Leben, eben eines das leicht und unbeschwert ist, näher zu bringen. Dass das nicht immer geht ist klar aber solange ich kann möchte ich ihnen das mit auf den Weg geben


Vielleicht hat jemand andere Patchwork Szenarien erlebt oder kann aus Erfahrung mit dem Leben mit einem Teenie berichten denn natürlich kommt auch viel von der Pubertät.
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