Hi!
Mein Sohn ist derzeit 3,5 Monate. Mein Partner und ich sind 41. Es ist zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass wir es nach der Kaiserschnitt-Schonfrist nochmal drauf ankommen lassen und schnell eins "nachschießen" , aber wer weiß geht es dann überhaupt. Mich würden eure Erfahrungen und Gedanken dazu interessieren. Einerseits denke ich mir, ich will später nicht bereuen, es nicht wenigstens versucht zu haben, andererseits hatte ich eine extrem wundervolle Schwangerschaft, die ich sehr genießen konnte, und empfinde es jetzt als so besonders, dieses Kind zu haben (vorherige Abgänge, langjähriger KiWu davor mit anderem Partner, unser fortgeschrittenes Alter...), dass ich gar nicht weiß, ob ich das nochmal will.
Wenn ich aber lese/höre, dass die meisten Familien doch aus mehr Kindern bestehen, oder dass jemand die 2., 3.... Schwangerschaft grade erlebt, fühl ich schon auch eine Sehnsucht. Natürlich stellt sich auch die Frage, was für unseren Sohn besser wäre, und wie dann das Leben als relativ alte Eltern mit 2 kleinen Kindern, die keinen großen Altersunterschied haben, sich abspielt.
Was denkt ihr dazu?
Kommentare
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Ich wurde zum ersten Mal mit 40 Mama. Da ich meinen Partner erst spät kennen gelernt habe, war die Kiwu Zeit kurz aber sehr intensiv und komplex inkl. künstlicher Befruchtung und 1 frühe MA. Der 4. Versuch war dann erfolgreich, aber die Schwangerschaft am Anfang ungewiss mit Blutungen, aber im Endeffekt Happy Beginning.
Da es noch ein Eisbärchen gab, war auch die Überlegung da, ob wir es noch einmal probieren. Wir hatten vereinbart uns 1 Jahr später darüber auszutauschen, aber innerlich beschäftigt es einen ja trotzdem. Bei mir hat eindeutig der Gedanke überwogen, dass sogar das eine Glück lange am seidenen Faden hing und ich hätte es nicht nochmal riskiert. Aber ich hatte einfach nicht mehr diese rosarote Brille auf.
Im Endeffekt hat es unsere Tochter entschieden, da ich sehr plötzlich & ungeplant mit ihr auf natürlichem Wege schwanger wurde. Da sie es auch eiliger hatte, ist der Abstand nur 14 Monate. Also das Jahr Pause gab es gar nicht und somit auch keine aktive Entscheidung.
Die Entscheidung für ein drittes Kind bzw. was wir mit dem Eisbärchen machen sollten, wurde uns quasi auch abgenommen, da nach ihrer Geburt die Empfehlung war, kein weiteres Kind zu bekommen.
Mein Mann ist 5 Jahre jünger und wir fühlen uns beide jung und nicht wirklich alt, haben auch ein „jüngeres“ Aussehen. Unsere Kinder sind inzwischen 4 & 5 Jahre und halten uns auf Trab. Die schwerste Zeit war beim kurzen Abstand die „Zwei unter Zwei“ Phase. Man muss mit einem gewissen Chaos leben.
Ich kenne schon einige (auch jüngere) Familien, die sich bewusst für nur 1 Kind entschieden haben. Vieles ist einfacher, aber ich würde meine Tochter nicht missen wollen, da ich sie ja jetzt habe/kenne.
Aber ganz ehrlich, wir wären auch mit 1 Kind eine glückliche Familie geworden. Manches wäre rückblickend vielleicht einfacher, manches anders und ein paar Situationen auch schwieriger geworden, aber wichtig ist in der Gegenwart zu leben und sich nicht in ein „was wäre wenn“ betreffend Vergangenheit/Zukunft zu verfangen.
Es wird in jedem Fall immer einen Punkt geben, wo die Familiengründung ihr Ende hat und man sich damit auseinandersetzen muss, aber ihr habt noch Zeit.
Wichtig ist aber egoistisch zu entscheiden was ihr vordergründig wollt, nicht für euen Sohn das Beste ist. Es wird auch immer wieder Reibungen zwischen den Geschwistern geben und die Hauptaufgabe liegt bei euch als Eltern. Es gibt in allen Konstellationen Vor- und Nachteile.
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Wir haben unser kleines Wunder mit 36 Jahren bekommen und für uns war klar, dass wir kein Zweites Kind haben wollen. Das erste Kind war nicht geplant, weil uns nach einer Hodenkrebserkrankung (Spermiogramm 3 Jahre danach war die Aussage, dass es genug Spermien gibt, die sich aber alle nicht bewegen und es sehr sehr unwahrscheinlich ist, dass sich da etwas regeneriert) gesagt wurde, dass es bei uns nicht klappen wird. Aber der Unterschied war zu manch anderen Paaren, das wir keine Kinder wollten und aus Verhütungstechnischen Gründen das Spermiogramm gemacht haben. Wir waren also fein mit der Aussage/Information und haben deswegen auch nicht mehr verhütet. Naja was soll ich sagen, 1 Jahr später war ich schwanger und es hätte uns nichts Besseres passieren können. Wir sind so glücklich über unseren kleinen Schatz, der nun schon 2 Jahre alt ist. Aber für uns war auch klar, dass wir das Schicksal nur einmal so auf die Probe stellen wollen 🤭😅😂. Mein Mann hat mittlerweile eine Vasektomie gemacht (weil sich tatsächlich nach einem neuerlichen Spermiogramm herausgestellt hat, dass sich bei ihm alles wieder regeneriert hat und der Arzt zu uns gesagt hat, wenn wir wirklich keine Kinder mehr wollen, sollten wir jetzt gut verhüten, bis die Vasektomie greift 😂) und wir sind beide einfach glücklich über die Situation wie sie jetzt ist. Ich liebe auch meine Arbeit und die anderen Teile meines Lebens so sehr, dass für uns es einfach so passt und für uns auch nichts mehr fehlt. Wir fühlen uns einfach komplett an und sind einfach so überglücklich wie es gekommen ist. Wäre unsere Geschichte nicht so abgelaufen, hätte ich mein Herz nie so aufmachen können und wir hätten vermutlich weiterhin verhütet - bei uns ist alles so gekommen, wie es kommen sollte.
Aber so wie du schreibst, hast du oder habt ihr noch eine Sehnsucht und es fehlt euch vielleicht noch etwas, das ist ja dann eine ganz andere Ausgangssituation … Ich denke ein Kinderwunsch ist vermutlich immer mehr Gefühlssache als rein rationales Denken - denn natürlich sprechen auch einige Punkte dafür, dass es mit einem Kind einfacher sein kann, aber das Gefühl, wenn man 2,3,4 … haben möchte, das ist halt dann da und kann man auch nicht rational entscheiden. Manches Mal muss man vielleicht einfach auf sein Bauchgefühl hören. Aber das Alter würd ich nicht davon abhängig machen … ein Kind hält ja sowieso jung und fit, ob man will oder nicht 😂😅🤭.
Also müsst ihr wahrscheinlich tief in euch reinhören, was eure Familie komplett macht 🫶🏾🤗
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Ich war nach dem ersten Kind oft mit Fragen oder ungefragten Ratschlägen konfrontiert, gleich ein Zweites bekommen zu müssen. Das hat sich aber 100 % falsch angefühlt. Die alten Hasen im Forum wissen auch, dass ich immer gesagt hab, mein Kind bleibt einzeln.
Ich war auch lang davon überzeugt u es hätte so gepasst (es war ab 4 Jahren dann schon wirklich sehr entspannt mit ihr). Ehrlicherweise hätte es aber auch ohne Kinder immer gepasst für mich.
Nach 6 Jahren haben wir uns doch für ein Zweites entschieden. Jetzt mit Kind 7 Jahren und Baby 10 Monate ists wirklich wunderschön, wenngleich ich als Mama natürlich stark zurück stecke (Papa auch). Aber das kennt man dann ja schon und geht nicht mehr so blauäugig in die Sache rein. Zweite SS war bei mir viel belastender als die erste, dafür Geburt leichter. Man weiß halt nie was kommt, weder bei SS, Geburt, Kind.
Wegen des Alters würd ich mir nix denken. Sicher, iwann gibts Grenzen, aber ich denke, wenn dein Körper noch mitmacht, dann passt das auch! Alt seid ihr eigentlich nicht, nur nicht sehr jung. Ob man mit 39 ein Kind kriegt oder mit 42 ist jetzt auch schon wurscht 😅 (klingt nur gleich älter).