Hi ihr Lieben,
ich bin zum ersten Mal schwanger - gerade in der Mitte der Schwangerschaft angelangt und langsam wird meine Angst vor der Geburt immer stärker.
Ich geh prinzipiell immer schon sehr ungern zu Ärzten und Ärztinnen und stell mir ungern vor, wie Dinge im Körper passieren - vorallem medizinische Behandlungen. Weiß nicht, ob ich das jetzt gut erklärt hab

Aber die Vorstellung, dass ich mein Baby rauspressen muss oder mir ein Katheder gelegt wird, oder in die Bauchdecke geschnitten wird, machen mich fertig. Und vor den Schmerzen hab ich auch Angst.
Ich mach auch bald nen Geburtsvorbereitungskurs und sprech auch mit meiner Hebamme über meine Ängste.
Nachdem ich bisher viele schlimme Geburtsgeschichten gehört habe, bin ich jetzt eigentlich auf der Suche nach positiven Erfahrungsberichten und wollte mal hier nachfragen - das würde mich glaub ich beruhigen. Außerdem: hat jemand Erfahrung mit der Badewanne während der Geburt? Also zb als Wassergeburt oder auch nur zur Entspannung vor der Eröffnungsphase?
Danke fürs Durchlesen 🙏🏻
Kommentare
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Er ist zwar nicht ganz günstig aber meiner Meinung nach jeden Cent wert. Du hast auch einige Hypnosen/Meditationen dabei.
Ich hab mich bei der 1. Geburt schon mit hypnobirthing vorbereitet und hatte eine schöne Geburt.
Bei der 2. hab ich mich nochmal intensiver mit der friedlichen Geburt vorbereitet.
Mein 2. Kind kam geplant zuhause zur Welt und die Hebamme wusste zum Teil nicht mal ob ich wirklich Wehen habe oder nicht, weil ich so in meine Meditation vertieft war.
Ich brauchte bei beiden Geburten keine Schmerzmittel und empfand wirklich nur die letzten 1,5h der Geburt immer als recht intensiv und natürlich die Presswehen.
Mein Tipp ist wirklich sich gut auf die Atmung zu konzentrieren. Das hat zumindest mir wirklich beide Male so geholfen!
Jeder ist natürlich individuell und jeder hat ein anderes Schmerzempfinden.
Wasser mochte ich zum Beispiel gar nicht. Da waren mir die Wehen einfach zu intensiv. Ist aber auch sehr individuell.
Du wirst bestimmt für dich das richtige finden. Und die Hebammen sind wirklich großteils unglaublich nett und nehmen dich auch an die Hand.
Ich wünsch dir alles Gute für deine Geburt.
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Mein Geburtsbericht in Kürze:
Die erste Geburt war 2019 und mittelmäßig positiv 😅 die zweite war vor einem halben Jahr und sehr positiv.
Samstagnachmittag Schleimpfropf gesichtet, es begannen bereits ganz leichte menstruationsartige Empfindungen (weit weg von Krämpfen). Ab 18 Uhr wie Menstruation.
Um 19 Uhr regelmäßig wiederkehrend ca. alle 5 Minuten.
Ab da hab ich mich auf Atmung konzentriert und dass ich eine bequeme Position finde. Das war bei mir Stehen an der Kücheninsel. Um 21 Uhr sind wir ins KH, da waren die Abstände 2 Minuten. Ich hab immer versucht mich der Wehe hinzugeben und hab die Wehenpause bewusst als Pause verbracht.
So stiegen die Wehen von 0/10 auf 10/10 in 5 Stunden, die Wehenpause war aber durchgehend eine 10/10 (riesen Vorteil, dadurch keine Erschöpfung).
Um Mitternacht hat mir die Hebamme die Fruchtblase geöffnet und ab da gings ab 😂
Hab versucht die Presswehen langsam und nicht zu schnell zu nehmen. Man ist sehr versucht das Baby in einem Ruck rauszupressen, aber das Gewebe dankt es dir, wenn du langsam machst.
Immer noch stehend (beste Position für mich) hab ich dann um 00:30 Uhr meine Tochter geboren 💖
Die Hebamme war super, sie hat uns machen lassen und war einverstanden das Baby zu fangen 😅
Während der Geburt empfand ich die Wehen schon als sehr schmerzhaft, aber trotzdem positiv, schwer zu beschreiben. Das Atmen und Schreien brachte viel Erleichterung 🙏 nie dagegen ankämpfen, sondern immer den Weg hin zum Baby vor Augen haben 👌🏻
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Ich war im Geburtsvorbereitungskurs und hab mich mit anderen ausgetauscht. Ich war im Spital auch bei einer Infoveranstaltung zu Schmerzmanagement, was wann geht, was nicht. Wir hatten auch eine Hebamme, die vorher 2 mal bei uns zu Hause war und mit der ich vorbesprochen habe, was ich (nicht) will usw. sie war dann auch bei der Geburt dabei.
Am Ende hatte ich einen Kaiserschnitt, was für mich total gut gepasst hat, weil ich mich vorher auch mit diesem möglichen Ausgang beschäftigt habe.
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Man weiß vorher nie, gerade bei der ersten Geburt, was einem gut tut und was passiert.
Ich habe mich einfach auf nichts eingestellt. Weder vorher gesagt ich will keine Schmerzmittel noch es muss unbedingt im Wasser sein oder dergleichen. Und obwohl ich eine natürliche Geburt wollte, mir auch immer vorher gesagt, falls es medizinisch notwendig dann doch ein KS wird, ist das auch okay (war dann eh nicht so).
Eine Freundin war bspw. mega enttäuscht, dass ihr Traum von der Wassergeburt nicht geklappt hat, weil sie sich im Wasser dann total unwohl gefühlt hat. Das hat sie während der Geburt dann total aus dem Konzept gebracht und sie war total fertig deswegen.
Einfach probieren dir vorher so wenig Druck wie möglich zu machen, wie eine "perfekte" Geburt zu sein hat. Für jeden ist was anders gut 🫶
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Ich kann dir von zwei komplikationslosen Geburten berichten. Beide Male hatte ich keinerlei Geburtsverletzungen und war nachher sofort wieder topfit (konnte normal aufstehen, aufs Klo gehen, duschen etc). Beide Male ging es morgens gut ausgeschlafen los (einmal um 7 mit Wehen und einmal um 7:50) und gegen drei am Nachmittag war das Baby da.
Bei der ersten Geburt war ich von den 5 Stunden im Kreißsaal die ersten 3 Stunden in der Wanne. Das hat mir sehr gut getan. Ich hatte weder PDA noch Schmerzmittel und war nachher unglaublich stolz, alles so toll geschafft zu haben.
Die zweite Geburt war diesen Jänner. Das war überhaupt eine Traumgeburt wie aus dem Bilderbuch! Ich bin am errechneten Termin mit Blasensprung aufgewacht und hatte noch Zeit, den Großen gut unterzubringen. Da alles dicht war und ich nur minimale, kaum spürbare Wehen hatte, bin ich sogar noch mit den Öffis in die Klinik gefahren. Ich war um 10:15 dort, die Wehen wurden langsam stärker, aber ich konnte noch ganz entspannt zu Mittag essen und bin dann gleich nach dem Essen in den Kreißsaal gekommen. Eine halbe Stunde später war der Muttermund bei 5 cm und ich konnte zwischen Wanne und PDA wählen. Diesmal wollte ich die PDA. Das war für mich die beste Entscheidung überhaupt: Danach fühlte ich mich wie nach der Sauna, total gewellnesst. Ich hatte dann die restliche Zeit tatsächlich keine Schmerzen mehr und habe gerade mal ausreichend viel Druck gespürt, um gut mitarbeiten zu können. Ich musste teilweise sogar nachfragen, um mich mit CTG zu vergewissern, dass ich jetzt eh grad eine Wehe habe und pressen darf. Ich habe die ganze Pressphase sehr bewusst wahrgenommen, aber eben komplett schmerzlos. Bald nach 15:00 Uhr war der Kleine da!
Vielleicht hilft es dir ja, die Geburt und alles drumherum nicht als „medizinische Behandlung“ zu sehen, sondern als etwas, das DU leistest … bzw IHR: du und dein Baby! Klar, zwischendurch sind ein paar Handgriffe von deiner Hebamme nötig, aber den Großteil erledigt ihr zwei alleine 😀 Sehr wichtig ist, dass du deiner Hebamme vertrauen kannst, dann fühlt sich das auch nicht so medizinisch an. Hast du vielleicht eine Wahlhebamme?
Wenn du dir ungern vorstellst, wie Dinge im Körper passieren, wie geht’s dir denn jetzt allgemein mit deinem Bauchbaby? Mit Tritten etc? Kannst du das genießen oder fühlt sich das für dich seltsam an?
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"Die friedliche Geburt" werd ich mir jetzt auf jeden Fall mal ansehen - den Kurs, Podcast und das Buch.
Versuche mich so gut es geht zu informieren aber nicht mit spezifischen Vorstellungen reinzugehen.
Wahlhebamme hab ich leider keine, obwohl es in der Klinik (Floridsdorf) in der ich entbinde die Möglichkeit gibt. Weiß nicht, ob es dafür nicht schon zu spät wäre 🙈
@bauchzwerghöhle - freut mich, dass du zwei so tolle Geburten hattest
Und ja ... tatsächlich ist es für mich eher komisch, die Tritte zu spüren und zu wissen, dass da ein Leben in mir heranwächst. Irgendwie "fremd" - ich trau mich das auch gar nicht so zu sagen weil man imme den Eindruck vermittelt bekommt, dass man es als wunderschön empfinden muss.