Ich bin sehr verzweifelt..
Mein Kind (A) ist zweisprachig(Deutsch ist 2. Sprache), aber spricht nicht im Kiga, flüstert einige Wörter aber nicht viel. Es ist so seit 2 Jahren. Ich habe kürzlich mit Pädagogin gesprochen (von meiner Initiative) ob es nutzlich wäre wenn ich einfach Hilfe hole, von z.B. dem Psychologe um Barriere abzubauen und Kind zu helfen. Sie hatte am Anfang nichts dagegen, aber für sie ist es nicht notwendig, denkt dass A einfach Zeit braucht und sie würde so lassen wie es ist, kein Druck machen etc. aber wenns würde helfen früher mit Sprechen anzufangen, dann könnte ich probieren.
Im Kiga war auch eine Frau (B), die die Erfahrung mit der Arbeit mit bilinguale Kinder hat (das war auch meinen Vorschlag ob sie zum Kiga kommen kann) und A hat mit B viel gesprochen im Kiga, in der Muttersprache und in Deutsch, aber nur mit ihr, nicht mit der Pädagogin. Nachdem hat B zu mir gesagt, dass ich nur die Probleme suche, A ist gut sprachlich entwickelt und Psychotherapie könnte mehr schlimmeres machen und sie hat es sofort abgeraten, sie würde es auch lassen.
Ich war trotzdem beim Psychologe und er hat elektiver Mutismus festgestellt. Psychotherapie und zusätzlich logop. Therapie wurde empfohlen. Ich habe wirklich schnell freie Kassenplätze gefunden und A ist schon in beide Therapien.
A mag auch diese wöchentliche Stunde in Gruppenpsychotherapie, eigentlich ist ihm da lieber als im Kiga. Es ist durch Spielen geführt, aber in therapeutischer Sinne.
Aber aus Kiga spüre ich das Gefühl dass ich übertreibe so zu sagen, suche Spezialisten aber ich selber mache nix um Selbstvertrauen des Kindes zu verstärken. Elektiver Mutismus hat bestimmt mit Selbstvertrauen was zu tun, aber das trifft Kinder, die sehr sensibel sind und brauchen Unterstützung von Spezialisten, so weit was ich über selektiver Mutismus weiss.
Unserer Hausarzt hat mich verstanden, ernst genommen und ohne meine Vorschläge eine Überweisung zum Psychologe gegeben, HNO-Arzt hat ohne Wort die Verordnung für die logopädische Therapie gegeben, Psychoterapeutin hat auch gesagt, dass kann man nie sagen, dass immer Zeit hilft, weil in der Schule mehr Stress zukommt und wenn Möglichkeit ist um zu unterstützen dann warum nicht versuchen?
Aber meine Meinung nach ist es auch wichtig die Unterstützung von Kiga auch zu haben, aber gibt es einfach nicht...
Oder übertreibe ich wirklich, schlussendlich die Pädagogin sieht A jeden Tag...
Puff war seeehr lang, aber wollte von jemandem Fremden hören, ob ich meinen Bauchgefühl hören sollte, oder die Pädagogin..
Liebe Grüße
Kommentare
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Mit der Zeit hat der Bub einige Worte gelernt, aber kaum gesprochen.
Er hat 2 Jahre kaum gesprochen und vor wenigen Wochen hat es plötzlich "Klick" gemacht. Er hat plötzlich zu reden begonnen und redet jetzt sehr viel und ist zugleich auch offener geworden.
Rückblickend gesehen denke ich, dass er einfach die Zeit für die Entwicklung gebraucht hat.
Wenn die Pädagogin kein Problem in der Sprachentwicklung sieht, dann schätzt sie die Situation vielleicht einfach so ein, dass es passt wie es ist.
Dass du trotzdem unterstützende Therapien für deinen Sohn machst kann nicht schaden. Vor allem, wenn er gerne hingeht, dann ist das ja auch eine Qualitytime für ihn. Mit der Logopädie wurde bei meinem Sohn auch die Freude am Sprechen gefördert (er war ein Latetalker).
Hast du den Eindruck, dass dein Sohn bedrückt im Kindergarten ist, weil er nicht spricht oder ist er sonst glücklich?
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Er ist glücklich wenn in Kiga ist, aber was mich aufgefallen ist, knirrscht mit den Zähnen in der Nacht seit ein paar Monaten, also Stress auch dabei hat, obwohl den Kiga ihm Spass macht.
Er hatte auch sehr lange Eingewöhnung im Kiga, dauerte gute ein paar Monaten. Seitdem ist er glücklich und geht sehr gerne da.
Wenn wir kürzlich gefragt haben, warum spricht er nicht in dem Kiga, dann hat weinen begonnen und gesagt, dass er so sehr sich schämt um zu sprechen.
Deswegen habe ich das Thema über Psychologe angefangen,wenn Stress sich so aufgebaut hat und vielleicht Zeit hilft da nicht (meine Meinung nach-er ist sehr sensibles Kind).
Meine Kollegin ist eine Kinderpsychologin in meinem Heimatland und wenn ich dieses Thema ihr erzählt habe, hat sie gesagt dass wir sollten schon in Therapie sein weil wenn er noch länger in diesem Situation bleiben würde, dann kann immer schlimmer sein um ihn zu helfen, also je früher desto besser.
Die Pädagogin sagt das gleiche wie du also plötzlich kommt den Tag wenn er mit einem Klick zu sprechen beginnen. Aber ich habe dieses Gefühl dass es nicht immer sein muss und ich will nicht beobachten und warten, weil es kommen kann aber nicht muss...
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Die Antwort deines Sohnes, dass er sich schäme zu sprechen, klingt für mich sehr ehrlich von ihm und ähnlich zu unserer Erfahrung. Er braucht vermutlich mehr Praxis und einen Ort wo er Fehler machen kann. Du könntest versuchen mit ihm daheim nur deutsch zu sprechen. Fehler dürfen sein und durchs üben gewinnt er Selbstvertrauen.