Austausch zu Sprachbegabung/Hochbegabung gesucht
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Kommentare
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Egal finde ich es nicht. Ich war selber so ein Kind. Die VS habe ich spielend gemacht, lernen musste ich auch nie. Ich habe mir alles einfach so gemerkt. In der 3. Klasse Gymnasium kam dann der Punkt an dem nur schnell verstehen und zuhören einfach vom Stoffumfang nicht mehr gereicht haben. Ich musste lernen lernen - und das schnell, weil zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen wird, daß die Kinder das schon können. Demnach wird da vom Lerntempo her keine Rücksicht genommen auf Kinder die in dem Punkt anders sind.
Ich hatte im Halbjahr dann 5 Gefährdungen, habe mich am Riemen gerissen und alle 5 Fächer bestanden. Spaß war es aber keiner, das war ein sehr hartes Jahr.
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Er geht dann auch in eine Teilmontessorischule mit nur 12 Kindern pro Klasse aber 2-3 Lehrern, die individuell auf jedes Kind eingehen. Glaub das ist das Beste für ihn
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In diesen Schritten ging es weiter. Mit 2 Jahren ist er in die Kinderkrippe gekommen und da gingen die Probleme los. Er war den anderen Kindern sprachlich so überlegen, dass sie ihn täglich gebissen und gehauen haben, als er in den Kindergarten gekommen ist, ging es gleich weiter. Er konnte auch nicht wirklich spielen, hat sich lieber fürs konstruieren interessiert oder mit den Pädagoginnen gequatscht. Er wollte auf alle Fälle Anschluss finden, aber es hat nie geklappt, weil er anders als die anderen war.
Mit 5 haben wir dann -auf Anraten der Pädagoginnen- die ersten Tests gemacht. Rausgekommen ist Asperger mit Inselbegabung.
Wir haben ihn dann ganz normal eingeschult, er war sozial immer auffällig, sehr sehr leicht abgelenkt, vergesslich und hat gestört. Der Lehrer hat ihm dann aber einen anderen Stoff gegeben und zusätzlich hat er ein Blasinstrument und ein Streichinstrument gelernt, damit er ausgelastet ist. Leider war der Lehrer sehr überfordert und genervt von ihm.
Mit 8 haben wir nochmal bei anderen Institutionen Tests durchführen lassen. Dabei ist rausgekommen, dass er überdurchschnittlich Intelligent ist (nur 6% der gleichaltrigen haben in etwa den gleichen Stand) und er Adhs hat.
Er hat dann zeitweise Medikamente bekommen, wovon er dann aber leider nichts mehr gegessen hat und somit mussten wir sie (gsd im nachhinein betrachtet) wieder absetzen, weil er sowieso schon sehr schlank war.
Nach der VS ist er ins Gymnasium gekommen, wieder das selbe.. schulisch extrem gut, sozial eine Katastrophe. Die Lehrer wieder sehr genervt und haben es ihn auch anständig spüren lassen, somit haben wir Schule gewechselt.
Wieder das selbe Spiel. In der 3. Klasse Gymi hatte er dann so einen Durchhänger, dass er viel geschwänzt hat und auch viel Blödsinn gemacht hat. In der 4. Klasse musste er erstmals lernen, weil er in der 3. schon quasi nichts mehr gemacht hat und konnte es nicht! Er hat bis jetzt keinen Plan wie man lernt. Er musste zur Nachhilfe. Wenn man ihn (auch nur 2 min) alleine lässt mit dem Schulstoff, schaut er in die Luft, oder spielt am Handy. Das ist leider nach wie vor so. Auch einfach Dinge wie Müll rausbringen, oder Zimmer aufräumen sind eine riesen Herausforderung und nur möglich, wenn man dabei ist. Sonst wird das nix.
Nach dem Gymi ist er auf der HTL gekommen, dort ist es komplett anders! Er hat Freunde mit gleichen Interessen, spielt sich in der Schule, die Lehrer sind extrem angetan von ihm. Er ist wirklich angekommen und wird angenommen, so wie er ist!
Das ist ein wirklich wirklich eine kurze Zusammenfassung. Er, wie auch wir mussten echt viel durchmachen.
Es ist nach wie vor eine Herausforderung, mit all den Eigenheiten und Schwierigkeiten die er hat, aber trotzdem bin ich sehr stolz auf ihn.
Ich hätte mir für ihn aber gewünscht, dass er durchschnittlich ist. Das hätte ihm und uns viel erspart.
Kennst du das auch?
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Es ist halt auch sehr schwierig solche Kids zu fördern, weil jedes eine andere Begabung hat. Od auch Vorlieben. Meine Tochter zb hasst Mathematik, obwohl sie sehr gut darin ist. Sie liebt Biologie, Chemie, Physik. Also alles Wissenschaftliche....bringt in der VS aber nichts. Das müssen wir halt ausserhalb fördern so gut es geht. Da sie unglaublich sozial ist, also richtig extrem schon, wird sie jez vielleicht als Ministrantin in der Kirche beginnen, weil sie Kirche auch sehr interessiert. Ich werd mich jez auch mal bei der Caritas od so schlau machen, ab wann sie dort auch irgendwie was machen kann.
Ich muss sagen, ich bin aber sehr "froh", dass sie "nur" überdurchschnittlich intelligent ist, denn das ist manchmal schon herausfordern. Besonders weil viele Menschen sie als "komisch" empfinden weil sie nicht ins Schema F passt. Sie stellt halt Fragen, die Kinder erst mit 13 od 14 stellen und das aber sehr direkt, weil sie halt doch noch nicht so alt ist um ein Gefühl dafür zu haben wie bzw was man so sagt "in der Gesellschaft".
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Mein Sohn ist auch ein Sprachtalent: keine Babysprache, mit 2 bereits vollständige Sätze, jetzt mit 4 1/2 komplexe Sätze und Wörter. Er ist extrem interessiert und beobachtet und merkt sich wahnsinnig viel. Er erkennt beim vorlesen schon gewisse Wörter, etc.
Aber: er ist dafür in der feinmotorik nicht besonders stark und zeichnet nicht. Ich bin nicht sicher ob er nicht kann oder nicht möchte, es interessiert ihn einfach nicht. Ich war mal bei der Ergotherapie um sicherzustellen dass alles ok ist, und seither lasse ich ihn.
Meine Tochter ist sprachlich nicht so stark (auch weil sie lange Zeit schlecht gehört hat) aber klar dafür mit ihren 3 Jahren Puzzle für 5jährige.
Ich glaub Kinder haben einfach unterschiedliche Stärken und Schwächen, so wie wir auch 😊
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Das wird sich alles mit der Zeit zeigen.
Es kann eh sein, aber daran wuede ich mich jetzt nicht orientieren.
Auch mein Sohn ist sehr begabt für vieles. Halte ihn trotzdem nicht für hochbegabt derweil
Buchstaben lernen mit 1,5
2 Wort Sätze übersprungen und gleich ganze Sätze mit 2 Jahren
Auch er teilt sehr komplexe Gedanken mit uns
Gleichaltrige Funktioniert, wobei er mit 2 jährigen (er ist jetzt 2,5) nur kurz was anfangen kann. Am meisten bondet er mit 5-12 jährigen.
Wir haben ihn in eine familiengruppe gesteckt, ale Kinder von 2,5-6 zusammen sind. Damit er viele große Kinder hat.
Auch sonst ist er sehr fit. Lernt körperliches sehr schnell. Er ist auf die Leiter geklettert bevor er laufen konnte uvm. Hat wenig Angst.
Frustriert ist er von seinen eigenen Grenzen. Wenn er was nicht kann, was er können will, ärgert es ihn total.
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Meine Kinder gehen in einen Teilmontessorikiga u dazu gibts auch die dazugehörige Vollschule.
Gibt ja die reinen Montessorischulen komplett ohne Noten u ohne Hausübungen. Das ist dort nicht so.
Also sie lernen den normalen Lehrplan mit Benotung usw, gestalten aber den Unterricht sehr nach Montessori, ausserdwm sind es max 10-12 Kinder pro Klasse mit 2-3 Lehrern, da auf jedes Kind eben individuell eingegangen wird. Ausserdem wird viel draussen unterrichtet. Die Schule sowie unser Kiga sind in einem Bauernhof mit Wald in einer Sackgasse. Dort dürfen sich sie Kinder auch um die Tiere kümmern.
Ich kanns jz nur vom Kiga sagen, meinw Tochter ist seit heute Schulanfängerin u sie haben jede Woche einen Schulanfängertag. Da die Pädagoginnen aber wissen, dass meine Tochter u ein anderes Mödchen den Stoff der 1. Klasse schon beherrschen, geht sie an diesen Tagen auch individuell auf die 2 ein u sie bekommen extra Übungen. Die 2 waren zB auch letztes Jahr schon immer bei den Schulanfängertagen dabei, weil ihnen so oft „langweilig“ war.
Beides sind private Einrichtungen u nicht ganz so günstig, aber ich bin absolut begeistert u deshalb zahlen wir das auch sehr gerne.
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https://ev.schule-karlsplatz.at/
Meine Nichte war dort und kommt nächstes Jahr ins Sir Karl Popper Gymnasium ebenfalls mit Begabungsförderung.
Sie ist im Mensaclub, ihren IQ weiß ich jetzt nicht.
Woran haben wir es gemerkt. Sie hat sich mit 3 Jahren lesen selbst bei gebracht. Rechnen mit 5 Jahren. Sie brauchte ständig neues Input und war schnell frustriert, wenn sie diese 100% Aufmerksamkeit mit Neuen nicht bekam.
Ihr Bruder ist nicht Hochbegabt.
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Klingt sehr gut!
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Vor allem mit dem Bauernhof und dem Teil Montessori.
Denn auch zuhause leben wir so "Teil montessori".
Wir sind keine typische Montessori Familie, aber wir lassen viele Elemente einfließen.
Kannst du vielleicht noch erzählen wo das ist bzw wie der kindi/Schule heißt?
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Weil es hier gerade gut passt. Ist aus dem Buch ein Kopf voll Gold, dass sich mit Hochbegabung befasst
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Bei mir ist gerade so viel los, dass ich nicht zum ausführlichen Antworten komme.
@Kathyxox Danke für die Liste, sehr interessant!
@fortnight Danke für deine Schilderungen.
@minx Danke für die Info. Nach Wien ist es von uns aus einfach zu weit. Lustigerweise hab ich als Kind selbst um die Ecke vom Karlsplatz gewohnt, da wäre es gegangen.
@Biancaa Das Modell klingt echt traumhaft! Bin gespannt, was du weiterhin von der Schule zu berichten hast.
@Pusteblume82 Legasthenie und LRS sind zwei unterschiedlich begründete Schwächen, es wird aber ähnlich damit umgegangen. Ich kann gut nachvollziehen, was du meinst mit dem "komisch gefunden werden", ich merk das jetzt schon bei meinem Sohn. Er ist gottseidank auch recht sozial und hat viele Freunde, aber manche anderen Kinder oder Eltern fühlen sich regelrecht bloßgestellt von seinen Fähigkeiten und das kann dann schon schwierig sein. Einerseits soll er ja tun, was ihm Freude macht, andererseits hält man sich in Gesellschaft mit manchem auch zurück und das kann er natürlich noch nicht abschätzen ...
@Mami122016 Oje, da ist ja einiges schiefgegangen bisher ... Ich bin froh zu hören, dass es deinem Sohn jetzt an der HTL so viel besser geht! Lehrer machen so unglaublich viel aus, wenn sie das Kind annehmen, dann kann es sicher problemlos laufen, wenn nicht, ist das Risiko für soziale Auffälligkeit sicher hoch. Ich glaub, viele sind sich ihrer Verantwortung da vielleicht gar nicht so bewusst ... Soll aber keine Rechtfertigung sein!
@mydreamcametrue Ja, das äußert sich in verschiedenen Bereichen. Bei meinem Sohn ist es auch das Zeichnen, das er nicht so gerne macht und neben Puzzles auch etwas, das er nicht so gut kann. Ansonsten war er bei allem von Anfang an weit vorne mit dabei, frühes Gehen, frühes Sprechen, frühes Zählen, Rechnen, Buchstabenlernen, Fahrradfahren, Bällefangen ... Alles Motorische scheint ihm zu liegen, alles Sprachliche, Kognitive und auch alles Mathematische. Er spielt zum Teil Gesellschaftsspiele ab 8 oder 10 Jahren und hat schiere Freude daran, dass er sie spielen kann. Ich glaub, es ist seinem Kopf selber manchmal zu viel.
Ich bin neugierig darauf, in welchen Bereichen (oder Fächern) er später mal so seine Probleme haben wird, ohne dass es an den Lehrern liegt. Jeder hat ja auch Dinge, die er weniger gut kann, mein Sohn ist z.B. beim Musikalischen sicher eher durchschnittlich, wenn auch interessiert. Rückblickend wird sicher manches anders aussehen als ich es jetzt denke, aber wie sagt man so schön: Man kann das Leben nur vorwärts leben, aber es nur rückwärts verstehen.
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https://lrs-therapeuten.org/information/legasthenie/definition/
Allgemein zum Thema „Neurodivergenzen“ ist gerade ein spannendes Buch von Saskia Niechzial erschienen „Ein Kopf voll Gold“ auf Insta „liniert.kariert“.
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Wir hatten in der Zwischenzeit ein Entwicklungsgespräch im Kindergarten mit der Pädagogin und der Sonderpädagogin, die beide sehr nett und verständnisvoll waren. Endlich ein gutes Gespräch, das war wirklich wertvoll. 🥰 Beide haben uns sehr dazu geraten, noch vor der Schuleinschreibung die Begabung austesten zu lassen, damit wir etwas Verständliches in der Hand haben und hoffentlich leichter eine passende Schule/Lehrerin finden können, die im besten Fall auf Begabungsförderung spezialisiert ist oder zumindest ausreichend flexibel, damit er keine Unlust entwickelt. Nächsten Frühling haben wir einen Termin, mal sehen, ob er da überhaupt mitmacht 😄 Aber zum Glück ist noch gar kein Stress, er hat noch 2 Kiga-Jahre. 😊
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Meine Tochter fängt erst 2025 mit der Schule an
Aber viele von unserem Kiga u der Sohn meiner Freundin gehen dort zur Schule u sie sind sehr zufrieden