Babys vorm Wickeln um Erlaubnis fragen

Sarah83Sarah83

1,322

bearbeitet 27. April, 10:02 in Entwicklung & Erziehung
Liebe Mamis,

ich habe vorhin einen Artikel zum Thema : "Babys vorm Wickeln um Erlaubnis fragen" gelesen.
https://kurier.at/leben/sexualpaedagogin-will-babys-vorm-wickeln-um-erlaubnis-fragen/400041127

Was meint ihr dazu? Was sind eure Gedanken, wie sieht ihr das? Wie macht ihr das oder wie habt ihr das gemacht?

Freue mich auf eure Meinungen dazu.
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Kommentare

  • Wenn ich bemerke da ist was großes drin dann warte ich auf einen geeigneten Zeitpunkt und sage „Gehst du mit mir ins Badezimmer und wir schauen deine Windel an?“ und er gibt mir dann die Hand - wir nehmen das Spielzeug mit das er gerade hat und dann wird gewickelt.

    Sagen wir mal in 80% der Fälle klappt das so 😅

    In der Früh bekommt er noch eine Flasche weil er Movicol kriegt für 💩 und während er die trinkt wird gewickelt und angezogen - das geht am leichtesten wenn er noch müde ist 🤷🏻‍♀️
  • Naja meinen 5 Monate alten Sohn Frage ich nicht um Erlaubnis aber ich sag Mal so: ich Versuche das Wickeln so angenehm wie möglich für ihn zu gestalten. Sprich: ich schaue, dass der Raum warm ist, Wärme eventuell die Feuchttücher kurz in der Hand vor, bevor ich ihn damit abwischen, blödle auch mit ihm. Damit er einfach merkt, wickeln ist nix unangenehmes. Wenn er eh schon weint, weil er schon müde ist dann wickle ich aber trotzdem. Ich weiß, dass mir sonst nachts die Windel ausläuft deshalb tue ich das in dem Moment obwohl er eindeutig nicht will.

    Ab ca. einem/1,5 Jahren (also sobald Kinder sich sprachlich anfangen ausdrücken zu können) kann man dann tatsächlich warten bis die Kinder von selbst kooperieren beim Wickeln. Das heißt, ich Frage das Kind ob es jetzt Windel wechseln will. Wenn es nein sagt, frag ich in ein paar Minuten nochmal. Ich lasse also das Kind entscheiden, wann/wo/von wem gewickelt wird. Ich "zwinge" meine Tochter niemals mit körperlicher Macht dazu gewickelt zu werden. Also gegen ihren Willen einfach hinlegen, festhalten und Windel wechseln geht gar nicht!!! Niemals! Auch wenn man es noch so eilig hat, etc.

    Ich denke das ist es auch, was die Dame, die da so angefeindet würde, gemeint hat. Das man das Kind zum wickeln niemals mit Gewalt zwingen soll denn wenn da die Grenzen nicht respektiert werden von den Erwachsenen, wie soll das Kind dann zu anderen Übergriffen nein sagen können.
    Das ist für mich aber nicht nur beim Wickeln so sondern geht ALLE Bereiche an wo es um ihren Körper geht. Zähne putzen, Hände waschen, baden, an- und ausziehen... Meine Kinder haben das Recht (und die Möglichkeit) laut und deutlich nein zu all diesen Sachen zu sagen und meine Mann und ich (und OmaOpa, etc.) haben das zu respektieren! Das ist für mich selbstverständlich wenn ich Achtung vor der Würde kleiner Menschen habe!

    Klar ist das nicht immer einfach aber dann ist es halt die Pflicht des Erwachsenen einen Weg zu finden wie man das Kind friedlich dazu bringt das zu tun, was man möchte.
    NeueMami32mauza4Leni220619weißröckchen
  • bearbeitet 27. April, 12:13
    Schwieriges Thema. Mein Sohn (16 Monate) ist generell ein Kind, das sich nicht gerne anfassen lässt, von Anfang an schon, er mochte es z.B. auch nie, wenn man ihm die Hand hält bzw. auch generell - er hasst es, wenn man ihm zu nah kommt, also auch ich oder sein Papa dürfen eine gewisse Abstandsgrenze nicht überschreiten, das machen wir im normalen Alltag natürlich auch nicht, ist ja nichts dabei.

    Nur ist es wirklich schwierig, wenn es um Körperpflege geht - Nägel schneiden ist eine pure Katastrophe. Ich habe das immer während des schlafens gemacht, nur schläft er seit Wochen so katastrophal, dass er aufwacht, sobald man seine/n Hand/Fuß nur anhebt. Ich hab auch schon mit anderen Mamas drüber gesprochen, die gaben mir die "tollen" Tips, einfach den TV anzuschalten oder Lieder zu singen zur ablenkung (das würde bei ihnen toll klappen), das funktioniert bei meinem Kind nur leider überhaupt nicht. Sobald er spitz kriegt, dass ich irgendetwas an ihm "herum manipulieren möchte", hängt es ihn sofort komplett aus und es ist ohne Zwang nicht mehr möglich. Natürlich rede ich vorher mit ihm drüber, ich hab ihm auch schon gezeigt, wie ich mir selbst die Nägel schneide, auch Papa hat es schon versucht, da schaut er auch interessiert zu; nur sobald es an seine Finger oder Zehen geht, versucht er, sich vehement zu entziehen.
    Vllt. hat wer von euch Tipps? Ich hoffe ja, dass er bald wieder wenigstens einigermaßen schläft, dass ich es einfach wieder im Schlaf machen kann.

    Wickeln, joa..da würde er, glaub ich, auch 24 Stunden in seiner vollen Windel sitzen, wenn ich auf volle Kooperation hoffen würde; momentan klappt das aber noch (zum Glück!) mit Ablenkung in Form von Musik, Tut tut Flitzern, herumalbern. Mal sehen, wie lang noch.. :p

    Er fängt jetzt langsam an, zu laufen und sein Papa und ich wollten letztes WE seine Schuhgröße ermitteln durch Fußumriss auf ein Papier bringen - es hat einfach nicht geklappt, er schrie sofort los, als würden wir ihm den Kopf abhacken. :s
  • Ich glaub ich bin durch meinen Beruf „geschädigt“- ich bin Krankenschwester und hab immer mit alten Menschen gearbeitet.
    Ich kündige bei meinen Kindern immer alles an 🙈
    Mein Freund zieht mich manchmal auf dass es klingt wie im Altenheim 😂 (wir haben und dort in der Arbeit kennengelernt)

    Ich find das echt sinnvoll muss ich sagen ☺️

    Klar muss man abstriche machen, zb bei massivem Protest beim Zähne putzen, aber ich frage schon vorher bzw kündige an was wir jtz machen.
    „Du kriegst eine neue Windel- ok?“
    „Ich muss dir jtz ein Zapferl geben“

    Und ich bin überzeugt, dass das von Geburt an Sinn macht- aber ich brabbel beide Kinder sowieso von Geburt an voll 😂
    Lisi87Inesco
  • Ich habe von Anfang an immer gesagt was ich mache, Windel wechseln, anziehen, nägel schneiden usw. Natürlich haben sie es am Anfang nicht verstanden, trotzdem hab ich es gemacht. Ist aber auch Angewohnheit von der Arbeit (sozial- und pflegebereich). Jetzt können meine Kinder schon sagen bzw zeigen ob sie damit einverstanden sind z.b. Jetzt Windeln zu wechseln oder nicht und da gehe ich auf sie ein. Ich finde es wichtig das sie lernen ernst genommen zu werden und nicht einfach etwas zu machen, was sie in dem Moment patu nicht möchten. Es tut mir ja nicht weh 10 Minuten zu warten. Ansonsten gibt es noch einige überredungs Möglichkeiten, falls man es wegen ein Termin o.ä. Es eilig hat.
    Inesco
  • Ich mache es genau wie ihr @zuckerpuppe und @kolibri91 - erzähle meiner Tochter immer alles was ich vorhabe zu tun bzw erkläre es ihr auch währenddessen.

    Ich arbeite nicht im Pflege- oder Sozialbereich, kann mir aber gut vorstellen dass eine solche Herangehensweise wichtig ist, auch um die Würde der Menschen zu wahren.

    Das war immer sehr hilfreich für uns beide, am Anfang um einen Rhythmus zu finden, und jetzt damit sie lernt Zusammenhänge herzustellen und auch mal kurz warten zu können wenn ich noch etwas erledigen muss.

    Meistens kommt sie schon her und sagt wenn sie in die Windel gemacht hat. Manchmal ist sie aber abgelenkt und dann machen wir es eben etwas später oder sie nimmt ihr Spielzeug mit.
    Zähneputzen mag sie auch ganz gerne und freut sich dann richtig wenn wir fertig sind und ich sage "Zähne geputzt!"
    Es ist auch total süß, dass sie sich selbst applaudiert wenn sie etwas geschafft hat
    Hoffe das bleibt so 😊

    Inesco
  • Meine Tochter wird seit anfang an mittels Einmalkatheter etwa 6x am Tag katheterisiert.
    Um Erlaubnis konnte ich sie da natürlich nicht bitten, geht ja um die Gesundheit.
    Aber ich habs immer angekündigt und dokumentiert was da jetzt passiert.

    Sie ist jetzt 6,5 jahre alt und macht es jetzt grösstenteils allein, aber sie will das ich mit zur Toilette komme.

    Auch meine Söhne (3,5) wollen das ich dabei bin und ich hab sie beim Wickeln nie um erlaubnis gefragt.
    Im Kindergarten durfte nie einer ran, somit lernten sie früh sich die Pants selbst zu wechseln.

    Finde diese Formulierung um Erlaubnis zu bitten sehr überspitzt.
    Ich als Mutter muss da eben gelegentlich ran. Sei uns zu medizinischen oder hygienischen zwecken. Bei Fremden wie Kindergartenassistenten (Krippe) ist es was anderes.

    Man muss da einen Mittelweg finden. Natürlich den Wunsch des Kindes miteinbeziehen sodass es das gefühl hat die Entscheidung getroffen zu haben. Wann wo wie.
    Aber was sein muss muss sein.

    Nachdem sie reden konnten wurde immer gleich bescheid gesagt. Sie haben es mir also leicht gemacht.

    weißröckchenmelly210
  • Bin ich die Einzige die sich alleine beim Titel schon auf den Kopf greift? 😂
    Hallöchensusemelly210
  • @MissCycle war auch grad etwas erstaunt und hab mir versucht vorzustellen, wie ich dann unseren ein paar Tage alten Sohn um die Wickelerlaubnis frage. Ich fürchte er kann sie mir dann nicht erteilen 😉
  • @MissCycle Warum greifst du dir auf den Kopf beim Titel?
  • Ich finde den ansatz gut. Ich mache es auch so mit meinem kleinkind. Und wenn er nein sagt akzeptiere ich das auch.
  • Ich muss zugeben, ich sag meiner Maus zwar, dass wir wickeln gehen, aber um Erlaubnis bitte ich nicht. Wenns nass/schmutzig ist gehörts gewechselt. Da gibts für mich keinen Spielraum 🤷‍♀️ auch deshalb nicht, weil meine Kleine mit 1,5 Jahren die Konsequenzen die eine nicht gemachte Windel mit sich bringt, noch nicht abschätzen kann.
    weißröckchenmydreamcametrue
  • Ich sehe das wie @Nadine_ , ich sag was ich mache. Um Erlaubnis bitten ich nicht, weil es notwendig ist. Ich versuche aber, es angenehm zu gestalten (endet trotzdem manchmal in Wrestling 🙈).

    Den Ansatz Kinder zu fragen bevor man etwas tut finde ich aber gut!
  • Ich sage meinen Zwergen(19 Monate) auch, dass wir jetzt die Windeln wechseln weil sie voll sind. Aber fragen tu ich auch nicht, denn wenn sie schon Windel hören sagen sie nein und laufen davon. Wenn sie nur nass sind warte ich, aber wenn sie groß gemacht haben wird die Windel gleich gewechselt. Bekommen schnell einen Wunden Po, hab weder Lust kacka in der ganzen Wohnung zu wischen noch sie jedesmal dann unter die Dusche zustellen weil ichs schwer abkrieg oder sie bis oben verschmiert sind. Und da es ihnen egal ist ob die Windel voll ist, könnt ich ewig drauf warten bis ich ihr Einverständnis bekomme. Momentan machen sie sich ein Spiel daraus und verstehen das ganze nicht. Aber alle Kinder sind verschieden, meine beiden Mädels sind von selbst gekommen, wenn nur ein Tröpfchen in der Windel war.
    melly210
  • @whataboutme

    Naja, ich stelle mir gerade bildlich vor wie ich einen Säugling um Erlaubnis bitte...

    Ich weiß nicht ob es nur mir so geht, aber ich muss oft über Artikel dieser Art lachen.

    Ich hab einen 15 Monate alten Sohn und einen mit fast zwei Monaten..
    Wenn ich Ersteren um Erlaubnis bitten würde, würde ihm die Sch* vermutlich nach drei Tagen aus allen Hosen- und Bodyöffnungen rauskommen... Zweiterer würde mich mit seinem immer wacher wirkenden - aber dennoch mehr drüben als da - Augen ansehen.. und... Ja und?

    Ironie beiseite, ich verstehe und befürworte den Grundgedanken dahinter, Respekt, Mitspracherecht, usw.... Durch die Formulierungen verliert es für mich aber die Ernsthaftigkeit...

    So geht es mir aber mit einigen Themen der Kindererziehung unserer Generation.
    elementumweißröckchenmelly210
  • bearbeitet 2. Mai, 11:59
    @MissCycle Achso, ja, seh ich genauso wie du, und mein Sohn würde vermutlich auch bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag in seiner vollen Windel sitzen, wie ich oben schon geschrieben hab.
    Wohingegen ich eine Bekannte mit einer Tochter hab, die das gar nicht ausgehalten hat, schon quasi ganz von Anfang an hat sie geweint, bis die Windel gewechselt war. Ist vermutlich auch Typsache, wie kooperativ ein Kind beim Windelwechseln ist. Und bei uns gibt's auch bessere und schlechtere Tage, was das Thema angeht (ich versuch es dennoch so angenehm für ihn zu gestalten wie möglich).. :blush:
  • hafmeyjahafmeyja

    1,860

    bearbeitet 2. Mai, 11:22
    MissCycle schrieb: »
    Bin ich die Einzige die sich alleine beim Titel schon auf den Kopf greift? 😂

    Hast du nur den Titel gelesen oder wirklich den Artikel, den die TE verlinkt hat? Mich schockiert immer wieder die Reaktion mancher Menschen, die bis hin zu Morddrohungen geht. Man bedenke, dass der Sinn dahinter die Missbrauchsprävention ist!!!

    Ich denke, dass diese "Kultur der Zustimmung" und des Respekts wesentlich bei der Kindererziehung und auch im Umgang mit Menschen allgemein sein sollte.

    Natürlich altersgemäß und in dem Sinne, dass notwendige Tätigkeiten wie Wickeln, Zähneputzen sein müssen.
    KaffeelöffelMohnblume88
  • Also ich habe das lustigerweise bei meinem Sohn von Anfang an gemacht. Also wenn es Zeit war Windel zu wechseln, aber eher aus dem Aspekt heraus mit ihm zu kommunizieren, Fragen zu stellen und quasi ihm die Möglichkeit zu geben zu antworten. Er ist jetzt 6 Monate, ist eher mal schneller zu quengeln und neue Windel zu verlangen, als das ich es immer sofort merke. Generell hatte er noch nie wirklich etwas dagegen, wenn er mal raunzig ist, dann erkläre ich ihm, dass es ha viel schöner ist eine frische Windel zu haben.

    Dass er vielleicht irgendwann beginnt zu verweigern, um Grenzen zu testen ist mir aber auch klar und saubere Windel muss sein, aber halt liebevoll vermittelt und nicht mit physischem/psychischem „Zwang“. Als Papa/Mama sehe ich es aber schon mehr relativ, bei anderen Bezugspersonen natürlich leicht anders zu betrachten.
  • Diesen Artikel und einen ähnlichen dazu habe ich gelesen. Ich finde wir , insbesondere Mamas wollen nichts falsch machen und denken viel viel viel zu viel nach, dass es uns ganz irre macht

    Ja, auch ich sage zu meinem 16 Monate altem Sohn: gehen wir Windeln wechseln?! Und er läuft natürlich lachend davon. Und auf dem Wickeltisch wird gebrüllt, gedreht usw.

    Wenn ich ihn nicht oft wickel, ist er unten rum ganz rot. Soooo entweder über alles nachdenken oder roten Popo haben. Es gibt leider Dinge, da müssen unsere Kinder durch. Ja, auch wir Erwachsene müssen manche unangenehme Sachen tun oder etwas eben erledigen. So ist das Leben.
    mydreamcametrue
  • @hafmeyja

    Ja, ich hab den Artikel gelesen. Ich verstehe schon worum es der Dame geht und das befürworte ich sehr.

    Vielleicht ist der Titel und das Beispiel schlecht gewählt für mich als eine Bubenmama, weil mein Sohn beim Wickeln ein Theater veranstaltet das die ganze Straße hört.

    Das mit den Morddrohungen ist einfach nur krank, ich frage mich warum ein Mensch da so getriggert wird...
  • Ich habe meinen alteren Sohn immer informiert (wo er kleiner war) und um Zustimmung gebeten (wenn er schon verstanden hat) und es war nie ein Thema (wir habe allerdings ziemlich früh im stehen gewickelt, weil er das so wollte). Der kleinere wird auch immer gefragt (ist nicht immer sehr begeistert) und wir finden auch immer wieder eine Lösung (wenn er nicht Windel wechseln will, frage ich einfach später und ich „bleibe daran“).
  • J47b3e9e0-ab3d-11eb-bcb3-2f4b37a860fa.jpeg

    Finde ich in dem zusammenhang sehr gut
    Kaffeelöffeltweety85
  • melly210melly210

    2,084

    bearbeitet 3. Mai, 09:42
    Ich finde die Formulierung sehr unglücklich und nicht gut. Warum ? 1. Ist es eine Überforderung des Kindes die Zustimmung für etwas einzuholen bei dem es die Konsequenzen der jeweiligen Entscheidung noch gar nicht überblicken kann (in dem Fall vom nicht wickeln) und es 2. in Wirklichkeit gar keine Wahl gibt - die Windel muss ja gewechselt werden.

    Was ich aber sehr wichtig finde ist das Kind den Prozeß per se mitbestimmen und mitentscheiden zu lassen. Dann haben sie mehr Kontrolle und fühlen sich nicht so ausgeliefert.
    Unserem Sohn habe ich zb gesagt "so, jetzt müssen wir mal die Windel tauschen. Soll ich das machen oder der Papa ?" Er durfte auch aussuchen wo er gewickelt wird, und welche Windel er wollte (welches Motiv). Aber DASS wir wickeln habe ich erst gar nicht zur Wahl gestellt.

    Selbiges mit dem Zähneputzen. Er durfte aussuchen welche Bürste, wer rs macht etc, aber DASS er putzt ist nie zur Diskussion gestanden.
    insecureMohnblume88Maggie
  • Es ist halt etwas überspitzt formuliert,"um Erlaubnis zu fragen". Aber ankündigen was passiert kann und soll man natürlich von Geburt an. Nicht nur beim Wickeln sondern zb auch beim hochheben etc. Klar verstehen sie es nicht von Anfang an aber sie lernen es schnell. Mich würde es auch stressen wenn mich jemand berührt ohne es anzukündigen zb beim Arzt (denkt zb an eine gynäkologische Untersuchung ohne Vorankündigung :o )!
    Notwendige Dinge wie Wickeln und Nägel schneiden, Zähne putzen,... muss man - angekündigt - machen. Ggf mit zeitlichem Aufschub oder anderen Deals. Bei bedingt notwendigen Dingen wie Haare schneiden bestimmt bei uns das Kind ;)
  • Ich finde auch man sollte sich jetzt nicht am Titel aufhängen. Es geht drum wie schon mehrere gesagt haben zu erklären was man genau macht und es vorher anzukündigen damit die Kinder einen Bezug herstellen können.

    Ein anderes Beispiel:

    Ich sage essen ist fertig - na hast du schon Hunger? Mein Sohn läuft sofort zum Hochstuhl weil er weiß dort isst er.

    oder

    Schau es ist 10:00 Uhr - komm wir legen uns etwas hin. Er kriegt von mir seinen Schnuller und geht selbstständig ins Bett.

    Ich finde das gar nicht negativ sondern aus Sicht des Kindes betrachtet sehr wichtig. Hat er etwas an den Nägeln sage ich auch mhh das muss ich mir kurz anschauen damit du es nicht einreißt und es dir weh tut - Papa schaut einstweilen mit dir ein Buch an.

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen bei mir war das nicht so und ich hab da einige Traumata. Beim Zahnarzt passiert dir nichts - es tut nicht weh - es hat aber weh getan 🤷🏻‍♀️ usw usw usw
  • Um Erlaubnis zu bitten und über etwas zu informieren sind aber zwei sehr verschiedene Paar Schuhe. Darum geht es ja.
  • @melly210 es kann in einem sehr jungen Alter nur eine Information sein. Denn wie soll ein Baby etwas erlauben..
  • Ich glaube, dass es ein wenig darum geht. Ab wann und inwiefern darf ein Kind über sein Körper selber „entscheiden“ und was aus Sicht der Eltern „sein muss“.
    Wir sind alle über bestimmten Zwänge hergezogen werden - ich musste immer was warmes anziehen, weil es meiner Mutter kalt war . Wie sollen Kinder lerne was sie „für sich“ brauchen und was ihnen (und ab wann) unangenehm ist wenn sie es nie selber erfahren können
  • @Hekate ja ALTERSADÄQUAT soll man Kinder natürlich mitentscheiden lassen. Also über wer was macht und wo, das können sie recht schnell. Ebenso kann man ein Kindergartenkind schon auch daran heranführen selber zu merken daß ihm kalt ist.

    Aber einem Kleinkind die Entscheidung darüber zu überlassen OB die Zähne geputzt werden oder gewickelt wird, das ist nicht altersadäquat, weil ein Kleinkind die Konsequenzen dieser Entscheidung noch nicht überblicken kann. Dazu hat es Eltern. Deren Aufgabe ist es u.a. auch Entscheidungen für das Kind zu treffen für die es noch zu jung ist, weil es eben die Konsequenzen nicht versteht.

    @saai ja logisch, ein ganz kleines Baby wird auf die Frage "darf ich dich wickekn" natürlich noch nix antworten können. Aber bereits ein Einjähriger wird dir da "Nein" drauf sagen können. Und dann ? Dann musst du obwohl es nein gesagt hat trotzdem wickeln früher oder später, auch wenn es bei nein bleibt. Und das meine ich eben. Das frustriert dann, und es fühlt sich nicht respektiert ggf. Warum fragst du wenn nein eh keine Option ist. Bei wer/wo etc hat das Kind dagegen echte Entscheidungsfreiheit, und zwar in einem Rahmen den es überblicken kann.
    keaJacky92Reyhania
  • @melly210 aber genau DAS ist der punkt. Nein ist nein. Ich respektiere das.
    tweety85
  • Ich nehm ein anderes Beispiel. Was macht ihr wenn eure Kinder sich nicht mit Sonnencreme einschmieren lassen? Nicht rausgehen?

    Einem kleinen Kind ist nicht unmittelbar klar wozu Sonnencreme gut sein soll. Und das einschmieren ist schnell mal unangenehm.

    Für mich ist das genau ein Fall wo die Eltern entscheiden. Und nicht das Kind. Auch mein siebenjähriger darf sich nicht aussuchen heute ohne Sonnencreme rauszugehen.
    mydreamcametrueJacky92melly210Reyhaniainsecure
  • @kea ja. Zb nicht rausgehen. 😉
  • Ich bin da bei @dorfpony
    Selbst wenn es nicht als Frage formuliert wird schallt einem ja oft ein "nein" entgegen. Wenn ich merke,meine Tochter hat eine volle Windel sage ich meist: "bitte komm Windel wechseln". Wenn sie das verneint, sage ich meist "OK, sag mir wenn du so weit bist". Erstaunlicher Weise muss ich sehr oft gar nicht lange warten und sie kommt zu mir und sagt "jetzt darfst du meine Windel wechseln".. Den Kindern geht es ja oft nur darum das sie überhaupt was bestimmen dürfen (zumindest kommt mir das so vor). Klar haben wir auch die Situation, dass sie immer wieder nein sagt und irgendwann wird es mir zu blöd und ich beharre darauf daß wir JETZT Windel wechseln aber auch das passiert nur mit Worten und nicht mit körperlicher Überwältigung.
    Und ja, das funktioniert! Es hat mit einem Jahr funktioniert und es funktioniert auch jetzt, wo ich ein knapp 3-jähriges Kind in der Autonomie-Phase vom feinsten hab ebenso!

    "Da müssen sie leider durch." (Um jetzt ein Zitat von oben zu nehmen) zählt für mich irgendwann nicht mehr als Argument. Es ist nicht unsere Aufgabe als Eltern, die Kinder auf sie "harte Realität" des erwachsen seins vorzubereiten. Es gibt immer Mittel und Wege Kinder zum kooperieren zu bringen ohne unsere körperliche Überlegenheit einsetzen zu müssen. Immer!
    Ja, sie erfordern mehr Geduld, etwas Einfallsreichtum und den grundsätzlichen Willen, etwas anders machen zu wollen als Generationen vor uns aber es ist möglich!
    Und bitte man möge mir die Situationen aufzählen, in denen ein Erwachsener so eine "unangenehme Situation" über sich ergehen lassen muss wie ein Kind, das zum wickeln gezwungen wird!
    Mohnblume88tweety85
  • meine tochter ist 22 monate alt und ich wäre nie auf die idee zu kommen, sie um Erlaubnis zu fragen 🙈 sie sagt sowieso zu allem nein... sie hasst wickeln, deshalb wechsel ich ihre windel nur im Stehen, wenn sie pipi gemacht hat ....

    auf den wickeltisch lege ich sie hald nur nach dem großen geschäft ... und da wird sie einfach sauber gemacht, auch wenn sie sich noch so viel wehrt.... wenn sie theater macht, sage ich ihr immer wieder, dass sie ja aufs Klo gehen kann, wenns ihr nicht passt 🙈

    für mich würde es garnicht in frage kommen, noch länger mit dem wickeln zu warten, wenn ich merke, dass sie kaka gemacht hat, und es ihr gerade nicht passt .... ich versteh nicht, wie manche das kind da einfach in ihrer kacke sitzen lassen können, bis es einem erlaubt, es zu wickeln....
    susemelly210
  • cora_o1 schrieb: »
    für mich würde es garnicht in frage kommen, noch länger mit dem wickeln zu warten, wenn ich merke, dass sie kaka gemacht hat, und es ihr gerade nicht passt .... ich versteh nicht, wie manche das kind da einfach in ihrer kacke sitzen lassen können, bis es einem erlaubt, es zu wickeln....

    Ganz einfach: es hat etwas mit Würde und der Begegnung auf Augenhöhe zu tun!

    Nochmal: wenn ein Kind lernt, dass bei einer so sensiblen Situation wie dem Wickeln NICHT auf ihre Gefühle Rücksicht genommen wird und es KEIN Möglichkeit hat sich dem zu entziehen, wie soll es lernen, dass andere körperliche Übergriffe die es nicht möchte falsch sind und es sich da sehr wohl wehren kann und darf?!

    Für mich fällt das ganz klar unter: mein Körper gehört mir! ICH darf bestimmen wer, wann, was damit tut.

    Nicht mehr und nicht weniger!

    Mohnblume88tweety85
  • Edit: ich spreche hier bin Kleinkindern ab dem Alter, wo sie reden können. Nicht von Babys!
  • bearbeitet 3. Mai, 20:09
    Reyhania schrieb: »
    Ich sehe das wie @Nadine_ , ich sag was ich mache. Um Erlaubnis bitten ich nicht, weil es notwendig ist. Ich versuche aber, es angenehm zu gestalten (endet trotzdem manchmal in Wrestling 🙈).

    Den Ansatz Kinder zu fragen bevor man etwas tut finde ich aber gut!

    Ich sehe es auch so.

    Mein 16 Monate alter Sohn wird schnell rot wenn man nicht wechselt, ist aber beim spielen oft so abgelenkt, dass er nicht möchte. Er weiß nicht was Karies ist und was passiert wenn man nicht die Zähne putzt. Er versteht nicht, dass man Fingernägel schneiden muss oder dass Mamas Café nichts für Kleinkinder ist.

    Er kann einfach noch nicht abschätzen, welche Konsequenzen es mit sich trägt und ist mit solchen Entscheidungen bestimmt überfordert.
    Genauso wie mit der Entscheidung was er anziehen soll, wie wir den Tag gestalten oder wann er schlafen geht (das würde er nämlich nie 😅😅).
    Ich gebe diese Dinge für ihn vor, kündige aber immer alles an und lasse ihn bei Dingen ‚wo es egal ist‘ wählen (zb auf einen von 2 Becher/Löffel/Pullis zeigen und somit quasi entscheiden).
    Beim wickeln sag ich ‚komm her und lass uns in die Hose schauen’ wo er oft wegkrabbelt oder mich ignoriert. Dann sag ich ‚komm die Hose ist voll, eine frische ist doch viel angenehmer’ und warte. Wenn er nicht kommt nehm ich ihn hoch und wir gehen zum Wickeltisch- ggf. lass ich ihn das aktuelle Spielzeug mitnehmen. Da wird oft geraunzt.
    Außerdem versuche ich es so angenehm wie möglich zu gestalten, erkläre jeden Schritt und lass ihn mithelfen.

    Den ganzen Tag in der vollen Hose sitzen lasse ich ihn aber nicht, auch wenn das vielleicht sein Wille wäre.

    Für mich wäre ein ähnliches Beispiel das impfen. Kein Kind würde das freiwillig tun. Ich erkläre ihm, dass er kleine Immunfreunde gespritzt bekommt, es kurz piekst und Mama aber bei ihm ist und ihn kuschelt. Entscheiden lasse ich ihn nicht.

    @dorfpony wie wirst du später damit umgehen? ZB wenn dein Kind sagt es will nicht zur Schule? Wenn nein auch nein ist dann müsstest du das ja auch akzeptieren.
    melly210Reyhania
  • Ich glaub das ist ein schwieriges Thema und es gibt nicht die eine Wahrheit.

    Ich persönlich finde beide Extreme nicht gut. Ich bin kein Fan von "da müssen sie durch" und körperlicher Überwältigung, auch wenn ich weiß, dass es sehr wohl Situationen gibt wo es dann doch irgendwann notwendig ist.

    Genauso bin ich kein Fan davon ständig alles zu zerreden. Ich sage meiner Tochter, dass wir jetzt wickeln gehen, weil... Punkt. Da hab ich keine Lust auf Diskussion, es gibt 1000 andere Dinge bei denen ich viel auf ihre Meinung gebe und wo sie ihre eigenen Grenzen setzen und wahren kann, auch wenn es mir nicht so passt.

    Da bin ich aber auch in der glücklichen Lage, dass es für uns (bis dato) so funktioniert
  • @mydreamcametrue sicher gibt es dennoch Situationen, bei denen eine 0 Tolleranz Politik gefahren wird. Das sind die, die (im Extremfall) über Leben und Tod entscheiden. Dein Beispiel Impfen oder auch im Auto anschnallen. No na lass ich da nicht diskutieren.
    Aber bei einer vollen Windel sehe ich die Gefahr eines tödlichen Ausgangs doch eher gering.

    Es geht auch nicht darum, dass die Kinder nein sagen und dann lassen wir es bleiben, es geht einfach darum dem Kind die Entscheidung des WANN zu überlassen. Damit es sich gehört fühlt und lernt, dass seine/ihre Grenzen und Meinung genauso zählen wie die der Erwachsenen. Das wir bei uns zu Hause zwar vielleicht nicht Gleichberechtigt aber Gleichwürdig behandelt werden.
    Es ist halt nur so, dass die Erwachsenen meist keine Geduld haben, sich dem Tempo der Kinder anzupassen und zu warten, bis die Kinder tatsächlich bereit sind diese Sachen zuzulassen.

    Zu deinem Thema wegen der Schule: meine Tochter hat schon öfter gesagt, dass sie nicht in den KiGa will. Da ich mein Kind aber kenne weiß ich, dass das in dem Fall nur damit zu tun hatte das sie sich nicht anziehen lassen wollte. Konnte das aber nicht genau artikulieren. Als wir dann da waren ist sie ganz selbstverständlich rein spaziert.
    Im übrigen glaube ich aber, dass - wenn mein Kind tatsächlich Mal nicht in die Schule will - es dafür einen guten Grund geben wird und wenn unser Vertrauensverhältnis gut genug ist (was ich ja stark hoffe) wird es mir sagen können wo das Problem liegt und wir werden gemeinsam eine Lösung dafür finden!

    Im Grunde kann ich mir hier die Finger fuselig schreiben. Irgendwie hab ich das Gefühl, es kommt nicht an. Ich glaube, ich hab meinen Standpunkt klar gemacht (nicht auf dich bezogen @mydreamcametrue 😉)
  • @mydreamcametrue was ich wann vielleicht irgendwann tun werde weiss ich nicht. Schule ist noch lange kein thema.



  • @Kaffeelöffel ich sehe deinen Punkt und auch ich setze mich stark mit bindungs- und bedürfnisorientierter Erziehung auseinander und setze vieles um. Wenn mein Sohn gerade spielt und nicht Stuhl in der Windel hat, aber vermutlich nass ist, warte ich auch etwas ab bis er mit dem Spiel fertig ist und spreche es dann an.
    Das mit der Geduld der Erwachsenen etc sehe ich wie du.
    Natürlich gilt es auch bei Schule/Kindergarten den Grund herauszufinden und offen zu sprechen. Du nimmst deinem Kind aber etwas vorweg, wenn du annimmst, es will sich bloß nicht anziehen. Denn vlt wollte es an diesem Tag wirklich lieber zuhause bleiben?

    Ich bin der Meinung, dass man manche Dinge als Erwachsener einfach zu tun hat und man als Eltern das Kind aufs Leben vorbereiten sollte. Und das gehört eben dazu: zu lernen, dass es gewisse Spielregeln in der Gesellschaft gibt. Das bedeutet nicht, dass man alles kompromisslos und ohne Erklärung mit dem Hammer durchziehen muss.

    @dorfpony das ist mir schon klar, dass es noch lang nicht Thema ist. Wenn deine Philosophie allerdings ‚nein ist nein‘ ist, dann müsstest du es da ja dann auch umsetzen. Daher meine Frage. Könnte auch fragen wie du es mal mit Kindergarten/Krabbelstube/Tagesmutter handhaben möchtest, falls das schon greifbarer ist.
  • @mydreamcametrue nein sry . Da brauch ich andere beispiele 😅 kindergarten kommt erst....
  • dorfpony schrieb: »
    @mydreamcametrue nein sry . Da brauch ich andere beispiele 😅 kindergarten kommt erst....

    Ok das ist witzlos 😅😅 bissl reinversetzen kann man sich bestimmt wenn das in 1-2 Jahren ist und du vlt wieder in den Job musst. Aber egal 😅
    susemelly210
  • bearbeitet 3. Mai, 21:06
    @mydreamcametrue na, na. Sobald das Gewand an war, wollte sie gehen 😉
    Hätte ich ihr erstes nein aber sang- und klanglos angenommen würde sie an den meisten Tagen wohl nicht in den KiGa gehen. Die Kunst ist hier also eher, sie zum anziehen zu überreden (ein leidiges Thema bei uns - ein Hoch auf den nahenden Sommer). Danach gibt's keine Probleme mehr.

    Mhhh, ich weiß nicht ob ich mit dem zweiten Absatz konform gehe. Teils ja, teils nein. Was ich aber weiß ist, dass es sicher zig Möglichkeiten gibt den Kindern beizubringen welche Normen in der Gesellschaft gelten, dass ich aber sicher nicht anfangen werde dafür die persönlichen Grenzen meines Kindes zu missachten. Überspitzt formuliert.
    Ich weiß, was du sagen willst und das ist ein wichtiger Punkt. Aber ich denke, es gibt andere Situationen in denen man das üben kann. Abgesehen davon ist die Vorbildwirkung bei solchen Sachen 100x wichtiger als das viele Gerede, dass ich an den Tag lege 🙈

    Edit: aber ich glaube, wir weichen vom Thema ab. Ich denke du und ich sind eh sehr auf einer Wellenlänge wenn es ums Thema Erziehung geht. Es gab hier andere Kommentare, bei denen sich mir die Nackenhaare sträuben.
  • @Kaffeelöffel das wichtige ist ohnehin, dass es für einen und die eigene Familie passt. Beim Schreiben kommt alles oft auch anders rüber und am Ende will jeder hier das Beste für sein Kind.
    Kaffeelöffel
  • Es wird immer, auch im Leben von den Kleinsten Situationen geben wo es halt sein muss.
    Sei es bei manchen das Wickeln, spätestens aber die Kinderbetreuung, wenn die Karenz zu Ende ist.

    Da hat man halt dann auch keine Wahl.
  • Es wird immer, auch im Leben von den Kleinsten Situationen geben wo es halt sein muss.
    Sei es bei manchen das Wickeln, spätestens aber die Kinderbetreuung, wenn die Karenz zu Ende ist.

    Da hat man halt dann auch keine Wahl.

    Das sehe ich wie du.

    Allerdings gibt es einen grooooooßen Bereich zwischen ‚du musst und aus‘ und ‚na gut dann halt nicht‘. Und es spricht nichts dagegen, es so angenehm wie möglich zu machen.
    Grundsätzlich denke ich, dass Kinder immer kooperieren möchten bzw zumindest dazu bereit sind. Außer mitten im Trotzanfall 😅😅
  • @Kaffeelöffel ich bin ja oft und gern für Kompromisse und auf deiner Linie. Aber hier geht mir die Selbstbestimmung zu weit.
    Um bei der Sonnencreme zu bleiben: ich will raus, und in meinem Fall wollen vielleicht auch noch zwei andere Kinder raus. Warum sollten wir alle drin bleiben müssen weil ein 1,5 jähriger beschließt er will sich nicht einschmieren lassen.

    Wer soll da wen bestimmen? Ist es eher ok wenn sich drei Leute von einem bestimmen lassen? Ich kann mir die Erziehung ja noch aussuchen und meine eigenen Konsequenzen dann ertragen. Aber die anderen beiden Kinder nicht, die müssen dann Verständnis haben?

    Oder ist es eher ok wenn ich bestimme und der kleine wird eingeschmiert?

    melly210wölfin
  • melly210melly210

    2,084

    bearbeitet 4. Mai, 00:31
    @Kaffeelöffel

    Kinder brauchen, wollen und suchen einen Rahmen den man ihnen vorgibt. Dh gewisse Regeln. Daran orientieren sie sich. Ein Kind bei allem und jedem zu fragen, auch bei Dingen die es noch gar nicht versteht, verunsichert es eher. Wenn die ganze Familie dann daheim bleibt nur weil der 1,5 jährige sich nicht einschmieren lassen wollte - woran soll es sich da orientieren ? Es will sich an den anderen orientieren, wenn sich alle an ihm orientieren ist das eine Überforderung des Kinder.

    Und bitte: es ist was anderes ob einen die Eltern nach Erklärung und unter Mitentscheidung der Umstände wickeln, die Haare waschen etc ppp oder ein körperlicher Missbrauch stattfindet !

    Daher, vom Ansatz her sicher gut die Kinder möglichst mitentscheiden zu lassen, möglichst ohne Zwang auszukommen wenn es auch gütlich geht und vorher zu erklären was man macht und warum. Aber es muß im Rahmen belieben den man als Eltern zum Wohle des Kindes setzt.
    mydreamcametruesasaluJacky92Maggievonni7Reyhania
  • @mydreamcametrue

    Witzlos oder nicht...

    Ich möchte schlichtweg nicht meine meinung zu etwas abgeben wenn ich dazu noch keine habe bzw mir die erfahrung fehlt.


    tweety85
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