Krippe, Tagesmutter oder Betreuung durch Großeltern

Hallo,
Ich möchte wieder zu arbeiten beginnen, wenn mein Sohn 1,5 Jahre alt ist. Wir haben uns schon Anfang des Jahres für einen Krippenplatz angemeldet. Jetzt kamen mir aber Zweifel, aber er mit 1,5 Jahren nicht noch zu jung ist.
Bei einer Tagesmutter wären weniger Kinder, aber diese hat vermutlich keine pädagogische Ausbildung. Betreuung durch Großeltern stell ich mir auch schwierig vor. In der Krippe und bei der Tagesmutter gibt es wahrscheinlich mehr Strukturen und Regeln. Bitte nicht falsch verstehen, aber ich hab Angst, dass er durch die Großeltern wieder auf "Werkseinstellungen" zurückgesetzt wird 😂. Außerdem will ich es ihnen auch nicht zumuten, 5 Tage die Woche die Betreuung zu übernehmen. Mein älterer Sohn ist schon im Kindergarten und würde mittags dann auch von den Großeltern abgeholt werden, wenn ich mal länger arbeiten muss...

Könnt ihr vielleicht eure Erfahrungen teilen? Ich bin sehr unsicher und will natürlich nur das Beste für meine Kinder. 😊

Kommentare

  • Das kommt auf vieles an und kann man nicht so pauschal sagen.

    - Wollen die Großeltern überhaupt? Kann man sich auf sie verlassen? Fahren sie dann mal 5 Wochen auf Urlaub unterm Jahr? Sind sie fit? Was machst du wenn einer von ihnen länger krank ist?

    - Tagesmutter: hat normalerweise schon eine Ausbildung. Halt nicht auf demselben Niveau wie Kindergärtner. Die Schwankungsbreite is halt sehr hoch, wie bei Kindergärten auch.
    Genereller Vorteil is mMn die kleinere Gruppengröße. Nachteile sind aus meiner Sicht dass es nur eine Person ist. Die muss kochen, 5 Kinder beaufsichtigen, etc. Wir wissen alle wie anstrengend das is. Und eine Person hat halt keine Kontrolle dabei - aus meiner Sicht muss man der nicht hundert sondern tausendprozentig vertrauen.
    Kaffeelöffel
  • Weiter gehts...

    - Kinderkrippe: Nachteil is mMn die größere Gruppengröße und Ev wechselnde Betreuungspersonen. Wobei die guten Krippen schon schauen dass eher kein Wechsel stattfindet. Wieviel Personal wäre in der Gruppe auf wieviele Kinder? vorteile sind dass der kiga immer offen hat (Tagesmutter kann krank werden) und das Personal oft besser ausgebildet is. Und dass die Kinder halt oft keinen Wechsel brauchen mit 3, sondern einfach in die nächste Gruppe wechseln (weniger umgewöhnung).
    Meine Meinung nach hat ein guter Kindergarten auch einfach mehr Ressourcen um individuell auf die Kinder einzugehen.

    - Kind: was is er denn für ein Typ? Kommt er mit viel Action gut zurecht oder is er eher schüchtern.
    Kaffeelöffel
  • Da ich Pädagogin bin meine schwiemu Tagesmutter und mein sohn auch von der oma (meiner mum) betreut wird, kenn ich alle 3 Möglichkeiten sehr gut. Es kommt viel aufs kind und die jeweilige Betreuungsperson an. Bei so jungen Kindern ist der emotionale Bezug viel wichtiger als "pädagigisch wertvolle Erziehung ". Es is also im Prinzip egal wo du dein Kind unterbringst viel wichtiger ist ob du und dein Kind euch bei der Betreuenden Person wohl fühlt. 😊
    Kathy90
  • sosososo

    2,498

    bearbeitet 21. April, 11:52
    Grundsätzlich ist jedes Kind anders, für das eine passt diese Art von Betreuung besser, für das andere jene... Wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Bezugspersonen für unter 3 jährige relativ konstant sind.

    Nachteil von einer Tagesmutter aus meiner Sicht
    - kein Ersatz bei Krankheit?
    - viele unterschiedlich alte Kinder, aus meiner Sicht daher schwieriger allen gleichermaßen gerecht zu werden
    - ev weniger altersgerechtes Programm
    - weniger Struktur als in der KiTa
    - Abholen von größeren Kindern nötig (bei uns hätte das zB täglich +45min im Auto geheißen)
    - Kosten sind um einiges höher
    - auch eigene Kinder sind oft da

    Vorteile
    - mehr Flexibilität bei den Brtreuungszeiten
    - weniger Kinder zeitgleich
    - individuelleres, vielleicht auch Alltags näheres Programm

    Vorteile KiTa
    - auch wenn eine Betreuerin ausfällt ist Ersatz da
    - URL usw. ist lange im Voraus bekannt und kann dementsprechend eingeplant werden
    - altersgerechtes Spielzeug und Beschäftigung
    - gleichaltrige Kinder
    - KiGa ähnliche Abläufe
    - geregelter Tagesablauf

    Nachteile KiTa
    - manchmal sehr große Gruppen
    - Lärmpegel
    - fixe Hol- u. Bringzeiten

    Ich würde mir an deiner Stelle ein paar Einrichtungen bzw. Tagesmütter ansehen. Dann bekommst du auch ein besseres Gefühl dafür..

    Zur Betreuung durch Oma etc. kann ich nicht viel sagen. Das kannst du wahrscheinlich selbst am besten einschätzen. Die Frage ist halt auch, ob sie sich das auf Dauer vorstellen kann.
    sojabohne
  • Naomi_Naomi_

    518

    bearbeitet 21. April, 12:12
    Wie wäre es denn mit einer Kindergruppe? Mein Sohn wäre fast in eine gegangen, geht jedoch durch einen kurzfristigen Arbeitsplatzwechsel jetzt in eine normale Grippe in einem Kiga. War aber damals auch von der Kindergruppe sehr begeistert, vorallem eben für Kleine da der Betreuungsschlüssel besser ist. https://kindergruppen.at/boe/kindergruppen/was-sind-kindergruppen/ in dem Link ist es finde ich gut erklärt, worum es geht
  • Meine Tochter kam mit 1,5 in eine Kindergruppe. Hat ihr gleich von Anfang an gefallen, Eingewöhnung ging recht schnell und unproblematisch. Sie würde jetzt noch gern hin gehen, ist aber seit Mitte März zuhause...

    Ob es fürs Kind passt oder nicht, hängt vom Charakter des Kindes ab. Kann schon sein, dass manchen Kindern in dem Alter eine 1:1 Betreuung lieber wäre.

    Ob Gruppe oder tagesmutter... Die pro und contra wurden e schon aufgezählt. Es hängt in erster Linie von der Person ab. Das muss passen, damit dein Kind gerne hingeht. Wenn dir eine tagesmutter selber nicht sympathisch ist, wirst du ungern dein kind hinbringen und es wird sich nicht wohl fühlen dort. Gilt aber in einer Kindergruppe oder Kinderkrippe genauso. Wenn dir Chemie stimmt, wäre mit die Art der Ausbildung nicht wo wichtig. Ausgebildet sind sowohl die in der Kindergruppe als auch die tagesmutter.
  • Ich schließe mich an und sage auch - es kommt grade in dem Alter mehr aufs Zwischenmenschliche an als auf das Pädagogische.
    Ich muss allerdings @soso etwas widersprechen, was das gemischte Alter anbelangt halte ich das eher für einen Vorteil, da können sich die Kleinen von den Größeren was abschauen. Ist wahrscheinlich auch vom Individuum abhängig, aber meine Tochter hat immer schon lieber mit den älteren Kindern gespielt als mit den gleichaltrigen und versucht auch viel nachzumachen, was die Großen schon können. Wenn alle ganz klein sind gibts nicht viel zum Nachmachen
  • Meine Tochter ist bei einer Tagesmutter und ich bin absolut überzeugt von diesem Betreuungssystem. Sie ist so toll zu den Kindern und fördert sie und spielt mit ihnen. Es gibt aber auch feste Grenzen und Regeln. Außerdem bezieht sie die Kleinen mit ein, beim Kochen zum Beispiel. Von den älteren Kids lernt meine Kleine viel und ist ganz begeistert von ihnen.
    Ich ging arbeiten als sie 15 Monate alt war und in diesem Alter würde ich immer wieder zur Tagesmutter raten, weil es dort einfach ein familiäreres Umfeld gibt.
    Ich glaube, es kommt aber extrem auf die Tagesmutter an und ob man auf der gleichen „Wellenlänge“ ist.
    Kathy90sosoMaggieKaffeelöffelmelly210
  • Wir haben uns bewusst für eine Tagesmutter entschieden. Großeltern fallen weg, die eine Seite wohnt 800km weit weg, die andere 500km. Also wäre sowieso nur Krippe oder eben Tagesmutter möglich.

    Ich war als Kind schon bei einer Tagesmutter und die gehörte bei uns zur Familie. Ich habe nur gute Erinnerungen. Sie hat mit uns so viel gemacht. Gebastelt, gebacken, Ausflüge in den Wald, usw.
    Genau das wünsche ich mir für meinen Sohn.

    In unserem Ort gibt es eine Tagesmutter die maximal 4 Kinder betreut, im Alter von 1-3 Jahren. Sie ist so bemüht in Allem. Sie geht liebevoll mit den Kleinen um, überlegt sich jeden Tag was Neues. Und bemüht sich so gut es geht, auf die individuellen Bedürfnisse der Kleinen einzugehen. Es wird zusammen gebastelt, gekocht, gebacken, „gelesen“ (vorgelesen) usw. Die meiste Zeit verbringen sie draußen um den Garten genauer unter die Lupe zu nehmen.
    Aber sie „besteht“ auf einen geregelten Ablauf, sprich: in der Früh pünktlich kommen und Mittags auch pünktlich abholen. Einfach um den Mäusen Struktur zu vermitteln.

    Mir persönlich sagt das sehr zu! ☺️

    Und wegen den Kosten: bei und kostet die Tagesmutter ca 20€ mehr als die Krippe.
  • Hallo,
    Danke für eure zahlreichen Antworten 😁 nach langem hin und her haben wir uns dazu entscheiden, dass die Großeltern die Betreuung übernehmen. Bei der Tagesmutter im Ort stehen wir trotzdem mal auf der Warteliste und ziehen evtl in Erwägung, dass er 2 Tage dort ist. Damit hab ich persönlich ein besseres Gefühl, weil es trotzdem persönlicher ist 😊
    soso
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