Zuerst Kind dann Studium?

Ich hoffe hier kann mich jemand verstehen oder hat sogar eine ähnliche Situation durchgemacht😄 ich bin 20 Jahre alt, hab eine durchaus vernünftige Ausbildung und arbeite momentan Teilzeit. Da mein Freund ab Jänner zu arbeiten beginnt (Studium im Juni fertig) und unser Leben so auch sehr geregelt abläuft, kommt vor allem bei mir seit gut über 6 Monaten der Babywunsch sehr stark zur Geltung. Wir möchten nun ab Mai zu basteln beginnen und ich kann es kaum erwarten 😅 nun ist es so dass ich von mir aus aber was Karriere betrifft irgendwann weiterkommen möchte und den Beruf Hebamme studieren will... von vielen Seiten höre ich jetzt wie ich das nur machen kann Baby vorziehen etc. ich soll vorher studieren!
Grundsätzlich verstehe ich die Gedanken und ich weiß wie schwer ein Studium allein ohne Kind schon sein kommt, ebenfalls bin ich da der Ansicht gerade bei dem Studium Hebamme möchte ich mich zu 100% in die Frauen hineinversetzen können und vorher selbst diese Erfahrung machen - sehe ich das falsch und ist diese Kritik zurecht oder wie seht ihr das? (es gibt auch Freunde die meine Sichtweise teilen) .... auch allgemein zu dem Thema Studieren mit Kind wäre ich dankbar für Berichte!

Kommentare

  • bearbeitet 18. 12. 2018, 04:19
    Hallo jenny rico,
    Ich kann dir nur sagen wie wir es gemacht haben. Bin mittlerweile 33 Jahre, Junior ist 3 Monate, mein Mann und ich sind seit 6 Jahren zusammen.

    Vor dem Kind hab ich schon 13 Jahre gearbeitet, mir daher auch finanziell was aufgebaut, geheiratet und den Umzug ins Eigenheim erledigt. Bin froh das alles vorher gemanagt zu haben weil mit Kind ist alles anders.

    Wie sieht es denn dein Freund? Hast du Freundinnen mit kleinen Kindern, dass du mal einen Blick hinter die Kulissen werfen kannst?

    Ich kann deinen Kinderwunsch schon verstehen. Der Kopf sagt wahrscheinlich "mach zuerst die Ausbildung", das Herz sagt "Kind".

    Das soll jetzt bitte nicht abwertend oder bös klingen... Aber du bist noch jung, wenn du zuerst noch die Ausbildung machst, bist auch gerade erst Anfang/Mitte 20 - Zeitdruck dahingehend hast also keinen.

    Ich würd wahrscheinlich zuerst das Studium machen - ich bin aber auch ein Sicherheitsmensch :-)
    Iris83
  • Hallo und Willkommen im Forum.

    Ich denke es ist machbar, aber wenn du die (mMn) Punkte erfüllst:

    * flexible & fixe Betreuung für dein Baby/Kind
    * sehr sehr sehr gut deine Zeit managen kannst
    * du selbst super Diszlipliniert bist
    * auf zeit für dich, oft auf freunde und familie verzichten kannst

    Warum? Weil ein Studium besonders Hebammen Studium an FH unterrichtet wird dh du hast Anwesenheitspflich, Hausaufgaben, lernen. Praktikum wird in einem KH gemacht im Schichten dh auch in der Nacht auch wenn du ein Kind hast und auch wenn du stillst.

    Vor allem du weißt es ja nicht wie dein Kind/Baby sein wird. Mama sein ist vor allem an beginn 24/7. Studium aber auch.
    alles Liebe.
  • Habe den Bachelor ohne Baby gemacht, den Master begonnen und mache ihn mit Baby fertig.
    Ich muss dazu aber sagen, dass ich vor d Studium gearbeitet hab, währenddessen auch.
    Würde es wieder so machen.
  • Wielang hast du den vor zu Hause beim Kind zu bleiben? Macht glaub ich einen riesen Unterschied ob du gleich wieder studieren möchtest oder deinem Baby mal 2Jahre Karenz bieten möchtest und dann vielleicht eher noch etwas arbeitest um mehr Zeit zu haben & dann erst studieren wenn das Kind etwas größer ist.
    Ansonsten ist es sicher vieeeel leichter vorher zu studieren, grad im Hebammen Bereich würdest ja auch viel lernen über Babys was di dann selbst umsetzen kannst 😁.
    Ich bin selbst erst 18 und schwanger, bei mir ist es nicht möglich so schnell eine Ausbildung zu machen, ich werd zuerst in den Handel gehen und dann irgendwie schauen, daas ich mich durschwurschteln kann.. Es war zwar ein Wunschkind aber während der Schwangerschaft verändert sich dein denken in gewisser Hinsicht!
    Ich denke zuerst die Ausbildung zu machen ist immer besser und vieeel viel leichter!
    Versteh aber auch wenn der Wunsch nicht mehr auszuhalten ist!
    Ich glaube du musst das für dich entscheiden und evtl mit deinem Freund alle Risiken (Trennung, Zeitmanagement) durchsprechen und ggf. auch mit Eltern oder anderen Verwandten die evtl. auch aufs Kleine schauen würden.
    glg
  • Also ich bin 22 und bin jetzt fast am Ende meines Studiums und bekomme nächstes Jahr im Juni Zwillinge.
    Mein Mann und ich haben das vergangene Jahr auch einen immer größeren Kinderwunsch entwickelt, somit verstehe ich Dich sehr sehr gut!
    Ich habe davor auch eine Ausbildung abgeschlossen und habe bis vor 3 Monaten auch noch neben dem Studium gearbeitet.
    Ich würde sagen, dass gerade in der heutigen Zeit studieren mit Kind schon recht einfacher ist als früher!
    Bei mir ist es zb total normal das man sein Baby auch mit auf die Uni nehmen kann (klar wenn das Mini zu weinen beginnt gehen die meisten dann kurz mal raus aber im Grunde wäre sogar das möglich) es gibt bei vielen Unis auch schon Kinderkrippen und Kindergärten.
    Wie das an einer FH ist weiß ich leider nicht aber da gibt es sicher auch verschiedene Möglichkeiten (Berufsbegleitend).

    Also was ich an deiner Stelle im Vorhinein unbedingt abklären würde, wie ist die Lebenssituation? Wie sieht es mit dem Einkommen aus? Kannst du die Wohnung auch finanzieren wenn du alleine wärst?
    Wie lange bist du mit deinem Freund zusammen? (klar auch nach 10 Jahren Beziehung hat man keine Sicherheit aber finde dennoch ein wichtiger Punkt zum nachdenken)
    Wie lange würdest du Zuhause bleiben? Würdest du erst nach 2 bis 3 Jahren studieren gehen oder sofort? Wenn du ziemlich bald studieren gehen willst hättest du wenn zum aufpassen und betreuen?!

    Im Grunde bin ich der Meinung, dass wenn du jetzt zb 2 Jahre zuhause bleiben würdest und danach studieren gehen würdest, es absolut machbar ist mit Kind zu studieren! Klar anstrengend aber machbar, kenne da wirklich soooo viele die das machen und es absolut nicht bereuen!
    Ich werde auch mit ziemlicher Sicherheit den Master berufsbegleitend machen wenn die Minis dann da sind!

    Also ich kann nur sagen hört auf euer Herz und tut das was ihr für richtig haltet.
  • bearbeitet 18. 12. 2018, 08:21
    Ich habe Hebamme auf der FH studiert und kann dir nur sagen: Mach es ohne Kind. Es ist wirklich hart, sehr viel zu lernen, sehr viele Hausarbeiten und sehr viele Praktika. Ich war während der 3 Jahre wirklich 24/7 eingedeckelt ins Studium. Mit Kind wäre das niemals gegangen - und das sage ich, die eh total leicht lernt und gut mit Stress kann. Du darfst auch nicht vergessen, dass sich so ein Aufwand auch auf die Partnerschaft niederschlägt...

    Dass eine Hebamme automatisch besser ist, wenn sie selber schon Mutter ist, ist übrigens Quatsch. Es ist nett gedacht von dir, aber irrelevant. Ich rate dir, bei allem Verständnis für den Kinderwunsch, mach zuerst das Studium und dann sieh weiter. Du bist verdammt jung und wirst auch nach dem Studium noch verdammt jung sein. Nutze deine Zeit noch und bürde dir nicht absolut unnötigen Stress auf.
    Flotte_LotteIris83dinkelkornNaomi_suse
  • anoenaanoena Symbol

    1,228

    bearbeitet 18. 12. 2018, 09:24
    hab leider keine zeit für einen roman, also fass ich mich kurz 😉

    ich hab grad die letzten ausläufer von astrophysik fertig studiert und währenddessen mit lehramt vs begonnen, als ich - mit voller absicht und entgegen aller gut gemeinten ratschläge - schwanger geworden bin.
    mein mann hat noch während der ss seinen eigenen master berufsbegleitend schnell fertig gemacht und hat jetzt auch mit mini genug zeit für seine karriere.
    ich selbst habe im oktober wieder gaaanz langsam an der ph begonnen, da war der kleine 10 monate alt und für die 2 wochenstunden beim papa daheim.

    oh, meine mama hat ihr pharmazie studium auch mit drei kindern gemanagt - karenzzeit abgezogen sogar in mindeststudienzeit 😉

    also ganz kurz zusammengefasst, mein persönlicher ratschlag:
    sch**ss dich nicht an - alles geht 😃
    gutes zeitmanagement und ein wenig biss sind schon wichtig, und ich würde auch mal abchecken, wo denn das kind generell unterkommen könnte (papa, grosseltern, tanten...), nicht nur während der lehrveranstaltungen, sondern auch wenn du mal krank bist oder so (bissl off topic :P)

    aber im grossen und ganzen könnt ihr zwei euch das ganz gemütlich selbst ausmachen 😉

    edit: was mir am kinderkriegen im studium übrigens besonders gut gefällt ist, dass du niemandem ausser deiner kleinen familie verpflichtet bist. kein arbeitgeber, der motzt, weil du in karenz gehst, oder weil du mal beim kranken kind daheim bleiben willst, keine karriere, die unbedingt weiter verfolgt werden will, etc. bei mir an der ph wird nur mal nachgefragt, wie es dem kleinen geht. das ist sehr gemütlich :)
    Mary123
  • Also ich habe im Sept. letzten Jahres 2 Studien (eines auf der FH) begonnen und hielt im Nov. ganz unerwartet einen postiven SS-Test in der Hand. Das FH-Studium möchte ich umbedingt abschließen. Ich bin jetzt ein Jahr in Karenz und ab nächstem Sept. werde ich weiterstudieren. Allerdings ist mein Studium berufsbegleitend.
    Ich denke studieren mit Kind ist prinzipiell möglich, wenn auch schwierig. Man braucht mehrere Betreuungspersonen und wie bereits angesprochen eine gute Organisation und den Willen auf viel Freizeit zu verzichten.
    Meine Hebamme hat auch in ihrem ersten Studienjahr ein Kind bekommen und es hat funktioniert, war aber auch ziemlich stressig und du musst damit rechnen dein Kind viel fremdbetreuen zu lassen.
    Auf der anderen Seite hat Studieren mit Kind auch Vorteile. Unis sind meiner Meinung nach in der Regel entgegenkommender als Arbeitgeber. Meine FH bietet auch die Möglichkeit an das Kind mitzunehmen, wenn es denn passt. Außerdem wird bei Veranstaltungen Kinderbetreuung organisiert.
    Die Frage ist was spricht dafür bereits jetzt ein Kind zu bekommen anstatt noch 3 Jahre zu warten? Das musst du für dich beantworten :)
  • Ich würds an deiner Stelle noch vorher machen wenn du dir 100%ig sicher bist, dass du das machen willst...
    Kann nur von mir sprechen also mir sind die ganzen ersten Jahre mit meinen Kindern heilig! Ich möcht immer selber für sie da sein und auch selber kochen und den Haushalt schmeißen... meine Tochter ist knapp 7 Monate alt und für mich ist es zurzeit noch unvorstellbar sie bald wem zum aufpassen zu geben... auch wenn du 2 Jahre warten würdest und dann erst zum studieren anfängst.... wer weiß was nach den 2 Jahren ist... vielleicht ist da dann der Wunsch nach einem Geschwisterchen da... aber das muss jeder selbst entscheiden.. ich würd nicht gern "nur so nebenbei Mama sein" und schon im Babyalter auf Betreuungspersonen angewiesen sein...
    Alles Gute
  • danke für die vielen Antworten ☺️damit ihr euch vielleicht besser in mich hineinversetzen könnt: ich wollte immer schon jung Mama werden und bei mir steht Familie ganz oben, mein Freund und ich haben beide genügend Verwandte die da wären wenn ich länger FH etc. habe außerdem würde ich 2 Jahre in Karenz gehen und dann erst studieren 😅 wir haben letztes Monat auch schon ein Grundstück gekauft und sind am Haus planen bzw. bauen! Ich weiß auch was ein Studium mit sich bringt (ja auch ein Hebammenstudium, ich bin da wirklich gut informiert weil ich eine Ausbildung im Gesundheitswesen habe) ...

    Bin dankbar für die vielen Antworten😄 werd mir das wohl noch öfter durch den Kopf gehen lassen
  • Ich mache kurz: bin mit den anderen einverstanden, zuerst Ausbildung und dann Baby! Viel Glück für deine Entscheidung! :)
  • Ich war damals mit 21 auch in der gleichen Situation. Einerseits wollte ich immer jung Mutter werden, war auch in einer gefestigten Beziehung, hatte einen gut bezahlten Job usw. Andererseits war mir aber auch klar, dass ich in meinem Beruf nicht ewig arbeiten wollte und ich eig Lehrerin werden wollte. Hab mich dann schweren Herzens dazu entschieden, zuerst zu studieren und danach erst Kinder zu bekommen. Jetzt bin ich 26, habe das Studium längst abgeschlossen, noch knapp 2 Jahre Vollzeit gearbeitet und bin jetzt auch mit unserem ersten Kind schwanger. Für uns ist es perfekt, so wie es jetzt ist. :)

    Es gab in meinem Studium aber sehr viele Mütter, teilweise auch welche, die während des Studiums entbunden haben und dann mit Baby weiterstudiert haben. Machbar ist es auf alle Fälle, man muss aber trotzdem bedenken, dass ein Vollzeitstuduim mit Kleinkind stressiger ist als ohne Kinder.

    Du klingst für mich aber, als hättest du dich sehr gut informiert und weißt genau, was im Studium auf dich zukommt. Im Prinzip ist es nur eine Einteilungssache. Die Entscheidung musst du selber treffen. Ich wünsche dir, dass du für dich die richtige Entscheidung triffst. Planen kann man sowieso nicht alles. ;)
  • Alles ist machbar,es ist jedoch definitiv einfacher zuerst die Ausbildung zu machen und dann ein Baby :) glg
  • Ich selbst habe vor nächstes Jahr im Herbst ein Studium zu beginnen. Mein kleiner ist dann 1 Jahr alt. Ich schreib mal ICH MÖCHTE beginnen, groß. Wenns nicht klappt alles unter einem Hut zu bekommen, werde ich es um ein Jahr verschieben. Ich glaube, dass dir das keiner genau sagen kann. Es kommt darauf an wieviel Unterstützung du hast, ob dir das Lernen leicht fallen wird, wie deine Zwerg drauf ist, und und und.
    Deinen Grundgedanke verstehe ich schon mal. Du möchtest selbst die Erfahrung machen.
    Das es ohne Baby um vielfaches einfacher sein wird, wird dir klar sein.
  • Ich bin auch für Studium dann Baby bzw nach Studium Arbeit. Habe selbst vor dem Baby 10 Jahre Vollzeit gearbeitet; nebenbei berufsbegleitend studiert. Nach dem Studium Haus gebaut und danach kam unser Sohn. So haben wir uns das gewünscht und bei Gott wollte ich das Baby nicht zwischen schieben- auch ein Hausbau ist nicht zu unterschätzen.
    Und ich denke man fast nach dem Studium leichter Fuß im Job wenn man das Vollzeit tun kann und sich mal nur auf das konzentrieren kann
  • Was ich noch erwähnen möchte... Ich war täglich von 7 bis mindestens 18 Uhr auf FH/Praktikum, Montag bis Freitag, manchmal auch Samstag. Du wärst mit diesem Studium eine Wochenend-Mama... Und das ist sicher nicht das, was du möchtest.
  • @Goldregen ja das kann ich mir gut vorstellen, darf ich fragen wann du studiert hast? Eine Bekannte von mir studiert auch Hebamme aber ihr Wochenplan sieht (bis natürlich aufs Praktikum) sehr anders aus!
  • Ich bin 31. und mittlerweile mit meinem Master gsd endlich fertig. Hab im 3. Semester meine Tochter bekommen und bis auf die Abschlussarbeit alles fertig gemacht mit ihr. Es hat ganze 2 Jahre dann gedauert bis ich meine Thesis abgegeben hab.

    Ich würds wieder so machen, ja - hab das Selbsterhalterstipendium gehabt, immer gearbeitet und jetzt einen super Job

    ABER - meinen Bachelor mit Kleinkind hätt ich schwer bis gar nicht gepackt - da musst du echt sehr, sehr flexibel sein - ich hätte die Betreuung nicht gehabt. Bachelor war um einiges mehr zu tun als der Master.
  • was auch wichtig ist: bezüglich Studium bin ich mir nicht 100% sicher also es gibt andere Ausbildungen oder berufsbegleitende Studien die mich auch interessieren- ich könnte auch ganz darauf verzichten wenn ich es absolut nicht schaffen sollte (davon gehe ich aber nicht aus)
  • Also ich würds auch vorher machen. Ich wollte ebenfalls in der Karenz zu studieren beginnen - keine chance (hab keine anderen Betreuungspersonen und mein Mann arbeitet von früh bis spät). Auch jetzt mit einem dreijährigen Kind wäre ein Studium einfach undenkbar. Ich komm oft nicht mal zum duschen wenn ich mit dem Kleinen alleine bin und lernen am Abend wäre auch nicht möglich weil er sehr spät schläft und ich selbst hinüber bin dann. Wobei ich arbeite jetzt von ca 6.30 bis 13 Uhr. Weiß nicht wie es ohne Job wäre o:)
  • Ohne Kind ist es um ein Vielfaches einfacher 😊. Wenn man seinen Kinderwunsch nur irgendwie etwas hinauszögern kann, würd ich vorher das Studium machen. Es hängt denk ich auch vom Studium ab, bei manchen geht es leichter, bei manchen schwerer. So wie oben geschrieben wurde, wenn man viel Anwesenheit hat, Hausübung und viele Praktika machen muss, dann muss man schon ein sehr gutes Zeitmanagement haben und eigentlich 3 Jahre auf ganz viel Freizeit mit Familie verzichten. Es ist zu schaffen, aber man muss viele Kompromisse eingehen.
    Und vielleicht soll man auch daran denken, ob und wann ein 2. Kind erwünscht ist.

    Alles Gute auf jeden Fall 😊
    Goldregen
  • Ich bin der Meinung es kommt sehr auf das Studium an und ein FH Studium ist doch recht unflexibel... schaffbar ist es bestimmt trotzdem! ich selbst bin 1 Jahr nach Beginn meines Studiums (mit 21) schwanger geworden und habe immer ein bisschen nebenbei gemacht, so viel eben grad ging... ca 2 Jahre hab ich aber kaum was geschafft, das hatte aber verschiedene andere Gründe! Mittlerweile geh ich wieder Teilzeit arbeiten, mein Sohn ist 3 1/2 und ich habe auf ein Fernstudium gewechselt, da kann ich alles vom pc von zu Hause aus machen und muss nur zu Prüfungen weg! Seit dem klappt’s auch wieder viel besser mit lernen, die Nachmittage mit meinem Sohn sind mir doch zu wichtig um auf die Uni zu fahren... aber schaffbar finde ich ist es auf jeden Fall! Ich werd wohl noch ein zeiterl brauchen, hab aber finanziell und zeitlich keinen großen Druck, wir basteln grad am 2. Kind und bevor das (wenn’s denn überhaupt endlich mal klappt) nicht mind 2 Jahre alt ist brauch ich eh nicht fertig sein... es gibt hald sehr viel ungewisses und auch das 1. Jahr im kiga sind die Kinder oft viel krank, hab deswegen einige Prüfungen verschieben müssen! Damit muss man auch rechnen. Obwohl ich jemanden gehabt hätte der bei ihm sein hätte können, wollt ich da hald lieber selber für ihn da sein weil ich mich eh nicht so richtig konzentrieren konnte wenn ich mir immer sorgen mach... ich achte da eben weniger auf die studiendauer als auf die Bedürfnisse in meinem Umfeld! Da ich außer kurz vor großen Prüfungen nachmittags immer mit meinem Sohn verbring komm ich momentan schon ein bisschen ins straucheln mit Arbeit, lernen und Haushalt aber ich bereue nichts und bin immer noch pro studieren mit Kind! Es klappt gut, auch wenn’s stressig ist. Kommt find ich auch sehr drauf an wie viel Druck du dir in den jeweiligen Bereichen deines Lebens machst und wo die Prioritäten liegen... ich persönlich finds auch nicht schlecht, wenn man dann mal richtig arbeitet und sagen kann, die Familienplanung ist abgeschlossen, ich kann mich jetzt auf die Arbeit einlassen und mich ohne Unterbrechungen dort hinarbeiten wo ich in Zukunft tätig sein will! Das wären jetzt mal so meine Gedanken und Erfahrungen 🙈😂
  • Puh... das war jetzt lang, sry 🙈
  • @xxxSusixxx was studierst du wenn ich fragen darf? Da hätt ich mir auch Gesundheitsmanagement angeschaut 😄 wie weiter oben erwähnt ist Studieren auch nicht meine oberste Priorität
  • Ich studier Jus 😊
  • ah okay ganz andere Richtung 😁
  • Hallo Jenny Rico,
    mein Sohn ist 9 1/2 Monate alt und seit Oktober studiere ich auf der WU.
    Seit Jahren hab ich das so geplant, dass ich in der Karenz studieren kann.
    Man braucht ne ordentliche Portion Selbstdisziplin, aber es funktioniert. Wenn der Kleine am Abend schläft setze ich mich hin und lerne....wirklich jeden Tag in der Woche. Es funktioniert ganz gut, aber nur, weil ich noch keine Anwesenheitspflicht habe.
    Oma und Uroma unterstützen mich sehr.
    Sehr viele Leute verurteilen mich und meinen, dass ich etwas falsch mache.
    Muss einem aber egal sein. Mein Kind kommt an erster Stelle. Der einzige Unterschied zu nicht studierenden Mütter ist, dass ich nicht fernsehe sondern lerne.

    Es ist auf alle Fälle machbar, aber ich würde empfehlen, dass man zu erst studiert und dann eine Familie gründet.

    Lg Nina
  • Ja, ziemlich 😄 ich bin eben sehr froh über meine Flexibilität mit den Prüfungen, ohne die bin ich mir nicht sicher ob das für mich funktionieren würde... FH ist ja da völlig anders! Weiß nicht wie die das mit der Anwesenheit so handhaben oder wie das ist, wenn du mal eine Prüfung versemmelst, wie weit du da zurückgeworfen wirst usw... Aber schneller bist du damit bestimmt 😅

  • Jenny Rico schrieb: »

    @Goldregen ja das kann ich mir gut vorstellen, darf ich fragen wann du studiert hast? Eine Bekannte von mir studiert auch Hebamme aber ihr Wochenplan sieht (bis natürlich aufs Praktikum) sehr anders aus!

    Von 2011 bis 2014 - Ich merke gerade, wie lang das schon her ist. Ich war in Graz. Möglicherweise ist es an anderen FHs nicht ident, kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es anderswo wesentlich weniger aufwändig ist. Beschwören kann ich es nicht. Ich weiß nur, dass es wirklich hart war, weil es wirklich viele Prüfungen gab (88 Prüfungen in 3 Jahren), gerade in der zweiten Studienhälfte dann noch viele Seminararbeiten, Projekte, Referate, dann eben die Praktika inkl. Praktikumsberichten etc. Es ist tatsächlich nicht zu unterschätzen. Genauso wenig, wie man ein Leben mit Baby/Kleinkind unterschätzen sollte. Und mit 20 bist du selber noch so blutjung. Wie gesagt, wozu der Stress, wenn es locker einfacher geht? Du hast noch so viel Zeit ;)
  • melly210melly210

    890

    bearbeitet 19. 12. 2018, 12:40
    Ich würde dir auch schwer raten die Ausbildung zuerst zu machen. Auf der Uni geht es noch recht gut, aber gerade Hebamme/FH ist sehr unflexibel. Das geht faktisch nur in Vollzeit, incl Nachtdienste und Co. Willst du dann wirklich dein Kind Vollzeit in Betreuung geben ? Mit 2 ? Ich bin selber Wissenschaftlerin, ich liebe meinen Beruf und ich bin keine Vollblutmutter die nur fürs Kind lebt, wirklich nicht. Aber ganz ehrlich, ich habe nach 2 Jahren mit 20 h wieder angefangen, und selbst da hat mir das Herz geblutet. Ich weiß noch bis heute wie mein Kleiner hinter der Terassentüre gestanden ist und mir nachgeschaut hat wie ich gegangen bin...40 h könnte ich mir auch jetzt noch nicht vorstellen, er ist jetzt 4. Das wäre mir viel zuwenig Zeit mit meinem Sohn.

    Ich habe auch eine Freundin die es machen wollte wie du. Auch Hebamme, und auch zuerst die Kinder. Ich habe ihr schwer abgeraten, sie hat es trotzdem so gemacht. Ihr Kinder sind jetzt 3 und 5, von einer Ausbildung ist immer noch nicht due Rede, weil sie ihre Kinder nicht 50 h die Woche fremdbetreuen lassen will. In den Handel will sie aber auch nicht, also sitzt sie nur zuhause und ist frustriert.

    Demnach, mit Anfang 20 würde ich bei dem Berufswunsch auf jeden Fall erst die Ausbildung machen. Sonst machst dus dann vielleicht nie und beißt dich in den Hintern.
    Goldregen
  • ich hatte auf der fh 80% anwesenheitspflicht pro seminar/vorlesung. sprich ich konnte bei jedem seminar/vorlesung 2 mal fehlen, pro semester wohlgemerkt!! und mit baby/kleinkind hätte ich das nie geschafft. mein sohn war jetzt nicht wirklich viel krank aber er hat seine bedürfnisse ordentlich eingefordert 😬
    Goldregen
  • Vor allem ist dann Hebamme ein Beruf wo man nicht immer pünktlich wegkommt - also wird’s sowieso nicht einfach im Job! Kannst ja nicht mitten im Geburts-Endspurt davon
  • Also ich habe nicht an der FH, aber an der PH studiert, aber das mit der Anwesenheit ist ähnlich. Wir hatten nur ganz wenige Vorlesungen mit keiner Anwesenheitspflicht, sondern hauptsächlich Seminare mit 75% Anwesenheit oder Praxis mit 100%.
    Das war schon happig teilweise, wenn man selbst krank wurde und wie wäre das dann erst mit Kind?!
    Goldregen
  • Danke für die Antworten ich denke ich hab eure Ansichten jetzt klar und deutlich mitbekommen 😄
  • Ich wollt nur noch dazu sagen, dass man wenn das Kind schläft auch nicht immer Zeit fûr sich hat/zum lernen hätt wenn man alles allein im Haushalt macht und gern Ordnung/Sauberkeit hat... also ich tu abends vielleicht 1 mal im Monat fernsehen... ich wasch da oft Flecken von diversen Decken und Gewand aus weil ich ein Spuckkind hab, räum sonstiges in der Wohnung zusammen oder ess mal in Ruhe was weil ich vorher nicht dazugekommen bin weil meine Kleine abends oft grantig wird weil müde... und wenns dann mal eingeschlafen sind gibts auch keine Garantie dafür, dass sie stundenlang durchschlafen...
    Also ich hab nicht wie happy_nb schreibt, jeden Abend Zeit fernzuschauen... bis das Baby/Kleinkind schlafen geht ist man meistens schon mindestens 12 Stunden auf den Beinen gewesen und schläft manchmal selber ein beim Niederlegen... so schaut die Realität aus :D
    riczkawaii_kiwisanxtay
  • Für mich klingt es, als hätte sich @Jenny Rico eh schon entschieden ;) ;) viel Glück auf deinem Lebensweg!
  • @Vani93
    Fühlst du dich durch meinen Betrag persönlich angegriffen?
    Wenn dann tut es mir leid.
    Auch ich habe einen Haushalt zu schmeißen und lebe sehr sauber. Bin täglich mehr als 12 Stunden auf den Beinen. Ruhig essen kenne ich nicht und da ich wert auf saubere Kleidung lege, muss auch ich mich um Flecken kümmern. Trotzdem schaffe ich es nebenbei zu studieren.
    Um dieses Thema geht es ja bei dem Tread.
  • @happy_nb Nein war nicht böse gemeint, hab mir nur gedacht "schön wärs" :p und wenn man ein Kind hat, das brav schläft sicher auch möglich :) meine schläft eher unruhig und wacht oft auf wenn sie merkt ich steh auf.. untertags schläft sie meistens nur eine gute halbe Stunde am Stück und die auch oft nur im Kinderwagen an der frischen Luft...
    Aber wenn man sich 100%ig sicher ist, dass man und was man studieren möchte, ists der Stress iiirgendwie zwischendurch auch noch zu lernen sicherlich eh wert... hast eh meinen Respekt ;)
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