Hausgeburt

neytirineytiri

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bearbeitet 5. 01. 2017, 18:36 in Geburt
Hallo!

Wer hatte eine #Hausgeburt, gute/schlechte Erfahrungen?
Worauf sollte man achten?
Woher hattet ihr eure Hebamme, wart ihr zufrieden?
EV. Empfehlungen (mich interessiert NÖ)

War es euer erstes Kind oder eine nachfolgende Geburt?
Was habt ihr bezahlt, hat die KK das übernommen?

Würde mich freuen, wenn ihr was erzählt.

Danke!
getaggt:

Kommentare

  • @naoma @123Emma ich markiere euch mal hier und hoffe dass ich es richtig in Erinnerung habe.
    Falls ihr doch keine Hausgeburt hattet, sorry =)
    ChaosDeluxe
  • Ich hatte schon zwei Hausgeburten, die dritte folgt im August oder September.
    Ich persönlich kann es dir sehr empfehlen. Der große Vorteil ist, du bist zu Hause in deinem gewohnten Umfeld, es geht alles nach deinem Rhythmus, du kennst alle beteiligten, du sparst die Stress mit ins Krankenhaus fahren,...
    Für gewöhnlich lernt man seine Hebamme so zur Hälfte der Schwangerschaft kennen. Ich habe meine dann so alle eineinhalb Monate oder so getroffen. Nach Bedarf geht das natürlich auch öfters. Man kann natürlich auch jederzeit Fragen stellen. Vor der Geburt werden die Intervalle in denen die Hebamme kommt kürzer. CTG hat die Hebamme keines (ich hatte zwei verschiedene und keine hatte eines) aber so ein Angelcare Gerät mit dem die Herztöne angehört werden können. Dein Bauch wird abgetastet und man unterhält sich ein bisschen über Wehwechen und wie es einem sonst so geht. Du bekommst natürlich auch eine Liste, was du so alles für die Geburt brauchst und besorgen sollst. Unterlagen, Binden, Netzhöschen, Handtücher und solches Zeug. Keine Hebamme hat bei mir je den Muttermund untersucht. Weder vor der Geburt noch währenddessen.

    In erster Linie ist es wichtig, dass dir (und auch deinem Partner) die Hebamme sympathisch ist. Du musst ihr völlig vertrauen, denn sie ist diejenige, die dich durch die Geburt begleitet. Du musst der Meinung sein, dass sie das richtig machen wird und die Lage richtig einschätzt. Ihr solltet also möglichst auf einer Wellenlänge sein (die meisten Hausgebuthebammen sind etwas alternativ und öko).

    Ich habe meine erste Hebamme online gefunden. Es gibt eine eigene Homepage vom Hebammenverband, da kannst du alle in Österreich praktizierenden Hebammen finden. Da steht auch dabei, ob sie auf Kasse praktizieren oder privat sind, ob sie Hausgeburten, Nachbetreuung oder sonst noch was machen. ich glaube, es gibt auch Kassenhebammen die Hausgeburten machen, ich weiß es aber nicht. Meine zweite Hebamme habe ich direkt von der ersten empfohlen bekommen, da sie leider bei meiner zweiten Geburt gerade selbst in Karenz war.

    Woher aus NÖ bist du denn? Für den Großraum Wr. Neustadt könnte ich dir Daria Sopa empfehlen. Du solltest dich bei ihr aber möglichst rasch melden. Sie macht nur eine Geburt im Monat und ist sehr schnell ausgebucht.

    Gezahlt haben wir beide Male zwischen 1.800€ und 2.000€. Die Hälfte davon übernimmt die Kasse. Viele Privatversicherungen zahlen eine Pauschale für Hausgeburten.

    Falls du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden. Das ist, was mir auf die Schnelle zu dem Thema einfällt.

    @Sandra080815 danke fürs Markieren. @Mami1989 kann sicher auch noch was erzählen.
  • Danke fürs Markieren @123Emma :3

    Ich hab drei Kinder, zwei davon sind zuhause geboren. Der Große kam damals im Spital zur Welt, es war eine unkomplizierte Geburt und trotzdem hatte ich das Gefühl, dass es nicht so war wie es hätte sein können. Von Selbstbestimmung keine Spur..
    Schon ganz am Anfang der zweiten Schwangerschaft wusste ich, dass es diesmal anders sein sollte und ich fand im Internet durch Zufall die Hebamme, die mich dann bei beiden Geburten betreute. Sie kam Anfang des zweiten Trimesters zum ersten Mal und ab da alle paar Wochen; erstens, damit wir uns kennenlernen und Vertrauen aufbauen konnten und zweitens untersuchte sie mich und das Baby regelmäßig.

    Die Geburten waren dann beide ein Traum. Ich hab mich intensiv mit "Hypno-Birthing" befasst und könnte es super anwenden: die Kombination ermöglichte mir zwei quasi schmerzfreie Geburten. Es lief alles so harmonisch und entspannt ab; ich alleine bestimmte die jeweilige Position und konnte mich in meinen eigenen vier Wänden frei bewegen. Beide Babys kamen im Geburtspool zur Welt, danach durften das jeweilige Neugeborene und ich uns in aller Ruhe kennenlernen. Kein Licht (Kerzenschein!), kein rasches Plazenta-Gebären und abnabeln, keine fremden Stimmen, etc.. nur wir! Die Hebamme hielt sich von Anfang an im Hintergrund, war da, wenn ich sie brauchte, ließ mich meinen Geburtsweg aber alleine mit meinem Baby gehen.

    Wenn du dir und deinem Körper vertraust, dann gibt es wohl nichts Schöneres.
    Am Besten wäre dir rasch eine Hebamme zu suchen, die dich begleiten würde. Solltest du dich doch umentscheiden oder dich dann zuhause nicht mehr sicher/wohl fühlen, kannst du jederzeit die Zelte abbrechen und ins Krankenhaus ausweichen.

    "Meine" Hebamme verlangt eine Pauschale. 2000,-, da sind aber alle Besuche und die Rufbereitschaft dabei :)
    123EmmadinkelkornSunshineGirlpowerxlockeButterkeks
  • @Mami1989 du furzt schon wieder Regenbögen. =))

    Meine erste Geburt war etwas stressig, da das Kind fast schneller da war als die Hebamme. bei der zweiten Geburt kann ich aber unterstreichen, was du gesagt hast. Ich bin mit meinem Mann bis zum beginn der Presswehen am Sofa gesessen und habe Tee getrunken. Die Hebamme und die Schülerin sind einstweilen im Esszimmer gewesen und haben sich leise unterhalten. Ich habe dann gemeint, es wird jetzt ernst, wir sollten alles herrichten, dann haben die beiden alles gerichtet. Irgendwann erst recht spät habe ich noch beschlossen, es wäre jetzt an der Zeit das Netzhöschen auszuziehen. Die Hebamme meinte, die meisten Frauen machen das erst recht spät. Die Hebamme war also da und hat bei der Geburt dann geholfen, die Schülerin ist daneben gesessen und hat zugesehen (irgendwann durfte sie eine Unterlage wechseln, es war ihre erste Hausgeburt). Bei der ersten Geburt hätte auch eine Schülerin dabei sein sollen, die hat es aber nicht geschafft (bzw. war sie mitten in der Nacht nicht erreichbar).
  • @123Emma: ich hoff jetzt einfach, dass du das lustig gemeint hast :3

    Beim Kleinen war auch eine Hebammenschülerin dabei, die war so aufgeregt, weil es die erste Hausgeburt war, bei der sie zusehen durfte. Sie war auch schon bei einigen Voruntersuchungen mit und hat mich dann während der Geburt massiert - das war sooooo angenehm!!

    Fragt man meinen Mann nach der Geburt unseres Babys, antwortet er sie sei während eines Kaffeekränzchens zur Welt gekommen :rolling_eyes: =))
    Diesmal war eine Geburtsfotografin dabei; sie und die Hebamme waren um etwa 18 Uhr da, nachdem um 17 Uhr die Wehen eingesetzt hatten. Die Beiden und mein Mann saßen bei Tisch, tranken Kaffee und unterhielten sich, während ich auf dem Pezziball Becken kreiste :) und dann, 1 1/2 Stunden später war unser Mädchen da <3<br>
    Hach.. das ist so ein emotionales, Wunderschönes Erlebnis gewesen. Ich denk gern daran zurück, bald ists ein Jahr her :open_mouth:
    SunshineGirlpowerxlocke
  • @mami1989 klar war das lustig gemeint. War ja auch ein Lach-Smilie daneben. ;)
    Ich bin am überlegen, ob ich diesmal auch jemanden dabei haben will, der Bilder macht. irgendwann mal muss ich das ansprechen. ich vermute, ich brauche etwas Überzeugungsarbeit. Hattest du eigentlich die Kinder dabei?
    Mami1989
  • Nach den aktuellen Vorkommnissen war ich jetzt einfach nicht sicher o:) @123Emma

    Geplant war es, dann ist meine Fruchtblase aber gerissen in der Früh und mein Mann ist mit den Kids zu meinen Eltern gefahren, damit ich nocu entspannen konnte. Am Nachmittag ist er dann wieder gekommen, nachdem ich keine Wehen hatte, aber nicht alleine sein wollte. Kaum war er da, ging es aber schon los - darum haben sie es verpasst :(
    Aber beim nächsten Baby dann hoffentlich :p
  • Das klingt ja schön und ermutigend. :-) Ich lese gerade das Buch von der Isabella Ulrich und denk mir auch, dass mir da ja in Wirklichkeit keiner helfen kann, also wozu KH. Und wenn Stress und Adrenalin zu größerem Schmerzempfinden fürhen, ist das ja sowieso kotraproduktiv. Ich hab schon zwei Hebammen hier angeschrieben, wollte die jetzt vorm Feiertag nicht telefonisch nerven, sonst ruf ich Montag mal an. Hoffentlich ists noch nicht zu spät, hab im Juni Termin.
  • Ich beneide alle um eine Hausgeburt :x hätte mich auch sehr interessiert, aber der Kindsvater war so gar nicht davon zu überzeugen & durch Auffälligkeiten während der SS war es leider nicht möglich.

    Durch den KS ist es nun nicht mehr möglich, aber ich finde es eine wunderschöne Art zu gebären & sehe mir gerne Fotos von Fotografen an :x X_X <3 die Bilder halten diesen schönen Augenblick auf so wundervolle Art & Weise fest. Einfach toll
    Mami1989
  • @SunshineGirl: mein Mann war auch dagegen, da er allerdings ohnehin bei keiner Geburt dabei war, hatte er da überhaupt nichts mitzureden. ICH musste mich ja wohlfühlen..

    Wenn du es beim zweiten Kind gern zuhause probieren möchtest, kann ich dir gern den Kontakt meiner "Hebamme" schicken, sie ist darauf spezialisiert und betreut Frauen zuhause, die davor einen KS hatten :)

    Sie veröffentlich übrigens jedes Jahr ihr Jahresergebnis. 2016 waren es 30 Hausgeburten - und keine einzige (!!) Geburtsverletzung, die genäht werden musste. Wahnsinn, oder?
    SunshineGirldinkelkorn
  • @SunshineGirl meiner war auch dagegen und meint, es war das beste zu dem ich ihn je überredet habe. Meine Hebamme macht übrigens auch hausgeburten nach Kaiserschnitt. Sie nimmt dann aber eine zweite Hebamme dazu, das kostet 300€ extra.

    @Mami1989 wie alt wären deine Kinder bei der Geburt gewesen? Wie hättest du sie darauf vorbereitet? Ich bin am überlegen, weil es Emma sicher sehr gut gefallen würde. wir lesen ja gerade ganz fleißig Aufklärungs und Geburtsbücher. Es interessiert sie einfach wahnsinnig...
    SunshineGirl
  • Genau, das hab ich vorher vergessen zu schreiben. Also er war anfangs dagegen, seine Meinung hat sich aber geändert und er erzählt jetzt ständig davon =))

    @123Emma: gerade 5 Jahre geworden und 21 Monate.
    Ich hatte erst so meine Bedenken, meine Hebamme hat sie dann aber alle aus der Welt geschafft. Es kommt scheinbar sehr oft vor, dass die Geschwisterkinder (2016 waren es 12 bei ihr) mit dabei sind. Sie müssen ja nicht daneben kleben, wichtig ist halt, dass alle Beteiligten sagen dürfen, wann genug ist. Also sowohl die Mutter, wenn sie Ruhe braucht als auch das Kind. Vielleicht könnte jemand extra für deine Tochter kommen? Die für sie da ist und im Fall des Falles auch wegfahren kann mit ihr? Eventuell braucht sie zwischendurch ja etwas zu essen oder jemandem zum Spielen..
  • Ich muss sagen das ich mir das echt net vorstellen kann.

    Ja das es sicher toll ist in der bekannten Umgebung ohne KH und so versteh i voll und ganz. Aber wahrscheinlich liegt das daran das ich GANZ, GANZ schlechte erfahrungen mit hebamen gemacht habe.

    Aber trotz allem - bewundernswert allen die den Mut dazu haben.

    Mein mann hat mir gestern erst erklärt wie froh er war als im spital die entscheidung zum KS gefallen ist.
  • Hab mich bei der 2. jetzt nicht drüber getraut weil ich bei der Großen 2x mit Vollnarkose im OP war, wegen dem großen Blutverlust durch die Geburtsverletzungen. Ambulant ist natürlich dann auch nicht möglich gewesen bin aber trotzdem am 2. Tag nach Hause.
    Die 2. Geburt dauerte von wehenbeginn bis zum Schrei 1h und war wunderschön und bin am selben Tag nach Hause. Bei der Großen hatte die Hebammen die Ausrede, großer Kopf (37cm) und schnelle Geburt. Aber jetzt weis ich, sie hat sich überhaupt nicht bemüht (hab auch mit der Hebamme bei der 2. Geburt über die Kollegin geredet).
    Wenns noch irgendwann mal ein 3. Kind gibt, werd ich wahrscheinlich auch eine Hausgeburt machen <3<br> Meine Schwägerin hatte 2x eine. Die erste war alles andere als leicht und wär im KH wahrscheinlich eine Saugglockengeburt geworden, bei der 2. gings auch ganz schnell und reibungslos.

    Also ich glaub, hätt ich bei der Großen schon eine Hausgeburt geplant, hätt ich mir bestimmt viel ersparen können.
    Und ICH glaub, bei ein paar Freundinnen wär eine ambulante oder Hausgeburt entspannter gewesen.. ;) aber passt natürlich nicht für alle und zum Glück darf es jeder für sich Entscheiden. :)
    Mami1989
  • Für mich persönlich wäre es nix gewesen, dafür hab ich die Hege und Pflege in der Privatklinik einfach zu sehr genossen =)) Aber ich bewundere jede Frau, die sich da drüber traut und das zusammen mit ihrer Familie durchsteht :)
    Ka_rin
  • Ich muss ja sagen, der Thread macht mir direkt Lust, das beim zweiten Butzi zu probieren. Muss da aber erst mal überlegen und gucken ob es eine passende Hebamme in der Nähe gibt und obs für uns wirklich finanziell erschwinglich ist.
    Ka_rin
  • Nachdem in Buch so gut erklärt wird, warum viele Geburten komplikationsreicher und vor allem schmerzvoller in der Klinik werden, weil Druck, Stress, zuviel Herumgefummel oder zu wenig Ruhe, ist mir die Klinik vergangen. Kann nur hoffen, dass die SS weiter gut verläuft und wir bei der Geburt keine Probleme haben.
    UND das ich noch eine Hausgeburtshebamme finde...
    Mami1989Ka_rin
  • @Mami1981 @123Emma könnt ihr mir den Kontakt per PN schicken? Dann hab ichs gespeichert :3 :*

    Bin total begeistert, dass das doch 'geht'. <3<br>
    @123Emma du hast ja im Haus entbunden.
    @Mami1981 ihr lebt aber in einer Wohnung oder? Hast du die Nachbarn informiert?
    Das ist meine einzige 'Sorge'. Habe zwar bei meiner ersten Geburt nur 1* geschrien (als ein Mann >_< am WC war & ich dort gerade hin müsste. Durfte dann mit einer Presswehen - durfte nicht pressen - vor dem WC warten), aber hätte Bedenken, dass dann die Nachbarn kommen oder vielleicht sogar die Polizei rufen.
    Mami1989kea
  • @SunshineGirl: die wussten, dass wir die Geburt zuhause geplant hatten :)
    Man könnte aber einen Zettel an die Tür kleben außen, damit niemand die Polizei verständigt oder sich Sorgen macht.

    Ich schick dir den Namen gleich - falls du noch Fragen hast, kannst du dich gern an mich wenden :3
    SunshineGirl
  • Hallo. Ich kenn zu den Thema selbst nichts beitragen, hätte aber eine Frage: werden die Herztöne des Kindes bei Hausgeburten kontrolliert?
  • @dorli: ja. Wenn man selbst das möchte oder die Hebamme sicher gehen möchte, dass alles gut läuft.
    Sie hätte es diesmal wohl nicht gemacht, nachdem mein Baby sich aber gar nicht gemeldet hat, hab ich sie gebeten kurz nach den Herztönen zu suchen - war alles gut :)
    dorli
  • @dorli mit so einem Angelcare Gerät. Die Hebamme hält das immer wieder mal dran.

    @SunshineGirl ich schicke dir die Daten dann.
    Das Haus hat schon Vorteile für eine Geburt, das stimmt. Jetzt werden wir Sommer haben und bestimmt irgendwo Fenster offen. ich werde also irgendwann, ein paar Wochen vor der Geburt zettel in die Postkästen der Nachbarn werfen und zusätzlich einen Zettel ans Gartentor hängen. Dann weiß zumindest die Polizei, wenn sie vor der Türe stehen, worum es geht. =))

    @Mami1989 dann werde ich einfach einmal mit der Hebamme darüber sprechen. Wir wollen uns eh im Februar treffen und einen Kaffee gemeinsam trinken. Ich hätte gerne, dass die Tante von meinem Mann Bilder macht. Falls ja, könnte sie für die Kinder da sein.

    @neytiri meine Hebamme meinte, sie kann mir alles an Schmerzmitteln geben außer einer PDA. Sie braucht es aber eigentlich nie. Bei Hausgeburten werden keine Schmerzmittel gebraucht. Ich hatte auch beide Male keine Verletzungen.
    Mami1989SunshineGirl
  • @123Emma & @Mami1989 Wie hat eigentlich euer Umfeld, die es gewusst haben, dass ihr eine Hausgeburt plant, darauf reagiert?
    Meine Schwägerin hats am Anfang stolz erzählt, bis ihr Leute versucht haben zu erklären, wie verantwortungslos sie ist. Dann hat es bis zur Geburt niemand mehr erfahren. (Am Tag der Geburt feierte meine Schwiemu Geburtstag und wir wohnen alle am selben Hof, jetzt waren natürlich viele Leute da, die dann Bescheid wussten ;) )
    felicitas1980
  • Ich hab meine Geburt schrecklich stressig in Erinnerung. Ich musste ja im Spital entbinden, Zwillinge, Risikoschwangerschaft, Frühgeburt... Aber es war echt nicht schön und im Nachhinein betrachtet bin ich mir absolut sicher, dass zu Hause alles um einiges besser gelaufen wäre bzw es sowohl mir, als auch meinen Kindern eine entspannte Hausegeburt vieles erspart hätte.

    Erstens wurde die Geburt eingeleitet, nachdem ich schon 4 Tagelang Wehen hatte, die aber nicht geburtsfördernd waren. Ich war kraftlos und hab ewig nicht mehr geschlafen. Mein Arzt hat es dann beschlossen, damit ich überhaupt noch gebären kann. Da mein Köper aber offenbar nicht so weit war, mussten sie mir den Muttermund massieren, damit er überhaupt aufgeht. DAS HAT SO HÖLLISCH WEH GETAN. Sie haben ihn regelrecht aufgerissen. Ich hab die ganze Zeit nur geschrien und war einfach nur fertig. Jedesmal wenn die Hebamme reingekommen ist, hab ich Panik bekommen. Wenn sie gesagt hat, dass sie wieder nachschauen muss, hab ich schon "nein, nein, nein" gemurmelt. Ich war total verkrampft und das hat auch eine der Hebamme bemerkt (insgesamt waren es 3 glaub ich). Sie haben mich total gestresst. Vielleicht war es notwendig, wegen den Kleinen, ich weiß es nicht.

    Ich muss jetzt aber ganz arg betonen, dass ich eigentlich absolut nicht "wehleidig" bin und wirklich einiges wegstrecken kann. Ich bin außerdem eine ruhige, entspannte Person und hätte mich nie so eingeschätzt, wie ich im Endeffekt bei der Geburt war. Ich schreib das diesem Druck und Stress zu, wie er hier öfters erwähnt wurde.

    Mein erster Sohn hat dann auch einiges durchgemacht, ist lange im Geburtskanal gesteckt und hat mehrere Presswehen gebraucht. Er hatte nicht sp tolle Apgarwerte und brauchte kurz eine Atemmaske. Der zweite nicht, bei ihm war die Geburt schnell, seine Werte gleich super und er hat sofort geschrien.

    Zu dem Zeitpunkt war ich natürlich froh im Spital, in Sicherheit zu sein. Es war meine erste Geburt, dazu Frühchen und Zwillinge. Ich bin dankbar, dass alles gut gelaufen ist und ich natürlich entbinden konnte.

    Doch im Nachhinein betrachtet, hätte ich so vieles mit dem jetzigen Wissen anders gemacht.

    Sollte ich mich für ein weiteres Kund entscheiden wird es höchstwahrscheinlich, wenn alles gut aussieht, eine Hausgeburt.
  • @KarinW bei mir in der Familie hatte ich ohnehin einen geebneten Weg. ich und meine Schwester waren selbst Hausgeburten. Die Familie meines Mannes weiß, dass ich, nennen wir es mal anders bin und dass da niemand rein reden braucht. In meinem Freundeskreis waren zwar alle skekptisch, aber sie wussten, dass es für mich der richtige Weg ist.

    @Forumianerin das klingt so schrecklich. :-S
    Ka_rin
  • Hallo ihr lieben! Darf ich euch bitte eine Frage stellen?! Ich möchte zwar grundsätzlich nicht daheim entbinden weil ich mich im Krankenhaus einfach "sicherer" fühle... aber das einzige was ich von der Geburt meiner großen als wirklich schlimm in Erinnerung hatte war dass kontrollieren vom Muttermund! Also jetzt zu meiner Frage... wisst ihr ob ich dem im Krankenhaus immer zustimmen muss?? Oder ob ich auch sagen kann dass ich das nicht will??
  • @123Emma Die 4 Geschwister von meinem Freund waren auch alle Hausgeburten aber trotzdem.. :rolling_eyes:

    @Forumianerin Das klingt wirklich schrecklich :'( traurig!
  • @miss87 weiß nicht ob man das verweigern kann, aber bei meiner ersten geburt empfand ichs auch furchtbar und sehr schmerzhaft und jetht bei der zweiten geburt empfand ich es sooooo angenehm, wenn in den wehen der mumu kontrolliert wurde. keine ahnung warum. es war irgendwie erleichternd.
  • @miss87 ich denke, es ist medizinisch nicht notwendig, also sollte es möglich sein, dass die das nicht machen. Vielleicht einmal ansprechen.
  • @123Emma fürs kh personal ist es leider schon medizinisch "notwendig" um protrahierte geburtsverläufe etc erkennen zu können... das vaginale untersuchen kann bei der hausgeburt sicher eher vermieden werden. Im kh hat man oft nicht die ruhe und zeit wie zu hause aber die vaginale Untersuchung gehört zu einem wichtigen instrument der hebammenarbeit. Und wenn eine hebamme empathisch ist, dann schafft sie es bestimmt auch so zu untersuchen dass es nicht traumatisch ist. Das man große angst davor hat kann und soöö man da sicher ansprechen
  • Ka_rinKa_rin

    4,419

    bearbeitet 6. 01. 2017, 23:05
    @miss87 Mich hat die Hebamme bei der 2. Geburt immer gefragt. Bin eingeleitet worden, da hats mich schon immer beim Ctg schreiben gefragt ob ichs mag oder nicht und während der Geburt auch. Nur als ich schon Presswehen hatte, der Mumu aber noch nicht ganz offen war (da hats kurz vorher getastet), musste sie noch mal kontrollieren. Ich glaub insgesamt 3x hats kontrolliert. 1x beim aufnehmen und 2x während der Geburt.

    Die Hebamme war soooooo toll. Noch keine 25, arbeitete erst 3 Monate als Hebamme und sie wollte es für mich einfach perfekt machen. Hab ihr auch nachher mal geschrieben und schwärm so oft von ihr! (Wie jetzt gerade ;) )
    Flotte_Lotte
  • @KarinW darf ich fragen wer deine hebamme war?
  • @Flotte_Lotte Kerstin Kraml von den BH Brüdern in Linz :)
  • hier ein link zu einer masterarbeit in bezug auf hausgeburten von 2014.
    https://www.vfw.or.at/wp-content/uploads/2016/01/Hocher-Magdalena_Masterarbeit_final.pdf

    habs noch nicht gelesen, aber vielleicht findets noch wer interessant von euch!
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