Glutenunverträglichkeit/Zöliakie beim Kleinkind

RosasmomRosasmom

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bearbeitet 25. September, 09:53 in Ernährung & Stillen
Meine Tochter ist 5 und ich hatte schon länger das Gefühl, dass was nicht stimmt, u.a. weil sie im 1. Lebensjahr am 90% Perzentil war und seit sie abgestillt wurde im 2. Lj in einem niedrigen Perzetilbereich (ca 15%) gewandert ist. Außerdem ist sie eine sehr wählerische und heikle Esserin.
Die Kinderärztin hat immer abgewunken, alles normal.
Ich habe nun trotzdem um Blutabnahme gebeten, weil mich ihre Körpergröße so beschäftigt hat. Wir sind sehr groß und sie ist mit Abstand die kleinste in ihrer Gruppe. Ihre „zielgröße“ lautbins Eltern wäre 173 cm und aktuell liegt sie auf der Kurve 158 cm. Soviel dazu.

Nun haben wir tatsächlich die Diagnose Zöliakie. Damit einhergehend auch Eisenmangel.
Im Nachhinein fallen mir andere Dinge auf, wie Blähbauch, Bauchweh, Augenringe, Stimmungsschwankungen etc

Ich bin froh eine Erklärung zu haben gleichzeitig weiß ich noch nicht wie wir das machen werden mit dem Essen und wie wir es ihr erklären. Ich mache mir Sorgen wegen Playdates, dem Kiga und Geburtstagsparties…

Ich suche Gleichgesinnte. Wie schaut euer Alltag aus? Wie gehen die Kinder damit um? Wie war die Umstellung? Holen die Kinder beim Wachstum auf? Geht es ihnen gesundheitlich besser?

Kommentare

  • Hi! Erstmal schön dass ihr jetzt wisst, was los ist. Ich weiß, die Diagnose ist anfänglich ein kleiner Schock aber ich sehe es immer so: bei konsequenter Einhaltung der glutenfreien Diät hab ich ein pumperlgesundes Kind :)

    Meine Tochter ist vor kurzem acht geworden und wir haben die Diagnose seit sie 2,5 Jahre alt ist. Schreib mir gerne privat, auch woher du kommst - vielleicht sind wir ja aus der Nähe! ❣️
  • @KeinNutzername
    Danke für deine Rückmeldung- habe dir geschrieben
  • Hey, ich hab war nur Zöli-Erfahrung "aus zweiter Hand" weil meine Nichte betroffen ist, aber vl hilft's dir trotzdem:

    Gut, dass ihr eine Diagnose habt und du auf das Blutbild bestanden hast🙏🏻 auch wenn's erst Mal ein Schock ist.

    Bzgl Alltag und Umstellung: man wächst hinein. Als direkt Betroffene sowieso, aber auch im weiteren familiären Umfeld. Man lernt worauf man achten muss. Welche Marken glutenfrei sind, gerade bei Süßkram (Ostern, Weihnachten,..)
    Dass auch in Sonnencreme Gluten enthalten sein kann.
    Ja, das ist anfangs viel, aber wird schnell normal! 😅

    Wie gehen die Kinder damit um: für sie ist es ja ganz normal. Auch für den großen Bruder ist es normal. Beide wissen "worum es geht" und worauf geachtet werden muss.

    Wachstum und Gesundheit: Bei ihr wars so, dass sie nicht gestillt wurde und trotzdem erst Recht spät erkannt wurde, was Sache ist. Sie war dann schon so hinten nach im Wachstum dass sie hochkalorisch dazugefüttert werden musste.
    Das merkt man in der Größe. Sie ist klein und zart, aber inzwischen trotzdem ihres Alters (12J) entsprechend.
    Von der Größe abgesehen ist sie ein ganz normal-gesundes Kind, auch wenn ab und an Mal "Glutenunfälle" passieren. Aber das sind einzelne Ausnahmen.

    Noch wegen Playdates, KiGa, Schule etc: der Key ist Kommunikation! Bei Betreuungseinrichtungen gibt es meistens irgendeine Lösung, je nachdem ob sie im Haus kochen oder ein Catering haben.
    Bei privaten Treffen/Feiern muss man halt fragen ob evtl komplett glutenfrei gegessen wird - Grad bei Playdates kein Problem, Gemüse, Obst, usw geht ja ohne Probleme - oder es wird eine separate Jause mitgegeben.
    Falls du dir da Sorgen machst ob deine Tochter das dann isst, bzw in eine andere Hause rein greift: sie wird schnell merken dass ihr "falsches" Essen nicht gut tut.
    Das dürfte sie ja jetzt schon merken, so wie du das schilderst, dementsprechend wird sich das schnell einpendeln ☺️
  • bearbeitet 27. September, 19:18
    Hallo,
    unser Kind hat die Diagnose mit 6 Jahren bekommen. Mittlerweile hat es sich gut eingespielt. Zuhause ist es sowieso kein Problem. Das schwierige ist immer auswärts. Man muss sehr viel fragen, denn auch wenn das Produkt glutenfrei ist, kann es kontaminiert sein (Beispiel Pommes in der gleichen Fritteuse wie Schnitzel). Sonnencreme ist hingegen egal,man isst sie ja (hoffentlich ;) ) nicht.
    Es gibt die Arbeitsgemeinschaft für Zöliakie, da kann man Mitglied werden und die haben auch immer Veranstaltungen und Tipp, wie z.b.dass der Spurensatz auf Produkten ("Kann Spuren von Weizen enthalten") ignoriert werden kann, es zählt immer nur die Zutatenliste.
    Geburtstagspartys sind oft schwierig, weil man immer fragen muss, was es zum Essen gibt und was passendes mitgeben muss (z.b.Muffins statt dem Geburtstafskuchen).
    Bei fragen,kannst du dich gerne melden 😊
  • Mohnblume88Mohnblume88

    5,863

    bearbeitet 27. September, 19:49
    Darf ich da kurz einhaken, weil mich das interessiert.
    Es ist ja wichtig, dass auch Spuren von Gluten vermieden werden. Wie macht man das innerhalb eines Haushaltes? Stellen sich alle Familienmitglieder um auf glutenfrei? Also gibts da kein Mehl mehr oder „normale“ Backware?
    Oder bei Besuch von jemandem mit Zöliakie - es reicht ja dann nicht, wenn ich was Glutenfreies vorbereite, wenn sonst glutenhaltig gekocht wird, richtig?
  • bearbeitet 27. September, 20:07
    Wir haben kein normales Mehl mehr im Haus bzw.backe ich ausschließlich glutenfrei. Auch Nudeln usw.essen wir nur glutenfrei. Ich koche für alle glutenfrei. Nur Brot und Gebäck kaufen wir beides.

    Bei Geschirr (Töpfe) besteht keine Kontaminationsgefahr, da diese ja im Geschirrspüler gewaschen werden.
    Mohnblume88
  • @Apfelkern du hast absolut Recht, Sonnencreme wird nicht gegessen, aber im Fall meiner Nichte war halt das Problem: wie hältst du ein einjähriges Kind davon ab die frisch engecremten Finger in den Mund zu stecken, oder die Buntstifte nicht anzuknabbern etc.
    Dementsprechend waren das auch Dinge auf die wir geachtet haben, auch wenn das mit zunehmendem Alter natürlich einfacher wurde.

    @Mohnblume88 bei uns/meinem Bruder gibt's schon auch normales Mehl, es wird halt einfach sehr sauber und getrennt gearbeitet.
    Beim Backofen ist's zB auch so, dass es mit Ober-Unterhitze kein Problem ist nacheinander Glutenhaltiges und Glutenfreies zu backen, solange kein Ventilator läuft. Bei Umluft müsste man den Ofen davor sehr gründlich reinigen, da hier immer der Ventilator läuft und dadurch Glutenhaltige Brösel aufgewirbelt werden.
    Kochgeschirr wird eh ausgewaschen, da darf nur kein Holzbesteck verwendet werden, weil das nie ganz sauber wird.
    Und so geht man auch bei Besuch damit um.
    Mohnblume88
  • @Rosasmom Du kannst Dich gerne melden, auch wenn mein Sohn schon älter ist. Seit 2 Jahren haben wir die Diagnose und sind schon relativ erfahren.

    @Mohnblume88 Mehl verwende ich auch nur glutenfrei, Nudeln werden getrennt gekocht und Gebäck/Brot gibt’s auch extra. Ansonsten immer zuerst das glutenfreie zubereiten, dann das glutenhaltige, wenn ich zb Gebäck aufbacke.
    Wenn wir wo eingeladen sind, nehme ich zb gekauften Kuchen für meinen Sohn mit. Geschirr, Besteck ist kein Problem.

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