Hallo ihr Lieben,
ich hätte gern eure Meinung zu folgendem Thema :
Mein Sohn wird im Februar 2 Jahre alt, ich hab mir gedacht, eine Tagesmutter wäre besser, weil da nur 5 Kinder pro Tagesmutter sind und hätte deswegen ab diesen September schon eine Platz.
Da ist mein Sohn ca 1,5 Jahre alt, bin aber noch bis Feb in Karenz.
Jetzt hab jetzt aber überraschenderweise auch einen Platz in der Kleinkindgruppe im Städtischen Kiga bekommen, ab 1.Jänner.
Er wird dann später auch dort mit 3 Jahren in den normalen Kiga gehen.
Was findet ihr besser, wenn er ab Sept zur Tagesmutter geht (bis er 3 ist) oder gleich in die Kleinkindgruppe mit 2 Jahren?
Stimmt es, dass der Betreuungsschlüssel in städtischen Kigas für die unter 3-Jährigen 14 Kinder und 2 Betreuerinnen ist?
oder mehr Betreuer?
Meine 2.Frage ist dann noch: angekommen er geht bis er 3 ist zur Tagesmutter, dann muss er sich ja mit 3 wieder neu in den Kindergarten eingewöhnen.
Da arbeite ich ja dann schon - wie lang dauert so eine Eingewöhnung in der Regel mit 3 Jahren, wenn er davor schon fremdbetreut war?
Kommentare
706
2,473
Gegen Tagesmutter spräche für mich, dass diese ganz alleine mit 5 Kindern ist. Sollte sie sich schlecht verhalten, gibt es kein Regulativ.
Zudem haben Pädagoginnen eine andere Ausbildung und ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass echt sehr sehr viel vermittelt wird.
210
Und ja, Betreuung findet auch statt, wenn mal wer krank ist. Und quasi das ganze Jahr durch (bis auf 3 pädagogische Tage).
Und gerade wenn das Kind klein ist, braucht es mM viel Vertrauen, das Kind jmd zu geben, der alleine ist den ganzen Tag. Das Kind kann da ja noch nicht mitteilen, wenn was anders läuft als es sollte. Im KiGa schauen einfach mehr Erwachsene drauf.
Der Wechsel in die große Gruppe ist auch leichter, weil sie das fließend machen und schon „schnuppern“ gehen. Und er hat dann schon ein paar Kinder, die er kennt und mitwechseln.
Für mich wär die Entscheidung also klar.
Eine Bekannte von mir hat nach der TaMu mit 3 Jahren übrigens nicht ihren Wunsch-KiGa bekommen, obwohl sie daneben wohnen. Angeblich weil das Kind schon eine Betreuung hat.
17,516
Auch die Punkte die die anderen schon gesagt haben, fand ich auch wichtig. Wenn die TM krank ist haben manche Vertretung, aber die kennt das Kind dann auch nicht wirklich.
Wie lang dann die Eingewöhnung nach der Kleinkindgruppe im normalen Kiga dauert, kommt aufs Kind drauf an. Obwohl meine Tochter 2,5 Jahre schon Betreuung war, war ich dir ganze erste Woche mit drin im kiga die Woche darauf war sie auch nur bis zum Mittagessen. Sie hat schon lang gebraucht um anzukommen. Eigentlich hat mir die Pädagogin erst im 3 Jahr erzählt, dass sie langsam anfängt mit den Betreuerinnen zu reden.
2,580
Mein drittes Kind startet nun aber im Herbst mit 1,5 Jahren auch direkt in der Kleinkindgruppe, da es mir mit drei Kindern und Job dann einfach zu umständlich ist. Allerdings haben wir dann ein fast ein halbes Jahr für die Eingewöhnung Zeit und meine Tochter kennt den Kindergarten ja auch schon von ihrem Bruder.
Die einzigen Nachteile sehe ich wirklich darin, dass man halt den Urlaub nach der Tagesmutter (3 Wochen davon aber immer im Sommer) richten muss und im Krankheitsfall der TaMu auch Pflegefreistellung nehmen muss.
Was ich aber betreffend städtischen Kindergarten noch mitgeben will: sollte man arbeitssuchend werden oder ein weiteres Mal in Karenz gehen, kann der Platz auf halbtags (bis mittags) umgestellt werden.
Ich würde mir sowohl den Kindergarten als auch die Tagesmutter genau anschauen und dann Pro und Contra abwägen bzw. auch schauen was sich für euch stimmiger anfühlt.
2,580
24
Ich würde wirklich versuchen nach dem Bauchgefühl zu entscheiden. Beides nochmal anschauen, vielleicht noch mit einer zweiten Bezugsperson deines Kindes, und dann nach deinem Gefühl entscheiden. Du kennst dein Kind und eure Familie am besten und merkst was zu euch passt. Alles Gute bei der Entscheidung!
210
Wenn das Kind einen Ganztagesplatz gehabt hat, wird auf 14:00 umgestellt, nicht mittags. Man hat ja auch keinen Ganztagesbedarf mehr.
Beim meinem Großen waren immer 4 Erwachsene (2 Pädagoginnen und 2 Assistentinnen) in der KK-Gruppe. War ein großer KiGa mit 10 Gruppen, 2 davon KK-Gruppen. Zwergi beginnt jetzt im Mai und auch da sind dzt 2 Pädagoginnen und 2 Assistentinnen. Ist aber ein kleiner mit gesamt 4 Gruppen.
2,580
Ich kenne Fälle, wo das Kind dann mittags geholt werden musste. Das ist aber sicher auch abhängig davon wie ausgelastet der Kindergarten ist.
Und klar hat man keinen Bedarf mehr, aber ich finde die Betreuung eines Babys viel fordernder als eine Vielzahl an Jobs und hätte mein großes Kind nicht mittags wieder abholen wollen, vor allem anfangs wenn das Baby noch alle 2h ein Schläfchen braucht.
Wie gesagt: ich würde mir beide Optionen genau anschauen. Und auch mal schauen wie viele Betreuerinnen tatsächlich in der Gruppe sind. Nur weils in einem Kindergarten so ist, muss das im eigenen nicht auch der Fall sein. Ich weiß, dass überall händeringend PädagogInnen/AssistentInnen gesucht werden.
684
Das ist nur meine persönliche Meinung, aber ich bin kein Fan von Tagesmüttern. Hab schon so viel schlechtes gehört und auch bei meiner Schwägerin mitbekommen, dass die so oft krankheitsbedingt ausgefallen ist und da wird dann das Kind halt einfach nicht betreut.
Die Eingewöhnung im KiGa geht dann auch viel schneller, wenn er bereits in der Einrichtung betreut wurde. Bei uns wars nur 1 Woche Eingewöhnung im Kindergarten, dann lief alles wieder normal.
Eingewöhnung in der Krabbelstube waren 3 Wochen wenn ich mich richtig erinnere.
18
Ich kenns auch nur so, dass in Wien in einem städtischen KiGa der Betreuungsplatz auf 12 Uhr "runtergestuft" wird. War bei einer Bekannten so. Eine andere, die ein zweites Kind will, hat auch bei ihrem städtischen nachgefragt und ihr wurde gesagt, dass man das Kind um 12 Uhr abholen muss, es evtl vereinzelt Ausnahmen gibt, wenn grad weniger Auslastung ist, dann kann das Kind auch mal länger bleiben.
706
210
Wir sind in einem städtischen KiGa in Wien und alle Kinder, die einen Ganztagesplatz hatten, sind nach dem jeweiligen Mutterschutz auf 14 Uhr umgestellt worden.
17,516
3,496
Mein Sohn war bis er 3,5 war bei einer Tagesmutter, die Eingewöhnung im Kindergarten war problemlos und binnen 2,3 Tagen erledigt.
1,764
In der Kleinkindgruppe ist der Personal/Kind Schlüssel - 15 Kinder und 2 PädagogInnen und zwei AssistentInnen. Welches Stunden Ausmaß die Fachkräfte haben ist zwar mit einer mind. Stundenanzahl gesetzlich geregelt, kann aber je nach Haus variieren, je nachdem was der Leitung zur Verfügung steht 🤷♀️ so kann es sein daß tatsächlich nicht immer alle 4 gleichzeitig im Dienst sind sondern sich abwechseln. Was auch logisch ist weil man sonst den Tag gar nicht abdecken kann.
Zur Diskussion mit "was passiert wenn man ein zweites Kind bekommt oder arbeitslos wird?" Anspruch auf einen Kleinkindergruppen Platz bzw einen ganztags Platz in der Kindergartengruppe, hat man nur, wenn beide Elternteile arbeiten oder eine Ausbildung machen! Ist ein Elternteil Zuhause, verliert man zwar nicht den Platz (so wie in vielen Bundesländern!) aber man verliert den ganztagsplatz nach dem Mutterschutz bzw ab der Arbeitslosigkeit! Man muss das Kind bis 12 Uhr OHNE Mittagessen abholen! Das gilt für alle Wiener Kindergärten! Es obliegt der Leitung, dass sie aus Kulanz halbtags plus Mittagessen, oder einen Teilzeit Platz bis 14 Uhr geben kann. Dies kann sie aber nur machen, wenn sie genug Personal dafür hat! Die meisten Häuser machen es nicht mehr!! Weil eben ein wirklich großer Personalmangel herrscht!
Und eine bitte in eigener Sache,... Im Kindergarten wird nicht betreut, und dort arbeiten auch keine Betreuerinnen. Der Kindergarten ist eine Bildungseinrichtung und wir begleiten die Kinder in ihrer Entwicklung.
Also @Babyboy2025 falls du irgendwas genau wissen willst, kannst du mit gern schreiben 😊
115
Die Pädagogin erstellt eine Portfoliomappe mit allen Meilensteinen und Gelerntem und es gibt jährlich entwickungsgespräche, was sehr professionell ist.
Der Wechsel mit 3 war gar kein Thema, sie ist mit dem gleichaltrigen Kindern eine Türe weiter und kannte schon die dortigen Erwachsenen und Kinder zum Teil vom Aushelfen und aus der Sammelgruppe.
Beim 2. Kind werd ich’s wieder so machen. Habe vollstes Vertrauen.
Sehe jetzt bei einer Freundin, wie mühsam ihre Tagesmutter ist. Sie ist länger krank seit ihrem Urlaub im Sommer und nicht mehr so motiviert. Bei Ausfall und Urlaub gibt so keine Betreungsmöglichkeit.
Die Kleine geht nicht gerne hin. Es ist nicht nachvollziehbar was gemacht wird, es gibt sozusagen kein Korrektiv eines anderen Erwachsenen, falls es der TM mal zu viel wird und sie die Nerven verliert - gibts keine Zeugen wie sie mit den Kindern redet/umgeht. (Will nix unterstellen aber das hab ich halt im Hinterkopf, weil es ja keine Pädagoginnen sind und jedem Menschen wirds mal zu viel allein mit 5 Kindern)
210
Kann es sein, dass 14:00 Abholzeit bei KLK-Kindern ist? Weil die kommen sonst ja nicht auf ihre Sollstunden (20h an mind 4 Tagen).
1,764
210
Personal haben unsere übrigens auch zu wenig. Dzt sind 3 Stellen ausgeschrieben. Das wird also auch nicht der Grund sein.
872
Ich bin auch sooo glücklich über unsere Krippe. Die sind sooo toll und bei uns gibt es auch keinen großartigen Personalwechsel. 😀
2,580
Entschuldige, dass ich auch das Wort „BetreuerInnen“ verwendet habe. Hier im Kontext habe ich es als Überbegriff verwendet, damit man nicht immer PädagogInnen und AssistentInnen ausschreiben muss. Ich glaube, dass hier keiner deinen Beruf abwertet, sondern einfach umgangssprachlich so verwendet wird. Übrigens in der Wiener Kindergartenverordnung ist auch von Betreuungspersonen die Rede 😅
1,764
Ich weiß eh das es nicht abwertend gemeint ist, hab's eben nur dazu geschrieben weil es einfach schnell Mal gesagt ist und ich Ruf es gerne ins Gedächtnis 😉 ist von mir aber bitte auch überhaupt nicht böse gemeint. Ja leider sprechen auch die Politiker immer noch von Betreuungseinrichtungen und von Betreuung, wir kämpfen einfach sehr, damit unser Beruf und der Kindergarten wirklich die gesellschaftliche und politische Anerkennung endlich bekommt die es braucht um auch die Bedingungen zu verbessern. Deshalb auch ein bisschen meine Anmerkung 😊
2,473
Dabei würde es vielen Kindern bestimmt gut tun am Vormittag pädagogisch begleitet zu werden.
1,764
762
Ich hab echt so oft das Gefühl, ich muss mich für etwas rechtfertigen, jetzt wo mein Sohn mit 2 Jahren in den Kleinkindgruppe startet. Dabei bin ich davon überzeugt, dass es für seine Entwicklung super sein wird und so wie ich ihn einschätze, wird er auch eine Freude daran haben. Ich selbst fühl mich oft schlecht, weil ich mich schon so aufs Arbeiten freue und überzeugt davon bin, eine bessere Mama zu sein, wenn ich auch wieder andere Aufgaben wahrnehmen darf. Alle schauen mich immer ganz komisch an, wenn ich sag, wie sehr ich mich schon aufs Arbeiten freue. Dabei bin ich davon überzeugt, dass die meisten Kinder und Eltern davon profitieren, wenn die Kinder in den Kindergarten/Kleinkindgruppe gehen dürfen. Was im städtischen Bereich ganz „normal“ ist, dass die Kinder mit 1 oder 2 oder irgendwann dazwischen in eine Bildungseinrichtung kommen, ist bei uns am
Land immer noch bisschen seltsam für so viele. Und ich bin ganz ehrlich: wo von so vielen Seiten ja so eine komische Zahl mit 3 Jahren ständig propagiert wird, dass das erst das richtige Alter sei, wann Kinder dazu bereit sind, das ist für mich auch irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Ständig sagt man, dass jedes Kind anders ist, sich unterschiedlich entwickelt etc … aber beim Alter, wann ein Kind erst am besten in Fremdbetreuung gehen soll, da sollen auf einmal alle 3 Jahre alt sein.
Naja ist jetzt vielleicht auch bisschen unfair von mir …hab mich irgendwie gerade in Rage geschrieben, weil mich das Thema ständig begleitet jetzt vor dem Kindergarteneintritt. Bei uns am Land ist es halt echt oft noch üblich, dass die Kinder bis 3 oder länger im Familienverband sind und erst dann in den Kindergarten kommen. Und auch, wenn die meisten nichts wirklich dazu sagen, werd ich oft so verwerflich angesehen, weil ich das eben anders sehe 😅.
Naja Sorry für diesen emotionalen Ausbruch hier, hat ja eigentlich absolut nichts mit der Frage im Thread zu tun 🤭😅.
872
@Johanna_Moritz Kann ich sehr gut nachvollziehen. 😆 Wir wohnen auch ländlich, aber es gibt eine tolle Krippe in der Gemeinde. Die meisten Kinder starten aber mit 3 im Kindergarten. Ich glaube am Land ist es einfach anders, weil es da noch öfters mehr als die Kernfamilie gibt. Da werden die Kinder dann von Oma+Opa etc. betreut.
Ich war vor den Kindern auch skeptisch, weil ich es aus meiner Herkunftsfamilie so kenne, dass die Kinder möglichst spät in den Kindergarten starten. Jetzt mit eigenen Kindern und ohne familiäre Hilfe, wäre es anders schwer möglich. Meine kleine Tochter hat mit 16 Monaten gestartet und sie geht sooo gern. 😀 Deinem Sohn wird es sicher auch super gefallen!
762