Kleinkindgruppe vs. Tagesmutter

Hallo ihr Lieben,

ich hätte gern eure Meinung zu folgendem Thema :

Mein Sohn wird im Februar 2 Jahre alt, ich hab mir gedacht, eine Tagesmutter wäre besser, weil da nur 5 Kinder pro Tagesmutter sind und hätte deswegen ab diesen September schon eine Platz.

Da ist mein Sohn ca 1,5 Jahre alt, bin aber noch bis Feb in Karenz.

Jetzt hab jetzt aber überraschenderweise auch einen Platz in der Kleinkindgruppe im Städtischen Kiga bekommen, ab 1.Jänner.

Er wird dann später auch dort mit 3 Jahren in den normalen Kiga gehen.

Was findet ihr besser, wenn er ab Sept zur Tagesmutter geht (bis er 3 ist) oder gleich in die Kleinkindgruppe mit 2 Jahren?

Stimmt es, dass der Betreuungsschlüssel in städtischen Kigas für die unter 3-Jährigen 14 Kinder und 2 Betreuerinnen ist?
oder mehr Betreuer?

Meine 2.Frage ist dann noch: angekommen er geht bis er 3 ist zur Tagesmutter, dann muss er sich ja mit 3 wieder neu in den Kindergarten eingewöhnen.

Da arbeite ich ja dann schon - wie lang dauert so eine Eingewöhnung in der Regel mit 3 Jahren, wenn er davor schon fremdbetreut war?

Kommentare

  • Ich würde die kleinkindgruppe nehmen (nur meine Meinung). Die umgewöhnung von kleine auf große Gruppe ist viel weniger Umstellung als von Tagesmutter auf Kindergarten. Außerdem bist du mit der Krippe viel flexibler, mit der Tagesmutter musst du euren Urlaub meist komplett an die anpassen, musst wahrscheinlich zuhause bleiben wenn sie krank ist usw.
  • Ich persönlich bin auch Team Kinderkrippe. Gehe sie dir am Besten mal ansehen und mache dir ein Bild von der Einrichtung und den Pädagoginnen.

    Gegen Tagesmutter spräche für mich, dass diese ganz alleine mit 5 Kindern ist. Sollte sie sich schlecht verhalten, gibt es kein Regulativ.

    Zudem haben Pädagoginnen eine andere Ausbildung und ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass echt sehr sehr viel vermittelt wird.
  • Ich bin auch für KiGa. In städt KiGas sind mW 2 Pädagoginnen und 2 Assistentinnen in der KK-Gruppe. Je nach Größe vom KiGa auch mal Zivis od Studentinnen. Und wenn man mal drin ist, ist das viel wert.
    Und ja, Betreuung findet auch statt, wenn mal wer krank ist. Und quasi das ganze Jahr durch (bis auf 3 pädagogische Tage).
    Und gerade wenn das Kind klein ist, braucht es mM viel Vertrauen, das Kind jmd zu geben, der alleine ist den ganzen Tag. Das Kind kann da ja noch nicht mitteilen, wenn was anders läuft als es sollte. Im KiGa schauen einfach mehr Erwachsene drauf.
    Der Wechsel in die große Gruppe ist auch leichter, weil sie das fließend machen und schon „schnuppern“ gehen. Und er hat dann schon ein paar Kinder, die er kennt und mitwechseln.

    Für mich wär die Entscheidung also klar.

    Eine Bekannte von mir hat nach der TaMu mit 3 Jahren übrigens nicht ihren Wunsch-KiGa bekommen, obwohl sie daneben wohnen. Angeblich weil das Kind schon eine Betreuung hat.
  • Ich habe mich auch gegen Tagesmutter entschieden. Hatte mir 2 angeschaut und fand beide so naja. Zb hatte die eine keinen Garten und meinte sie geht immer raus und nd fährt mit den Kindern zu einem Wald. Weiß man aber auch nicht und mit sovielen kleinen in den Wald fahren.
    Auch die Punkte die die anderen schon gesagt haben, fand ich auch wichtig. Wenn die TM krank ist haben manche Vertretung, aber die kennt das Kind dann auch nicht wirklich.
    Wie lang dann die Eingewöhnung nach der Kleinkindgruppe im normalen Kiga dauert, kommt aufs Kind drauf an. Obwohl meine Tochter 2,5 Jahre schon Betreuung war, war ich dir ganze erste Woche mit drin im kiga die Woche darauf war sie auch nur bis zum Mittagessen. Sie hat schon lang gebraucht um anzukommen. Eigentlich hat mir die Pädagogin erst im 3 Jahr erzählt, dass sie langsam anfängt mit den Betreuerinnen zu reden.
  • Ich bin eher Team Tagesmutter. Vor allem von den städtischen Kindergärten in Wien (in unserem Umkreis) habe ich nicht viel Gutes gehört. Meine Kinder waren die ersten zwei Jahre bei einer Tagesmutter und haben eine sehr innige Beziehung zu ihr aufgebaut. Ich finde, dass eine Tagesmutter im Gegensatz zu einer Klenkindgruppe persönlicher ist. Im Kindergarten wechselt auch mal schneller eine Betreuerin bzw. gibts immer wieder SpringerInnen. Für so kleine Mäuse ist es mM am wichtigsten, eine Bezugsperson zu haben, der sie vollends vertrauen können. Mein Sohn ist mit 3,5 in den Kindergarten gewechselt. Das ging dann eigentlich recht einfach und war in zwei Wochen erledigt. Ein fast gleichaltriges Mädchen ist zeitgleich von den Kleinkindern in die große Gruppe gewechselt und hat sich schwerer getan (ich hab sie in der Früh sehr oft weinen gesehen). Ich denke, dass es da aufs Kind ankommt.

    Mein drittes Kind startet nun aber im Herbst mit 1,5 Jahren auch direkt in der Kleinkindgruppe, da es mir mit drei Kindern und Job dann einfach zu umständlich ist. Allerdings haben wir dann ein fast ein halbes Jahr für die Eingewöhnung Zeit und meine Tochter kennt den Kindergarten ja auch schon von ihrem Bruder.

    Die einzigen Nachteile sehe ich wirklich darin, dass man halt den Urlaub nach der Tagesmutter (3 Wochen davon aber immer im Sommer) richten muss und im Krankheitsfall der TaMu auch Pflegefreistellung nehmen muss.

    Was ich aber betreffend städtischen Kindergarten noch mitgeben will: sollte man arbeitssuchend werden oder ein weiteres Mal in Karenz gehen, kann der Platz auf halbtags (bis mittags) umgestellt werden.

    Ich würde mir sowohl den Kindergarten als auch die Tagesmutter genau anschauen und dann Pro und Contra abwägen bzw. auch schauen was sich für euch stimmiger anfühlt.
    melly210
  • Aja ich finde man kann auch nicht sagen, dass im Kindergarten mehr gemacht wird. Und die Chance, dass auf 15 Kinder vier BetreuerInnen gleichzeitig in der Gruppe sind, halte ich für sehr gering. Ich finde, dass es da eher drauf ankommt, wie gut der jeweilige Kindergarten aufgestellt ist und wie engagiert die PädagogInnen bzw. auch die jeweilige Tagesmutter ist. Außerdem sind die Tagesmütter in Wien schon stark reglementiert. In den anderen Bundesländer ist dies eventuell etwas anders, aber da in Wien die Betreuung auch von der Stadt gefördert wird, schaut die MA 11 da schon auch genau hin.
    melly210
  • Hast du dir schon beides angeschaut? Was sagt dein Bauchgefühl? Es haben eh schon viele geschrieben, organisatorisch ist sicher die Kleinkindgruppe von Vorteil wegen Urlaub, Ersatz und dem Kindergartenplatz.
    Ich würde wirklich versuchen nach dem Bauchgefühl zu entscheiden. Beides nochmal anschauen, vielleicht noch mit einer zweiten Bezugsperson deines Kindes, und dann nach deinem Gefühl entscheiden. Du kennst dein Kind und eure Familie am besten und merkst was zu euch passt. Alles Gute bei der Entscheidung!
  • @sabsie4517
    Wenn das Kind einen Ganztagesplatz gehabt hat, wird auf 14:00 umgestellt, nicht mittags. Man hat ja auch keinen Ganztagesbedarf mehr.

    Beim meinem Großen waren immer 4 Erwachsene (2 Pädagoginnen und 2 Assistentinnen) in der KK-Gruppe. War ein großer KiGa mit 10 Gruppen, 2 davon KK-Gruppen. Zwergi beginnt jetzt im Mai und auch da sind dzt 2 Pädagoginnen und 2 Assistentinnen. Ist aber ein kleiner mit gesamt 4 Gruppen.
  • @zilly Ist das ein privater oder ein städtischer Kindergarten? In Wien?

    Ich kenne Fälle, wo das Kind dann mittags geholt werden musste. Das ist aber sicher auch abhängig davon wie ausgelastet der Kindergarten ist.

    Und klar hat man keinen Bedarf mehr, aber ich finde die Betreuung eines Babys viel fordernder als eine Vielzahl an Jobs und hätte mein großes Kind nicht mittags wieder abholen wollen, vor allem anfangs wenn das Baby noch alle 2h ein Schläfchen braucht.

    Wie gesagt: ich würde mir beide Optionen genau anschauen. Und auch mal schauen wie viele Betreuerinnen tatsächlich in der Gruppe sind. Nur weils in einem Kindergarten so ist, muss das im eigenen nicht auch der Fall sein. Ich weiß, dass überall händeringend PädagogInnen/AssistentInnen gesucht werden.
  • Ich bin auch für die Kleinkindgruppe. Bei uns war der Betreuungsschlüssel 10 Kinder 2 fixe BetreuerInnen + 1 Springer/Zivildiener. Im Endeffekt waren nie alle Kinder gleichzeitig da.
    Das ist nur meine persönliche Meinung, aber ich bin kein Fan von Tagesmüttern. Hab schon so viel schlechtes gehört und auch bei meiner Schwägerin mitbekommen, dass die so oft krankheitsbedingt ausgefallen ist und da wird dann das Kind halt einfach nicht betreut.
    Die Eingewöhnung im KiGa geht dann auch viel schneller, wenn er bereits in der Einrichtung betreut wurde. Bei uns wars nur 1 Woche Eingewöhnung im Kindergarten, dann lief alles wieder normal.
    Eingewöhnung in der Krabbelstube waren 3 Wochen wenn ich mich richtig erinnere.
  • @zilly @sabsie4517

    Ich kenns auch nur so, dass in Wien in einem städtischen KiGa der Betreuungsplatz auf 12 Uhr "runtergestuft" wird. War bei einer Bekannten so. Eine andere, die ein zweites Kind will, hat auch bei ihrem städtischen nachgefragt und ihr wurde gesagt, dass man das Kind um 12 Uhr abholen muss, es evtl vereinzelt Ausnahmen gibt, wenn grad weniger Auslastung ist, dann kann das Kind auch mal länger bleiben.
  • Bei unserem städtischen ists auch so, dass bis 12 abgeholt werden muss, wenn man in Karenz ist. Manche lösen dass dann über geringfügige Anstellung, dann ist 14 Uhr möglich.
  • zillyzilly

    210

    bearbeitet 9. April, 13:10
    @sabsie4517
    Wir sind in einem städtischen KiGa in Wien und alle Kinder, die einen Ganztagesplatz hatten, sind nach dem jeweiligen Mutterschutz auf 14 Uhr umgestellt worden.
  • In Kärnten bei den TA ist es so, dass du auch arbeiten musst und man wenn man arbeitslos wird 2 Monate Zeit hat um was neues zu finden. Ich war zu der Zeit arbeitslos und dann ist es schwerer einen Platz bei der TA zu bekommen, bzw eben 2 Monate Zeit. Dann ist das Kind vielleicht gerade halbwegs eingewöhnt und man muss es wieder rausnehmen. Keine Ahnung wie streng sie da dann im Endeffekt wirklich sind. Habe auch zb gehört Pfarrkindergarten ist da etwas nachsichtiger wenn man zb wieder Karenz geht. Bei der Kleinkind Gruppe war es kein Problem, dass ich noch keine Arbeit hatte. Was mich bei der TA auch gestört hat, sie konnten mir keinen fixen Platz zusagen. Erst quasi im Herbst wenn dann fix ist wer in den Kindergarten wechselt. Dann aber kurzfristig einen Platz in einer Kleinkind Gruppe zu bekommen ist auch schwierig. Aber du hast hat schon 2 Zusagen.
  • melly210melly210

    3,496

    bearbeitet 9. April, 13:59
    Ich wäre für Tagesmutter, so es eine gute ist. Kinder unter 2,5-3 sind noch nicht gruppenfähig. Dh sie sind noch nicht in der Lage ihre Bedürfnisse aufzuschieben und größere Mengen an Menschen zu überblicken. Sie brauchen sehr niedrige Betreuungssschlüssel, kleine Gruppengrößen und konstante Betreuungspersonen. Im Kindergarten ist die Gruppe meist viel größer, und das Personal wechselt häufig. Organisatorisch ist es für die Eltern in der Kinderkrippe aber natürlich einfacher.

    Mein Sohn war bis er 3,5 war bei einer Tagesmutter, die Eingewöhnung im Kindergarten war problemlos und binnen 2,3 Tagen erledigt.
  • Ich bin Pädagogin bei der Stadt Wien 😉 also zum Thema Tagesmutter vs Kleinkindgruppe, bin ich für Kleinkindgruppe, bin aber auch ein bisschen voreingenommen 😜 gerade in Wien hat der städtische kindergarten viele Vorteile. Es gibt nur einen einzigen kompletten schliestag, an den anderen pädagogischen Tagen und Weihnachtsferien gibt es immer die Möglichkeit eines ausweichkindergartens. Man ist mit den eigenen Urlauben sehr flexibel und die Öffnungszeiten sind unschlagbar! Auch ist immer eine Bezugsperson für die Kinder da! Ja, es kann vorkommen das Mal jemand aus einer anderen Gruppe aus hilft in der Gruppe, aber das ist meist kein Problem für die Kinder, weil es ein bekanntes Gesicht aus dem Haus ist. Hausfremde Springerinnen gibt es so gut wie keine mehr, dafür gibt es einfach kein Personal 🤷‍♀️

    In der Kleinkindgruppe ist der Personal/Kind Schlüssel - 15 Kinder und 2 PädagogInnen und zwei AssistentInnen. Welches Stunden Ausmaß die Fachkräfte haben ist zwar mit einer mind. Stundenanzahl gesetzlich geregelt, kann aber je nach Haus variieren, je nachdem was der Leitung zur Verfügung steht 🤷‍♀️ so kann es sein daß tatsächlich nicht immer alle 4 gleichzeitig im Dienst sind sondern sich abwechseln. Was auch logisch ist weil man sonst den Tag gar nicht abdecken kann.

    Zur Diskussion mit "was passiert wenn man ein zweites Kind bekommt oder arbeitslos wird?" Anspruch auf einen Kleinkindergruppen Platz bzw einen ganztags Platz in der Kindergartengruppe, hat man nur, wenn beide Elternteile arbeiten oder eine Ausbildung machen! Ist ein Elternteil Zuhause, verliert man zwar nicht den Platz (so wie in vielen Bundesländern!) aber man verliert den ganztagsplatz nach dem Mutterschutz bzw ab der Arbeitslosigkeit! Man muss das Kind bis 12 Uhr OHNE Mittagessen abholen! Das gilt für alle Wiener Kindergärten! Es obliegt der Leitung, dass sie aus Kulanz halbtags plus Mittagessen, oder einen Teilzeit Platz bis 14 Uhr geben kann. Dies kann sie aber nur machen, wenn sie genug Personal dafür hat! Die meisten Häuser machen es nicht mehr!! Weil eben ein wirklich großer Personalmangel herrscht!

    Und eine bitte in eigener Sache,... Im Kindergarten wird nicht betreut, und dort arbeiten auch keine Betreuerinnen. Der Kindergarten ist eine Bildungseinrichtung und wir begleiten die Kinder in ihrer Entwicklung.
    Also @Babyboy2025 falls du irgendwas genau wissen willst, kannst du mit gern schreiben 😊
    Johanna_MoritzAn22Rosasmom
  • Unsere Tochter ist mit 1 in die Krabbelstube gekommen (privater Kiga). Hatte auch anfangs Bedenken, aber es hat sich nach ca 4 Wochen Eingewöhnung sehr gut entwickelt. Sie hat enorm viel gelernt, hatte eine tolle engagierte Pädagogin.
    Die Pädagogin erstellt eine Portfoliomappe mit allen Meilensteinen und Gelerntem und es gibt jährlich entwickungsgespräche, was sehr professionell ist.
    Der Wechsel mit 3 war gar kein Thema, sie ist mit dem gleichaltrigen Kindern eine Türe weiter und kannte schon die dortigen Erwachsenen und Kinder zum Teil vom Aushelfen und aus der Sammelgruppe.
    Beim 2. Kind werd ich’s wieder so machen. Habe vollstes Vertrauen.
    Sehe jetzt bei einer Freundin, wie mühsam ihre Tagesmutter ist. Sie ist länger krank seit ihrem Urlaub im Sommer und nicht mehr so motiviert. Bei Ausfall und Urlaub gibt so keine Betreungsmöglichkeit.
    Die Kleine geht nicht gerne hin. Es ist nicht nachvollziehbar was gemacht wird, es gibt sozusagen kein Korrektiv eines anderen Erwachsenen, falls es der TM mal zu viel wird und sie die Nerven verliert - gibts keine Zeugen wie sie mit den Kindern redet/umgeht. (Will nix unterstellen aber das hab ich halt im Hinterkopf, weil es ja keine Pädagoginnen sind und jedem Menschen wirds mal zu viel allein mit 5 Kindern)
  • @Vogi
    Kann es sein, dass 14:00 Abholzeit bei KLK-Kindern ist? Weil die kommen sonst ja nicht auf ihre Sollstunden (20h an mind 4 Tagen).
  • Nein @zilly weil die 4 Tage ja mind. sind. Bei halbtags muss das Kind 5 Tage 4 Stunden kommen.
  • Dann weiß ich auch nicht, warum sie bei uns Abholzeit 14:00 gemacht haben (war übrigens die Servicestelle). Es steht auch auf einem Schreiben des KiGas, dass Besuchzeiten vor 08:00 und nach 14:00 nur Kindern zur Verfügung steht, bei denen beide Elternteile berufstätig sind. Außer in Ferienzeiten, da gilt 12h für KK und 12:30 für die anderen Gruppen.

    Personal haben unsere übrigens auch zu wenig. Dzt sind 3 Stellen ausgeschrieben. Das wird also auch nicht der Grund sein.
  • Ich persönlich bin auch kein Fan von Tagesmüttern. Die Tagesmutter muss ja z.B. auch noch kochen - und das neben mehreren kleinen Kindern. Und wenn man auf die Betreuung wirklich angewiesen ist, stell ich es mir auch schwierig vor. Kleinkinder sind ja schon so oft krank und wenn dann noch die Tagesmutter krank ist...

    Ich bin auch sooo glücklich über unsere Krippe. Die sind sooo toll und bei uns gibt es auch keinen großartigen Personalwechsel. 😀
  • @Vogi Danke für deinen Input! Wie lange bzw. oft sind bei euch tatsächlich vier erwachsene Personen in der Gruppe?

    Entschuldige, dass ich auch das Wort „BetreuerInnen“ verwendet habe. Hier im Kontext habe ich es als Überbegriff verwendet, damit man nicht immer PädagogInnen und AssistentInnen ausschreiben muss. Ich glaube, dass hier keiner deinen Beruf abwertet, sondern einfach umgangssprachlich so verwendet wird. Übrigens in der Wiener Kindergartenverordnung ist auch von Betreuungspersonen die Rede 😅
  • Wie oft wirklich alle vier da sind, ist echt ganz unterschiedlich mit den Häusern und den Dienstplänen. Es kommt auch sehr darauf an wie viele Kinder am Nachmittag da sind. Je länger Kinder im Kindergarten sind (von der Uhrzeit) um so mehr muss die doppelbesetzung auseinandergezogen werden um diesen Bedarf auch gerecht zu werden. Und dann kommt es drauf an wie viele Stunden alle Beteiligten arbeiten 🤷‍♀️

    Ich weiß eh das es nicht abwertend gemeint ist, hab's eben nur dazu geschrieben weil es einfach schnell Mal gesagt ist und ich Ruf es gerne ins Gedächtnis 😉 ist von mir aber bitte auch überhaupt nicht böse gemeint. Ja leider sprechen auch die Politiker immer noch von Betreuungseinrichtungen und von Betreuung, wir kämpfen einfach sehr, damit unser Beruf und der Kindergarten wirklich die gesellschaftliche und politische Anerkennung endlich bekommt die es braucht um auch die Bedingungen zu verbessern. Deshalb auch ein bisschen meine Anmerkung 😊
    Johanna_Moritzsulmtaler
  • @Vogi finde ich gut! Ich finde alleine bei der Debatte, ob Kinder von arbeitslosen Eltern oder Eltern in Karenz in den KiGa dürfen merkt man, dass es nicht als Bildungseinrichtung gesehen wird. Oder wenn man hört, dass man sei Kind in die Krippe "abschiebt".

    Dabei würde es vielen Kindern bestimmt gut tun am Vormittag pädagogisch begleitet zu werden.
    Johanna_Moritzsulmtaler
  • Ja richtig @awa ich finde diese Diskussion auch arg. In vielen Bundesländern verlieren die Kinder ihren Platz komplett, wenn z.b. die Mutter in Karenz ist. Ich finde es echt arg, auch die Begrenzung auf 12 Uhr in Wien 🤷‍♀️ man reißt die Kinder komplett aus ihrem Alltag, sie verlieren oft den Kontakt zu ihren Sozialkontakten und auch den bildungsfaktor. Bildung im Kindergarten verläuft nicht nach einem Stundenplan oder nach einem Lehrplan. Bildung findet die ganze Zeit statt, zwischen den Kindern, in jeder Interaktion mit dem Fachpersonal, im erlernen der Regeln, des Alltags und und und. Das alles ist etwas ganz anderes Zuhause. Dem kann keine Mutter oder Vater mit Baby gleich kommen, und das ist nicht böse gemeint. Es ist einfach was anderes. So, sorry ich kippe da immer rein 😂🫣 bin schon ruhig 🤭
  • Ich finde das was ihr da schreibt so wichtig und sollte viel mehr noch hinaus gesagt werden in die Welt - gerade bei uns am Land, wo es oft noch Familie gibt, wo die Kinder dann noch bleiben können, bis sie in den Kindergarten kommen, wird man als Mama von vielen Seiten blöd angeschaut, wenn die Kinder mit 1 Jahr oder 2 Jahren dann in der Bildungseinrichtung starten.
    Ich hab echt so oft das Gefühl, ich muss mich für etwas rechtfertigen, jetzt wo mein Sohn mit 2 Jahren in den Kleinkindgruppe startet. Dabei bin ich davon überzeugt, dass es für seine Entwicklung super sein wird und so wie ich ihn einschätze, wird er auch eine Freude daran haben. Ich selbst fühl mich oft schlecht, weil ich mich schon so aufs Arbeiten freue und überzeugt davon bin, eine bessere Mama zu sein, wenn ich auch wieder andere Aufgaben wahrnehmen darf. Alle schauen mich immer ganz komisch an, wenn ich sag, wie sehr ich mich schon aufs Arbeiten freue. Dabei bin ich davon überzeugt, dass die meisten Kinder und Eltern davon profitieren, wenn die Kinder in den Kindergarten/Kleinkindgruppe gehen dürfen. Was im städtischen Bereich ganz „normal“ ist, dass die Kinder mit 1 oder 2 oder irgendwann dazwischen in eine Bildungseinrichtung kommen, ist bei uns am
    Land immer noch bisschen seltsam für so viele. Und ich bin ganz ehrlich: wo von so vielen Seiten ja so eine komische Zahl mit 3 Jahren ständig propagiert wird, dass das erst das richtige Alter sei, wann Kinder dazu bereit sind, das ist für mich auch irgendwie an den Haaren herbeigezogen. Ständig sagt man, dass jedes Kind anders ist, sich unterschiedlich entwickelt etc … aber beim Alter, wann ein Kind erst am besten in Fremdbetreuung gehen soll, da sollen auf einmal alle 3 Jahre alt sein.

    Naja ist jetzt vielleicht auch bisschen unfair von mir …hab mich irgendwie gerade in Rage geschrieben, weil mich das Thema ständig begleitet jetzt vor dem Kindergarteneintritt. Bei uns am Land ist es halt echt oft noch üblich, dass die Kinder bis 3 oder länger im Familienverband sind und erst dann in den Kindergarten kommen. Und auch, wenn die meisten nichts wirklich dazu sagen, werd ich oft so verwerflich angesehen, weil ich das eben anders sehe 😅.

    Naja Sorry für diesen emotionalen Ausbruch hier, hat ja eigentlich absolut nichts mit der Frage im Thread zu tun 🤭😅.
    Babyboy2025
  • @Vogi Danke für deinen Beitrag! Ich muss mir das auch immer in Erinnerung rufen - Sprache schafft Realität und es ist so wichtig! Gelingt mir auch nicht immer 🫤.

    @Johanna_Moritz Kann ich sehr gut nachvollziehen. 😆 Wir wohnen auch ländlich, aber es gibt eine tolle Krippe in der Gemeinde. Die meisten Kinder starten aber mit 3 im Kindergarten. Ich glaube am Land ist es einfach anders, weil es da noch öfters mehr als die Kernfamilie gibt. Da werden die Kinder dann von Oma+Opa etc. betreut.

    Ich war vor den Kindern auch skeptisch, weil ich es aus meiner Herkunftsfamilie so kenne, dass die Kinder möglichst spät in den Kindergarten starten. Jetzt mit eigenen Kindern und ohne familiäre Hilfe, wäre es anders schwer möglich. Meine kleine Tochter hat mit 16 Monaten gestartet und sie geht sooo gern. 😀 Deinem Sohn wird es sicher auch super gefallen!
    Johanna_Moritz
  • @sulmtaler: Danke dir 🫶🏾🤩
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