Mein Sohn wird im Mai 4 Jahre alt, geht aktuell in den KiGa und davor war er bereits eine zeitlang in der Krippe. Grundsätzlich habe ich schon den Eindruck, dass es für ihn dort passt, es gibt natürlich Tage, wo er nicht hingehen mag oder weint, wenn ich ihm sage, dass heute "Kindergartentag" ist.
Sein Sozialverhalten macht mir etwas, meinem Mann mittlerweile schon deutlich mehr, Sorgen. Mein Sohn ist schüchtern und eher der Beobachtertyp. Was ich sehr schade finde: Laut Pädagogen spricht er im KiGa kaum, das ist zu Hause ganz anders, er hat auch schon einen sehr umfangreichen Wortschatz. Er ist ziemlich auf 2 ältere Mädchen fixiert, die aber selten mit ihm spielen wollen. Dort verschafft er sich die Aufmerksamkeit durch Sachen wegnehmen oder kaputt machen. Wenn man ihn auf andere Kinder anspricht, dann kommt meist nicht viel. Wenn ich ihn abhole, dann spielt er meistens alleine.
Zugegebenermaßen bin ich selten am Spielplatz, aber wenn wir dann mal dort sind und wir treffen jemanden, den er kennt, dann gibt es meist null Interaktion. Er versteckt sich hinter mir, begrüßt die andere Person nicht und ignoriert den/die andere dann mehr oder weniger.
Mein Mann meinte jetzt schon öfters, wir sollten endlich mal jemanden zu uns nach Hause einladen. Ich bin aber selbst nicht der Typ, der sich viel mit den anderen Müttern austauscht und tue mir mit Sozialkontakten eher schwer. Vielleicht hat mein Sohn das auch von mir. Ich wüsste also gar nicht, wie ich das sinnvoll angehen sollte, zumal es für mich eine Horrorvorstellung wäre, wenn dann jemand da ist und mein Sohn den anderen wieder komplett ignoriert. Das bringt in meinen Augen nichts.
Ich habe schon einwenig gegoogelt und angeblich muss man sich da (noch) keine Sorgen machen. Er ist einfach noch in der Entwicklung und generell vermutlich niemand, der so aktiv und leicht auf Menschen zugeht. Das ist aber per se nichts Schlechtes. Geraten wurden mir unverbindliche Treffen am Spielplatz.
Wie bewertet ihr die Situation? Was würdet ihr mir raten?
Kommentare
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wenn du sagst, dass du dir bei sozialen kontakten auch eher schwer tust dann kennst du das ja
wie ist denn dein mann so? tut er sich da leichter? dann könnte er ja mal mit ihm gemeinsam in ein spielcafe gehen oder zum spielplatz..
ich würde sagen auf jeden fall ohne druck versuchen einen rahmen zu schaffen, wo er immer wieder mal unter leute/kinder kommt..
manche kinder nehmen auch passiv teil.. nach außen hin wirkt es so als würden sie ignorieren und trotzdem registrieren sie ihr umfeld.
ansonsten kann ich nur sagen: vorleben! und wenn es für dich schwierig ist dann findest du ja vielleicht eine andere bezugsperson, die da einspringen kann..? 🍀
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Was sagt den die Pädagogin im Kindergarten dazu? Hattet ihr da schon ein Entwicklungsgrspräch?
Ich finde die Idee von fuchsili gut, dass, sollte dein Mann da eher mehr Kontakt zu anderen suchen, eher er übernehmen könnte. Oder, du findest für dich eine Mutter oder so, die dir (sozusagen) zusagt, wo du das Gefühl hast, Hey da könnte ich plaudern da hätte ich ein gutes Gefühl. Und dann einfach zu Mal was ausmachen. Anfangs wird dein Kind bestimmt nur bei dir bleiben. Aber wenn du vertrauen aufbaust, kann auch er das machen. Du musst immer dran denken dass er sich an dir orientiert. Deshalb, er würde es merken wenn du dich in der Situation vollkommen unwohl fühlst, und dies spiegeln.
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Da ich mir selbst (so wie du) eher schwer tue mit sozialen Kontakten, hab ich da vielleicht einen sorgenhaften Blick drauf, aber die Pädagogin meinte auch, es ist halt Typsache, ,sie ist gut angekommen, fühlt sich wohl und sie macht sich da gar keine Gedanken.
Ich komm auch nicht damit klar, irgendwelche anderen Mütter mit Kind einzuladen nur wegen meiner Tochter. Es gibt eine Mutter, die mag ich echt gerne und die Tochter ist gleich alt, die wohnt leider nicht mehr bei uns in der Stadt, aber alle paar Monate treffen wir uns. Und trotz diesen großen Zeitabständen verstehen sich die Kinder Recht gut und nach einer gewissen aufwärmphase spielen sie dann schön miteinander.
Ansonsten sind wir halt viel in offenen treffs, Kindertanzen, Spielplatz, etc. Sie hat dort viel Spaß, beobachtet halt die Kinder eher, aber mit manchen (meist älteren) kommt sie auch mal in Kontakt.
Wenn wir zufällig irgendwo ein Kind treffen, dass sie kennt, sucht sie auch selten Kontakt. Aber irgendwie verstehe ich es mittlerweile auch. Nur weil sie ein Kind kennt, heißt es ja nicht, dass sie unbedingt mit dem etwas machen will. Ich bin ja auch so, wenn ich irgendwo zb bei einer Veranstaltung eine Arbeitskollegin/Bekannte oder so sehe, will ich auch nicht unbedingt mit der die ganze Zeit quatschen. Meistens grüße ich halt nur oder führe halt den obligatorischen Smalltalk je nach Situation...
Bestimmte Kinder mag sie gerne, zb die Enkelin unserer Nachbarin. Wenn sie die zufällig im Garten oder auf den Spielplatz trifft, freut sie sich sehr und geht gleich auf sie zu und spielt mit ihr. Aber das hat auch laaange gedauert bis sie das gemacht hat und davor hat immer die Enkelin den Kontakt zu meiner Tochter gesucht, aber sie hat lange eher abgeblockt und sich bei mir mehr oder weniger versteckt.
Ich denke, du brauchst dir keine Sorgen mache, auch wenn es schwierig ist.
Es gibt eben die Kinder, die schnell mit allen ins Spiel kommen, und die anderen, die längere Zeit benötigen, viel beobachten und langsam eine sichere Verbindung zu ausgewählten Kindern suchen.
Schade, dass die zwei Mädchen, die dein sohn im Kindergarten ausgewählt hat, nicht so viel mit ihm spielen wollen. Aber das kann sich ja noch ändern oder er findet ein anderes Kind dort.
Wie geht es deinem Sohn mit seinen sozialen Kontakten? Äußert er etwas, dass er gerne mehr mit anderen Kindern spielen möchte? Dass er mal Besuch haben möchte? Oder wirkt er ganz zufrieden?
Wenn er zufrieden ist, würde ich jetzt nicht auf Biegen und Brechen versuchen ihm mehr soziale Kontakte zu verschaffen in dem du jetzt unbedingt jemanden einlädst. Und wenn, dann auch nur ein Kind, an dem dein Sohn auch Interesse zeigt (zb eines der Mädchen im Kindergarten). Unsere Kinder sind halt schon in einem Alter, in dem sie wissen, wen und was sie mögen. Sind ja keine Babys mehr, bei denen man sagt: hier ein anderes Baby, spielt mal ein bisschen nebeneinander mit dem Spielzeug und freut euch, dass ihr miteinander interagieren könnt.
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Mein älterer Sohn ist 3 und mittlerweile auch von der Krippe in den Kindergarten gewechselt. Ihm gefällts auch sehr gut dort (laut eigener Aussage), aber MIT den anderen Kindern spielen klappt nicht so gut. Daneben spielen geht und ansonsten macht er manchmal entweder aus Überforderung (er mag keine großen Gruppen oder Lautstärke) oder Aufmerksamkeit Sachen wie Kinder lange umarmen, sich auf sie drauflegen im Spiel, mitziehen, stoßen usw. Taugt mir auch nicht und da sind wir dran, dass wir das irgendwie entschärfen.
Wir haben Ergotherapie empfohlen bekommen, falls das auch was für euch wäre? Und was bei uns sonst eigentlich gut funktioniert hat war ein Schwimmkurs, bei dem andere Eltern mit ihrem Kind waren, vielleicht gibts da ja auch Kindersportkurse bei euch wenn ihr Kapazitäten habts? Hab da immer das Gefühl, man kommt mit den anderen Eltern ein wenig leichter in Kontakt als im Kindergartensetting, wo ja eh fast jeder Stress beim Bringen und Abholen hat.
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Er ist ein Beobachter und hat in den ersten zwei Kindergartenjahren viel beobachtet und allein gespielt. Er liebt Konstruktionen und dafür hat er die Ruhe gesucht, sofern das im Kindergarten möglich war.
Genauso, wie bei euch, hat er sich mit 3 und 4 weggedreht, wenn wir woanders (Spielplatz, Schwimmbad, Ort, Supermarkt) Kinder aus seiner Kindergartengruppe getroffen haben, obwohl er sie gern hatte.
Er war aber deswegen kein unbeliebtes Kind, im Gegenteil. Er spielt nach wie vor gerne alleine und ist mit sich und der Welt zufrieden.
Jetzt im 3. Jahr spielt er aber auch mehr mit den anderen Kindern, geht aus sich heraus, ist manchmal turbulent, macht mit und beobachtet weniger. Wenn wir Kinder jetzt treffen, redet er mit ihnen. Er ist, wie deiner, ein Maikind, aber jetzt schon 5.
Sein Bruder, 4 Jahre, ist ebenfalls im Kindergarten und das komplette Gegenteil.
Das ist gut so, denn Kinder sind einfach unterschiedlich und jeder entwickelt sich anders. Wichtig ist, dass es ihm selber mit der Situation gut geht.
Ich denke, du kannst mit dem Einladen anderer Kinder auch ganz entspannt warten, bis der Wunsch von ihm selber kommt.