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Wiedereinstieg - Stärken erkennen und mit neuen Perspektiven in die Berufswelt

Der berufliche Wiedereinstieg nach der Karenz ist manchmal eine echte Herausforderung. Du stehst dann nämlich vor vielen Fragen: kann ich in meinen alten Job zurückkehren? Möchte ich mich beruflich neu orientieren? Oder wäre ich lieber länger bei meinen Kindern? Wie du dich in all diesen Überlegungen nicht verlierst, weiß die Expertin Eva-Maria Kraus. Sie ist Mutter zweier Kinder, ausgebildete Trainerin und unterstützt Frauen nach der Karenz. BabyForum.at hat sie zu einem sehr interessanten Gespräch gebeten.

Eva-Maria Kraus von NEWVIEW

BabyForum: Wie ist die Idee zu Ihren „New View Mum“ - Coachings entstanden?

E. Kraus: Ich war mein ganzes Berufsleben sehr aktiv und vor allem zielstrebig. Neben meinem Beruf in der Werbebranche habe ich angefangen mein Hobby zum Beruf auszubauen. Nach meiner Trainerausbildung habe ich am Wochenende Seminare gegeben und auch einen Teil meiner Urlaubszeit für Trainings aufgebraucht. Ich hatte das Ziel, hauptberuflich Trainings zu geben und den Traum ein eigenes Trainingsinstitut zu gründen. Jedoch wollte ich auch einen großen Konzern von innen kennenlernen, um noch mehr meiner Seminar-Kunden zu verstehen.

Dann wurde ich Mutter. Ein großer Wunsch, den mein Mann und ich sogar noch zeitlich nach hinten verschoben haben, damit ich im Konzern noch möglichst viel Erfahrung sammeln kann. Meine erste Erfahrung als angehende Mutter war: hier kann ich nicht alles so planen und verfolgen wie ich es bisher im Beruf getan habe. Und so beginnt sich die Geschichte meiner Seminarteilnehmerinnen und mir. Die gemeinsame Basis Mama zu sein, schafft eine ganz neue Atmosphäre im Seminar. Ein reger Austausch aber auch eine emotionale Erleichterung alleine dadurch, dass alle im selben Boot sitzen – egal ob gerade vor dem beruflichen Wiedereinstieg, bereits im Teilzeitjob zurückgekehrt oder bei der Überlegung doch noch länger daheim zu bleiben.

Meine Teilnehmerinnen und mich verbindet noch etwas: sie haben in der Zeit zu Hause ein wenig ihre Stärken aus den Augen verloren oder neue an sich entdeckt. Sie fühlen sich teilweise „zerrissen“, unentschlossen und wollen doch ihren Weg gehen. Aber welchen? Genau so ging es mir auch. Ich wusste nicht mehr, welches Ziel ich eigentlich verfolge. Wollte ich Vollzeit an meine Karriere anknüpfen, wollte ich Teilzeit in meinen alten Job zurück oder doch noch länger zu Hause bleiben? Letzteres konnte ich für mich nach vier Jahren Fulltime-Mama verneinen. Ich wusste für mich auch, dass ich nicht wieder 40 Stunden und mehr im Büro arbeiten möchte. Was ich jedoch genau wollte, darüber war ich mir nicht im Klaren.

Das Einfachste aus meiner Perspektive war die Rückkehr in meinen alten Beruf und das als Teilzeitkraft. Ich hatte auch interessante Möglichkeiten von Seiten des Konzerns was den Wiedereinstieg anging. Dann habe ich eine Ausbildung zur Mentaltrainerin gemacht und dabei meinen alten aber weiterhin aktuellen Traum wiederentdeckt: mein eigenes Trainingsinstitut.

Den Weg dorthin habe ich ein wenig adaptiert: es muss ja nicht gleich ein Institut sein. Ich starte mal als Einzelunternehmerin. Aber immer mit Blick nach vorne auf das Ziel gerichtet. SO kann ich entspannt meinen Weg gehen. Meine Zeit so einteilen, dass ich mich in meiner Rolle als Mutter, Partnerin, Freundin, Frau, usw. wohl fühle. Das ist mein Weg. Jeder Weg ist jedoch individuell. Und dazu muss jede Mutter in sich hinein hören und hinterfragen, was SIE will.

Ich weiß natürlich, dass nicht jeder das Glück hat, dass es finanziell möglich ist, frei zu entscheiden in welche neue Richtung gestartet werden soll. Aber trotzdem empfehle ich immer zu überlegen, was kann man für sich selbst tun kann. Selbst wenn ich meinen Beruf aus rein finanziellen Gründen ausübe, bleibt Raum für die Verwirklichung der eigenen Stärken. Auch Hobbies, Sport und ICH-Zeit Rituale zu definieren, kann extrem wichtig sein, um sich als Frau und Mutter nicht zu verlieren.

Letztlich geht es immer um die Frage: Was will ich? Gerade beim Thema „Wiedereinstieg“ gibt es da so einiges worüber nachgedacht werden sollte. Und diese Überlegung fängt häufig bei sich selber an.

BabyForum: Was sind die zentralen Inhalte Ihrer Seminare?

• Welche persönlichen Stärken habe ich?

Oft höre ich von meinen Seminarteilnehmerinnen folgendes: „Ich kann irgendwie nichts so richtig gut. Alles so ein bisschen. Stärken könnte ich jetzt keine benennen.“

Mütter in Karenz konzentrieren sich auf ihre Kinder, auf den Ablauf des Tages und auf die Familie und verlieren sich selber allzu gerne aus den Augen.

Jeder von uns hat selbstverständlich Stärken, Fähigkeiten, Talente und Begabungen. Und sich diese wieder vor Augen zu führen, wenn es um den beruflichen Wiedereinstieg geht, ist enorm wichtig. Auch Partner, Freunde oder Familie können hier hilfreich sein, um sich dieser Stärken wieder bewusst zu werden.

• Wie sieht mein Wertesystem heute aus?

Ohne es bewusst zu merken, verschiebt sich mit der Familiengründung unser Wertesystem. Dies stellt aber die Basis für unser TUN dar. Daher ist es wichtig, kritisch zu hinterfragen, ob sich etwas verändert hat und wenn ja, was.

Mein Tipp: schreiben Sie alle Ihre Werte auf einen Zettel, ohne im ersten Schritt zu bewerten oder zu selektieren. Anschließend wählen Sie sieben Werte aus, die für Sie am wichtigsten sind und schreiben Sie diese auf einzelne Zettel. Legen Sie eine Reihenfolge fest und hinterfragen Sie diese dann, indem Sie zum Beispiel den letzten Wert an die erste Stellen legen. Überprüfen Sie auf diesem Weg nach und nach Werte und deren Priorität.

• Was tut mir gut?

Da sich Mütter oft aufopfern, verlieren sie sich selber gerne aus den Augen. Sind die Kinder im Kindergarten, wird der Haushalt in Angriff genommen und erst wenn die Kinder schlafen, setzen sich viele das erste Mal in Ruhe hin. Und dann: werden mit dem Smartphone die aktuelle Kinderschnäppchen gesucht oder die sozialen Netzwerke gecheckt. Echte „ICH-Zeit“? Fehlanzeige! Überlegen Sie sich daher in Hinblick auf den beruflichen Wiedereinstieg, was Ihnen gut tut, was Sie benötigen, um aufzutanken. Und ich rede hier wirklich von ICH-Zeit. Zeit, die alleine genutzt wird. Ist es ein abendliches Joggen, ist es ein Saunabesuch, ein gutes Buch oder eine Meditation? Schreiben Sie sich Dinge auf, die Ihnen gut tun und tun Sie sie auch. Tragen Sie es gleich neben den Terminen im Kalender ein, sonst wird es oft wieder verschoben.

• Welchen Mehrwert bringe ich am Arbeitsplatz durch erweiterte Kompetenzen ein?

Frauen bringen nach der Karenz einen hohen Mehrwert mit ins Berufsleben. Das ist den meisten Müttern oft nicht bewusst. Täglich trainieren Mütter Selbstbeherrschung und Konfliktlösung. Sie jonglieren ständig mehrere Aufgaben auf einmal und müssen priorisieren. Sie sind Expertinnen für kreative Lösungen, sie gehen gelassen mit Krisen um und reagieren flexibler auf häufige Unterbrechungen, da sie dies von daheim gewohnt sind.

BabyForum: Welche Rolle spielt der Partner/der Vater des gemeinsamen Kindes bei der Berufsorientierung nach der Karenz?

E. Kraus: Ich bin überzeugt, die Partner/Väter sollten als Sparring Partner eine wichtige Rolle einnehmen. Zuhören, hinhören und reflektieren. Jedoch weniger – und da müssen sicherlich einige Männer aufpassen – aktive Tipps geben. Frauen empfinden gerade dies als unangenehm. Wir möchten oft einfach nur reden und kommen dann von selber auf unsere Antworten. Männer möchten uns gerne behilflich sein und praktische Lösungstipps geben. Aber gerade im Prozess des Wiedereinstiegs muss die Frau aktiv überlegen, was SIE will und wie es weiter gehen soll.

Es bedarf aber einer klaren Kommunikation miteinander. Aufgaben müssen aktiv aufgeteilt werden. Nur aufgrund der Hoffnung, dass ER sieht was SIE sich wünscht, kommt meistens nicht der gewünschte Effekt zusammen. Und dann müssen Mütter auch oft lernen, Väter die Dinge so tun zu lassen, wie sie es für richtig halten. Und wenn er dreißig Feuchttücher beim Windelwechseln verbraucht, dann ist es einfach so und sollte nicht kritisiert werden. Ich empfehle allen Eltern, sich als Team zu begreifen. Das heißt nicht, dass es zu einer 50:50 Aufteilung der Aufgaben kommen muss, sondern, dass man immer das Gegenüber im Blick hat und gemeinsam an einem Strang zieht. Auch Diskussionen gehören dazu, da immer wieder die Richtung justiert werden muss. Klare Aufgabenaufteilungen erleichtern hier einfach das Miteinander.

Gemeinsame Zeit mit den Kindern ist wichtig, aber noch wichtiger ist es auch, sich gegenseitig freizuspielen und vor allem sich miteinander Paar-Zeit zu nehmen. Wenn beide ihre Ziele und Wünsche kennen, dann wird es einfacher sich im Miteinander zu organisieren.

BabyForum: Im September haben etwa 52.000 Personen die längste Bezugsvariante des Kinderbetreuungsgeldes (30+6) gewählt, hingegen nur etwa 2.900 die kürzeste Variante (12+2). Ist eine rasche Rückkehr in den Beruf überhaupt noch attraktiv?

E. Kraus: Diese Frage habe ich mir auch oft gestellt. Ich habe den Eindruck, dass Frauen, wenn es wirtschaftlich möglich ist, gerne zu Hause bleiben bevor es sie zwischen Teilzeitjob, Mama sein, Haushalt und Co. zerreißt. Auch steht der finanzielle Output mit dem finanziellen Aufwand, der für die Kinderbetreuung notwendig wäre, in keiner Relation. Mütter, die längere Zeit zu Hause bleiben, werden kritisch begutachtet, aber genau da sollte man meiner Meinung nach dran arbeiten. Es ist doch irgendwie komisch, dass eine fremde Person – also zum Beispiel eine Tagesmutter Geld bekommt, um mein Kind zu erziehen und zu betreuen, wenn ich dies auch tun möchte, dafür aber leer ausgehe.

Auch finde ich es sehr bedauerlich, dass Mütter, die bei ihren Kindern sind, diese Zeiten nicht als Pensionszeit anerkannt bekommen. Mutter und auch Hausfrau, das sind definitiv Jobs. Oft genug werden diese „Stellen“ ja, wie eben erwähnt, fremdbesetzt durch Nanny und Putzfrau.

Grundsätzlich glaube ich aber, wenn die Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung optimal wären, dann würden auch mehr Frauen früher wieder in ihren Job zurückkehren. Dass wir uns gänzlich in Richtung „Knappe Babypause – Rascher Berufseinstieg“, z.B. nach vier Monaten, entwickeln, denke ich jedoch nicht.

BabyForum: In den alten Job einsteigen, Beruf wechseln oder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen – manchmal ist es gar nicht so einfach, den richtigen Weg zu finden. Welche Tipps haben Sie für Mütter, denen es noch an innerer Sicherheit fehlt?

E. Kraus: Ich glaube, es sollte gut überlegt werden, ob ein Berufswechsel oder auch der Schritt in die Selbständigkeit gemacht wird. Erste Frage in diese Richtung ist: Wie möchte ich denn arbeiten? Möchte ich die neue Herausforderung überhaupt auch aktiv leben? Selbständig machen oder den Beruf wechseln, heißt, sich neu zu orientieren, neu einarbeiten, sicherlich mehr Aufwand innerhalb der Aufgabe, eventuell Akquise zu betreiben und möglicherweise auch das Risiko, dass beispielsweise 20 Stunden nicht eingehalten werden, sondern dass der Arbeitsaufwand wesentlich höher ist.

Daher empfehle ich den Grund für die Neuausrichtung genau zu hinterfragen. Ist es nur die Sorge, den alten Job nicht mehr so kompetent wie früher zu schaffen, dann wäre ein aktives „Auffrischen“ der Fähigkeiten zielführender als ein Jobwechsel. Gab es jedoch schon immer den Wunsch in die Selbständigkeit zu wechseln, rate ich dringend zum Gründerworkshop der WKO und vor allem sich auch bewusst zu sein, wie die Konkurrenz in diesem Sektor aussieht und wie viel Zeit investiert werden muss, um das neue Business zum Laufen zu bringen.

Da ich ein Sicherheitstyp bin – im beruflichen Kontext – rate ich in diesem Fall auch eher zu einer zeitlich begrenzten Doppelbelastung. Sprich mit 15 Stunden beispielsweise in den alten Job zurückzukehren und sich daneben das selbständige Standbein aufzubauen. Das ist natürlich für eine gewisse Zeit tough, aber dadurch ist man finanziell abgesichert und auch auf der sicheren Seite wenn es nicht klappen sollte. Und sobald die Selbständigkeit läuft, ist die Möglichkeit ja gegeben, den Teilzeitjob zu verlassen.

BabyForum: In unserem Vorgespräch haben Sie den weiblichen und mütterlichen Perfektionismus thematisiert – manchmal eine echte Stolperfalle für Mütter. Wie können wir den Drang, perfekt zu sein, loslassen? Oder anders gefragt: Können wir uns diese Eigenschaft vielleicht auch zu Nutze machen?

E. Kraus: Ja, der Perfektionismus ist so ein Hund. In allen Belangen wollen Frauen hier oft perfekt sein. Das fängt schon gleich nach der Geburt mit dem perfekten Körper in Rekordzeit an und geht über den Versuch noch immer die spontane Person bleiben zu wollen, die man vorher war.

Über die Hälfte der Mütter sehen ihre Kinder zudem als Rohdiamanten, die geschliffen werden müssen, und dadurch entsteht oft ein „Frühförderwahn“. Und dieser wird unter den Müttern noch weiter angeheizt. Ökomutti gegen Vollzeitmutti, Karrieremama gegen Teilzeit-Mama und wiederum die eine gegen die andere. Anstatt eines Miteinanders wird leider oft ein Gegeneinander praktiziert. Dabei sehe ich in meinen Seminaren: am Ende des Tages sitzen alle Mütter im gleichen Boot. Und sie wünschen sich nichts sehnlicher als wahrgenommen zu werden und zwar als PERSON.

Auch als Mutter war mein Perfektionismus anfangs stark vorhanden. Das habe ich erst einmal lernen müssen, dass ich hier nichts perfekt machen kann. Und was ist überhaupt perfekt? Bei meinen Kindern habe ich oft das Gefühl, dass sie genau so sind, dass ich an mir selber wachsen muss und soll. Bin ich ungeduldig, sind sie beim Schuhe anziehen besonders langsam und müssen noch tausend Dinge erledigen bis wir gehen können. Jetzt kann ich daran verzweifeln oder genau hinsehen und feststellen, dass ich doch auch etwas Ruhe gebrauchen könnte und dann setze mich auf die Treppe und lese die Zeitung bis alle fertig sind.

Und noch eine Anregung zum Thema Perfektionismus: wenn wir mal nicht perfekt sind, lernen unsere Kinder dadurch das Leben besser kennen. Fährt Mama einmal richtig aus der Haut, dann heißt es eben, sich anschließend zu entschuldigen. Auch ein Lernprozess für beide Seiten. Und zwar ein völlig Natürlicher.

Letztlich halte ich es mit Jan-Uwe Rogge, der Mütter bittet, abends mit einem Glas auf die 20 schlimmsten Fehler des Tages anzustoßen. Ja, ich glaube wirklich, dass wir uns oft mit mehr Humor nehmen sollten – gerade als Mutter. Der Mut zum „Unperfekten“ ist doch herrlich befreiend. Ich sehe das immer, wenn ich beispielsweise auf die Frage „Wann hat dein Sohn Geburtstag?“, antworte: „Ich glaube am 7. November“. Ich erkläre dann auch ehrlich, dass ich mich bereits zweimal geirrt und den 9. November genannt habe, dabei ist das der Geburtstag meiner Nichte. Und das Lachen der Mütter ist oft sehr beeindruckend, da es zeigt wie gerne sie auch mal so „unperfekt“ sein möchten. Daher: Traut euch!

BabyForum: Ein tolles Schlußwort! Danke für dieses spannende Interview Frau Kraus.

 

Wer mehr über das Angebot von Eva-Maria Kraus und NEW VIEW in Erfahrung bringen möchte, findet dazu weitere Informationen auf der Website newview.at.

Dann haben wir gemeinsam mit Frau Kraus für euch eine kleine Checkliste mit den wichtigsten Fragen rund um den beruflichen Wiedereinstieg hier zusammengestellt:

  • Ehrlich Bilanz ziehen: Was ist mir wichtig? Möchte ich mich beruflich verändern? Ist eine Rückkehr in meinen Job vereinbart/möglich? Oder würde ich insgeheim lieber mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen?
  • Den Wiedereinstieg vorbereiten: am besten schon während der Schwangerschaft mit dem Arbeitgeber über die Zeit nach der Karenz sprechen. Spätestens vier Monate vor Ablauf der Karenz mit dem Arbeitgeber in Kontakt treten.
  • Das Arbeitspensum realistisch einschätzen: Frauen sollten einerseits darauf achten, wie viele Stunden pro Woche sie arbeiten möchten/können und andererseits die Kinderbetreuung im entsprechenden Ausmaß sicherstellen.
  • Apropos Kinderbetreuung: auch hier rät die Expertin, sich früh genug darum zu kümmern. Eine naheliegende Lösung mag vielleicht nicht die beste Lösung sein - auch für Leihoma und Babysitter benötigt man manchmal mehrere Anläufe, bis die Vertrauensbasis stimmt. Kinderkrippen und Tagesmütter haben ebenfalls Wartezeiten und Anmeldefristen.
  • Hilfe annehmen: es braucht vielleicht kein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen, aber ein stabiles Netzwerk aus helfenden Händen ist im Alltag Gold wert. Väter, Großeltern, Freunde und Nachbarn dürfen gerne unterstützen. Auch Mütter haben Grenzen und die gilt es, hochzuhalten. Zum Wohle der Mamas und auch zum Wohle der Kinder.
  • Auf den eigenen Weg vertrauen: Vergleiche mit Freundinnen, Kolleginnen oder Müttern aus der Krabbelgruppe kosten zumeist mehr Energie als sie einbringen. Jede Mama ist anders, jeder Weg ist anders. Und das ist auch gut so. Auch das schlechte Gewissen können arbeitende Mütter als Chance sehen, die eigene Situation noch einmal zu reflektieren und sich zu fragen, woher die Gewissenbisse eigentlich kommen. Was immer hilft, wenn die Zweifel überhandnehmen: Regelmäßige Kuschel- oder Spielrituale mit dem Nachwuchs.

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