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Die besten Hausmittel bei Fieber und Magen-Darm-Erkrankungen

Es sind nicht nur Schnupfen und Husten, die den Kleinsten das Leben schwer machen, auch Fieber und Magen-Darm-Probleme sind im Baby- und Kleinkindalter sehr häufig. Während es sich beim Fieber üblicherweise um eine (wichtige) Begleiterscheinung bei Infekten handelt, können Verdauungsprobleme unterschiedlichste Ursachen und Ausprägungen haben. Hausmittel haben sich auch bei diesen für Kleinkinder typischen Krankheiten bewährt. Wir zeigen dir, was die natürliche Hausapotheke für deinen Schatz bereithält.

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Was tun bei Fieber?

Erfahrene Mamis können ein Lied davon singen, erhöhte Temperatur und Fieber gehören zu den Klassikern im Baby- und Kleinkindalter. Beginnen wir also mit der erhöhten Körpertemperatur, denn die ist in diesem Alter keine Seltenheit. Zwischen 0 und 6 Jahren reagiert der Organismus auf Veränderungen relativ rasch mit einer Erhöhung der Körpertemperatur. Nicht zwingend ist eine Erkrankung daran schuld. Ein Beispiel: beginnt ein Kind mit dem Kindergarten, ist es sehr vielen Eindrücken ausgesetzt, auch die Trennung von der Mutter will erst einmal verarbeitet werden. Häufig fiebern Kleinkinder daher in der Eingewöhnungsphase. Das Fieber ist dann meistens so schnell wieder verschwunden wie es gekommen ist. Auch zu warme Kleidung, körperliche Anstrengung oder eine warme Schlafumgebung können dazu führen, dass die Körpertemperatur des Kindes ansteigt. Das ist vollkommen normal. Genauso häufig wird Fieber von Infekten und typischen Kinderkrankheiten verursacht. Manche Mütter berichten auch von einem Temperaturanstieg, wenn sich der Nachwuchs gerade in einer akuten Zahnungsphase befindet.

Auch wenn Kinder aus unterschiedlichen Gründen fiebern, handelt es sich dennoch immer um eine wichtige Reaktion des Körpers. In erster Linie ist es eine Abwehrreaktion. Je stärker die Temperatur steigt, desto eher ist der Organismus gezwungen zu handeln. Das Immunsystem wird sozusagen alarmiert und angeregt, gegen Keime, Viren und Bakterien vorzugehen. MedizinerInnen sind nahezu einstimmig der Meinung, dass es sich hierbei um eine positive Reaktion handelt und Fieber daher auch nicht sofort unterdrückt werden soll. Es ist wichtig, dem Körper die Zeit zu geben, die er braucht, um selbst handlungsfähig zu werden und die eigene Abwehr zu aktivieren. Bei Babys und Kleinkindern ist aber in diesem Zusammenhang viel Feingefühl und Beobachtungsgabe gefragt. Jedes Kind geht mit dem Fieber anders um. Während die einen bei leicht erhöhter Temperatur bereits schlapp und kränklich sind, hüpfen andere bei hohem Fieber im wahrsten Sinne des Wortes immer noch fröhlich durch die Wohnung. Die Erfahrung der Eltern spielt hierbei also eine große Rolle. Es gibt Situationen, in denen das Fieber gesenkt werden oder das Kind sofort zum Arzt gebracht werden muss (z.B. wenn sich sein Allgemeinzustand rapide verschlechtert). Es kann jedoch auch vorkommen, dass das Kind einigermaßen fit wirkt und eine sanfte Behandlung mit Hausmitteln nach wenigen Stunden Wirkung zeigt.

Für Eltern ist es jedenfalls hilfreich zu wissen, ab wann man es denn überhaupt mit Fieber zu tun hat. Bewegt sich die Körpertemperatur zwischen 36,5 ° und 37,5 ° Grad ist alles im grünen Bereich. Ab 37,5 ° Grad spricht man bereits von erhöhter Temperatur, ab 38,5 ° Grad spricht man von Fieber. Als hohes Fieber wird alles bezeichnet, das über 39,5 ° Grad hinaus geht. Die natürliche Körpertemperatur unterliegt außerdem gewissen Schwankungen, die mit der Tageszeit in Verbindung stehen – im Laufe des Tages steigt sie üblicherweise ein wenig an. Wir haben es bereits erwähnt, Kinder reagieren auf Fieber sehr unterschiedlich. Starke Auswirkungen hat Fieber dann, wenn ein Kind müde, apathisch, kraftlos wirkt und keinen Hunger mehr hat. Auch Erbrechen, Zittern, Übelkeit und Schüttelfrost sind dann möglich. Wenn man erst einmal ein paar Fiebererkrankungen gemeinsam durchgemacht hat, weiß man als Elternteil üblicherweise wie das Kind reagiert. Dann fällt es leichter, die Lage richtig einzuschätzen. Eltern erkennen meist sehr genau, welches Verhalten ihres kranken Kindes noch „normal“ ist und wann es doch besser wäre, einen Arzt/eine Ärztin aufzusuchen. Bei Babys und Säuglingen sollte jedes Fieber abgeklärt werden, vor allem wenn sie noch sehr klein sind und das Trinkverhalten unter der Erkrankung leidet.

Wichtiger Hinweis zu fiebersenkenden Maßnahmen: in nahezu jeder Hausapotheke befinden sich fiebersenkende Zäpfchen oder Säfte. Ab welchem Zeitpunkt diese jedoch zum Einsatz kommen sollen, ist in Fachkreisen und bei Eltern Gegenstand vieler Diskussionen. Während die einen dafür plädieren, den Körper in seiner Abwehrarbeit nicht zu beeinflussen, das Kind also fiebern zu lassen, warnen andere vor Fieberkrämpfen und Komplikationen, wenn das Fieber nicht rechtzeitig gesenkt wird. Allgemein gültige Empfehlungen gibt es auch hier nicht. Bei sehr hohem Fieber ist es durchaus angebracht, fiebersenkende Maßnahmen zu ergreifen. Das Gleiche gilt, wenn sich durch das Fieber der Allgemeinzustand des Kindes stark verschlechtert. Vorsicht ist auch in Punkto Fieberkrampf geboten. Wenn ein Kind bereits einmal einen Fieberkrampf hatte z.B. im Zuge einer Infektionserkrankung, dann sollten fiebersenkende Mittel ab einer Körpertemperatur von 38,5° Grad zur Anwendung kommen. Medikamente sollten grundsätzlich auch immer nur nach Rücksprache mit dem Arzt/der Ärztin verabreicht werden.

Wenn ein Kind fiebert, fiebert es einfach und leider können Eltern in diesem Zusammenhang nicht sehr viel tun. Wichtig ist es, dem Kind Ruhe zu gönnen, es abzulenken oder gemeinsam auf der Couch zu kuscheln. Zuwendung und Fürsorge sind ohnehin nie verkehrt. Zusätzlich erweisen sich folgende Hausmittel als hilfreich:

  • Tees aus Lindenblüten oder Holunderblüten. Sie wirken schweißtreibend und unterstützen den Körper beim Abtransport der Erreger. Je nach Alter sollten über den Tag verteilt mehrere Tassen getrunken werden. Kleinere Kinder können den Tee schluckweise zu sich nehmen.
  • Viele kennen sie noch aus der eigenen Kindheit: kühlende Wadenwickel. Dafür werden weiche Tücher z.B. Mullwindeln oder Küchentücher in lauwarmes Wasser getaucht und anschließend ausgedrückt. Die Tücher werden dann auf warme Körperstellen gelegt oder gewickelt (üblicherweise um die Waden). Über die feuchten Tücher werden ein trockenes Tuch und ein weiteres dickes Tuch gelegt. Zusätzlich kann der Bereich mit einer kleinen Wolldecke oder einem Handtuch bedeckt werden. Die Wickel werden erst dann entfernt, wenn sie sich köperwarm anfühlen.
  • Auf Flüssigkeitszufuhr achten! Das ist ohnehin die Grundregel bei Fieber. Die Gefahr der Austrocknung ist vor allem bei Babys und Kleinkindern sehr groß. Wenn du dein Baby stillst, empfiehlt es sich, ihm die Brust einfach häufiger anzubieten.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Infekte, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, zählen nach Erkältungen zu den häufigsten Erkrankungen im Baby- und Kleinkindalter. Man geht davon aus, dass Kleinkinder bis zu vier Magen-Darm-Erkrankungen pro Jahr durchmachen. Beim Eintritt in den Kindergarten ist die Infektanfälligkeit noch einmal höher. Derartige Erkrankungen sind sehr lästig, zumeist aber harmlos. Sie klingen nach wenigen Tagen wieder ab und können im Regelfall mit Hilfe von Hausmitteln sehr gut behandelt werden. Verursacht werden sie von Viren (z.B. Noroviren) oder Bakterien, die hochansteckend sind und durch Schmierinfektion (seltener durch Tröpfcheninfektion) übertragen werden. Das ist auch der Grund warum in Betreuungseinrichtungen meist mehrere Kinder zugleich erkranken.

Hilfe bei Durchfall & Erbrechen:

  • Nach Abklingen des Durchfalls, ist ein Verzicht auf Nahrungsmittel für kurze Zeit empfehlenswert. Das ist bei kleinen Kindern aber relativ schwer, da sie rasch wieder ein Hungergefühl verspüren. In solchen Fällen darfst du deinem Nachwuchs ganz kleine Portionen, z.B. löffelweise Suppe über den Tag verteilt, anbieten.
  • Wird ein Apfel gerieben und ein wenig stehen gelassen, wird Apfelpektin freigesetzt. Es verfestigt den Stuhl. Eine zerdrückte Banane hat den gleichen Effekt.
  • Tees aus Heidelbeer- oder Brombeerblättern wirken ebenso unterstützend wie spezielle Teemischungen aus der Apotheke.
  • Viele Mamas schwören auch auf die so genannte Moro-Suppe. Es handelt sich hierbei um eine Karottensuppe, die besonders lange gekocht wurde und anschließend löffel- oder schluckweise verabreicht wird. Wenn dein Kind keine Karotten mag, kannst du auf selbst gemachte Gemüsebrühe ausweichen.
  • Nach Abklingen des Durchfalls empfiehlt sich eine leichte Aufbaukost in Form von Gemüsesuppe, Kartoffeln und Reis.
  • Auf Milch- und Milchprodukte sollte dein Kind in dieser Zeit verzichten, da der enthaltene Milchzucker leicht abführend wirken kann.

Verstopfung & Blähungen

  • Bei Blähungen ist Wärme das Zauberwort. Du kannst deinem Kind eine Wärmflasche auf den Bauch legen oder die schmerzende Stelle mit warmen Auflagen umwickeln.
  • Sanfte Bauchmassagen mit Kümmelöl oder einer Windsalbe können sich sowohl positiv auf die Blähungen als auch auf die Verstopfung auswirken.
  • Harmlose Verstopfungen können über die Ernährung gut reguliert werden. Achte darauf, dass dein Kind ausreichend trinkt. Zusätzlich kann es frisches Apfel- oder Birnenmus essen. Auch Feigenwasser wirkt manchmal wahre Wunder. Dafür weichst du eine Handvoll Feigen über Nacht ein. Am nächsten Tag soll dein Kind davon ein paar Schlucke trinken oder die weichen Feigen essen.

Im Artikel "Die besten Hausmittel bei Schnupfen & Co." haben wir einige hilfreiche Tipps für Babys mit Verkühlungen zusammengestellt.

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