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  • [Expertenchat] Hypnobirthing & Co: "Vorbereitung auf die Geburt" mit Hebamme Martina Tauss

    @Selina1234

    Liebe Selina :)

    So, wie du es schilderst bzw. laut Aussage „das Baby rutscht nicht gut hinunter“, hat es wahrscheinlich nicht die optimale Startposition im Beckeneingang gehabt. Das ist immer wieder einmal so. Es passt auch zu dem Bild, dass du von Beginn an intensive Kontraktionen in sehr kurzen Abständen hattest, häufig sind diese auch eher kürzer (einiges unter einer Minute pro Kontraktion). Dies entsteht dadurch, wenn das Baby durch die suboptimale Ausgangsposition mit seinem Köpfchen nicht ideal Druck auf den Muttermund ausüben kann. So verlängert sich häufig der Geburtsverlauf, Frauen tun sich generell mit dem Veratmen schwer und gehen instinktiv in eine vorne übergebeugte Position. Durch diese erschwerten Bedingungen und den sehr knackigen Start, konntest du wahrscheinlich auch nicht gut in deine Übungen hineinfinden. Das lag nicht in deinem Einflussbereich – wie gesagt, manchmal ist das einfach so und die Voraussetzungen sind erschwert.

    Für eine weitere Geburt kannst du im Vorhinein ein paar Dinge berücksichtigen bzw. optimieren. Dies sind meine Vorschläge für dich:

    • Eine ostheopatische Begleitung ab der 30. Schwangerschaftswoche zum Optimieren der Muskulatur, der Gebärmutter und der Startposition des Babys.

    • Vermeide in den letzten vier Wochen vor der Geburt langes ‚schlampiges‘ Sitzen bzw. zu langes Chillen im Sitzen. Stattdessen solltest du seitlich liegen bzw. beim Sitzen eher aufrecht bzw. leicht nach vorne gebeugt sein. Gehe auch immer wieder für eine Zeit in den 4-Füßlerstand.

    • Spinning Babys kann dich und dein Baby in der richtigen Position wunderbar unterstützen! Siehe spinningbabies.com und diverse YouTube Videos.
    • Spüre auch in dich hinein, ob du deine erste Geburt mit einer Hebamme nachbesprechen bzw. mit einer TherapeutIn aufarbeiten möchtest. Das alleine ist oft schon sehr hilfreich! Dies kann auch wunderbar mit Hypnose begleitet werden.

    • Es gibt mittlerweile auch weiterentwickelte und spezialisierte Geburtshypnose Konzepte, die sehr umfangreich sind – zB. der Onlinekurs „Die friedliche Geburt“ oder individuelle Einzelcoachings auf dich abgestimmt bei TherapeutInnen oder bei Hebammen wie zB. bei mir.

    • Sag gleich zu Beginn, dass dir das warme Wasser so gutgetan hat! Falls keine Wanne frei sein sollte, seid kreativ und adaptiert die Dusche so gut es geht. Vielleicht passt ein Gymnastikball hinein und du kannst darauf sitzen und dir das Wasser über den Bauch und den Rücken rinnen lassen. Falls es sich nicht ausgeht, lass dir den Gebärhocker (meistens mit Holzbeinen) in zwei große Plastiksäcke (Müllsäcke) einpacken und stell ihn hinein. Vielleicht gibt es auch einen Plastiksessel oder ihr nehmt euch selbst einen Klappsessel/Klapphocker mit. Wenn du knieen möchtest, nimm ein paar Badetücher und lege sie unter – das ist auch für die Gebärwanne sehr hilfreich.

    • Zur Erleichterung kann auch ein TENS Gerät (transkutane elektrische Nerven Stimulation) sehr hilfreich sein! Mit dem darfst du aber nicht ins Wasser bzw. unter die Dusche

    Ich möchte dir sagen, du kannst auf jeden Fall sehr stolz auf dich sein! Das sage ich dir als Hebamme und das meine ich auch genau so :)
    Und ich kann dich auch beruhigen, denn eine gemeisterte erste Geburt ist eine so perfekte und gute Vorbereitung auf eine zweite Geburt. Da gehst du schon mal mit einem riesengroßen Vorteil und Pluspunkt an den Start!

    Von Herzen alles Liebe Martina
    Selina1234
  • [Expertenchat] Hypnobirthing & Co: "Vorbereitung auf die Geburt" mit Hebamme Martina Tauss

    @dani0922

    Liebe Dani,

    da habe ich ein paar super Empfehlungen 😊

    Mein Buchtipp Nummer 1 ist „Die friedliche Geburt“ von Kristin Graf – es ist relativ neu und überall im Buchhandel erhältlich. Kristin ist Hypnosecoachin und Mentaltrainerin im deutschsprachigen Raum und hat ihr fundiertes Wissen zu Papier gebracht. Sie hat auch einen gleichnamigen Podcast mit bereits sehr vielen Folgen. Meine Top-Empfehlung!

    Da ich Podcasts selber sehr liebe, kommt noch ein Tipp für dich und zwar der „Hebammensalon“ von den beiden Berliner Hebammen Kareen Dannhauer und Sissi Rasche. Da steckt ganz viel Wissen, Spaß und Herz drinnen.

    Auch ich versäume keine Folge 😉 viel Spaß beim Hören!
    dani0922
  • [Expertenchat] Hypnobirthing & Co: "Vorbereitung auf die Geburt" mit Hebamme Martina Tauss

    Liebe anianom,

    danke für das Teilen deiner Geburtsgeschichte :)

    Gleich zu Beginn meinen herzlichen Glückwunsch zu eurem Baby.
    Du hast das ganz toll und intuitiv richtig gemacht.

    Die Übergangsphase (kurz bevor sich der Muttermund auf seine kompletten 10 Zentimeter öffnet) und die letzte Geburtsphase (das Baby rutscht durch das Becken hinunter und wird dann geboren) sind sehr gefühlsintensiv. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kontraktionen in ihrer vollen Kraft und die Pausen zwischen den Wellen verkürzen sich.

    Solange die Fruchtblase noch erhalten ist, hat diese eine dämpfende Funktion für dich und dein Baby. Wenn diese offen ist - egal ob sie von alleine aufgeht oder die Hebamme dies unterstützt - fällt diese natürliche Dämpfung weg. Dadurch nimmt der Geburtsverlauf auf ganz natürliche Weise noch mehr an Fahrt auf und es wird intensiv(er). Der Fruchtwasserpolster vor dem Köpfchen des Babys fällt also weg und es kann nun voller Kraft nach unten schieben. Das bedeutet, dies ist für viele Frauen sehr intensiv.

    Bei dir kommt hinzu, dass diese finale Geburtsphase wirklich sehr, sehr schnell und zügig vorangegangen ist. In 40 Minuten haben sich quasi drei Zentimeter deines Muttermundes geöffnet und dein Baby ist den gesamten Weg durch das Becken tiefer gerutscht und du hast es geboren. Zum Vergleich kann ich aus meiner Hebammenerfahrung sagen, dass diese Phase, die bei dir 40 Minuten gedauert hat, bei erstgebärenden Frauen durchschnittlich um einiges länger dauert und so in etwa zwischen 2 bis 5 Stunden in Anspruch nehmen kann. Deswegen ist es ganz leicht erklärt, wieso du so überrollt warst. Es hat sich in dieser kurzen Zeit einfach so viel getan, wo andere Frauen um einiges länger Zeit dafür haben. Dadurch war es für dich so intensiv.

    Du hast instinktiv ganz richtig reagiert! Indem du deine Stimme so richtig hinaus gelassen hast und dich hin und her geworfen hast, konntest du dir in diesem Moment am besten helfen. Also super gemacht :) Wie du schon geschrieben hast, du kannst sehr stolz sein auf dich! Und du kannst dir wirklich sicher sein, dass du genau so gehandelt hast, wie es dich in dieser Phase am besten unterstützt hat und es dir möglich war.

    Meiner Meinung und meiner Einschätzung nach, hättest du nichts anders machen brauchen, sollen oder können. Es hat genau so gepasst. Das war die Kraft der Natur, die sich zum Schluss in so kurzer Zeit entfaltet hat. Für eine nächste Geburt würde ich mich einfach wieder so gut vorbereiten. Das Wissen, dass es zum Schluss hin so intensiv werden kann ist wichtig und alleine das ist oft schon hilfreich, es gut annehmen zu können.

    Vorbereitend kannst du eine Hypnose Einzeleinheit auf dich abgestimmt und unterstützend für die letzte Phase der Geburt machen.
    Der natürliche Vorteil bei einer zweiten Geburt ist auch, dass das Tieferrutschen des Babys sehr oft nicht mehr so intensiv wahrgenommen wird, wie beim ersten Baby.

    Ich hoffe, dir damit geholfen zu haben, liebe Grüße Martina :)

    ElWi1

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