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  • #studienTeilnahme - Elterliche Fürsorge & Karenz

    Liebe @Corni @Babsi123 @ConnyRu,
    erstmal möchten wir uns bei euch für das ehrliche Feedback bedanken. Das ist für uns sehr wichtig, um unsere Forschung durchzuführen und Wissenschaft und Anwendung nah beiander zu halten.

    Zu dem Fragebogen: Die Fragen wurden nicht von uns entwickelt, sondern von ForscherInnen in anderen Ländern, die sie dort auch schon evaluiert haben. Wir möchten jetzt herausfinden, wie gut sie geeignet sind um auch im deutschen Sprachraum elterliches Verhalten und Einstellungen etc. zu messen. Wir sind daher allen total dankbar, die den Fragebogen bis zum Ende ausfüllen, weil es für uns auch eine total wichtige Information wäre, wenn die Fragen eben nicht das messen, was sie messen sollen. Weiterhin, geht es auch primär gar nicht um die Bewertung des Verhaltens usw. der Eltern oder Kinder, sondern die Bewertung der Nützlichkeit des Fragebogens steht im Vordergrund.

    Nachdem der Fragebogen von genug Elter ausgefüllt wurde, würden wir die Antworten nämlich auswerten und ggf. auch noch umformulieren. Wir haben jedoch aufgrund eures Feedbacks, auch nun die Option eingefügt Fragen überspringen zu können!

    Wir hoffen euch damit einige Fragen beantwortet zu haben und hoffen, dass ihr euch weiterhin so schön an der Forschung beteiligt!

    Liebe Grüße
    Wiener Kinderstudien

    CorniBabsi123wölfin
  • [Expertenchat] Soziale Entwicklung und Interaktion bei Babys und Kindern

    wölfin schrieb: »
    Ich finde den Expertenchat eine großartige Sache! Zur Entwicklung meiner Tochter hab ich im Moment keine Fragen, aber weil es in einem anderen thread gekommen ist : https://www.babyforum.at/discussion/21074/fernsehen-6-monate-baby#latest

    Was sagen die Experten zum Thema Fernseher und Baby?

    Hallo wölfin,

    wenn ein Baby gelegentlich für kurze Zeit fernsieht damit Mama oder Papa mal Zeit haben in Ruhe die Küche aufzuräumen oder zu duschen ist das nicht gleich bedenklich. Wenn Babys aber regelmäßig und für längere Zeit am Tag fernsehen oder andere Bildschirmmedien nutzen (also mehr als ein paar Minuten am Tag) zeigen sich langfristig durchaus Zusammenhänge mit Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung und Aufmerksamkeit. Das Hauptproblem dürfte sein, dass die Kinder in der Zeit in der sie fernsehen wichtige Erfahrungen (z.B. soziale Interaktion und Spiel) nicht machen. Übrigens zeigen Studien, dass Babys auch schon abgelenkt sind, wenn sie in einem Raum spielen, in dem der Fernseher nur im Hintergrund läuft. Auch hier gilt: Wenn gelegentlich eine Sportübertragung oder kurz die Nachrichten geschaut werden, ist das nicht gleich problematisch. Nur dauerhaft sollte man bedenken, dass Babys konzentrierter spielen (und damit lernen!), wenn keine Flimmerkiste im Raum sie davon ablenkt. Für Kleinkinder und Kindergartenkinder gilt, dass sie am ehesten von Bildschirmmedien profitieren, wenn sie gemeinsam mit den Eltern kindgerechte und interaktive Programme anschauen bzw. Apps nutzen. Dann können sie durchaus davon profitieren und auch einen sinnvollen Umgang mit diesen Medien von klein auf lernen. Eine wichtige Empfehlung betrifft noch den Schlaf. Eine Stunde von dem zu Bett gehen sollte auf die Nutzung von Bildschirmmedien verzichtet werden. Die Nutzung von Bildschirmmedien gerade bei Kleinkindern wurde mit verkürztem und unruhigerem Schlaf in Verbindung gebracht. Da Schlaf für die Gehirnentwicklung so wichtig ist, ist das ein weiterer Grund die Nutzung dieser Medien einzuschränken und vor dem Schlafen lieber ganz wegzulassen.
    riczwölfinCorniHase_89ConnyRuKaffeelöffelIreneGSorakisuNaomi_
  • [Expertenchat] Soziale Entwicklung und Interaktion bei Babys und Kindern

    daarma schrieb: »
    Liebe Stefanie,
    ich weiß nicht, ob ich mit dem Thema hier richtig bin, aber ich versuche es trotzdem. Ich frage mich, ab wann die Kleinen ihre Umwelt in Einzelheiten wahrnehmen und vor allem, wie lange die ganz frühen Erfahrungen erinnerbar sind.
    Hintergrund: Mein nun fast 5jähriger Bub hat die ersten beiden Monate seines Lebens auf der Neo verbracht.
    Mit etwa drei Jahren hat er begonnen, dies regelmäßig zu thematisieren. Er hat mir immer wieder Einzelheiten über den Raum erzählt, in dem er lag. Über das verglaste Bettchen, über die Geräusche etc.; Alles in kindlicher Sprache, aber derart genau, dass es richtig spooky war/ist. Wir haben das Thema vor ihm nie verheimlicht, also hat er so manches bestimmt auch von uns gehört, aber eigenartig fand und finde ich die von ihm vorgebrachten Details trotzdem, zumal seine Sinne in diesem frühen Stadium doch noch gar nicht so geschärft sein konnten - oder doch?
    Ich als Erwachsene habe keinerlei Erinnerung an meine frühe Kindheit, aber wie ist es bei einem Kleinkind? Gibt es Wissen darüber, wie weit sich Kinder an ihre Anfänge zurück erinnern können?
    Vielen Dank im Voraus!

    Hallo daarma,

    es ist tatsächlich so, dass man sich als Erwachsener normalerweise nicht an die eigene frühe Kindheit erinnert; man nennt das auch "infantile Amnesie". Je älter man wird und je weiter diese Zeit zurückliegt, desto weniger erinnert man sich, oder man erinnert sich nur noch an frühere "Abrufe" dieser Erinnerungen als an die Geschehnisse selbst.

    Das heißt aber auch, dass kleine Kinder sich eher noch an Dinge in den ersten Lebensjahren erinnern. Also ein Dreijähriger kann sich ggf. durchaus an einen Ausflug erinnern, den er mit 2 Jahren gemacht hatte. Nun geht es bei euch aber um einen extrem frühen Zeitraum direkt nach der Geburt, zumal bei einem Frühchen, dessen Sinnesorgane vermutlich noch nicht voll ausgereift waren und der die vielen Eindrücke ja noch gar nicht richtig sortieren konnte, geschweige denn speichern.

    Meine Vermutung ist daher, dass sich euer Bub tatsächlich mehr an eure Beschreibungen dieser Zeit erinnert als daran, selbst in der Neo gewesen zu sein.
    daarma
  • [Expertenchat] Soziale Entwicklung und Interaktion bei Babys und Kindern

    Nasty schrieb: »
    Schadet es dem Baby bei der Entwicklung in Hinsicht auf später wenn man wie im ersten Punkt erwähnt zwar wüsste was es braucht , sich quasi auf sein Gefühl verlässt , es aber an der Umsetzung scheitert?

    Beispiel von meinen Lieben: Schreibaby bräuchte rund um die Uhr Körperkontakt, abgedunkelten Raum zum Schlafen, Ruhe und wenig Aktion.
    Aufgrund dessen dass besagtes baby einen Zwillingsbruder und eine grosse Schwester hat konnte ich ihm nicht immer geben wonach er verlangte.

    Er wird jetzt 2, haut, beisst, kratzt....und ist meist gar nicht nett zu seinen Geschwistern. Kommt das davon daß ihm als Baby was fehlte? Oder kommen die Zwerge tatsächlich allein auf solche Ideen?
    Es ist bei uns sonst keiner so grob, gesehen hat er es auch nirgends....

    Ich hoffe es ist eine Phase und Erklärungen helfen eines Tages.

    Hallo Nasty,

    ja, die Umsetzung ist nicht immer einfach, v.a. wenn die Bedürfnisse mehrerer Kind gleichzeitig befriedigt werden wollen. Eltern sollten daher gar nicht den (unmöglichen) Anspruch haben, immer perfekt zu reagieren.

    Ich mag das Konzept des "good enough parenting", weil es berücksichtigt, dass auch Eltern nur Menschen sind und gleichzeitig Kinder gar keine perfekten Eltern brauchen. Wenn dein Kleiner jetzt mit 2 Jahren öfter aggressiv ist heißt das aber nicht, dass ihm als Baby etwas gefehlt hat!

    Tatsächlich zeigen Studien, das Aggressivität im 2. Lebensjahr zunimmt. Mit 1,5 Jahren zeigen die meisten Kinder (80%!) aggressive Verhaltensweisen, auch wenn sie diese nicht von anderen Menschen abgeschaut haben. Zwischen 2 und 11 Jahren nimmt das Verhalten dann normalerweise wieder ab, aber wie schnell das geht, hängt auch vom Temperament des jeweiligen Kindes ab. Es gibt also keinen Grund sich irgendwelche Vorwürfe zu machen.

    Auch wenn's gerade schwierig ist: Sehr wahrscheinlich ist das nur eine Phase, die in dem Alter viele Kinder (und Eltern & Geschwister!) duchmachen.

    Ich wünsche euch viel Geduld mit dem Kleinen!
    Nasty
  • [Expertenchat] Soziale Entwicklung und Interaktion bei Babys und Kindern

    Hallo und herzlich willkommen zum Chat mit dem Team der Wiener Kinderstudien!

    Mein Team und ich lehren und forschen an der Uni Wien zur Denkentwicklung bei Kindern. Fragt gerne, was euch schon immer zu dem Thema interessiert hat.

    Um gleich mal mit den Fragen von Admin loszulegen:
    • Babys brauchen vor allem verlässliche und möglichst feinfühlige Bezugspersonen. Dafür ist der wohl wichtigste Tipp, zu lernen sich auf die eigene Intuition zu verlassen. Das fällt vielen Eltern zu Beginn nicht ganz leicht (zumal man von allen Seiten gut gemeinte Ratschläge bekommt), aber mit der Zeit spielen sich Baby und Bezugsperson in der Regel gut aufeinander ein und Mama oder Papa kann sich gut auf das eigene Bauchgefühl verlassen um herauszufinden, was das Kleine gerade braucht.
    • Babys interessieren sich sehr für andere Menschen und beobachten deren Gesichtsausdrücke und Handlungen sehr genau. Sie verstehen auch Sprache schon lange bevor sie selbst beginnen zu sprechen. Sie bekommen daher schon mehr von ihrer sozialen Umwelt mit als man meinen könnte.
    • Gelegentliches Spielen mit dem Smartphone ist nicht grundsätzlich gleich schädlich. Die Frage ist, was das Kind in der Zeit stattdessen machen könnte und vermutlich mehr davon hätte (spielen, rennen usw.) Wenn man kindgerechte Apps, z.B. interaktive Bilderbücher oder Puzzle, mit dem Kind gemeinsam spielt, können Kinder dabei sogar etwas lernen. Die direkte Interaktion ist aber dabei entscheidend und die kann kein Smartphone oder Tablet ersetzen.

    Ich freue mich auf eure Fragen, gerne per du.
    Stefanie Höhl
    lisawienAdminNastyKaffeelöffelTalia56IreneGdelphia680riczHase_89Babsi123und 2 andere.

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