Kontakt zu meinen Schwestern abgebrochen

bearbeitet 3. Juni, 20:34 in Familie, Freunde & Eltern
Hallo zusammen,
ich muss mir mal Luft machen und meine Sorgen die ich derzeit mit meinen Schwestern habe von der Seele schreiben.

Ich muss diesbezüglich etwas ausholen. Wir sind 3 Schwestern, ich bin die Älteste mit 31 und meine Schwestern beide 29.
Bei uns ist wohl der "Babyboom" ausgebrochen. Schwester Nr 1. hat bereits eine 1 Jahre alte Tochter, Schwester Nr. 2 bekommt im August ihren ersten Sohn.
Soweit alles wirklich super, ich freue mich für Beide und liebe meine Nichte total. Ich hab auch schon oft auf sie aufgepasst, oder sie auch schon mal über Nacht bei mir gehabt.
Dazu sagen muss ich wohl auch noch dass beide Schwangerschaften absolut geplant waren.
Meine Schwestern waren immer schon mehr die "Babynarren" bei uns in der Familie. Ich war da eher immer etwas abgeneigt und habe mich zu Babys nie SO hingezogen gefühlt wie die Beiden. (Nicht falsch verstehen, ich will selber Kinder haben, aber für mich war das eben nie Thema Nr.1)
Unser Verhältnis untereinander würde ich als durchaus gut bezeichnen. Wenn es Hart auf Hart kommt, habe ich immer auf sie zählen können.

Nunja, jetzt ist es so, dass ich vor einigen Wochen überraschend positiv getestet habe. Bin derzeit in der 10. Ssw.
Das Ganze war für mich im ersten Moment ein richtiger Schock und ich hab mir irrsinnig schwer damit getan. Ich habe dann für mich entschieden, es erstmal nur meiner besten Freundin, meiner Mutter und meinem Freund zu erzählen. Ich habe diese Personen auch gebeten, bitte vorerst nichts weiter zu erzählen, da ich mir selbst erst im Klaren darüber werden muss was das für mich/unser Leben bedeutet.

Ich habe bis zum Bekannt werden der Schwangerschaft auch noch leichte Schlafmittel, Angstlöser und Antidepressiva genommen. Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt haben wir uns drauf geeinigt, diese erstmal zu minimieren um das Risiko für das Baby gering zu halten. (Ich gehe zusätzlich schon seit einigen Jahren zur Gesprächstherapie).

Nunja, nach dem ersten Termin beim FA wollte ich es dann auch meinen Schwestern erzählen. Ich habe mir was Nettes ausgedacht und "Glückslose" zum freirubbeln gebastelt um sie mit der Nachricht "Du wirst Tante" zu überraschen. Mir war auch wichtig dass sie es persönlich erfahren.
Es hat dann auch alles super geklappt, sie haben sich irrsinnig gefreut und mir Ihre volle Unterstützung zugesagt.

Leider ist dann letzte Woche etwas passiert, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Meine Schwestern haben mir eine Nachricht geschickt, dass sie sehr enttäuscht darüber sind dass sie nicht bei den Ersten waren die es erfahren haben. Denn mein Arzt, meine Freundin und meine Arbeit haben es ja vorher erfahren.
Das Ganze ist dann soweit ausgeartet, dass sie kurzfristig auch Streit mit meiner Mutter hatten und mir sogar den Kontakt zu meiner Nichte und dem ungeborenen Neffen untersagt haben. Derzeit hat mich eine der Beiden noch blockiert und ein erster Kontakt ist kläglich gescheitert.
Eine der Beiden hat dann auch angefangen mich und meinen Partner zu beleidigen, weil er ja nicht geimpft ist und das auch nicht möchte. Und dass er die größte Gefahr auf Erden darstellt, obwohl er sich wöchentlich 2 bis 3 mal testen lässt und auch vor Treffen mit meiner Familie einen Test macht. (Ich bin auch nicht ganz erfreut über seine Meinung, aber mir sind derzeit Getestete Personen weitaus lieber als Geimpfte. Ich möchte aber auch keine Grundsatzdiskussion zum Thema Corona entfachen.)
Ausserdem wäre ihr Kind dann ja erst 4 Monate alt, und dann würde schon meines kommen und ihrem Baby würde man nicht die Aufmerksamkeit schenken welche es benötigt.
Die andere Schwester meinte auch noch dass sie ja 2022 nochmal ein Kind hätte bekommen wollen, dass jetzt aber nicht mehr geht, weil das macht ja ein so schlechtes Bild, wenn wir plötzlich alle Kinder bekommen. Wir sind drei erwachsene Frauen im besten Alter, da ist es irgendwie klar dass Nachwuchs kommt. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen...

Ich habe ihnen meine Gründe sofort nach dem bekannt geben genannt, und mich sogar entschuldigt dass ich mich die Wochen davor etwas zurückgezogen habe. Ich musste da einfach Abstand haben. Für die Beiden gibt es derzeit halt nur das eine Thema und das sind Babys.
Das war mir definitiv zuviel und ich habe die Zeit gebraucht.
Leider verstehen sie auch absolut nicht dass ich derzeit nicht die ganze Welt vor Freude umarmen kann/möchte. Wie schon geschrieben, ihre Schwangerschaften waren jeweils geplant. Meine war das absolut nicht und sie können sich in meine Situation nicht reinversetzen. Die Beiden haben sich damals dazu entschieden, uns allen von der Schwangerschaft zu erzählen als der erste leichte Strich am Test erkennbar war. Ich wollte einfach nur sicher gehen und den Herzschlag meines Würmchens abwarten.. Aber ich war auch schon immer eher die Vorsichtige. Ich zb setze mich auch damit ausseinander dass eine Schwangerschaft grade am Anfang auch mal nicht gut ausgehen kann. Davon wollten sie garnichts hören.
Aufgrund Corona wurde mir halt auch von der FA geraten, es direkt in meiner Firma bekannt zu geben. Das habe ich dann auch gemacht, 2 Tage bevor das Treffen mit meinen Schwestern stattgefunden hat. Ich dachte nicht, dass das alles auf die Waagschale gelegt wird.

Ich bin jedenfalls wirklich todtraurig über diese Tatsache dass ich jetzt "alleine" da steh.. Ich versuche da jetzt erstmal Gras über die Sache wachsen zu lassen und werde dann erneut einen Kontaktversuch starten. Ich bin mir keiner Schuld bewusst, aber meine Entscheidung muss nunmal so hingenommen werden.
Ich hätte gerne den Kontakt zu meinen Schwestern gehabt, vor allem weil sie das mit der Schwangerschaft gerade durchgemacht haben. Wir könnten uns super austauschen und die Kinder könnten gemeinsam groß werden.. Ich wünsche mir das schon sehr für mein Kind.
Ausserdem weine ich nun ständig und mache mir Stress, ich möchte auch meine Nichte und meinen Neffen groß werden sehen. Das alles ist schon sehr belastend und ich hoffe sehr dass mein Baby dadurch nicht gefährdet wird..

Danke dass ich mir Luft machen konnte.

Kommentare

  • Ist für dich wahrscheinlich eine wirklich blöde Situation. Aber ehrlich? Das ist doch Kindergarten pur. Ich weiss gar nicht was ich dir raten soll.
    Erstmal abwarten ist gut. Mehr kannst eh nicht tun.
    Ich bin auch die Älteste und hab 2 Schwestern.
    Eine davon war irgendwie immer fast gleichzeitig schwanger. Unsere Grossen(6jahre) sind 7 Monate auseinander (meine älter) die kleinen (3,5 Jahre) sind 7 Wochen auseinander (ihre älter)
    Naund? Und meine kleine Schwester hat jetzt einen 6 Monate alten Sohn.
    Trotzdem kommt kein Baby oder Kind zu kurz. Ich versteh den Drang so im Mittelpunkt zu stehen nicht.
    Es ist doch auch egal wer es als erstes wusste.

    Deine Schwestern müssen wohl noch erwachsener werden. Sehr Schade wenn sie das am Rücken ihrer Kinder austragen und Kontakt verbieten. Wirklich dumm und kindisch. Du brauchst dir keinerlei Vorwürfe machen.
    Das weinen hättest du auch ohne den Zank. Die lieben Hormone😉

    Vielleicht kann ja eure Mutter über kurz oder lang vermitteln.

    SunshineGirl_sarah_NananixCataleya
  • Danke @Nasty für deine Antwort.

    Ich sehe das natürlich so wie du, ich hätte mit so einer überzogenen Reaktion NIEMALS gerechnet. Ich hatte auch schon des öfteren Streit mit meinen Geschwistern. Aber noch nie ist das so ausgeartet und gerade jetzt, in einer Situation wo ich den Zusammenhalt wirklich brauche.

    Ich denke mal, ich werde irgendwann einfach so tun müssen als wäre nichts vorgefallen. Denn hier gehen unsere Meinungen wohl so stark ausseinander, da kann man nicht auf Verständnis von ihrer Seite hoffen.
    Und wie du auch sagst, es auf den Rücken der Kinder auszutragen finde ich einfach nur total hirnlos. Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber das hat mir schon den größten Stich versetzt. Einfach aus dem Nichts mit solchen harten Dingen wie Kontaktverbot um sich zu werfen.

    Ich bin halt auch ziemlich gekränkt, mein Leben ist halt immer schon etwas "schwieriger" als das meiner Schwestern. Ich bin eher nachdenklich und zermattere mir über alles den Kopf, wohin gegen die zwei alles immer viel lockerer sehen.
    Seit ich zur Therapie gehe, hinterfrage ich auch alles viel mehr, vor allem was die Gefühle angeht.

    Es sind aber halt trotzdem meine Geschwister und das macht es mir so schwer es vorerst "zu ignorieren" und auf mich und mein heranwachsendes Baby zu schauen..
    Nasty
  • CoCoMaMaCoCoMaMa

    598

    bearbeitet 1. Juni, 18:36
    Oh, Mann, das ist ganz schon harter Tobak. Das tut mir ehrlich leid, dass du das gerade erleben musst. Ich kann das Verhalten deiner Schwestern auch gar nicht nachvollziehen... Sie erscheinen mir nach deiner Schilderung sogar ziemlich empathiebefreit.

    Wissen sie um deine Situation, also dass du (aufgrund einer Symptomatik im Bereich der Angststörungen?) in Gesprächstherapie bist? (Dort könntest du das Thema bestimmt auch ansprechen, wenn du mal jemanden von außerhalb brauchst, um face to face darüber zu sprechen. Immerhin betrifft das ja in der gesamten Thematik sicher auch dein persönliches Wohlbefinden. )

    Meine Schwester und ich haben mit 3 Tagen Abstand Kinder bekommen. Ich hab im selben Jahr wie meine Schwägerin ein Kind bekommen. Also, es war nie ein Thema, dass das ein komisches Licht auf irgendjemanden wirft. Oder neidige Anwandlungen.... Alle haben sich doppelt gefreut, und gerade dieselben Argumente, die du auch ansprichst - Kinder im gleichen Alter, die miteinander aufwachsen können - waren für uns schlagend; und sind ja vor allem Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind!

    Ist es vorstellbar, dass noch etwas anderes dahinter steckt? Ist solches Verhalten vielleicht durchaus 'typisch' für sie und beruhigt sich nach einiger Zeit wieder?

    In einer Schwangerschaft und beim Schritt in die Mutterschaft sind die kleinste Einheit erst einmal Mutter und Kind. Schau daher weiterhin gut auf dich. Damit schaffst du die optimale Basis für euch beide.

    Es vergeht noch einige Zeit bis die Babys das Licht der Welt erblicken werden, und deine Schwestern werden noch einige Zeit zum Nachdenken haben - und diese hoffentlich nutzen. Es wird sich hoffentlich als ein wenig beruhigen und sie Verständnis für deine - aus meiner Sicht absolut nachvollziehbaren und 'schuldlosen' - Entscheidungen zeigen.

    Ich wünsche dir jedenfalls alles Liebe und Gute für die Schwangerschaft und dass sich dein Umfeld besinnt und ihre erste Reaktion auch als nicht in Ordnung einsieht - und ganz wichtig: ihr Verhalten nachhaltig ändert.

  • Liebe @jigsawdani, erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

    Nun zu deiner Situation : Es ist ja nun DEINE Schwangerschaft und es muss DIR gut gehen! Wie du wem was wann sagst, ist rein alleine DEINE Entscheidung. Es hat niemand, nichtmal deine "Schwestern" ein Recht drauf irgendwas zu erfahren, wenn du noch nicht bereit bist.

    Da kann ich dir echt nur raten, lass den Kontakt gut sein. Dir und deiner Gesundheit zuliebe. Deine Schwestern sind die ärgsten habe-kein-jugendfreies-Wort überhaupt und mobben dich so regelrecht. Totaler Kindergarten. Bitte suche nicht den Kontakt zu denen, es bringt nichts. Ich glaube (und hoffe!), der Abstand wird dir gut tun. Solche Menschen wie deine "Schwestern" braucht man wirklich nicht.
  • Danke für eure Antworten.

    @CoCoMaMa
    Meine gesamte Familie weiß über meine Depressionen und Angststörungen bescheid. Es ist mit den Jahren auch insgesamt viel besser geworden und ich habe gelernt gut damit umzugehen.
    Ich habe das auch Bereits angesprochen, hier hat man mir auch "geraten" erstmal auf mich zu schauen und mal ein bis zwei Wochen verstreichen zu lassen.

    Ich habe wirklich schon viel darüber nachgedacht, ich weiß absolut nicht warum sie so reagieren. Manche Sachen wie zb Dinge im Streit aufzuwärmen, die nun wirklich schon geklärt sind oder nicht wirklich etwas zur Sache tun (das mit meinem Freund etwa) sind schon typisch, aber ich kann damit auch nicht wirklich umgehen. Meistens haben sich unserer Streits innerhalb weniger Stunden/Tage wieder komplett beruhigt.
    Aber es ging mir noch nie so Nahe wie jetzt.

    Meine Mutter etwa steht was das betrifft total hinter mir. Aber selbst sie kann derzeit nichts "gegen" meine Schwestern ausrichten. Habe sie auch erstmal gebeten, diesbezüglich nicht mit ihnen zu sprechen und gemeinsam mit mir abzuwarten.
    Über meine Mutter erfahre ich derzeit auch was meine Nichte macht und wie es meiner anderen Schwester in der Schwangerschaft geht und wie die letzte Untersuchung ausgefallen ist.

    @chrissie
    Danke dir!
    Ich sehe es ja grundsätzlich auch so, meine Gesundheit und das meines Kindes steht derzeit absolut im Vordergrund. Aber eben die Tatsache dass es meine Familie ist, mit der ich mich eigentlich immer gut verstanden hab, macht das Ganze so schwer.
    Grundsätzlich möchte ich aber auf kurz oder lang den Kontakt schon wiederherstellen. Alleine auch wie schon angesprochen wegen den Kindern..



  • Ich würde hier auch mal auf Abstand gehen. Wie du schreibst, bekommst du über deine Mutter (die zum Glück ja voll hinter dir steht) Infos zu den beiden und deiner Nichte. Immerhin bist du so nicht komplett außen vor.

    Ich würde wohl versuchen später wieder den Kontakt aufzunehmen, notfalls mit Hilfe der Mutter, solltest du immer noch blockiert sein, und sie bitten nochmal in Ruhe das ganze zu besprechen.

    Gibts eventuell noch jemanden in der Verwandtschaft, der als eine Art Schiedsrichter helfen könnte, wenn es gar ned geht?
  • @MinaTaliesin entschuldige die späte Antwort, mir wurde irgendwie nicht angezeigt dass hier jemand was geantwortet hat.
    Prinzipiell fällt mir da niemand ein, meine Therapeutin meinte diesbezüglich auch es müsste jemand komplett neutrales sein und das gibt's in der Familie praktisch nicht.
    Ich hoffe ich kann es so regeln.

    Bisher noch immer kein "Lebenszeichen" von ihrer Seite aus. Ich habe mir jetzt gedacht dass ich spätestens in 2 Wochen - wenn ich bei der nächsten Untersuchung war - mal ein Update an beide schicke, wie es dem Baby geht. Dann können sie auch nicht sagen sie erfahren alles als letztes..
  • Hallo zusammen.
    Ich muss den alten Thread wieder aus der versenkung holen, da mich dieses Thema nach wie vor sehr beschäftigt und verfolgt und ich würde mir gerne etwas Luft verschaffen. 😔

    Die ganzen Streitereien haben nach wie vor kein Ende, ich bin zwar wieder in der Familiengruppe in WhatsApp dabei und meine Schwestern haben mich entblockiert, aber das Verhältnis ist einfach gestört und das halte ich fast nicht aus.

    Mittlerweile ist das größte Thema nicht mehr meine zu spät bekannt gegebene Schwangerschaft, sondern die Tatsache dass mein Partner sich immernoch gegen das Impfen ausspricht.
    Ich versuche mich meiner Familie gegenüber normal zu verhalten, versuche mich einzubringen und auch Teile von meinem Leben mit ihnen zu teilen.
    Als Beispiel hat mein Freund letztens als ich im Urlaub war das Babyzimmer komplett ausgeräumt und neu gestrichen. Er hat sich wirklich große Mühe gegeben und ich habe voller Freude Fotos vom Zimmer geteilt. Null Reaktion.
    Also man merkt einfach alles was auch nur im weitesten mit meinem Freund zu tun hat wird ignoriert. Auch meine Schwangerschaft.. ich werde von den Schwestern nicht Mal mehr gefragt wie ich mich fühle oder wie es mir geht.
    Ich hab letztens nur Kleidung geschenkt bekommen mit dem Kommentar "das hat unsere andere Schwester auch bekommen, damit sich keiner benachteiligt fühlt".
    Ganz ehrlich, am liebsten hätte ich das Teil nicht angenommen, aber ich wollte nicht wieder einen Grund geben um zu Streiten.

    Derzeit warten wir natürlich alle ganz gespannt auf die Geburt von meinem Neffen. Dieser lässt schon auf sich warten. Aber anderseits habe ich auch schon furchtbar Angst davor.
    Ich würde ihn so gerne auch besuchen wenn er auf der Welt ist, aber mein Freund wird definitiv ausgeschlossen werden. Sie verstehen einfach nicht dass er trotzdem zu mir gehört und er hat ihnen persönlich NIE etwas getan. Im Gegenteil, er hat sich immer korrekt verhalten ihnen gegenüber und macht auch nach wie vor andauernd Corona Tests wenn er in irgendeiner weise Kontakt zu meiner (gesamten) Familie hat.
    Selbst nachdem er jetzt weiß was meine Schwestern von ihm halten, verhält er sich normal ihnen gegenüber und verliert kein böses Wort.

    Mir tut das einfach so sehr weh. Ich möchte auch Teil dieser Familie sein und ich wünsche mir auch dass mein Partner einfach akzeptiert und normal behandelt wird. In weiterer Folge möchte ich auch dass unser Baby akzeptiert wird und nicht aufgrund seines Vaters ausgeschlossen wird.

    Das jetzt durch Corona alles so verdammt schwierig geworden ist macht mir einfach zu schaffen. Ich bin aber ein Typ der jedem seine eigene Entscheidung lässt und auch akzeptiert. Wenn ich jedesmal darüber nachdenken würde, würde ich vermutlich in der Psychiatrie landen. Aber so im direkten Umfeld kann ich nicht darüber hinweg sehen.

    Wie oben schon geschrieben möchte ich hier keine Grundsatzdiskussionen entfachen. Aber vielleicht hat irgendjemand eine Idee wie ich das ganze Chaos lockerer sehen kann.

    Grad jetzt fürchte ich mich einfach davor was kommt wenn das Baby meiner Schwester dann da ist. Natürlich freue ich mich schon irrsinnig drauf und bin schon total gespannt aber anderseits hab ich einfach nur Angst und weiß nicht wie ich dann verfahren soll...

    Das ganze klingt beim nochmaligen durchlesen einfach so banal, aber es beschäftigt mich so sehr ich komm da aus meiner Haut nicht raus. Danke dafür dass ich mir das von der Seele schreiben kann.
  • Noch ein kurzer Nachtrag:

    Mir ist durchaus bewusst dass meine Schwester das Recht drauf hat zu sagen dass mein Freund nicht in die Nähe ihres Baby soll. Verstehe ich auch vollkommen. Ich will auch nicht erzwingen dass er dann mitkann zum besuchen.
    Aber ich hab Angst vor der Zukunft. Ich denke es wird dann nicht mehr möglich sein sich zu treffen. Oder wie wird es dann bei spontanen Besuchen aussehen... Man läuft sich ja immer Mal wieder über den Weg, und bei den Eltern.. Das macht mir so Kopfzerbrechen
  • @Jigsawdani Banal klingt das mal sicher nicht.
    Familie ist ein sehr schwieriges Thema. Einerseits sollten das die Menschen sein auf die man sich verlassen kann, andererseits sind es auch die Menschen die einem sehr verletzen können wie du es ja leider grad erlebst.

    Wenn sich dein Freund regelmäßig testet verstehe ich auch nicht ganz was sie dagegen haben. Im Prinzip ist das ja gut, als geimpfte ungetestete Person kann man eher infiziert sein und andere anstecken. Leider is Corona ein sehr heikles Thema bei manchen. Ich lasse mich da auch auf keine Diskussionen ein. Jeder wie er/sie möchte.

    Deine Schwestern sind ja leider sehr extrem in ihren Meinungen verfahren und lassen nichts anders zu.
    Ich bewundere ja schon fast dein Durchhaltevermögen und deine Geduld mit ihnen. Ich habe das bei meinem Bruder schon längst aufgegeben. Ich gehe immer vom schlimmsten aus, so bin ich nicht mehr enttäuscht sondern höchstens überrascht, wenn er sich doch mal an etwas hält.

    Steht deine Mama immer noch so schön zwischen euch und kann deine Schwestern da nicht ein bisschen ins Gewissen reden.
    Sie müssen sich ja eh nicht gleich komplett ändern aber ein kleiner Schritt auf dich zu wäre so schön.

    Könnten die 2 komplett ohne dich weitermachen? Du musst ihnen doch auch abgehen, oder?!

    Ich würde wohl (falls du das nicht eh schon gemacht hast) auf „Frontalangriff“ gehen und ganz unverblümt fragen was du/ihr machen müsstet damit es wieder so wird wie früher.
    Sie müssen doch auch ein Interesse daran haben, dass sich die Situation wieder entspannt. So hält das ja keiner auf Dauer aus.
  • @MinaTaliesin Danke dir für deine Antwort.
    Ich denke es ist genauso wie du sagst, für mich war meine Familie immer schon das wichtigste. Auf sie konnte ich mich bisher bedingungslos verlassen. Gerade deswegen fällt mir das auch jetzt so schwer, bzw will einfach nicht in meinen Kopf dass sowas bei uns passieren konnte.

    Ja, ich halte mich bei Diskussionen bezüglich Corona auch raus. Vor allem jetzt wo ich so zwischen den Stühlen stehe. Mit meinen Eltern kann ich diesbezüglich offener sprechen. Ich glaube ich habe es oben schon irgendwo erwähnt, erfreut dass mein Freund sich nicht impfen lässt ist keiner so wirklich aus meiner Familie. Aber meine Eltern akzeptieren es - sie können es genauso wenig ändern wie jemand anders. Und damit muss man leben, wenn man sich nicht komplett zerstreiten will.
    Ich hatte ja diesbezüglich auch schon einige Diskussionen mit meinem Freund, aber ich werde mich deswegen jetzt nicht von ihm trennen nur weil unsere Meinungen da ausseinander gehen. (Wurde mir traurigerweiße schon ein paar mal vorgeschlagen, auch von Freunden)
    Er war zb auch garnicht darüber erfreut als er erfahren hat dass ich mir die zweite Impfung direkt nach dem ersten Trimester abholen werde. Er hat es aber dann auch akzeptiert und sich um mich gekümmert als ich mit Impfnebenwirkungen auf der Couch gelegen hab. Ich finde das macht eine Beziehung aus und darüber freue ich mich eigentlich sehr, weil ich das so vorher nicht gekannt habe. Jemand so sein zu lassen wie er möchte und trotzdem dahinter stehen, trotz Zweifel.

    Heute Nachmittag hab ich wieder mal versucht das Gespräch mit einer meiner Schwestern zu suchen, nachdem ich von meiner Mutter erfahren hab dass sie sich "beschwert" dass ich so wenig zu Sachen in der Gruppe sag. Aber wir kamen dann natürlich sofort wieder auf das Thema Corona. Ich hab versucht das ganze abzubremsen, aber da fallen sofort Sachen wie "Ich will mit den ganzen Ungeimpften nichts zu tun haben". Nett ausgedrückt. Ich frage mich wirklich was sie da von mir erwartet obwohl sie meine Situation genau kennt.

    Ich glaub das war heute auch der ausschlaggebende Punkt warum ich wieder so sehr darüber nachdenke und traurig bin.

    Schade dass es bei dir @MinaTaliesin wohl auch nicht ganz rund läuft in der Familie. Ich frag mich langsam wirklich ob es bis zu einem gewissen Grad normal ist. Ich habe schon von so vielen Seiten gehört dass die Familie nicht wirklich zusammenhält.

    Meine Mutter steht nach wie vor zwischen uns. Sie verträgt sich nun wieder mit allen und versucht auch das ganze ein wenig zu lockern. Aber es funktioniert nur bedingt. Grad dreht sich halt auch alles um meine andere Schwester die jeden Moment ihr Baby bekommen wird. Das ist auch komplett verständlich und da will ich auch derzeit nichts in diese Richtung anfangen.

    Meine Schwestern sind ja Zwillinge, sie hatten schon immer ein stärkeres Band zueinander als zu mir. Derzeit sind Beide ja auch in Karenz bzw Mutterschutz und haben viel Zeit um miteiander zu reden, Dinge zu unternehmen usw.
    Sie treffen sich dann auch meistens bei meinen Eltern und verbringen da ihre freie Zeit.
    Ich bin derzeit noch vollzeit arbeiten und aufgrund der Entfernung ist es zeitlich dann auch nicht drin einfach auch mal dahin zu fahren und einen Nachmittag gemeinsam zu verbringen. Also die Beiden kommen sehr gut ohne mich zurecht.
    Ich fühl mich da teilweise schon ausgeschlossen auch wenns kindisch klingt.

    "Frontalangriff" klingt zwar gut, wird aber in diesem Fall nicht viel bringen ausser einen erneuten Streit befürchte ich. 1. wird sich nicht viel ändern solange mein Freund sich nicht impfen lässt und 2. kommen dann nur gegenseitige Schuldzuweisungen und das kann schnell wieder ausarten.

    Je länger ich darüber nachdenke, desto eher komme ich zum Entschluss es wird wohl nicht mehr viel anders werden. Der Gedanke der "heilen Familie" gehört wohl abgeschrieben und das Verhältnis unter uns wird wohl auf ewig "oberflächlich" bleiben.
    Meine Nichte und meinen Neffen sehe ich dann in der Gruppe auf Fotos und Videos und vielleicht mal zufällig bei meinen Eltern zuHause.

    Ich bin ehrlich gesagt sehr froh dass mein Baby um Weihnachten/Neujahr kommen soll, somit kann ich dieses Jahr Weihnachten mit gutem Grund bei der Familie auslassen. Das sind halt so Feierlichkeiten wo ich ALLE meine Lieben um mich haben möchte. Und ich möchte nicht dass sich da jemand ungewollt fühlen muss..
  • @Jigsawdani Familie kann man sich halt leider nicht aussuchen. 😐

    Ich an deiner Stelle würde mich jetzt auch mehr auf die eigene kleine Familie (also dein Freund, das baby und du) konzentrieren.
    Im Prinzip ist das ja bald deine neue Familie.

    Das mit dem zurückziehen zu Weihnachten und Neujahr ist sicher nicht schlecht. Es ist ja meist so schon eine stressige, wenn auch schöne Zeit. Da mal richtig zu entspannen und sich auf das Neugeborene zu konzentrieren wird dir und deinem Freund gut tun.

    Die Aussage: Ich will mit den ganzen Ungeimpften nichts zu tun haben. Finde ich echt arg. Sie ist erwachsen und muss ja wissen, wie sehr dich das trifft.

    Kann es sein, dass die beiden etwas verwöhnt wurden oder mehr im Mittelpunkt standen? Irgendwie klingt das für mich so. Oder hat das was mir den Hormonen in der SS zu tun?

    Mein Verhältnis zu meiner Familie hat sich, seitdem ich meinen Freund habe, auch etwas geändert. Früher waren halt meine Eltern die hauptbezugspersonen in meinem Leben, jetzt ist es mein Freund.
    Ist jetzt bei weitem nicht so tragisch wie bei dir aber eine gewisse Entfremdung merke ich auch.

    Ich glaube, bei euch spielen da ganz viele Kleinigkeiten zusammen.
  • @MinaTaliesin ja da hast du Recht, ich sollte mich echt auf "meine" Familie konzentrieren. Es ist halt einfach nur so schade drum. Mein Freund hat auch nicht wirklich eine Familie, es ist halt dann leider eher einsam.

    Meine Therapeutin hat das mit mir auch schon durchgesprochen, sie geht auch davon aus dass hier einiges von früher oder sogar aus unserer Kindheit mitspielt. Wir sind gerade dabei das durch zu gehen, es ist schon schwer so weit in der Vergangenheit zu kramen. Morgen hab ich wieder einen Termin, den brauche ich schon dringend.

    Ich werde Mal schlafen und hoffe dass es mir morgen wieder besser geht und ich nicht ganz so emotional bin wie heute. Glaub das Gespräch hat mich einfach so aufgewühlt.
    sista2002
  • tweety85tweety85

    1,312

    bearbeitet 31. August, 12:07
    @Jigsawdani

    Man merkt schon wie sehr es dich bedrückt (verständlicherweise) aber kann dir auch nur raten dich auf Deine Familie zu konzentrieren und eventuell die WhatsApp familiengruppe freiwillig zu verlassen und den Kontakt von dir aus zu beschränken um ein Zeichen zu setzen und dir deine psychische Gesundheit zu bewahren. Sie werden es dann schon merken was nicht okay war von ihrer Seite aus.
    Worte können sehr verletzen und manche Themen sind privat und gehen auch meine Schwestern, Mama, Papa etc nix an sondern bespreche ich nur mit den Menschen die unter einem Dach mit mir leben.

    Du kannst ihr Verhalten sowieso nicht verändern und je mehr Energie du da eingibst umso schlimmer wird es werden! Gib ihnen kein Futter mehr für ihren Hass oder Stoff zum Lästern.

    Freundlich bleiben ja. Aber alles darüber würde ich erst geben wenn sie wieder auf dich zukommen.
  • @Jigsawdani

    Und wenn du magst kann ich dir noch meine Situation schildern:
    Habe eben falls 2 Schwestern, wobei ich die Jüngste bin und das 1. Kind bekommen habe (such ähnlich wie bei dir eher nicht so Großer Kinderwunsch vorher gehabt;)
    Meine Schwestern haben es per Telefon von mir erfahren! 😉 war aber niemand böse, wir wohnen alle weiter entfernt und Kontakt war damals nicht der beste. Aber sauer war niemand, eher im Stress dass sie jetzt dann auch mal schwanger werden müssen.

    Die Geburt meiner Tochter hat dann regelrechten Babyboom ausgelöst. In einem Jahr haben wir sogar geschafft alle 3 ein Kind zu bekommen, mit einer Schwester kamen die babies auch im Abstand von 5 Tagrn zur welt😁
    Ich fand es voll schön aber klar ist man auch mal eifersüchtig auf die fehlende Aufmerksamkeit oder die fehlende Bereitschaft der eigenen Eltern auf die Kinder zu schauen , weil die gerade mit den Kindern der Schwestern beschäftigt sind. Aber diese bösen Sticheleien haben wir nicht. Und zum Thema impfen😱 wir haben 2 ungeimpfte schwiegersöhne und 1 geimpften und bei meinen Schwestern und war auch kein Thema, weil bitte jeder ist selbst verantwortlich. Und ob mich jetzt ein geimpfter oder ungeimpften ansteckt ist ja auch schon egal. Testen findecich da sowieso Voraussetzung für Besuche.

  • @tweety85 danke auch dir für deine Antwort.
    Ich bin ganz am Anfang der Streiterei direkt aus der Familiengruppe ausgetreten, weil es mir zuviel geworden ist. Da hab ich mich erstmal komplett abgekapselt. Das hat aber auch nur dazu geführt dass ich die Böse war die mit der restlichen Familie nichts zu tun haben möchte.
    Ich bin dann wieder beigetreten, auch um zu sehen was meine Nichte immer so treibt.
    Gestern hab ich ja auch erst wieder gehört dass ich ja zu wenig in der Gruppe schreibe und anscheinend wenig Interesse an meiner Nichte habe.
    Also wenn ich jetzt wieder austrete wirds vermute ich wieder schlimmer werden.😔

    Also derzeit versuche ich wirklich so zu tun als wär nix, ich kann aber auch nicht rund um die Uhr was zu Fotos und Videos sagen weil ich auch noch arbeiten muss. Ich glaube sie denken darüber nicht nach.


    Ich befürchte halt leider dass der Kontakt abbrechen wird wenn ich nicht dran bleibe. Oder es einfach eiskalt wird und das möchte ich nicht.
  • tweety85tweety85

    1,312

    bearbeitet 31. August, 15:17
    @Jigsawdani

    Sie setzen dich da aber schon ganz schön unter Druck und wenn mir jemand wichtig ist finde ich auch Abseits von WhatsApp oder Facebook Möglichkeiten. Dieses tägliche herumschickenvon kinderfotos, Videos etc nervt doch auf Dauer und man tut es ja meistens eh nur um dem anderen zu zeigen wie toll sein eigenes Kind ist🙄
    Also ich bin aus WhatsApp ausgestiegen und nach fast 4 jahre WhatsApp frei habe ich nach wie vor Kontakt zu meiner Familie und sogar besser als vorher. Wir besuchen uns regelmäßig und schenken jedes Jahr zu Weihnachten einen Foto Kalender den immer eine von uns gestaltet mit allen kinderfotos.

    Du wirst bald selber Mama und wirst andere Prioritäten in deinem Leben bekommen. Ich freue mich jetzt echt sehr wenn ich meine Schwestern und deren Kinder sehe, und das kam mit der Zeit von alleine. Ich wünsche es euch auch so und denke es wird nicht zum Kontaktabbruch kommen aber manchmal ist es wichtig such auf den Tisch zu hauen und mal anzuecken damit es dann in Zukunft wieder besser läuft.
  • Das ist ja grad keine leichte Situation für dich @Jigsawdani Ich denke auch, dass es ein falsches Signal sein könnte aus der Whatsappgrupoe auszutreten. Das könnte so verstanden werden, als wäre das Interesse von deiner Seite nicht da. Aber so ist es ja nicht.

    Das Impfthema kenne ich auch. Ich sehe es so wie du, dass man die Entscheidung von jedem akzeptieren muss. Ich kenne auch Familien, die die "Ungeimpfte Verwandtschaft" nicht mehr sehen wollen, da sie diese als "Gefährder" und "rücksichtslos" oder "egoistisch" sehen, selbst wenn diese bereit sind sich vor den Treffen zu testen.
    Gleichzeitig finde ich, dass jeder, der Angst vor Ansteckung hat, auch das Recht hat seine Kontakte soweit einzuschränken.

    Ich finde diese gesellschaftliche Spaltung sehr schade.
    Wir werden uns damit noch intensiv auseinander setzen müssen.
  • bearbeitet 1. September, 06:22
    @Jigsawdani erstmal tut es mir sehr leid, dass du das gerade so durchmachen musst. Das ist bestimmt sehr schwer für dich.

    Auch, dass du und dein Partner bzgl Corona nicht einer Meinung seid stelle ich mir schwierig vor. Ihr scheint aber einen wirklich guten Weg gefunden zu haben, gemeinsam mit den unterschiedlichen Ansichten umzugehen - das zeugt von Respekt und Wertschätzung und finde ich sehr schön.
    Wenn deinen Schwestern das Testen nicht reicht, dann vlt Test und FFP2 Maske? Ich werde das selbst auch so handhaben mit meinem Baby im Wochenbett. Wenn deine Schwestern wirklich so große Angst haben dann muss man das auch akzeptieren, und gerade mit Neugeborenem ist man halt noch mehr Löwenmama. Aber ein grundsätzliches ausschließen deines Partners geht nicht und da würde ich mich auch klar an seiner Seite positionieren.

    Was Familie angeht: ich glaube nicht an die perfekte Familie. Jede Familie hat ihre Themen und Konflikte.
    Was mir persönlich auffällt und aufgefallen ist: in der Schwangerschaft und insbesondere dann nach der Geburt setzt man sich oft - ob bewusst oder unbewusst - genauer damit auseinander. Vermutlich ist das auch eine Form der Vorbereitung für die Mutterschaft. Ich musste von meinen Geschwistern auch einiges einstecken, insbesondere von meiner Schwester die zwar selbst Mutter aber leider auch sehr unglücklich verheiratet ist und mir mein Glück einfach nicht gönnen konnte bzw kann.
    Unter Geschwistern, insbesondere Schwestern, gibt es oft ein großes Konkurrenzdenken und vlt gibt es da gerade etwas das deine Schwestern triggert. Für mich klingt es ein bissl nach einem Kampf nach Aufmerksamkeit für die eigenen Kinder.

    Die Antwort ist: du kannst leider nicht die Situation ändern sondern nur deine Erwartungen. Das ist schmerzhaft und schwierig, aber das einzige in deiner Macht. Außerdem möchte ich dir sagen, dass für einen netten, warmen Kontakt immer 2 Seiten verantwortlich sind und nicht nur du. Begib dich nicht in die Rolle des Bittstellers.

    Ich würde aus der Gruppe nicht austreten, weil dadurch noch mehr Drama entstehen könnte. Aber, ich würde die Gruppe auf stumm schalten und einfach nichts mehr senden bzw nur wenig kommentieren. Wenn jemand fragt dann kannst du ja sagen, dass du gerade viel um die Ohren hast oder müde bist durch die SS, oder oder… du bist keinem Rechenschaft schuldig.
    Ich selbst habe WA grundsätzlich auf stumm, weil ich nicht dauernd aufs Handy schauen und erreichbar sein möchte, und wenn jemand fragt dann kommuniziere ich das auch so. Aktivitätsstatus kann man auch abstellen - dann sieht auch niemand was du gesehen hast und was nicht.
  • tweety85tweety85

    1,312

    bearbeitet 1. September, 08:37
    Genau das kritisiere ich ja an diesen ganzen WhatsApp Familiengruppen. Wenn die einzige Möglichkeit ist es auf stumm zu schalten und man ja im Grunde eh keine Lust drauf hat dann bringt es doch nichts. Das ist ja wirklich ein Stressfaktor. Ständig etwas kommentieren zu müssen und wenn man eh weiß dass die Stimmung schon angespannt ist. Das kennt ihr doch alle. Man überprüft den online Status des anderen, schaut ob er es schon gelesen, kommentiert hat und wenn nicht fratschelt man vielleicht noch die anderen Familienmitglieder aus warum der andere nicht geschrieben hat und was los ist 🤯🙈
    Dann lieber mal wieder die Böse sein und da aussteigen mit der Begründung, dass man sehr wohl Interesse an den Nichten hat aber keine Zeit für WhatsApp dauerberieselung. Das fand ich früher super mit Freunden, Arbeitskollegen, aber meine Eltrn und Geschwister habe ich auch klar formuliert das ich mit ihnen lieber telefoniere, sie in echt sehe als das zu nutzen, auch weil es wie bei @Jigsawdani ständig im Konkurrenzkampf und haschen um Aufmerksamkeit ausartete. Wenn das DER Grund ist warum dr Kontakt mit allen abbricht, dann stimmt aber mit denen etwas nicht.

    Wenn sie in der Gruppe ist und wenig schreibt passt es nicht,
    Wenn sie die Gruppe verlässt passt es nicht. Und mich hätte es ja schon gereicht wenn ich erfahren hätte, dass meine Schwester beleidigt ist, weil ich ein Kind bekomme und sie jetzt im nächsten Jahr nicht schwanger werden kann deswegen 🙈🙈
  • @tweety85 Ich möchte Whattsapp eigentlich nicht komplett löschen. Aber ich bin sonst auch in keinen sozialen Medien (ausgenommen eben Whattsapp und das Babyforum) mehr aktiv. Alleine Facebook nicht mehr zu haben war für mich eine totale Erleichterung. Also in gewisser weise kann ich das total nachvollziehen aber wenn ich jetzt auch noch Whattsapp entferne habe ich fast Angst vor der "Vereinsamung". Auch wenn's blöd klingt und wahrscheinlich auch nicht stimmt.

    Die Gruppen habe ich alle auf stumm und ich reagiere auch nicht auf alles. Die blauen Haken sind auch aus und das zuletzt online interessiert mich auch nicht. Aber das war schon vor den ganzen Streitigkeiten so und war da auch niemals ein Problem.

    @Papaya ich fürchte da hast du Recht. Dieses "2 Klassen-denken" wird bestimmt noch ein großes Problem werden. Ich persönlich tu mir jetzt schon richtig schwer damit, auch wenn man versucht sich raus zu halten funktioniert das leider nicht immer. Grad wenn es dann im "engsten" Umfeld auch dauernd darum geht.

    @mydreamcametrue natürlich wäre auch das Tragen einer ffp2 Maske zusätzlich gar kein Problem. Das haben wir damals auch schon nach der Geburt meiner Nichte so gemacht.

    Ich war gestern ja wieder bei der Gesprächstherapie und da sind wir eigentlich auch auf dasselbe gekommen wie ihr hier alle sagt. Die perfekte Familie gibt es nicht wirklich und man stellt es sich auch irgendwie immer besser vor als es tatsächlich ist.
    Das Verhältnis zu meinen Schwestern war als wir Klein waren nicht ganz so gut, erst später als junge Erwachsene wo wir doch noch alle "alleine" waren wurde es besser. Ich habe da bisher bestimmt auch zuviel hinein interpretiert.
    Jetzt haben alle ihren "Anhang" und dann muss natürlich auch darauf Rücksicht genommen werden.

    Und ja, seitdem ich schwanger bin ist Familie auch noch mehr Thema für mich geworden und man sieht das alles von einem anderen Blickwinkel aus.

    Meine Therapeutin hat mir auch noch den Tipp gegeben meine Schwester nach der Geburt dann direkt zu fragen wie es aussieht mit einem Besuch und ob mein Freund dann - getestet und maskiert - mitkommen kann oder nicht.
    Damit sie das selbst entscheiden kann ohne dann wieder eine blöde Nachrede zu haben. . Kann mir nämlich vorstellen dass es dann auch wieder nicht passt wenn er einfach gar nicht mitkommt.
  • @Jigsawdani

    Versteh dich da voll gut mit der Angst vor dem Vereinsamen. Das hat jeder und die Leute, die ganz schlecht alleine sein können oder Bestätigung brauchen nutzen halt auch oft diese sozialen Kanäle ( ich war früher extrem) Für mich war es dann sehr befreiend darauf zu verzichten. Und gleichzeitig habe ich mich von vielen alten Freunden getrennt die einfach keine richtigen Freunde waren. Gleich wie diese ganzen FB freunde die man eh kaum in echt sieht.
    Generell bin ich jetzt einfach wählerisch geworden mit wem und was ich meine Freizeit verbringe und das gilt auch für Familie. Vielleich liegt es am Alter, oder dass ich jetzt Mama bin. Ichliebe meine Schwestern sehr aber will nicht ständig alles von ihnen mitbekommen müssen😆 unsere kinder sind alle fast gleich alt und je älter sie werden umso besser verstehen wir uns und das Leid der anderen. Das wird bei euch sicher auch so kommen🙂🤗
  • @tweety85 vielen Dank. Das macht mir schon ein bisschen Mut wenn ich mir deinen Text so durchlese. Grad scheint alles einfach nur so endgültig und ausweglos zu sein.
    Dadurch dass ich kein Facebook hab, hab ich auch ganz schön "ausgemistet" was meinen Freunde/Bekanntenkreis betrifft. Aus der großen Familiengruppe, wo auch Tanten, Onkel, Cousinen usw sind bin ich vor einigen Jahren auch ausgetreten. Und mir ist halt leider aufgefallen dass man gleich Mal uninteressant wird, wenn man nicht mehr mit dabei ist. Ich hab zu keinen meiner weiteren Verwandten Kontakt. Außer man trifft sich Mal bei Familienfesten oder zufällig.
    Und daher glaub ich auch die Angst dass mir die "wenige" Familie auch noch entgleitet die ich noch hab...

    Ich bin nun auch zum zweiten Mal Tante geworden. Ich freue mich sehr darüber und auch dass alles gesund und munter ist. Meine Schwester hat mich dann zwar Abends nach der Geburt kurz angerufen, aber viel haben wir nicht geredet weil sie von der Narkose noch ziemlich mitgenommen war und ich meinte sie soll sich erstmal ausruhen.
    Hab dann am nächsten Tag von mir aus geschrieben sie soll sich doch bitte bei Zeit bei mir melden. Das war wieder nur ein Gespräch von 2 Minuten.

    Sie sind nun auch schon zu Hause und es geht wieder gleich weiter wie bisher..
    Meine Mutter war die erste bei ihr zu Besuch und meinte dass geplant ist dass dann ich und meine Schwester vorbei kommen können um den Kleinen zu sehen.
    Nunja, heute ist - natürlich ohne dass ein sterbenswort darüber verloren wurde - meine andere Schwester dort gewesen auf Besuch. Bisher kam auch keine Einladung, auf die ich eigentlich warte. Prinzipiell dachte ich halt dass ich und meine Schwester gemeinsam hinfahren, so wurde es besprochen.

    Es ist jetzt endgültig der Punkt gekommen dass ich sage ich melde mich nicht mehr, es sei denn ich werde etwas gefragt.
    Ich habe die letzten Tage viel in der Gruppe geschrieben und immer reagiert wenn etwas vom Neugeborenen kam. Ich hab meiner anderen Schwester sogar Sachen vorbei gebracht die sie dringend benötigt hat obwohl sie genug Zeit hätte es selber abzuholen.
    Ich merke einfach wie weh es jedesmal tut wenn man dann wieder enttäuscht wird. Ich bin jetzt schwanger und ich verliere immer mehr die hart erkämpfte Freude daran. Das klingt schlimm, aber es ist traurigerweise echt so. Das hat mein Baby auch nicht verdient.

    Die Glückwunschkarte zur Geburt meines Neffens ist heute per Post rausgegangen. Dachte zwar ich bringe sie persönlich vorbei, aber ich glaube ich werde das Baby leider nicht so schnell besuchen dürfen.
    Bin wirklich traurig.
  • @Jigsawdani Warum sagt dir deine Mutter "wie es geplant ist"?
    Ihr seid erwachsen und könnt euch das ausmachen. Ruf deine Schwester doch einfach an und frag ob es für sie passt wenn du kurz vorbei schaust? Und wenn es gerade nicht passt, dann besuch sie halt später mal, wenn es für sie ok ist. Sie ist im Wochenbett, da laden die wenigsten gleich Freunde/Familie ein.
  • @Papaya nein, nein. Natürlich kam der "Plan" von meiner Schwester. Meine Mutter hat es nur so mir mir kommuniziert nachdem sie bei meiner Schwester auf Besuch war.

    Heute hat sich aber voll viel getan, meine Schwester hat angerufen weil sie unbedingt wollte dass ich heute noch vorbei komme. Hab das dann auch gemacht, der Kleine ist wirklich bezaubernd und das Treffen ganz nett. Vielleicht war das ein guter Anfang.
    Es kam mir auch so vor als wäre meine Schwester viel entspannter als die letzte Zeit.
    Ich hoffe stark dass sich die ganze Sache ein wenig beruhigt nachdem das Treffen jetzt so gut lief.
    Ich danke euch allen für das Zuhören und die guten Ratschläge.
    tweety85
  • @Jigsawdani Genieß deine Schwangerschaft und mach dir bitte nicht so viele Gedanken. Wenn dich was ärgert,meld dich telefonisch bei ihnen und schaff das gleich aus der Welt bevor es dich zerfrisst. Und ganz ehrlich in punkto impfen. Sagt doch einfach, dass er geimpft ist, damit ihr eure Ruhe habt. Ich mein damit nicht, dass lügen toll ist (und ja ich bin selbst geimpft) aber immer diese endlosen Diskussionen und das Ausschließen hat dann ein Ende. Und wenn er eh vorher getestet ist, dann braucht ihr euch auch keine Sorgen machen. Glaub mir, dass mit den „Muttergefühlen“ wird auch noch werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass du eine scheiß Zeit mit den Ängsten und Depressionen hinter dir hast, aber alles was du in deiner Familie gesehen hast, den Rückhalt, die Liebe usw, dass alles wirst du noch viel stärker erfahren, wenn du dein Baby im Arm hälst. Es wird immer an deiner Seite sein. Mach dir keine Sorgen alles wird gut. Familienstreit hin oder her es wird noch so viele geben, du darfst dich nicht immer so runterziehen lassen und alles zu Tode analysieren. Wünsch dir alles Gute meine Liebe!! Wann hast du ET?
  • Buchi1Buchi1

    289

    bearbeitet 11. September, 05:07
    @Jigsawdani ich würde auch einfach wie sofiasss vorgeschlagen hat lügen, was die Impfung betrifft, wenn da der Hund begraben liegt und nicht was ganz anderes dahinter steckt. Ich finde du darfst da auch Mal auf DEINE Bedürfnisse achten, denn für mich klingt das so, als würdest du dich immer nur nach deinen Schwestern richten. Ich wünsche dir eine tolle Schwangerschaft! Schau auf DICH!
  • bearbeitet 11. September, 06:09
    Jigsawdani schrieb: »
    @tweety85 vielen Dank. Das macht mir schon ein bisschen Mut wenn ich mir deinen Text so durchlese. Grad scheint alles einfach nur so endgültig und ausweglos zu sein.
    Dadurch dass ich kein Facebook hab, hab ich auch ganz schön "ausgemistet" was meinen Freunde/Bekanntenkreis betrifft. Aus der großen Familiengruppe, wo auch Tanten, Onkel, Cousinen usw sind bin ich vor einigen Jahren auch ausgetreten. Und mir ist halt leider aufgefallen dass man gleich Mal uninteressant wird, wenn man nicht mehr mit dabei ist. Ich hab zu keinen meiner weiteren Verwandten Kontakt. Außer man trifft sich Mal bei Familienfesten oder zufällig.
    Und daher glaub ich auch die Angst dass mir die "wenige" Familie auch noch entgleitet die ich noch hab...

    Ich bin nun auch zum zweiten Mal Tante geworden. Ich freue mich sehr darüber und auch dass alles gesund und munter ist. Meine Schwester hat mich dann zwar Abends nach der Geburt kurz angerufen, aber viel haben wir nicht geredet weil sie von der Narkose noch ziemlich mitgenommen war und ich meinte sie soll sich erstmal ausruhen.
    Hab dann am nächsten Tag von mir aus geschrieben sie soll sich doch bitte bei Zeit bei mir melden. Das war wieder nur ein Gespräch von 2 Minuten.

    Sie sind nun auch schon zu Hause und es geht wieder gleich weiter wie bisher..
    Meine Mutter war die erste bei ihr zu Besuch und meinte dass geplant ist dass dann ich und meine Schwester vorbei kommen können um den Kleinen zu sehen.
    Nunja, heute ist - natürlich ohne dass ein sterbenswort darüber verloren wurde - meine andere Schwester dort gewesen auf Besuch. Bisher kam auch keine Einladung, auf die ich eigentlich warte. Prinzipiell dachte ich halt dass ich und meine Schwester gemeinsam hinfahren, so wurde es besprochen.

    Es ist jetzt endgültig der Punkt gekommen dass ich sage ich melde mich nicht mehr, es sei denn ich werde etwas gefragt.
    Ich habe die letzten Tage viel in der Gruppe geschrieben und immer reagiert wenn etwas vom Neugeborenen kam. Ich hab meiner anderen Schwester sogar Sachen vorbei gebracht die sie dringend benötigt hat obwohl sie genug Zeit hätte es selber abzuholen.
    Ich merke einfach wie weh es jedesmal tut wenn man dann wieder enttäuscht wird. Ich bin jetzt schwanger und ich verliere immer mehr die hart erkämpfte Freude daran. Das klingt schlimm, aber es ist traurigerweise echt so. Das hat mein Baby auch nicht verdient.

    Die Glückwunschkarte zur Geburt meines Neffens ist heute per Post rausgegangen. Dachte zwar ich bringe sie persönlich vorbei, aber ich glaube ich werde das Baby leider nicht so schnell besuchen dürfen.
    Bin wirklich traurig.

    Such mal nach meinem Thread hier im Forum. Ich hab über Desinteresse der Familie geschrieben.

    Du suchst nach Aufmerksamkeit und "Bestätigung" (nicht böse gemeint, aber das machen ja viele "Kinder" wie wir alle auch waren/sind bei unseren Familien) an der falschen Stelle.
    Deine Familie wird dir wie es scheint deine Lücke die du empfindest nicht füllen. Du setzt immer wieder nette Aktionen, in der Hoffnung, dass diese gesehen und honoriert werden.
    Ich muss leider aus Erfahrung sagen, dass es sein kann, dass dieser Punkt aber nie kommen wird, wo jemand sagt "Gut gemacht, toll gemacht, du bist super wie du bist, DANKE!"

    Setze deine Energien da ein, wo auch etwas zurück kommt. Lauf nicht den falschen Leuten nach und geh dadurch drauf (ich kenn es wie gesagt zu gut... bei mir ists ebenso die Familie).
    Kontakt halten zur Familie JA. Aber wenn du Liebe Worte brauchst, gesehen werden willst wie du bist in deinen netten Facetten, Anteilnahme an deiner Schwangerschaft möchtest usw schreib lieben Freunden etc...
    Und auch du hast viel positives zu geben - Wenn es von deiner Familie aber nicht genommen werden will und du dadurch traurig wirst, heb auch diese Energien für Menschen auf, die es schätzen ❤️


    Es geht bei euch so viel um Kleinigkeiten im "Rundherum" und in Wahrheit geht's darum "Ich fühl mich nicht gesehen!". Das kränkt. Lauf niemanden nach, setze keine Taten in der Hoffnung, dass deine Familie sie positiv anerkennt und du dich dann auch besser fühlst.
    Du bist nämlich okay und toll wie du bist, auch wenn Schwestern und Mutter abweisend sind ❤️ Es ist schön, dass du ein Baby bekommst 💜 Es gibt viele Leute die sich gewiss mit dir darüber freuen. Lass dir deine Freude nicht nehmen (auch das ist sooo Thema in meinem Thread gewesen) - wichtig ist, dass dein Mann und du euch aufs Butzi freuen könnt - dann wird sich das Kleine geliebt fühlen. Egal ob eine Schwester was liebes dazu sagt, oder die Oma kommt /nicht kommt 👌
    mydreamcametruesosoMohnblume88PapayaJigsawdaniVerena91
  • Danke für eure Antworten, ich komme leider erst jetzt dazu zu schreiben.

    @sofiasss und @Buchi1 Ich bin mir nicht sicher ob "lügen" oder sich rausreden die richtige Option ist. Ob man geimpft ist oder nicht, kommt halt schnell mal raus wenn man dann eventuell was gemeinsam macht. Ich finde das schwierig und möchte ich eigentlich nicht machen.

    Sofiasss du hast schon recht, ich analysiere wirklich jeden Fuzzel zu Tode. Die meisten Dinge die bei mir hängen bleiben, haben andere schon längst vergessen und dann verstricke ich mich darin.
    Mein ET ist der 31.12, ich habe also noch etwas Zeit mich 100 Prozent darauf einzustellen. Es ist ja auch nicht so dass ich mich garnicht freue. Im Gegenteil. Ich freue mich sehr, aber durch so Streitereien rückt das Ganze mit meinem Baby total in den HIntergrund.

    @Klumpenstein Auch dir danke für deine Antwort. Ich habe mir deinen Thread durchgelesen. Erstmal freut es mich sehr dass du so einen guten Weg für dich und deine Familie gefunden hast.
    Ja, ich suche nach Aufmerksamkeit und Bestätigung. Das ist auch in meiner Therapie immer großes Thema und ich habe auch bereits mit meinem Inneren Kind zu arbeiten begonnen. Ich glaube ich habe es oben irgendwo erwähnt aber es war in unserer Kindheit schon immer so das wir alle "Nr 1" sein wollten. Leider ist aufgrund der Selbständigkeit und der vielen Arbeit der Eltern immer einiges auf der Strecke geblieben was uns Kinder betroffen hat. Natürlich haben sie das nicht mit Absicht gemacht und immer gut auf uns geschaut. Aber grad jetzt merke ich immer stärker dass das nicht ganz spurlos an mir vorüber gegangen ist. Und bestimmt auch nicht bei meinen Schwestern.
    Ich merke zb auch dass das Ganze viel stärker ist, wenn ich einen nicht ganz so tollen Tag hatte oder es irgend einen Zwist zwischen mir und meinem Freund gab. Dann wird alles Schlechte der Welt auf die Waagschale gelegt und ich falle in mein tiefes Loch.

    Ich habe jetzt erstmal meine Therapiestunden "erhöht" und gehe noch regelmäßiger hin. Ich merke das tut mir grad in der "akuten" Zeit ganz gut und hilft mir ungemein.

    Ja, und du hast auch vollkommen Recht damit dass sich viele Leute sehr offensichtlich mit mir freuen. Ich habe bereits so viele Sachen geschenkt bekommen, auch von Leuten wo ich es niemals erwartet hätte. Sie schreiben mir und fragen mich wie es uns geht. Und das ganz ohen dass ich mich vorher aufdrängen muss.

    Meine Schwestern haben sich übrigens seit der Geburt meines Neffens wieder etwas beruhigt. Sehr seltsam wie schlagartig das Ganze sich nun geändert hat. Die Schwester mit dem Neugeborenen hat sich sogar sehr darüber gefreut dass ich sie gleich besucht hab, weil sie unbedingt wollte dass "alle wichtigen" Personen das Baby zuerst besuchen kommen. Vielleicht hat sie nach der Geburt gemerkt dass ihr Baby was ganz Besonderes und Einzigartiges ist, und das auch nichts mit mir zu tun hat. <3<br>
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