Blog

Gesunde Ernährung – Mama und Papa als Vorbild!

Ernährung – dieses Thema begleitet uns von Anfang an. Schon Neugeborene haben einen natürlichen Instinkt, sie suchen die Brust der Mutter oder Saugen wie selbstverständlich an einem Fläschchen mit Säuglingsanfangsmilch. Auch auf Babyforum.at wird darüber fleißig diskutiert. Wann beginne ich mit der Beikost? Wie viel Obst und Gemüse soll mein Kind essen? Und was mache ich mit ausgesprochen schlechten „Essern“? Mit allen möglichen Fragen zum Thema Kleinkindernährung beschäftigt sich auch eine wissenschaftlich angelegte Publikation, die wir euch hier vorstellen möchten.

Die Ergebnisse der Studie

Wie ist es denn nun um unser Ernährungsbewusstsein bestellt? Die aktuelle Marktagent-Studie mit dem Titel „WOW FACTS - Umfrage rund um die Ernährung von Kleinkindern“, liefert ein paar interessante Antworten. Und wir sind uns sicher, dass sich einige von euch in den Ergebnissen wiederfinden werden. Prof. Dr. Petra Rust, Ernährungswissenschafterin vom Department für Ernährungswissenschaften an der Universität Wien, ist im Großen und Ganzen zufrieden, sie betont allerdings auch, dass viele Eltern den tatsächlichen Nährstoffbedarf ihres Kindes unterschätzen. Zu echten Mangelerscheinungen kommt es dadurch zum Glück nicht, es zeigt jedoch, dass wir unsere Kinder noch besser unterstützen können. Gerade im Kleinkindalter fordern Wachstum, Sprachentwicklung und zahlreiche Infekte den Organismus der Kleinsten. Sie erkunden die Welt in einem rasanten Tempo und eignen sich dabei ganz automatisch neue Fähigkeiten an. Kleinkindgerechte Ernährung ist ein guter Weg, um unserem Nachwuchs bei diesen essentiellen Entwicklungsschritten zu helfen. Das wissen laut Studie auch 70% aller Befragten. Ob es denn mit der richtigen Ernährung auch im Alltag klappt, wollte Marktagent.com herausfinden. Und hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:

  • 60,7% der zwei- bis dreijährigen Kinder essen in der Regel die gleichen Hauptmahlzeiten wie ihre Eltern.
  • Rund 43% der zwei- bis dreijährigen Kinder essen mehrmals täglich Obst.
  • Nur jedes vierte Kind konsumiert täglich Milch oder Milchprodukte (Käse, Topfen, Butter, Milch, Joghurt).
  • Nur jedes fünfte Kind nimmt einmal oder mehrmals täglich Gemüse zu sich.
  • 63,2% aller Befragten geben an, dass ihnen bewusst ist, wie wichtig die Ernährung des Kindes in den ersten drei Lebensjahren ist.
  • 28% aller Eltern fühlen sich zum Nährstoffbedarf ihrer Kleinkinder nicht ausreichend informiert.
  • 34% aller Befragten wissen über den Vitamin D Bedarf ihres Kindes Bescheid. Noch weniger, nämlich 22%, wissen wie viel Eisen ein Kleinkind benötigt.
  • Dem Großteil aller Eltern (66,1%) ist nicht bewusst, dass eine hohe Eiweißzufuhr in der Kindheit das Risiko für späteres Übergewicht erhöht.

Buntes am Teller

Was wir tun können, erklärt Ernährungswissenschafterin Rust so: „Bedarfsgerechte Ernährung besteht aus einer abwechslungsreichen Auswahl an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide sowie Fisch, magerem Fleisch und Milchprodukten. Dies ist nicht nur hinsichtlich einer optimalen Nährstoffversorgung wichtig, sondern auch um neue Geschmacksrichtungen und Texturen kennen zu lernen. Daher sollte auf die Zugabe von Zucker, Salz und Gewürzen verzichtet werden. Portionsgrößen müssen dem Alter angepasst werden. Unter einer Portion versteht man – eine Portion so groß wie eine Kinderhand“.

Tipp: Vitamin D sorgt für ein starkes Immunsystem. Du kannst einem Mangel vorbeugen, indem du auf Lebensmittel zurückgreifst, die mit Vitamin D angereichert sind, z.B. Kindermilch.

Eltern sollten außerdem darauf achten, dass das Bewusstsein für gesunde Kleinkindernährung nicht an der Umsetzung scheitert. Gerade Mütter von kleinen Kindern wissen wie hektisch der Familienalltag manchmal sein kann. Umso wichtiger ist es, gelegentlich zu prüfen, ob der Nachwuchs auch alle Nährstoffe bekommt, die er benötigt. Intensive „Ich mag das nicht essen“ und „Nudel- oder Kartoffelphasen“ sollten dir kein Kopfzerbrechen bereiten. Sie gehören einfach dazu und sind ganz natürlich. In dieser Zeit kannst du deinem Kind dennoch unterschiedliche Lebensmittel anbieten (ohne Druck), irgendwann wird es bestimmt zugreifen.

Hintergrundinformationen zur Studie
505 Netto-Interviews, Respondentinnen sind Personen in Österreich, zwischen 20 und 39 Jahren alt, wohnen in Österreich und haben zumindest ein Kind im Alter von 0 bis 3 Jahren. Umfrage durchgeführt von marketagent.com und von MILUPA finanziert.

Zurück

Einen Kommentar schreiben