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Die Entwicklung des Babys fördern – Für ein gesundes Wachstum von Anfang an

Mamis wollen nur das Beste für ihr Baby. Das beginnt, sobald sie wissen, dass sie schwanger sind. Ab da sind sie ständig in Sorge, dass es ihrem Sprössling auch gut geht und dass er sich gesund entwickelt. Persönliche Fähigkeit, Gesundheit und körperliche Entwicklung – sie tun alles dafür, um ihr Baby in allen Bereichen auf einen guten Start in das Leben vorzubereiten. Wir zeigen dir, wie du die gesunde Entwicklung deines Kindes von Anfang an fördern kannst.

Die persönlichen Fähigkeiten

Einige intellektuelle Fähigkeiten des Babys werden bereits im Bauch der Mutter angelegt. Zu diesen Fähigkeiten gehört es, Gegenstände, Situationen und Personen zu erkennen und einzuordnen. Die Basis dafür wird bereits im Mutterleib gelegt. Das Baby reagiert bereits als Fötus auf Geräusche von außerhalb des Bauches. So hört das Baby über Monate schon die Stimme seiner Mami, die es nach der Geburt direkt wiedererkennt. Auch ihr Gesicht wird es sich schnell merken.

Um die emotionale Bindung zwischen der Mutter und ihrem neugeborenen Kind zu fördern, ist viel Körperkontakt wichtig. Sanftes Streicheln, Zureden und Kuscheln legen die Basis für die emotionale und soziale Entwicklung. Das Kind lernt, Gefühle zu erkennen, selbst auszudrücken und eine Bindung zu anderen Menschen aufzubauen. Außerdem erhöht viel Körperkontakt das Wohlbefinden des Babys. Eine enge Mutter-Kind-Beziehung ist auch für die Sprachentwicklung von Bedeutung. Dann sieht das Kind später seine Eltern als Kommunikationspartner an, von denen es lernt.

Für die Förderung ihrer Fähigkeiten sollten Mamis ihren Kleinsten zudem keine Tätigkeiten abnehmen, die sie bereits erlernt haben. Nach einer Rassel greifen, mit dem Löffel selbst Brei essen, die Jacke anziehen – sobald das Kind solche Dinge erlernt hat, sollte es sie auch in Zukunft immer selbst tun. Auch wenn das manchmal sehr lange dauern kann. Aber nur durch Übung kann es diese Fähigkeiten verbessern und hat Erfolgserlebnisse. Diese wiederum geben ihm die Motivation dazu, immer wieder neue Herausforderungen zu suchen.

Die Gesundheit

Mütter sind vor und nach der Geburt ihres Sprösslings stets um dessen Gesundheit besorgt. Um eine gesunde Entwicklung zu fördern, ist eine Versorgung mit den nötigen Nährstoffen wichtig. Das beginnt schon im Bauch der Mutter. Neben Alkohol, Zigaretten, bestimmten Medikamenten und anderen Mitteln sollten unbedingt Schwangere auf bestimmte Lebensmittel verzichten, um ihr ungeborenes Kind nicht zu gefährden. Wichtig ist generell eine ausgewogene und gesunde Ernährung, um sich und das Baby optimal zu versorgen.

Denn etwa vier Prozent der Schwangeren erkranken an einem Schwangerschaftsdiabetes, da sie bei Heißhunger zu viele zuckerhaltige Nahrungsmitteln essen. Um das zu vermeiden, sollten werdende Mütter lieber zu gesunden Alternativen greifen und viel Gemüse essen. Das beugt einer Zuckerkrankheit vor. Dazu kann auch Sport beitragen. Denn sportliche Aktivitäten regulieren den Insulinspiegel und tragen somit zu einem normalen Blutzuckerspiegel bei.

Außerdem hat Sport in der Schwangerschaft noch weitere positive Effekte für Mutter und Kind. Zum Beispiel sorgt Bewegung für mehr Wohlbefinden und fördert die Durchblutung, was auch für die Gebärmutter und die Plazenta gilt. Dadurch wird das Kind besser versorgt. Der Sport ist auch für die Gesundheit seines Herzens von Vorteil. Doch welche Sportarten eignen sich für Schwangere? Am besten sind die folgenden:

  • (Schwangeren-)Gymnastik
  • Schwimmen
  • Yoga
  • Qi Gong
  • Nordic Walking
  • Fahrrad fahren

Grundsätzlich kann eine werdende Mutter den Sport betreiben, bei dem sie sich gut fühlt. Sportarten, bei denen eine Sturz- oder Stoßgefahr besteht oder bei der viel gesprungen wird, sollten aus Sicherheitsgründen allerdings eher vermieden werden.

Mamis sollten auch über die Schwangerschaft hinaus auf die richtige Ernährung ihres Babys achten. Viele Kinder essen bereits ab dem ersten Geburtstag die gleiche Kost wie der Rest der Familie. Was viele nicht wissen: Dieses Essen erfüllt nur in den seltensten Fällen den eigentlichen Nährstoffbedarf der Kleinen. Zwar lautet die allgemeine Empfehlung, dass Kinder ab dem ersten Lebensjahr nach und nach an die Familienkost herangeführt werden sollen. Tatsächlich sind aber die ersten tausend Tage entscheidend für eine gesunde Entwicklung des Kindes, von der Befruchtung an bis zum zweiten Geburtstag. Die richtige Nahrung verschafft dem Kind einen deutlichen Gesundheitsbonus für die späteren Lebensjahre. Der tägliche Bedarf liegt dabei höher als der eines Erwachsenen.

  • Kalzium für den Knochenaufbau und um Organe, Herzschlag und den Blutkreislauf gesund zu halten
  • Eiweiß für den Aufbau von Zellen und Gewebe
  • Getreide mit wichtigen Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen

Am wichtigsten für die Ernährung von Kindern ist es, viel Wasser zu trinken sowie viele pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Getreide oder Kartoffeln zu essen. Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Fisch, Eier oder Milchprodukte sollen in Maßen genossen werden. Salz, Zucker, Süßigkeiten und fettreichen Lebensmitteln sollten Kinder nur in sparsamen Mengen zu sich nehmen.

Die Sinne

Das erste, was Föten im Bauch lernen, ist tasten. Danach erst entwickelt sich die übrigen Sinne wie der Hör- und Sehsinn. Zum Beispiel können Babys ab dem fünften Monat hören. Neben Geräuschen im Mutterleib nehmen sie auch schon Geräusche der Außenwelt wahr. Wichtig ist es, die Sinneswahrnehmungen des Babys nach der Geburt zu fördern. Dadurch machen sie (über-)lebenswichtige Erfahrungen und legen die Basis für alle späteren Fähigkeiten. Die Eltern haben dabei die Aufgabe, dem Kind dabei zu helfen, wie es die vielen verschiedenen Signale und Reize einordnen und sinnvoll einsetzen soll.

Um das zu üben, sollten Mamis ihren Kindern von Anfang an viele Sinneserfahrungen anbieten und diese dann immer wieder wiederholen. Das kann zum Beispiel ein Spielzeug sein, das Geräusche macht. Babys können die erste Zeit nur das sehen, was sich direkt in ihrer Nähe befindet. Aus diesem Grund sollten Mütter Spielzeuge und andere Sinnesreize ganz nah an ihr Kind halten und auch beim Sprechen nah an es herankommen. Dann kann das Baby alles gut sehen und hören wie zum Beispiel ein schönes Mobile über dem Kinderbett. Wichtig ist es aber gerade bei Babys, sie nicht mit zu vielen Reizen zu überfordern. Das macht sie unruhig und nervös.

Bei der Förderung der Sinne kommt es auch darauf an, dem Baby die Zeit zu lassen, die es braucht. Manches Spielzeug wird es so faszinieren, dass es sich lange und ausführlich damit beschäftigen möchte. Nach dem ersten Lebensmonat können Mamis ihr Baby auf den Bauch legen und ihm Spielzeug in Reichweite legen. Das regt die Kleinen dazu an, das Köpfchen zu heben und damit die Nackenmuskulatur zu stärken.

Auch nach dem ersten Lebensjahr sollten sinnliche Erfahrungen wichtig. Purzelbäume schlagen, Geschmacksrichtungen ausprobieren oder mit den Händen im Sandkasten graben – Erfahrungen wie diese verknüpft das Kind mit Emotionen und Erinnerungen, die sich in das Langzeitgedächtnis einprägen. So fühlen sich manche auch im Erwachsenenalter noch durch einen bestimmten Geruch oder Geschmack an eine Phase in ihrer Kindheit erinnert.

Die Motorik

In den ersten Lebensjahren reift das Gehirn des Kindes und bildet seine Struktur vollständig aus. Aus diesem Grund ist diese Zeit auch für die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten von großer Bedeutung. Bewegt sich ein Kind viel und probiert immer wieder neue Bewegungsabläufe aus, bekommt sein Gehirn viele Anregungen. Das macht es dem Kind später leichter, körperliche Aktivitäten zu steuern.

Um die Grob- und Feinmotorik zu trainieren, brauchen die Kleinen aber keinen ausgeklügelten Trainingsplan. Das Zusammenspiel zwischen Denken und der gezielten Ausführung von Bewegungen sollte vielmehr spielerisch über den Spaß an Bewegung gefördert werden, der bei Kindern von Natur aus gegeben ist. Bei Babys kommt es lediglich auf eine gute Wahrnehmung ihres Körpers und ein gutes Körpergefühl an.

Mit kleinen Übungen können Muttis den Tast- und Gleichgewichtssinn ihres Sprösslings stimulieren und dadurch fördern. Das geht, wenn sie das Baby immer kleiner werdende Gegenstände gezielt greifen lassen oder es mit Geräuschen und Zusprechen dazu bringen, das Köpfchen und später den ganzen Körper zu drehen.

Zur Förderung der Motorik eignen sich auch Fingerspiele, die von einem kleinen Lied oder Reim begleitet werden. Auch spezielle Motorikspielzeuge wie klingende Greifbälle, Würfel oder Rasseln verbessern die motorischen Fähigkeiten. Alles, wonach das Baby greifen und was es schütteln kann, hilft ihm dabei, zu üben.

Kann das Kind schon krabbeln, sind natürlich andere Motivations- und Fördermittel gefragt. Um das Kind zum Krabbeln zu bewegen und dadurch seine Motorik zu fördern, gibt es verschiedene Tricks und Spiele.

  • Die Mutter setzt sich vor die Babydecke und fordert das Kind durch Zureden und durch Hinhalten seines liebsten Spielzeugs dazu auf, zu ihr zu kommen.
  • Das Kind soll sein Lieblingsstofftier, das in Sichtweite versteckt wurde, suchen.
  • Mutter und Kind krabbeln gemeinsam um die Wette.
  • Die Mutter baut einen Parcours auf, in dem das Kind unter einem Stuhl durchkriecht und über ein dickes Kissen robbt.

Sobald das Kind laufen kann, sind den Spielarten zur Förderung der Motorik keine Grenzen mehr gesetzt.

Abbildungen 1-3: fotolia.com © Oksana Kuzmina

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